Eufy vs. Xiaomi Saugroboter: Die wichtigsten Unterschiede (mit Modell-Vergleich)

Eufy vs. Xiaomi Saugroboter: Die wichtigsten Unterschiede (mit Modell-Vergleich)

Die Saugroboter der chinesischen Hersteller Xiaomi und Eufy verfügen mittlerweile über zahlreiche Modelle in unterschiedlichen Preisklassen und haben auf dem Markt sowohl Saug- als auch Hybridvarianten etabliert. Doch zwischen den Modellen gibt es bedeutsame Unterschiede.

Während Xiaomi seit der Markteinführung des Mi Robot 2016 zu den erfolgreichsten Herstellern zählt und mit technischen Innovationen selbst in der oberen Preisklasse überzeugt, steht hinter Eufy der Elektronik-Hersteller Anker, der sich besonders mit preisgünstigen Geräten einen Namen gemacht hat.

Ein Vergleich beider Marken bietet sich daher an. Im Folgenden werde ich je zwei Modelle der Hersteller in drei unterschiedlichen Preisklassen – Low-Budget, Mittelklasse und Top-Niveau – gegenüberstellen, ihre Gemeinsamkeiten, aber insbesondere ihre Unterschiede benennen.

Low-Budget-Modelle (Preis: ca. 130 bis 160 Euro): Eufy RoboVac 11S vs. Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop Essential

Im Low-Budget-Bereich vergleiche ich folgende zwei Modelle:

  • Eufy RoboVac 11S – flach und per Fernbedienung steuerbar
  • Xiaomi Mi Robot Vacuum Mop Essential – smart und vielseitig

Lieferumfang – was ist mit dabei?

Dem 11S-Saugroboter liegen ein Ladegerät, ein HEPA-Filter, ein Ersatzfilter-Set, vier Seitenbürsten, eine Reinigungsbürste, eine Bedienungsanleitung sowie fünf Kabelbinder bei. Mit Letztgenannten kannst du herumliegende Kabel verbinden und somit davor bewahren, sich in dem Saugroboter zu verfangen. 

Der Lieferumfang des Mi Robots kann sich ebenfalls sehen lassen, dennoch fallen fehlende Seitenbürsten und Filter negativ ins Gewicht. So sind neben dem Hauptgerät eine Ladestation, ein HEPA-Filter, ein Wassertank mit Mikrofasertuch, Reinigungswerkzeug und eine Bedienungsanleitung enthalten.

Größe und Gewicht – welche Maße haben die Saugroboter?

Der 11S hat ein Gewicht von 2,5 kg und die Maße 32,5 x 32,5 x 7,25 cm (B x T x H). Mit dieser geringen Höhe ist die Chance, dass der 11S während des Saugvorgangs unter deinen tiefer liegenden Möbeln hängen bleibt, minimal.

Der Mi Robot fällt dagegen mit den Maßen 35 x 35 x 8,2 cm und einem Gewicht von 3,7 kg in dieser Hinsicht etwas größer und schwerer aus. Mit 8,2 cm ist er einen ganzen Zentimeter höher als der 11S; diese Höhe sollte aber immer noch ausreichen, um unter den meisten Möbeln für Sauberkeit zu sorgen.

Staubbehälter / Wassertank – wer fasst mehr?

Der Staubbehälter des 11S hat ein Fassungsvermögen von 0,6 l. Da es sich bei dem 11S um einen reinen Saugroboter handelt, wird auf einen Wassertank verzichtet.

Der Staubbehälter des Mi Robot fällt mit einem Fassungsvermögen von 0,42 l etwas geringer aus als bei der Konkurrenz von Eufy. Dieser Umstand ist jedoch dem zusätzlichen Wassertank mit 0,2 l geschuldet. Dieser verfügt über eine elektrische Wasserpumpe, die aktiv Wasser auf das Mikrofasertuch leitet und es somit während des Wischens regelmäßig befeuchtet.

Tipp: Wie bei allen Hybridmodellen eignet sich die Wischfunktion für eine Grundreinigung von leichten Verschmutzungen. Falls du also bei einem Saugroboter bei geringem Budget auf eine Wischfunktion nicht verzichten willst, bietet der Mi Robot eine gute Basis dafür.

