Saugroboter Walze, Bürste oder Direktansaugung: Was ist am besten?

Saugroboter Walze, Bürste oder Direktansaugung: Was ist am besten?

Welche Art der Reinigung die Beste ist, lässt sich nur schwer sagen. Alle Varianten haben ihre Vor- und Nachteile und unterscheiden sich deutlich von den anderen. Diese habe ich im folgenden Text herausgearbeitet und stelle die Arten im Detail vor . 

Die ideale Bürste hängt vom zu reinigenden Untergrund ab. Kombibürsten und Gummiwalzen reinigen sowohl Hartböden als auch Teppiche sehr gut. Die Stoffwalze eignet sich vor allem bei feinem Staub und Schmutz. Die Direktansaugung wird aufgrund der effizienteren Bürsten und Walzen nicht mehr oft eingesetzt. Seitenbürsten säubern zusätzlich den Schmutz in den Ecken. 

Vor allem der Bodenbelag spielt eine wichtige Rolle bei der Wahl der richtigen Reinigungsart, weshalb ich Walze, Bürste und Direktansaugung im Folgenden vergleiche und die wichtigsten Unterschiede herausarbeite, sodass du ein passendes Modell für deine Wohnung findest. 

Walze, Bürste oder Direktansaugung?

Generell eignen sich sowohl Walzen als auch Bürsten sehr gut, um den Boden intensiv zu reinigen. Die Direktansaugung würde ich dir nur in seltenen Fällen empfehlen, da sich die Systeme mit zusätzlicher Walze oder Bürste als effizienter herausgestellt haben. Sie können sich allerdings durchaus eignen, wenn du entweder viele Haare im Haushalt hast oder sehr feinen Staub. Gummiwalzen können jedoch ebenfalls recht gut mit Haaren umgehen.

Die Saugleistung wird jedoch nicht nur durch die Bürsten entschieden sondern ebenso durch die:

  • Saugmechanik
  • Nähe der Bürste zum Boden
  • Nähe der Seitenbürste zur Bürste
  • Navigation des Saugroboters

Durch die Mischung aus den einzelnen Faktoren und einer guten Bürste oder Walze wird  am Ende das beste Ergebnis erzielt

Saugroboter Walze, Bürste und Direktansaugung: Das sind die Unterschiede

Saugroboter haben insgesamt drei verschiedene Reinigungsarten: Walze, Bürste oder Direktansaugung. Diese unterscheiden sich grundlegend und insbesondere die Art des Bodens sollte bei der Auswahl ein wichtiger Faktor sein. 

Saugroboter mit Bürste für groben und feinen Schmutz

Bürsten gibt es mit harten oder weichen Borsten. Für Hartböden wie Fliesen, Parkett oder Laminat sind weiche Borsten gut geeignet, da sie den Boden schonen.

Auf Teppichboden brauchen die Borsten eine gewisse Härte, da zu weiche Borsten tief sitzenden Schmutz nicht intensiv genug heraus bürsten. Je weicher eine Bürste ist, desto besser kann sie feinen Staub aufnehmen.

Insbesondere grober Schmutz kann durch eine Bürste gut entfernt werden. Zusätzlich wirkt diese mit einem gewissen Druck auf den Boden ein, sodass auch festsitzender Schmutz gelöst werden kann. 

Es gibt rotierende Bürsten und rollende Bürsten. Eine rollende Bürste eignet sich für ebene und glatte Flächen sehr gut, eine rotierende Bürste holt dagegen auch Schmutz aus den Fugen oder Ecken, da sie sich an den Seiten befindet. Es gibt aber auch Saugroboter, die beide Arten von Bürsten besitzen. 

Ein weiterer Vorteil ist, dass Bürsten bei einem Saugroboter einfach ausgetauscht werden können. Diese verschleißen schneller als Walzen, allerdings kann dadurch die Reinigungsleistung langfristig auf dem selben Standard gehalten werden. 

Saugroboter mit Walzen für Hartböden und feinen Schmutz

Bei den Walzen gibt es zwei verschiedene Varianten: Gummi oder Stoff.

Die Gummiwalze für Hartböden

Diese Art von Walze besteht zu 100 % aus Gummi. Vor allem Hartböden sollen damit noch intensiver gereinigt werden, was in der Praxis jedoch nicht immer bestätigt werden kann. Gummiwalzen gibt es  entweder in einfacher Ausführung, sprich lediglich eine Walze, oder in zweifacher Ausführung. Dabei liegen sich zwei Walzen gegenüber. 

Walzen aus Gummi sind überall dort gut geeignet, wo viele Haare oder Tierhaare eingesaugt werden sollen. Die Haare wickeln sich nicht um die Gummiwalze (anders als bei Borsten). Dadurch ist das Reinigen der Gummiwalze nur selten nötig.

Auf Teppichböden muss der Saugroboter eine hohe Saugleistung mitbringen, um mit einer Walze aus Gummi zufriedenstellende Ergebnisse zu liefern.

