Die 3 besten Saugroboter ohne Kamera

Die 3 besten Saugroboter ohne Kamera

Wenn du einen Saugroboter mit smarter Navigation suchst, dabei aber auf eine Kamerafunktion verzichten möchtest, gibt es zahlreiche Modelle auf dem Markt, die diesen Anforderungen gerecht werden.

Die Saugroboter Roidmi EVE Plus, der Roborock S7 und der RoboVac L70 der Marke Eufy navigieren dank LDS-Technologie und integrierten Sensoren methodisch, effizient und zielsicher über die Wohnfläche und überzeugen auch ohne Kamera mit einer guten Objekterkennung.

Im Folgenden möchte ich dir zunächst auf die Vor- und Nachteile der Kameranavigation eingehen. Im Anschluss stelle ich dir drei Saugroboter in verschiedenen Preisklassen vor, die ohne Kamera eine überzeugende Reinigungsleistung erzielen.

Das spricht für eine Navigation mit Kamera

  • Mithilfe der integrierten Kamera kann sich dein Saugroboter ein räumliches Bild deiner Wohnfläche machen
  • Das räumliche Bild wird in Form einer virtuellen Karte in der Hersteller-App auf deinem Smartphone dargestellt
  • Eine Navigation mit Kamera fällt deutlich methodischer und effizienter aus als eine Zufalls- oder Gyroskop-Navigation
  • Bei den Saugrobotern mit Kameranavigation ist die Kamera im Gehäuse montiert. Dies spart gut 2 cm Höhe gegenüber Saugroboter LDS-Technologie ein, bei denen der Laserturm aus dem Gerät herausragt und eventuell mit niedrigen Möbeln kollidieren kann.

Das spricht gegen eine Navigation mit Kamera

  • Eine Navigation mit Kamera nimmt etwa 20 bis 30 % mehr Zeit in Anspruch als die Lasertechnik, die ihre Bahnen in präzisen S-Bahnen ohne Umwege abfährt
  • Die erstellten Karten können nicht von dir bearbeitet werden und sind weniger detailliert als bei der LDS-Technologie mit 360°-Abtastung. So werden beispielsweise Möbel wie Tische und Stühle oft nicht registriert und häufiger angefahren
  • Bei schwachen Lichtverhältnissen können sich Fehler häufen und längere Touren entstehen. Manche Hersteller versuchen diesem Umstand mit zusätzlichen LED-Lichtern entgegenzuwirken
  • Trotz beteuerter Sicherheitsmaßnahmen seitens der Hersteller birgt eine vernetzte Kamera immer auch ein gewisses Risiko, dass sich ein Dritter illegal Zugriff verschaffen und mithilfe des Saugroboters deine Wohnverhältnisse ausspionieren kann.

Wo weiterhin eine Kamera zum Einsatz kommt

Ein Saugroboter mit LDS-Technologie bringt aufgrund des Laserturms in der Regel eine Höhe zwischen 9 und 11 cm mit sich. Liegen herumliegende Objekte jedoch unterhalb dieser Höhe, kann das dazu führen, dass dein Saugroboter sich in Gegenstände wie Socken oder Kabel verhakt oder diese mit sich schleift.

Deshalb haben Modelle in der mittleren und höheren Preisklasse oftmals neben dem Laser eine zusätzliche Hinderniserkennung integriert, die deinen Boden nach Objekten abtastet und umfährt. Die Hinderniserkennung erfolgt dabei entweder durch den integrierten Bumper sowie durch Ultraschall-, Kamera- oder Infrarottechnik.

Infrarottechnik ist bei den Saugrobotern der mittleren Preisklasse am häufigsten verbreitet. 

Darum möchte ich dir im Folgenden die drei Modelle vorstellen, die nicht nur optimal und schnell durch deine Wohnfläche navigieren, sondern auch ohne Kamera Objekten gut ausweichen können.

Die drei besten Saugroboter ohne Kamera

Roidmi EVE Plus – Preis-Leistungs-Tipp mit guter Navigation und Absaugstation

Das Hybridmodell von Roidmi vereint eine Saug- und Wischfunktion, die dank smarter LDS-Navigation für effiziente Leistung sorgt. Die Fahrten laufen methodisch und schnell ab und es kommt nur zu wenigen Kollisionen mit Objekten und Möbeln. Besonders mit Spiegeln und spiegelnden Flächen hat der EVE Plus – anders als andere Saugroboter mit Lasernavigation – so gut wie keine Schwierigkeiten.