Akkukapazität – wer reinigt länger?

Der 11S verfügt über einen 2.600 mAh Lithium-Ionen Akku, der eine Laufzeit von etwa 100 Minuten erreicht. Mit dieser ordentlichen Akkulaufzeit schafft er die Reinigung einer Wohnfläche von 100 m². Zum Laden muss der 11S etwa fünf bis sechs Stunden in der Station verweilen.

Die Kapazität des Akkus beim Mi Robot liegt bei 2.500 mAh, was ihm eine Betriebszeit von 110 Minuten und eine Reinigung von etwa 120 m² Wohnfläche erlaubt. Die Ladedauer beträgt für jeden Einsatz etwa drei Stunden.

So hat der Mi Robot bei geringerer Akkukapazität eine höhere Laufzeit als der 11S, kann pro Ladevorgang eine größere Fläche reinigen und ist mit einer deutlich geringeren Ladedauer zügiger wieder einsatzbereit.

Reinigungskraft – wer bietet die stärkere Leistung?

Die Saugkraft des 11S kommt auf einen Wert von 1.300 Pa in maximaler Form. Im Standardmodus erzeugt das Gerät eine Geräuschentwicklung von 55 dB und liegt damit nur wenig über Zimmerlautstärke.

Die Saugkraft des Mi Robots übertrifft die des 11S fast ums Doppelte und liegt bei starken 2.500 Pa. Damit kann die Saugleistung locker mit der eines Modells in der mittleren Preisklasse mithalten. Der Lärmpegel beträgt bei mittlerer Saugleistung 58 dB und liegt damit fast gleichauf mit der des 11S.

Hindernisse – wer kommt höher?

Der 11S kann Hindernisse bis zu einer Höhe von 1 cm überwinden. Damit kann er beispielsweise ohne Probleme über Türschwellen und Kurzfloorteppiche fahren. Für die Überwindung höherer Teppiche fehlt ihm jedoch die Kraft.

Der Mi Robot kommt ein Stück höher als der 11S und kann Hindernisse bis zu einer Höhe von 1,7 cm überqueren. Falls du also viele Teppiche in deinen vier Wänden haben solltest, wird der Mi Robot damit durchaus zurechtkommen, kann bei Hochfloorteppichen allerdings an seine Grenzen stoßen.

Navigation – wer bewegt sich zielsicherer?

Die Navigation des 11S läuft nach dem Chaos-Prinzip ab. Dabei fährt der Saugroboter auf deiner Wohnfläche unkontrollierte Bahnen ab, stößt dabei mit dem Bumper an Objekte und justiert sich im Anschluss neu.

Hinweis: Diese Navigationsmethode ist bei Saugrobotern im Low-Budget-Bereich nicht unüblich, gleichzeitig jedoch die mit der geringsten Präzision und Gesamteffizienz. Zudem kann das Zufallsprinzip dazu führen, dass dein Saugroboter öfter an Möbeln und herumliegenden Objekten hängen bleibt.

Hersteller Xiaomi hat selbst bei seinen günstigen Modellen der Chaos-Navigation abgeschworen. So nutzt der Mi Robot die erweiterte Gyroskop-Sensor-Technologie. Bei dieser Technik zählt der Roboter die Drehbewegungen der Räder nach Verlassen der Basisstation und kann effizientere Bahnen abfahren als bei der Chaos-Navigation.

Obwohl das Mapping und die Hinderniserkennung nicht an eine Lasernavigation heranreichen, verringern sich bei der Reinigung mithilfe des Gyrosensors sowohl die Reinigungszeit als auch die Reinigungsdefizite. Auch die Rückkehr zur Basisstation birgt weniger Probleme.

Kontrollmöglichkeiten – welche Bedienung ist umfassender?

Der 11S hat eine Fernbedienung im Lieferumfang enthalten, die über ein Display mit Pfeiltasten verfügt. Per Pfeiltasten kannst du den Saugroboter manuell steuern und von selbst eine intensivere Spot-Reinigung starten, falls ein oder mehrere Bereiche besonders verschmutzt sind.

Auf weitere Kontrollmöglichkeiten – beispielsweise über App oder über Sprachsteuerung digitaler Assistenten musst du beim 11S allerdings verzichten. Auch eine Verbindung zu einem WLAN-Netzwerk ist nicht möglich.

