Rasenpflege FAQ mit und ohne Mähroboter

Rasenpflege FAQ mit und ohne Mähroboter

Du möchtest gerne, dass dein Rasen gepflegt und gesund aussieht und in sattem Grün die Nachbarschaft neidisch werden lässt? Ob mit oder ohne Mähroboter auf dem Rasen, es gibt einige Fragen, die immer wieder aufkommen in der Pflege des Rasens und die ich dir hier beantworte.

Eine hochwertige Rasenpflege, ob von Hand oder per Rasenroboter, beinhaltet die richtige Schnitthöhe gemäß Rasentyp, mehrmaliges Düngen und Vertikutieren pro Jahr, Beachtung des jahreszeitlichen Wachstumsrhythmus des Rasens sowie der jeweiligen tageszeitlichen und klimatischen Wetterbedingungen.

Damit du auch weißt, wie du vorzugehen hast in deiner Rasenpflege, gebe ich dir in diesem Artikel die Antworten auf die häufigsten Fragen sowie einige Tipps dazu.

Die häufigsten Fragen zur Rasenpflege – alle Antworten und Tipps dazu

Folgende Fragen zur Rasenpflege tauchen immer wieder auf und sind wichtig, egal ob du einen Mähroboter hast oder nicht. Mit der Beantwortung dieser Fragen wirst du zum Profi in Sachen Rasenpflege.

Wann beginne ich mit Rasenmähen?

Die Mähsaison beginnt im Frühjahr mit Beginn der Wachstumsphase des Rasens, meist ab einer Temperatur von etwa 15 °C.

Das hängt ein bisschen vom Wetter und Temperaturen ab, ist aber normalerweise zwischen März und April. Achte darauf, den Rasen erst auf ca. 6-7 cm wachsen zu lassen, bevor du ihn zum ersten Mal mähst.

Die optimale Höhe für Zierrasen liegt bei 2-3 cm, für Spielrasen bei 3-5 cm und für Schattenrasen bei 5-6 cm. Du solltest den Rasen immer 2-3 cm wachsen lassen, bevor du ihn schneidest. Mähe den Rasen also etwa alle 1-2 Wochen.

Tipp: Wenn du einen Mähroboter hast, dann kannst du ihn nicht nur alle zwei Wochen laufen lassen. Mähroboter sind darauf ausgelegt, immer nur die Grasspitzen zu schneiden und sollten daher alle paar Tage mähen.

Was passiert, wenn ich den Rasen zu kurz mähe?

Die Wachstumsphase des Rasens ist in unseren Breitengraden vor allem im Sommer, wo oft die Sonne scheint und die Monate trockener sind. Dieses Klima spürt auch dein Rasen.

Wenn du den Rasen zu kurz mähst, kann sich der Rasen selbst und auch dem Boden weniger Schatten geben und weniger Feuchtigkeit speichern, was ihn schneller austrocknen und verbrennen lässt.

Als Faustregel gilt: Lasse den Rasen daher lieber etwas zu lang als Gefahr zu laufen, ihn zu kurz zu schneiden. Für einen Zierrasen sind 2-3 cm optimal, mit 4-5 cm bist du aber auf der sicheren Seite, dass ihm die Kürze nicht schadet.

Diese Faustregel gilt vor allem für die Sommerzeit. Gegen Winter, wenn das Wachstum stoppt, ist es gut, im letzten Schnitt wirklich auf die optimale Höhe zu kürzen. Denn zu langes Gras wird im Winter vom Schnee zusammengedrückt, was es anfälliger für Pilze oder Krankheiten macht, was du natürlich auch nicht willst.

Warum bei Regen nicht Rasenmähen?

Bei Regen solltest du nicht Rasenmähen, weil das Gras durch die Feuchtigkeit und durch dein Gewicht und das des Mähers verklebt und plattgedrückt wird.

Das führt zu einem unebenen Schnitt, was heißt, dass du mehr Aufwand hast, um das wieder schön gleichmäßig hinzubekommen und dein Rasen sieht außerdem womöglich etwas zerfetzt aus.

Zudem möchtest du auch nicht deinen Mäher von feuchten, schmierigen Grasklumpen befreien nach getaner Arbeit.

Info: Das Thema Regen ist übrigens auch bei Mährobotern so eine Sache. Es gibt Hersteller wie Husqvarna, deren Roboter vom Gehäuse her für Regen gemacht sind. Trotzdem gibt es Gegner von Robotern im Regen, da das Gewicht der Geräte ebenfalls das Gras platt drücken kann. Deshalb gibt es viele Mähroboter mit Regensensor, die ab einem bestimmten Feuchtigkeitsgrad nicht mehr rausfahren.

Warum im Mai nicht Rasenmähen?

Im Mai nicht Rasenmähen klingt unlogisch für deine Ohren, weil doch genau dann der Rasen wieder voll im Wachstum ist nach den kalten Wintermonaten?

