Welche Sensoren sollte dein Saugroboter haben?

Welche Sensoren sollte dein Saugroboter haben

Ein Saugroboter kann über verschiedene Sensoren verfügen. Je mehr er davon hat, desto besser kann er sich im Raum orientieren. Dadurch steigt jedoch auch sofort der Preis. Hier erfährst du, welche Sensoren für deine Wohnung unabdingbar sind und auf welche du im Zweifelsfall verzichten kannst. 

Ein effizienter Saugroboter sollte über Abstandssensoren, Berührungssensoren und Absturzsensoren verfügen. Infrarot-, Ultraschall- und Laser-Sensoren sorgen für eine besonders gute Orientierung. Ebenfalls sind Sensoren sinnvoll, die den Bodenbelag sowie den Grad der Verschmutzung erkennen. 

Es gibt jedoch noch viele weitere Sensoren, die auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen sind. Diese stelle ich dir im Folgenden vor. 

Diese Sensoren braucht ein Saugroboter

Die Orientierung innerhalb eines Raumes ist für uns als Menschen selbstverständlich. Für den Roboter ist es dagegen Schwerstarbeit, da dafür viele verschiedene Sensoren notwendig sind, welche die Umgebung ausmessen.

Die Sinne, die wir als Menschen haben, sind für einen Saugroboter die Sensoren. Nur so kann sich der Roboter zumindest geordnet fortbewegen. 

Da jede Wohnung und jeder Raum völlig unterschiedlich ausgestattet und aufgebaut sind, sollte der Saugroboter mit möglichst vielen Sensoren ausgestattet sein. Nur so kann dieser auch alle Stellen erreichen, sprich auch unter Tischen, Betten oder Stühlen fahren.

Darüber hinaus muss er Teppichkanten oder Schwellen umfahren. Je mehr Sensoren vorhanden sind, desto effizienter ist also auch die Reinigung. Im folgenden zeige ich dir alle Sensoren in der Übersicht:

Berührungssensoren für eine einfache Orientierung

Um möglichst alle Aufgaben zu lösen, verfügen Saugroboter über Sensoren, welche die Umgebung analysieren. Das ist jedoch erst seit einigen Jahren so, die ersten Modelle verfügten nur über wenig oder kaum Sensoren. Vor allem bei günstigen Modellen ist es noch heute so. 

Die einfachsten Geräte funktionieren lediglich mittels einer Art Stoßstange. Kommt der Roboter in Kontakt mit einem Gegenstand, dann löst dieser einen Berührungssensor aus. In der Regel sind zwei bis drei dieser Mikroschalter verbaut, welche dem Roboter mitteilen, wo er kollidiert ist. Diese Berührungssensoren, auch Kontaktsensoren genannt, sind insbesondere bei Saugrobotern verbaut, die nach dem Chaos-Prinzip arbeiten. 

Stößt der Saugroboter zum Beispiel mit der rechten Kante seiner Stoßstange an ein Hindernis, dann dreht sich dieser anschließend in einem zufälligen Winkel nach links und unternimmt einen neuen Fahrversuch. Ist dieser ebenfalls wieder erfolglos, dann dreht sich der Saugroboter ein weiteres Stück nach links und probiert es erneut. Dieses Verhalten verfolgt das Gerät so lange, bis es wieder frei fahren kann. 

Auf diese Art und Weise kann er beispielsweise ein Stuhlbein umfahren. So ähnlich funktionieren sehr einfache Saugroboter, die lediglich mit Berührungssensoren ausgestattet sind. In der Praxis kollidieren diese somit ständig mit Wänden, Möbeln oder anderen Gegenständen. 

Allerdings sind diese Saugroboter auch so konzipiert, dass es durch das Anstoßen zu keinen Beschädigungen oder Kratzern kommt. Sie sind mit passenden Materialien wie einer Gummileiste ausgestattet. Es gibt jedoch auch Ausnahmen: manche sehr günstigen Geräte können auf empfindlichen Oberflächen Kratzer erzeugen.

Moderne Sensoren für die Abstandsmessung

Damit es erst gar nicht zu einer Kollision kommt, besitzen gute Saugroboter weitere Sensoren. Mittlerweile werden häufig Infrarot-, Ultraschall- oder auch Laser-Sensoren eingesetzt, damit der Saugroboter die Entfernung zu einem Hindernis berechnen kann und sich somit gezielt orientiert.

Mithilfe dieser Technik können auch Karten der Umgebungen angefertigt werden, die du dann zum Beispiel in einer App einsehen kannst. 

Mithilfe solcher Sensoren weiß der Roboter im besten Fall immer, wie viel Abstand noch zu einem Hindernis bleibt. Er bewegt sich also deutlich vorsichtiger und kontrollierter. Vor einem Hindernis stoppt das Gerät ab und wechselt die Richtung.