Ganz anders sieht es beim Mi Robot von Xiaomi aus: Selbst in der niedrigsten Preisklasse ist der Saugroboter mit einer Hersteller-App ausgestattet, die es dir erlaubt, den Saugroboter über deine WLAN-Verbindung komplett fernzusteuern.

Darüber hinaus kannst du den Saugroboter mit digitalen Assistenten wie Alexa und Google Home verbinden und ihn ausschließlich über Sprachbefehle steuern. Ein deutlicher Vorteil gegenüber dem Saugroboter von Eufy – und das für knapp 30 Euro mehr. Da fällt auch die fehlende Fernbedienung nicht weiter ins Gewicht.

Mithilfe der App kannst du beim Mi Robot verschiedene Reinigungsmodi auswählen, einen Zeitplan für die Reinigung erstellen sowie den Reinigungsfortschritt auf einer virtuellen Karte ansehen. Bearbeiten kannst du die Karten allerdings nicht. Ebenso musst du von der Einrichtung von No-Go-Areas oder speziellen Reinigungszonen absehen.

Falls du dennoch Räume oder Zonen für die Reinigung absperren möchtest, kannst du dir mit Magnetbändern aushelfen, die der Saugroboter nach Auslegung in der Wohnstube mithilfe der eingebauten Sensorik erkennt und nicht überfährt.

Fazit – Für wen eignet sich nun welches Modell besser?

Im Low-Budget-Bereich punktet der Mi Robot von Xiaomi mit einer Wischfunktion unter aktiver Wasserzufuhr sowie mit Gyroskop-Navigation. Ebenso bietet er dir App-Unterstützung mit grundlegenden Kontrollmöglichkeiten und eine Anbindung an digitale Sprachassistenten. 

Mit Chaos-Navigation und fehlender App- sowie WLAN-Unterstützung ist der Spielraum von Eufys 11S dagegen deutlich begrenzt und allenfalls für diejenigen interessant, die auf smarte Features bei einem Saugroboter verzichten möchten.

Die mittlere Preisklasse (Preis: ca. 280 bis 320 Euro): Eufy RoboVac L70 vs. Xiaomi Roborock S6 Pure

In der mittleren Preisklasse vergleiche ich folgende zwei Modelle:

  • Eufy RoboVac L70 – gute Saug- und Wischleistung
  • Xiaomi Roborock S6 Pure – Allrounder mit umfassender App

Lieferumfang – was ist mit dabei?

Beim RoboVac L70 sind neben dem Saugroboter eine Ladestation, ein Wassertank, ein Mikrofasertuch mit Wischaufsatz, eine Wasserschutzmatte und eine Bedienungsanleitung im Lieferumfang enthalten.

Der Lieferumfang des Roborock S6 Pure fällt ähnlich aus. Dem Karton liegen das Sauggerät bei, eine Wasserschutzmatte, eine Ladestation samt Ladekabel, ein Mikrofasertuch mit Wischaufsatz sowie eine Bedienungsanleitung.

Größe und Gewicht – welche Maße haben die Saugroboter?

Der L70 ist mitsamt Lasertower 35,5 x 35,5 x 10,1 cm groß und kommt auf ein Gewicht von 3,8 kg. Die Höhe des L70 kann insbesondere bei Räumen mit tief liegenden Möbeln für Probleme sorgen. Vor dem Kauf eines Saugroboters empfehle ich dir generell, die Wohnung und die Höhe der einzelnen Möbel stets auszumessen, damit später kein Frust entsteht.

Mit einem Gewicht von 3,2 kg ist der S6 Pure einerseits leichter und fährt andererseits in den Maßen 35 cm x 35 cm x 9,65 cm mit einer geringeren Höhe als der L70.

Staubbehälter / Wassertank – wer fasst mehr?

Eufys RoboVac L70 verfügt im Inneren über einen Kombi-Behälter aus Staub- und Wassertank. Während der Staubbehälter des L70 ein Fassungsvermögen von 0,45 l hat, fasst der Wassertank 0,18 l.