Im Mai nicht zu mähen hat auch grundsätzlich nichts mit dem Rasen selbst zu tun, sondern mit all seinen kleinen, manchmal unsichtbaren Bewohnern: Den Insekten.

Wenn du im Mai keinen Rasen mähst, tust du etwas Gutes für den Naturschutz, indem dein Rasen etlichen Insekten Nistplätze, Lebensraum und Nahrung bietet. Gerade der Frühsommer ist eine extrem wichtige Phase im Lebenszyklus vieler Insekten, weshalb der Monat Mai als “No Mow May” erkoren wurde.

Info: Die Einführung des “No Mow May” kommt ursprünglich aus Großbritannien. Gerade in dem Land, das schon seit Jahrhunderten für seine gepflegte Gartenkultur bekannt ist, setzen sich nun viele Menschen für vielfältige und naturbelassene Lebensräume ein.

Mach auch du mit und mähe deinen Rasen nächstes Jahr möglichst nicht oder wenig im Mai. Du brauchst auch gar nicht den ganzen Rasen wild ausufern lassen, wenn dir das nicht passt: Suche dir ein paar Flecken aus irgendwo am Rand, die dich nicht stören und lasse sie einen Monat lang stehen. Das hilft schon viel!

Welche Rasenhöhe gegen Unkraut?

Unkraut braucht vor allem eines zum Wachsen: Licht.

Wenn du deinen Rasen also etwas länger lässt, dann wächst auch weniger Unkraut. Empfohlen gegen Unkraut sind 4-5 cm Rasenhöhe.

Kann ich Rasen in der Sonne mähen?

Du musst dir das so vorstellen: Nach dem Rasenmähen haben alle Grasspitzen oben beim Schnitt eine offene Wunde, wo Feuchtigkeit austritt. Wenn da zu viel Wasser austritt, dann können sie verdursten.

Zur Mittagszeit oder unter praller Sonne zu mähen, führt zu trockenen, gelblichen Grashalmen und ist daher nicht empfehlenswert.

Soll ich bei Trockenheit mähen?

Bei Trockenheit gilt es ähnlich: Die Grashalme und der Boden sind dann bereits strapaziert. Je mehr du mähst, desto mehr entziehst du Feuchtigkeit und Nährstoffe.

Ich empfehle dir daher, bei Trockenheit weniger zu mähen und den Rasen zu seinem Schutz etwas länger wachsen zu lassen. (5-6 cm Schnitthöhe).

Soll ich bei Hitze mähen?

Auch bei großer Hitze sind deine Grashalme und der Boden strapaziert. Wenn du dann mähst, kann das großen Schaden anrichten auf deinem Rasen.

Statt in der prallen Mittagshitze zu mähen, verschiebe es lieber in den kühleren Abendstunden.

Wenn es sich um eine wochenlange Hitzewelle handelt, versuche zudem, den Rasen etwas länger wachsen zu lassen (5-6 cm Schnitthöhe).

Wenn wir ehrlich sind, ist es ja auch für dich selbst angenehmer, am Abend zu mähen statt in der Mittagssonne zu schuften und zu schwitzen. Es hat also nur Vorteile.

Düngen: Wie oft und wann?

Der Rasen braucht Dünger, gerade weil ihm durch den ständigen Schnitt viele Nährstoffe entzogen werden und weil übermäßige Nutzung oder auch starke Trockenheit in den Sommermonaten ihn strapazieren können.

Im Allgemeinen gilt: Dünge deinen Rasen 2-3 Mal pro Jahr. Dabei ist es auch wichtig, auf die Abstände und Jahreszeiten zu achten:

  • Düngung im Frühjahr: Regt das Wachstum an (März bis April)
  • Düngung im Frühsommer: Bereitet den Rasen auf Trockenheit in den heißen Monaten vor (Mai bis Juni)
  • Düngung im Herbst: Bereitet den Rasen auf die kalten Wintermonate vor (je nach Sommerverlauf zwischen August und Oktober)

Wenn dein Rasen in sehr gutem Zustand ist und du es nicht übertreiben möchtest mit Düngen, kannst du auch die Düngung im Frühsommer auslassen.

Tipp: Bestimmte Gartencenter bieten Dünger an, die speziell auf die Jahreszeit ausgerichtet sind. Du kannst also bspw. Frühjahrsdünger oder Herbstdünger kaufen, um den Bedürfnissen deines Rasens gerecht zu werden.

Um welche Tageszeit den Rasen düngen: morgens oder abends?

Wichtig für den Zeitpunkt der Düngung ist vor allem das Wetter: Damit das Düngemittel gut in den Boden eingewaschen wird und so wirksamer ist, solltest du bei bedecktem und feuchtem Wetter düngen. Am besten ist es, wenn die folgenden paar Tage Regen angesagt ist.