Die Stoffwalze für feinen Schmutz

Die Stoffwalze besteht aus vielen kleinen Mikrofasern. Damit kann dein Roboter extrem feinen Staub aufnehmen. Sie kann besonders auf Hartböden gut eingesetzt werden, eignet sich jedoch nicht bei intensiven Verschmutzungen. 

Auf Teppichboden ist die Stoffwalze definitiv nur bedingt einsetzbar. Sie ist für feinen und nicht für groben Schmutz konzipiert.

Der Allrounder: Kombibürsten sind eine Mischung aus Bürste und Walze

Die Kombibürste ist eine Mischung aus Bürste und Gummiwalze. Diese Variante erweist sich als sehr effektiv für jede Fußbodenart. Die Kombibürste beweist auf Hartböden, Teppichen und Teppichböden eine gute intensive Reinigungsleistung. Die Kombibürste wird daher auch in den meisten Robotern verbaut und die Reinigungsleistung ist wirklich sehr gut.

Sowohl feiner Staub als auch intensive und grobe Verschmutzungen können durch diese Mischung aus Bürste und Walze sehr gut aufgenommen werden.  

Saugroboter mit Direktansaugung für Hartböden

Die Schacht- oder Direktansaugung ist generell für harte Fußböden geeignet, für feinen Staub und/oder bei vielen Haaren. Bei diesem System wird keine Bürste verwendet. Dadurch wird das Aufwickeln von Haaren komplett verhindert. Saugroboter mit diesem System saugen, aber bürsten nicht. Für Teppiche und Teppichböden sind diese Roboter nicht geeignet.

Schmutz wird ebenso kaum vom Boden abgelöst und auch die Fläche, die bei einer Reinigungsfahrt gereinigt wird, ist recht klein. Daher wird dieses System bei neueren Geräten nur noch selten verwendet. Die Saugergebnisse sind insgesamt deutlich schlechter als bei eine Bürste oder Walze. 

Welche Ansaugart sollte gewählt werden?

Insgesamt kann lediglich die Direktansaugung als veraltet bezeichnet werden. Ob nun Walze und Bürste besser ist, lässt sich nur schwer sagen und selbst bei den Herstellern scheiden sich in diesem Punkt die Geister. So hat beispielsweise Roborock bis 2020 in jedem Modell Kombibürsten verbaut, dann die Borstenanzahl sogar nochmal verdoppelt, um im neuesten Modell auf eine reine Gummibürste zurückzugreifen.

Anhand der Unterschiede kannst du zumindest ein für deinen Untergrund passendes Modell finden und dir dann die näheren Eigenschaften anschauen, um ein optimales Ergebnis erzielen zu können. 

Für jede Art Fußboden gibt es den passenden Roboter 

Alle vorgestellten Saugrobotersysteme eigenen sich für Hartböden. Für Teppichböden kommen nur Saugroboter mit Kombibürste oder Gummiwalze infrage. Letztere nur mit einer hohen Saugleistung.  

Du willst Teppich und Parkett saugen?

In diesem Fall fällt meine Wahl auf einen Saugroboter mit einer Kombibürste. Hier hast Du die besten Aussichten auf ein zufriedenstellendes Ergebnis auf allen Fußböden. Die Walze eignet sich sehr gut für den glatten Boden und die Borsten,welche möglichst hart sein sollten, reinigen optimal den Teppich. 

Wozu haben Saugroboter Seitenbürsten?

Die meisten Saugroboter sind rund und kommen deshalb nicht in die Ecken. Mit den Seitenbürsten wird dieses Manko geschickt behoben. Der Roboter fährt an der Wand entlang und die Seitenbürste holt den Staub und eventuelle Haare aus den Ecken, in denen Saugroboter ohne Seitenbürste scheitern würden.

Wischen als weitere Reinigungsart

Zusätzlich zu den oben beschriebenen Reinigungsarten gibt es auch noch Saugroboter, die entweder eine Wischfunktion und normale Saugfunktion besitzen oder ausschließlich auf das Wischen ausgerichtet sind. Kombigeräte sind in der Regel günstiger als zwei einzelne Roboter und es wird auch nur ein Stellplatz benötigt.

Durch ein solches Gerät erzielst du eine noch bessere Sauberkeit und sparst dir die Zeit selber nochmal mit dem Wischmopp durch die Wohnung zu gehen. Diese Modelle haben neben einer Bürste oder Walze zusätzlich noch ein Reinigungspad an der Unterseite, welches durch den integrierten Wassertank befeuchtet wird. 

Es gibt jedoch auch Geräte die zusätzliche Sprühdüsen an der Front besitzen, welche den Boden extra feucht machen. Durch die Wischfunktion geht jedoch einiges an Platz im Saugroboter verloren, was oftmals auf Kosten der eigentlichen Saugfunktion geht. Daher ist das Saugergebnis schlechter als bei reinen Saugrobotern.

Aktuelle Geräte haben einen Wassertank von ca. 0,5 Liter, was für eine Fläche von 30 bis 40 Quadratmetern reicht. Für überschaubare Hartböden auf denen häufig leichtere Flecken zu sehen sind, eignen sich diese Geräte also relativ gut. Dazu gehört beispielsweise die Küche oder das Bad, wo oftmals Wasserflecken störend sein können. 

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