Xiaomis Roborock S6 Pure enthält zwei voneinander getrennte Tanks, die ein ähnliches Fassungsvermögen haben wie der Saugroboter von Eufy. So fasst der Staubbehälter 0,46 l, der Wassertank 0,18 l.

Die bei beiden Modellen enthaltene Wischauffangmatte kannst du dir unter die Ladestation legen, damit der Boden nach dem Wischen nicht nass wird. Dies ist nicht nur praktisch, sondern schont auf Dauer sowohl deinen Boden als auch die Ladestation vor Feuchtigkeit.

Akkukapazität – wer putzt länger?

Der L70 hat – genau wie der S6 Pure eine Akkukapazität von 5.200 mAh, was beiden Saugrobotern eine Betriebsdauer von etwa zweieineinhalb Stunden ermöglicht. Damit sind beide Modelle für große Wohnungen bis zu einer Fläche von 200 m² geeignet – was je nach Verschmutzungsgrad und Hindernisgrad variieren kann.

Nach ihrem Dienst steuern beide Modelle selbstständig ihre Ladestation an. Bei der Wiederaufladung gibt es jedoch einen zeitlichen Unterschied: So braucht der RoboVac L70 zur vollständigen Wiederaufladung zwischen vier und fünf Stunden, während beim Roborock S6 Pure die Wartezeit fünf bis sechs Stunden beträgt.

Reinigungskraft – wer bietet die stärkere Leistung? 

Die Saugleistung fällt beim RoboVac mit 2.200 Pa etwas höher aus als beim Roborock, der auf maximal 2.000 Pa kommt.

Die Lautstärke erreicht beim L70 – je nach verwendetem Reinigungsmodus – Werte zwischen 50 und 75 dB. Die Lautstärke beim S6 Pure pendelt bei etwa 58 dB im Standardmodus fast im Bereich der Zimmerlautstärke.

Zum Wischen wird sowohl beim L70 als auch beim S6 Pure ein Mikrofasertuch auf den Aufsatz gespannt. Im Umgang mit ihrer Wischfunktion unterscheiden sich beide Modelle. Der L70 hat eine Bodenplatte mit drei Löchern, wo per Pumpe regelmäßig Wasser auf das Tuch tropfen kann.

Diese aktive Wasserzufuhr ist beim S6 Pure nicht vorhanden. Du kannst vor dem Wischen lediglich die Wasserregulierung am Tank in zwei Stufen (wenig / maximal) manuell regulieren. Hier wäre eine Einbindung der Hersteller-App wünschenswert gewesen.

Hindernisse – wer kommt höher?

Bei der Überwindung von Hindernissen kann der Saugroboter von Xioami nicht exakt das einhalten, was er auf dem Papier verspricht. So kommt der S6 Pure statt 2 cm Höhe vielmehr auf einen Wert von 1,8 cm. Anders sieht es dagegen beim L70 von Eufy aus. Dieser schafft es tatsächlich über Kanten von 2 cm Höhe.

Navigation – wer bewegt sich zielsicherer?

Der RoboVac L70 ist Eufys erstes Saugroboter-Modell, das mit Laser-Raumvermessung ausgestattet ist. Frühere Modelle des Herstellers beherrschten lediglich die Navigation per Chaosprinzip. Der Laserdistanzsensor (LDS) ist auf der Oberseite des Saugroboters integriert und kann Hindernisse besser lokalisieren sowie eine virtuelle Karte seiner Umgebung erstellen, die in der App in Echtzeit übertragen wird. Einzelne Räume werden vom Saugroboter jedoch nicht erkannt.

Der Saugroboter von Xiaomi setzt zur Navigation ebenfalls auf die präzise Lasertechnologie. So kann der Roborock S6 Pure durch die feine Sensorik schnell, systematisch und effizient durch deine Wohnstuben kurven, während er gleichzeitig dazu in der Lage ist, Räume zu erkennen, die du zu einem späteren Zeitpunkt einzeln bearbeiten und in der von dir gewünschten Reihenfolge saugen lassen kannst – ein klarer Vorteil gegenüber dem L70 von Eufy.

Kontrollmöglichkeiten – welche Bedienung ist umfassender?