Achtung: Dünge deinen Rasen nie, wenn die Gräser der prallen Sonne ausgesetzt sind. Das Düngemittel kann dann die Gräser verbrennen und schadet mehr, als es nutzt. Auch direkt vor oder nach dem Schneiden empfehle ich dir nicht, zu düngen, da die Gräser dann noch offene Schnittwunden haben. Warte nach dem Mähen 2-3 Tage, bis du düngst.

Gerade im heißen Sommer empfehle ich dir daher, in den kühlen Abendstunden zu düngen, wenn die Gräser über Nacht Zeit haben, sich zu erholen und der Dünger einsickern kann. Auch sind die Gräser in der Nacht in der Ruhephase, was zusätzlich für Erholung sorgt.

Wenn für die Tage nach dem Düngen kein Regen angesagt ist und es allgemein eher trocken ist, dann musst du unbedingt den Rasen bewässern, gleich nach dem Düngen.

Wann wird der Rasen vertikutiert?

Den Rasen solltest du 1-2x pro Jahr vertikutieren. Am wichtigsten ist es, im Frühjahr bei Beginn der Wachstumsphase zu vertikutieren (März bis April).


Das lockert den Boden auf, fördert die Nährstoffzufuhr und du entfernst damit viel Unkraut, was den wachsenden Grasballen viel Platz gibt.

Tipp: Wichtig ist es, auf die Reihenfolge der Rasenpflege im Frühjahr zu achten. Beispielsweise kommt das Vertikutieren am besten vor dem ersten Düngen.

Ist dein Garten für Mähroboter geeignet?

Du fragst dich nun beim Lesen dieses Artikels, ob dein Garten überhaupt geeignet wäre für einen Mähroboter und worauf es dabei ankommt?

Grundsätzlich ist jeder Garten für Mähroboter geeignet.

Das ist ein bisschen wie mit der Kleidung und dem Wetter: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung. Das verhält sich beim Garten und Mährobotern ähnlich: Es gibt keine ungeeigneten Gärten, nur ungeeignete Geräte.

Du musst also zuerst bestimmte Faktoren in deinem Garten anschauen, um herauszufinden, welche Art Mähroboter du brauchst. Folgende Faktoren sind dabei unter anderem wichtig:

  • Größe der Rasenfläche
  • Steigungen oder Hanglagen
  • Unebenheiten im Rasen
  • Viele Bäume oder Sträucher, die Fremdkörper wie Fallobst, Äste, Tannenzapfen auf den Rasen fallen lassen
  • Enge Passagen
  • Aufgeteilte, verwinkelte Flächen

All diese und noch mehr Faktoren bestimmen, was für ein Gerät du brauchst und wie tief du dafür in die Tasche greifen musst. Spezielle Funktionen wie präzise GPS-Navigation oder hohe Steigungen können schon mal mehr kosten als die üblichen Modelle.

Wenn du wissen möchtest, wie du einen passenden Mähroboter findest, schau in diesen Artikel rein: Welcher Mähroboter ist der richtige für dich? So findest du es raus

Sparst du mit einem Mähroboter Geld?

Das ist eine weitere Frage, die viele Leute umtreibt bei der Entscheidung, sich einen Mähroboter anzuschaffen. Schließlich sind die Dinger ja nicht gerade günstig, wenn du dir ein hochwertiges Gerät zulegen möchtest.

Auf Dauer rentiert wohl jeder Rasenroboter, da du dir Zeit und Arbeit einsparst, die du für anderes verwenden kannst. Außerdem mähen die meisten Mähroboter nach dem Mulchprinzip, was deinen Rasen regelmäßig und gleichmäßig düngt und so viel gepflegter ist.

Von der finanziellen Seite her lohnen sich Mähroboter vor allem auf mittleren bis großen Rasenflächen.

Lese mehr dazu in diesem Artikel: Spare ich mit einem Mähroboter Geld?

Fazit

Bei der Rasenpflege gilt es gemeinhin folgende Punkte zu beachten:

  • Mähe erst ab Beginn der Wachstumsphase
  • Lasse den Rasen lieber 1-2 cm höher, um…
  • Dünge nur 2-3x im Jahr
  • Dünge nicht bei praller Sonne und nicht direkt vor oder nach dem Mähen
  • Vertikutiere 1-2x im Jahr (wichtig vor allem im Frühjahr)

Grundsätzlich eignet sich jeder Garten für einen Mähroboter, wenn du dir ein an deine spezifischen Gegebenheiten angepasstes Gerät anschaffst.

Dein Mähroboter vereinfacht dir viele dieser Arbeiten oder nimmt sie sogar vollständig ab. Ein Mähroboter arbeitet außerdem zuverlässig und gleichmäßig, was deinem Rasen ebenfalls zugutekommt.

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