Mit integriertem HEPA-Filter für die Reinigung von Schmutzpartikeln und einer guten Saugkraft von 2700 Pa bei einem Akkuvermögen von 5.200 mAh erzielt er bis zu einer Wohnfläche von 250 m² gute Ergebnisse.

Dabei schafft er es, Teppiche und Kanten bis zu einer Höhe von 2 cm zu überwinden – eine gute Voraussetzung also, wenn du Langfloorteppiche besitzt. Je nach Saugmodi erreicht er dabei eine Lautstärke zwischen 45 und 70 dB.

Eine automatische Teppicherkennung fehlt beim EVE Plus, doch dank umfassender App-Funktionen kann dir dabei die selektive Raumeinteilung helfen.

So kannst du bestimmte Räume mit Teppichen mit einer höheren Saugkraft abfahren lassen oder Zonenreinigung für Bereiche einstellen, die eine intensivere Zuwendung benötigen.

Wie bei vielen anderen Modellen auch kannst du beim Roidmi Eve Plus ein Mikrofasertuch auf ein befestigtes Pad spannen, was beim Fahren mithilfe des 3-l-Wassertanks aktiv befeuchtet wird. Die Intensität kannst du in der App regulieren. Damit kannst du eine gute, aber keine tiefgehende Nassreinigung deiner Wohnfläche erwarten.

Die Besonderheit des EVE Plus ist zudem seine Absaugstation mit einer Kapazität von drei Litern, die zu diesem Preis einzigartig ist. Den vollen Beutel musst du lediglich alle paar Wochen in den Hausmüll entsorgen. Praktisch: Im Lieferumfang sind bereits vier Nachfüllbeutel für die Absaugstation enthalten.

Diese hat an der Front ein Display, das den Akkuzustand des Saugroboters sowie einen Countdown beim Absaug-Prozess anzeigt. Zudem kommt bei der Station eine Ozontechnologie zum Einsatz, die eine antibakterielle und selbstdesinfizierende Wirkung erzeugt.

  • günstiger Preis
  • sehr gute Navigation auch bei Spiegeln
  • überwindet Kanten, Schwellen und Teppiche bis 2 cm Höhe
  • antibakterielle Absaugstation
  • keine automatische Teppicherkennung
  • Die Wischfunktion beseitigt nur leichte Flecken

Roborock S7 – Top beim Navigieren, Saugen und Wischen

Der Roborock S7 ist ein echter Alleskönner – insbesondere beim Navigieren, Saugen und Wischen gehört er zu den Top-Modellen auf dem Markt.

Mit integrierter LDS-Navigation fährt er ebenso methodische wie effiziente Bahnen ab. Zudem ist er an der Front und an den Seiten mit Infrarotsensoren ausgestattet, damit er vor Wänden und Objekten abbremsen und Ausweichmanöver einleiten kann.

In Kombination mit intelligentem Mapping, Reinigungsplanung, genauer Zonenreinigung und sehr guter Saugleistung zählt er zu den besten Saugrobotern ohne Kamera.

Ähnlich effektiv ist der S7, wenn es um das Wischen deiner Wohnflächen geht. So wird die Wischplatte an der Unterseite des smarten Geräts mit VibraRise-Technologie in Vibrationen versetzt, während das SonicMopping gleichzeitig Wischbewegungen in Gang setzt.

Durch diese effektive Kombination aus Vibrationen und Bewegungen ist der Roborock S7 in der Lage, Verschmutzungen und Verklebungen deutlich besser zu lösen und fällt somit um einiges gründlicher aus als bei Modellen, wo lediglich ein Mikrofasertuch aufgespannt wird.

Als Alleinstellungsmerkmal verfügt der S7 zudem über eine Liftfunktion. Dabei wird das Wischpad während der Fahrt jedes Mal angehoben, sobald sich der Saugroboter einem Teppich nähert. So musst du Teppiche nicht mehr als No-Go-Zonen in der App definieren, damit sie keine Nässe abbekommen.

Achtung: Diese Funktion ist allerdings nur bei Kurzfloor-Teppichen ideal, da das Wischpad nur wenige Zentimeter angehoben wird. Sollten deine Teppiche höher sein, lohnt es sich, diese entweder vorher zu entfernen oder in der App als No-Go-Areas einzurichten.