Mithilfe der App des Herstellers siehst du beim L70 sämtliche Anzeigen und Einstellungsmöglichkeiten auf einen Blick. Herzstück der App ist die virtuelle Karte, auf der du die zurückgelegten Bahnen deines Saugroboters jederzeit nachvollziehen kannst. Die Zuweisung von Räumen sowie das Abfahren einer bestimmten Raum-Reihenfolge ist aufgrund fehlender Raumerkennung nicht möglich, auch unterschiedliche Etagen kannst du nicht speichern.

Jenseits der Karte fallen die weiteren Einstellungsmöglichkeiten des L70 vielfältig aus. So kannst du die Saugkraft einstellen, eine Reinigungszone beziehungsweise eine No-Wisch-Zone in die Karte einfügen, die Reinigungshistorie des Saugroboters einsehen oder einen Saugvorgang mit Datum und Uhrzeit planen. 

Ferner kannst du unter „Wasserzufuhr“ die Pumpleistung zur Wischreinigung in drei Stufen (niedrig, mittel und hoch) justieren, die Sprache ändern und per Signalton deinen Saugroboter aufspüren, wenn du beispielsweise über mehrere Räume verfügst und du nicht weißt, in welchem davon sich dein Saugroboter gerade befindet.

Der Punkt „Manuelle Bedienung“ könnte für dich interessant werden, wenn du deinen Saugroboter ohne Fernbedienung steuern möchtest, beispielsweise bei Umgebungen mit sensibler Deko oder bei verwinkelten Zugängen.

Auch die Roborock-App des S6 Pure bietet dir viele Möglichkeiten, deinem Saugroboter ein individuelles Format zu verleihen. Neben der planbaren Raum-Reinigung können einzelne Reinigungszonen ausgewählt und No-Go-Areas eingerichtet werden.

Insbesondere die virtuelle Karte, die der Roborock von der Wohnung anfertigt, fällt hier positiv ins Gewicht. Die kannst du nämlich in der App – anders als beim L70 – jederzeit bearbeiten. So kannst du einzelne Räume auswählen, betiteln oder Bereiche ändern. Die Kartendarstellung fällt zudem farbig aus, was dir eine bessere Übersicht ermöglicht.

Sowohl der RoboVac als auch der Roborock lassen sich mit Sprachbefehlen von digitalen Sprachassistenten wie Alexa oder Google Home steuern. Die Bedienung über Sprachbefehle kann hilfreich sein, wenn du in deiner täglichen Saug-Routine nur wenig Änderungsbedarf hast und deinen Saugroboter ein Stück weit bequemer nur mit der eigenen Stimme steuern und auf Tasteneingaben per Fernbedienung oder App auf Dauer verzichten möchtest.

Fazit – Für wen eignet sich nun welches Modell besser?

Eufys L70 überzeugt im mittleren Preissegment mit verbesserter Saugleistung, einer guten Hindernisüberwindung und einer Wischfunktion mit einer aktiven, dreistufigen Wasserzufuhr. 

Diese kann der S6 Pure von Xiaomi nicht bieten, dafür verfügt er über eine smartere App, die dir selektive Raumaufteilung und Kartenspeicherung für mehrere Etagen ermöglicht. Im direkten Vergleich halten sich beide Modelle somit durch ihre individuellen Vor- und Nachteile in Waage.

Top-Modelle (Preis: ca. 550 bis 1100 Euro): Eufy RoboVac L30 Hybrid+ vs. Roborock S7 MaxV Ultra

Als teuerste Top-Modelle vergleiche ich für dich diese zwei Modelle:

  • Eufy RoboVac L30 Hybrid+ – solider Saugroboter mit Absaugstation
  • Roborock S7 MaxV Ultra – intelligent, innovativ, vollautomatisch

Lieferumfang – was ist mit dabei?

Zum Lieferumfang des Roborock S7 MaxV gehören das Sauggerät, eine Wasserschutzmatte, das Wischmodul, eine Entsorgungsstation samt Ladekabel sowie die Bedienungsanleitung.

Beim RoboVac L30 Hybrid+ ist neben dem Saugroboter eine Entleerungsstation samt Netzteil, je zwei zusätzliche Staubbeutel und Seitenbürsten, Ersatzfilter, das Wischmodul und eine Bedienungsanleitung enthalten.

Größe und Gewicht – welche Maße haben die Modelle?

Der Roborock S7 MaxV Ultra misst 35,3 x 35,0 x 9,65 cm bei einem Gewicht von 4,8 kg.

Der RoboVac L30 Hybrid+ fällt mit 35,3 x 35,0 x 10 cm etwas höher als das Modell von Xiaomi aus, ist aber mit einem Gesamtgewicht von 3,9 kg um fast ein ganzes Kilogramm leichter.

Staubbehälter / Wassertank – wer fasst mehr?

Neben einem Staubstank mit 0,4 l findet sich beim S7 MaxV  Ultra ein 0,2 l Wassertank – auf den ersten Blick keine Größen, die den Saugroboter als Top-Modell qualifizieren. Doch besonders große Tanks sind in diesem Fall nicht notwendig – der smarten, umfangreichen Absaugstation sei Dank.

Die Station aus Kunststoff in den Maßen 42,2 x 49,3 x 4,2 cm nimmt zwar viel Platz in deinen vier Wänden ein, treibt jedoch gleichzeitig die vollautomatische Handhabung sowohl beim Saug- als auch beim Wischvorgang mit insgesamt drei Tanks auf die Spitze.

Denn sobald dein Saugroboter voll ist, entleert er den Staubtank mithilfe der Absaugstation automatisch in einen Aufbewahrungsbehälter mit 2,5 l Volumen. Bei regelmäßiger Anwendung muss dieser nur etwa alle sieben Wochen von dir geleert werden.

Doch das ist noch nicht alles. Mithilfe des Wassertanks mit 3 l Inhalt wird der Wasserbehälter deines Saugroboters automatisch nachgefüllt. Gleichzeitig wird das beim Wischen angesammelte Schmutzwasser in einen separaten Dirty-Tank abgegeben, das verschmutzte Wischtuch selbstständig gereinigt und zum Trocknen mit einem Abstand von 5 mm nach außen gehängt.

Hinweis: Der direkte Kontakt mit Staub, Schmutz und dreckigem Wasser entfällt mit dem S7 MaxV Ultra damit auf ein Minimum.

Beim L30 Hybrid+ fällt die Entleerungsstation mit den Maßen 22 x 24,5 x 39,4 cm deutlich kompakter aus. Das liegt daran, dass dort nur ein Absaugtank für den Staubbehälter integriert ist, der bei regelmäßiger Anwendung etwa alle 60 Tage in den Hausmüll entsorgt werden muss.

Ein zusätzlicher Tank für die Befüllung des Wassertanks, ein Schmutzwassertank sowie eine automatische Mop-Reinigung sind nicht vorhanden. Nach derzeitigem Stand gibt es von Eufy kein Produkt, das diese vollautomatischen Funktionen beherrscht. 

Akkukapazität – wer reinigt länger?

Sowohl der L30 Hybrid+ als auch der S7 MaxV nutzen einen großen 5200 mAH-Akku, der eine Betriebszeit von etwa drei Stunden ermöglicht. Damit sind die smarten Geräte auch für die Reinigung großer Räume bis zu 300 m² Fläche geeignet. 

Die anschließende Ladedauer beträgt beim S7 MaxV etwa fünf Stunden, der L30 Hybrid+ schafft die Wiederaufladung dagegen bereits in vier Stunden.

Reinigungskraft – wer bietet die stärkere Leistung?

Der S7 MaxV Ultra erzeugt einen starken Saugdruck bis 5100 Pa, was sich auch in der Lautstärke widerspiegelt. Diese beträgt im normalen Modus etwa 67 dB.

Der L30 hybrid+ verfügt insgesamt über vier verschiedene Saugstufen mit maximal 3000 Pa Leistung. Obwohl dies ein guter Wert ist, unterliegt er im direkten Vergleich dem S7 MaxV Ultra deutlich. Nur die Geräuschentwicklung fällt mit maximal 62 dB geringer aus.

Beim Wischen setzt der S7 MaxV auf die sogenannte VibraRise-Schallvibrationstechnologie. Damit werden deine Böden bis zu zu 3.000 Mal pro Minute mit gleichmäßig hohem Druck gereinigt – eine Funktion, die sogar hartnäckige Verschmutzungen lösen kann.