  • smarte Navigation
  • sehr gute Wischfunktion mit Tiefenwirkung
  • intelligente Teppicherkennung
  • automatische Lift-Funktion für den Mopp
  • der Mopp wird nur wenige Zentimeter angehoben, sodass Langfloorteppiche Nässe abbekommen könnten

Eufy RoboVac L70 – smarte Navigation, gute Wischfunktion 

Dank des intelligenten Navigationssystems (iPath-Navigation) kann der Saugroboter deine gesamte Wohnfläche in der App in Echtzeit darstellen, sodass er eine systematische Planung durchführen kann und anschließend zielsicher durch deine Räume manövriert.

Die Hindernissensoren arbeiten sehr zuverlässig, sodass es mit Objekten nur selten zu Kollisionen kommt. Daher ist der L70 durchaus für unaufgeräumte Haushalte geeignet.

Auch die Saugleistung fällt mit 2200 Pa bei Hartböden und kurzfloorigen Teppiche sehr effektiv aus. Türschwellen und Kanten können bis zu einer Höhe von 1,6 cm überwunden werden.

Der Wermutstropfen besteht darin, dass du mit dem L70 weder Räume benennen noch mehrere Karten speichern kannst. Falls du ein Haus mit mehreren Etagen dein Eigen nennst, ist er dafür weniger geeignet.

Dafür punktet der L70 mit einer smarten Teppicherkennung und schaltet dank BoostIQ-Technologie automatische in eine höhere Saugstufe.

Beim Wischen kann der RoboVac L70 mit einer aktiven Wasserzufuhr punkten. Den Stärkegrad kannst du in drei Stufen in der App variieren. Mit der Vibration und den Wischbewegungen eines Roborock S7 kann es der L70 allerdings nicht aufnehmen.

Vielmehr kannst du hier eine feuchte Grundreinigung für deinen Boden erwarten und musst bei eingetrockneten Flecken auf Fliesen und Hartböden eventuell nachwischen.

  • dank iPath-Navigation findet er sich auch in unaufgeräumten Haushalten zurecht
  • automatische Teppicherkennung
  • vielfältige App-Funktionen
  • aktive Wasserzufuhr beim Wischen
  • keine Raumbenennung möglich
  • nur eine Karte speicherbar
  • Wischfunktion sorgt nur für Grundreinigung

Welche Nachteile haben Hinderniserkennungen mit Bumper, Ultraschall und Infrarotstrahlung?

Bei einer reinen Hinderniserkennung mit Bumper werden deine Wände, Möbel und Objekte ziel- und wahllos angefahren, um sich durch die Kollisionen neu zu orientieren.

Diese haben zwar eine abfedernde Wirkung, können aber zum Problem werden, solltest du empfindliche Möbel oder viele herumliegende Gegenstände haben. Ebenso können die Effektivität und das Reinigungsergebnis unzureichend ausfallen.

Die Navigation durch Ultraschallsensoren funktioniert dagegen durch ausgesendete Signale, die an Hindernissen abprallen und wie bei einem Spiegel ein Echo an deinen Saugroboter zurücksenden, damit er ein Ausweichmanöver einleitet. Erschwert wird diese Hinderniserkennung durch kleine Objekte oder Materialien wie Stoff und Pelz, die diese Signale oftmals „verschlucken“.

Bei einer Infrarotstrahlung kann es dagegen bei schwarzen Hindernissen wie dunklen Möbeln zu Problemen kommen, wenn diese das ausgesendete Signal des Saugroboters nicht ausreichend reflektieren. Ebenso kann direkte Sonneneinstrahlung dazu führen, dass vom Gerät irrtümlicherweise ein Hindernis erkannt wird, wo gar keines ist.

Welchen Vorteil bietet bei Saugrobotern eine Objekterkennung mit Kamera?

Gerade die Top-Modelle der Saugroboter, beispielsweise der Roborock S6 MaxV und der Dreame Bot W10 kombinieren die Lasertechnologie mit einer integrierten Frontkamera. Diese Methode ist die derzeit präziseste auf dem Markt, weil die Saugroboter damit nahezu den gesamten Bereich vor ihnen einsehen können.

Fahren sie an ein herumliegendes Objekt heran, wird es analysiert, in der Smartphone-App kategorisiert und umfahren. Der Saugroboter kann sich somit Objekte besser merken und den Umgang mit ihnen erlernen. Auch besonders flache Objekte werden – wenn auch nicht frei von Fehlern – besser erkannt.

Um der Kamera permanent eine gute Sicht auch bei schwachen Lichtverhältnissen zu ermöglichen, haben solche Top-Modelle neben der Kamera zusätzliche LED-Lichter verbaut.

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