Mit dieser wertigen Technik kann es der L30 Hybrid+ nicht aufnehmen. So kann der Saugroboter – wie die günstigeren Modelle von Eufy auch – lediglich das Pad mit dem aufgespannten Wischtuch in verschiedenen Stufen befeuchten, um in deinen heimischen vier Wänden eine Grundreinigung zu ermöglichen.

Hindernisse – wer kommt höher?

Sowohl der S7 MaxV Ultra als auch der L30 Hybrid+ schaffen es, Hindernisse von 2 cm Höhe zu überwinden und eignen sich daher für die Überquerung höherer Türschwellen oder Hochfloorteppichen.

Navigation – wer bewegt sich zielsicherer?

Der S7 MaxV verfügt an der Frontseite über eine Kamera, die von einer aktiven Lichtquelle unterstützt werden kann, sowie über einen speziellen Laser, um herumliegende Objekte zu erkennen, mithilfe einer künstlichen Intelligenz auszuwerten und zu umfahren.

Durch die präzise Laserdistanz-Navigation (LiDar) werden einzelne Räume umfassend gescannt, was dir hochwertige, technologische Features wie Echtzeit-Mapping mit Kartenspeicherung von bis zu vier Etagen und 3-D-Kartendarstellung ermöglicht. Dies ist vor allem für Hausbesitzer ein nützliches Feature.

Teppiche werden von dem Saugroboter automatisch erkannt und einer verstärkten Reinigung unterzogen. Praktisch: Während der Teppichreinigung wird der Mopp automatisch angehoben, um deinen Teppich nicht nass zu machen.

Eufys L30 nutzt zur Orientierung die LiDar-Technologie mit iPath-Lasernavigation, die es ihm ermöglicht, Routen im jeweiligen Raum vorauszuplanen und in Z-Bewegungen die Wege effizient und schnell abzufahren.

Die Bodenerkennung läuft dabei vollautomatisch ab; bei Teppichen wird beispielsweise dank BoostIQTM-Technologie die Saugleistung automatisch erhöht. Während der Fahrt wird eine Karte der kompletten Wohnstube in Echtzeit auf dein Smartphone übertragen und kann von dir bearbeitet werden. Außerdem ist eine Kartierung von bis zu drei Stockwerken möglich.

Auf eine intelligente Hinderniserkennung musst du beim L30 Hybrid+ allerdings verzichten. So kann es vorkommen, dass herumliegende Objekte wie Kabel oder Socken während der Fahrt verschoben werden.

Kontrollmöglichkeiten – welche Bedienung ist umfassender?

Sowohl die App-Steuerung des S7 MaxV als auch die des L30 Hybrid+ lassen vollumfängliche Funktionskontrolle zu. So ist selektive Raumaufteilung ebenso möglich wie das Einrichten von unsichtbaren Wänden, speziellen Reinigungszonen oder No-Go-Areas.

Die Kontrolle geht dabei für beide Modelle über reine App-Steuerung hinaus. So lässt sich der  S7 MaxV sowohl mit digitalen Sprachassistenten wie Google Home, Apple Siri als auch mit Amazons Alexa verbinden.

Auch der L30 Hybrid+ kann mit digitalen Sprachassistenten gekoppelt werden, dies gilt allerdings zum jetzigen Stand nur für Alexa und den Google Assistent.

Fazit: Für wen eignet sich nun welches Modell besser?

Der Roborock S7 MaxV Ultra von Xiaomi setzt nicht nur beim Saugen und Wischen, sondern auch mit einer vollautomatischen Absaugstation Maßstäbe. Solltest du also auf der Suche nach einem smarten Saugroboter sein, der zu technischen Höchstleistungen fähig ist und dir im Alltag nur wenig Eigenleistung abverlangt, könnte der S7 MaxV Ultra die Lösung für dich sein. Diese Qualität hat mit über 1000 Euro allerdings ihren Preis. 

Der L30 von Eufy ist dagegen zwar günstiger und überzeugt mit guter Navigation, Akkuleistung und Hindernisüberwindung, sticht mit seiner Basis-Wischfunktion und fehlender Kamera-Objekterkennung allerdings nicht aus der Konkurrenz hervor.

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