Zudem scannt der Saugroboter dadurch den Grundriss des Bodens. Dieses Prinzip funktioniert unterschiedlich gut, denn bei vielen Geräten kommt es immer noch zu Situationen, in denen diese Technik nicht optimal greift. 

Das liegt daran, dass manche Sensoren Schwierigkeiten bei bestimmten Gegenständen haben. So können zum Beispiel Infrarotsensoren tiefschwarze Gegenstände nicht immer optimal erkennen, da diese das Sensorsignal nicht einwandfrei reflektieren.

Ultraschallsensoren haben dagegen immer wieder Schwierigkeiten mit schmalen Gegenständen, da diese den Schall anders reflektieren. 

Jeder Sensor hat Vor- und Nachteile, wobei immer wieder auch verbesserte Sensoren auf den Markt kommen.

Absturzsensoren als Schutz für den Saugroboter

Entfernungssensoren werden bei sehr modernen Geräten gerne auch auf der Unterseite eingesetzt. Dabei wird der Abstand am Boden gemessen, sodass sie zum Beispiel Treppenstufen erkennen. Dadurch stürzt der Saugroboter nicht ab. E. Zudem können innovative Geräte auch erkennen, um was für eine Art Bodenbelag es sich handelt. 

So kann er zum Beispiel zwischen einem glatten Laminatboden und einem Teppich unterscheiden. So kann sich das Gerät an den Bodenbelag anpassen, Teppiche umfahren oder beispielsweise auch die Leistung für die Reinigung eines Teppichs erhöhen. 

Weitere Sensoren

Auch im Inneren oder an nicht sichtbaren Stellen befinden sich verschiedene Sensoren. Teure Geräte können optisch oder auch akustisch durch Sensoren prüfen, wie hoch der Verschmutzungsgrad des Bodens ist.

Grober Schmutz verursacht beispielsweise beim Einsaugen lautere Geräusche, welche dann vom Roboter erkannt werden, sodass sich dieser Verschmutzungsgrad anpasst. 

Es gibt aber auch Roboter, die einen transparenten Luftkanal besitzen.Dabei wird der Grad der Verschmutzung mittels eines Lichtsensors gemessen. Diese Informationen werden anschließend verarbeitet, sodass bestimmte Stellen im Raum intensiver gereinigt werden. Weitere Sensoren können auch die Radumdrehungen messen, um Blockierungen oder Probleme zu erkennen. 

Welche einzelnen Sensoren im Inneren verbaut sind, weiß jedoch oftmals nur der Hersteller, da dieser die eigene Funktionsweise und das individuelle System geheim halten möchte. So verfügen viele Saugroboter auch noch über Temperatursensoren, Beschleunigungssensoren und weitere Sensoren, die für eine intelligente Funktionsweise sorgen.

Tipps

Achte darauf, dass dein Roboter mit möglichst vielen Sensoren ausgestattet ist. Je mehr Sensoren verbaut sind, desto effektiver funktioniert er in der Regel. Solltest du viele tiefschwarze Möbel in Bodennähe besitzen, dann solltest du darauf achten, dass der Roboter nicht nur mit Infrarotsensoren ausgestattet ist, um Berührungen zu vermeiden. Wenn du viele Treppen im Haus hast, dann sollte dein Saugroboter auch über Absturzsensoren verfügen.

Wie du die die Sensoren des Saugroboters richtig reinigst

Du hast also schon gemerkt: Ohne Sensoren kann kein Saugroboter arbeiten. Doch mit der Zeit verschmutzen die Sensoren natürlich auch und es kann dazu kommen, dass der Roboter seinen Weg nicht mehr einwandfrei findet, mit Gegenständen kollidiert oder sogar die Treppe herunterfällt. Daher ist eine regelmäßige Reinigung sinnvoll.

Die Standardsensoren befinden sich unter dem Saugroboter und an der Stoßstange. Du kannst diese einfach mit einem trockenen Wattestäbchen reinigen. Auf ein feuchtes Tuch oder Reinigungsflüssigkeiten solltest du generell verzichten, da diese die Sensoren beschädigen können.

Wie du die Kamera oder den Laser beim Saugroboter reinigst

Wenn im Saugroboter neben den klassischen Sensoren auch Kamera- oder Lasertechnik integriert ist, dann solltest du auch diese Objektive mit einem sauberen und trockenen Tuch reinigen.

Sollte die Stelle nicht mit einem Tuch per Hand erreicht werden können, dann kann auch ein Druckluftspray helfen, um Staub und Schmutz zu entfernen. Auch in diesem Fall solltest du wieder auf keinen Fall Reinigungsmittel oder Wasser verwenden, da du dadurch Gefahr läufst, den Laser oder die Kamera zu beschädigen.

Fazit

Überleg dir vor dem Kauf, welche Sensoren dein Saugroboter haben sollte und auf welche du verzichten kannst. Wenn du ein Haus mit Stufen, vielen Dekoelementen oder verschiedenen Bodenbelägen hast, sollte der Saugroboter über viele Sensoren verfügen, damit er ein für dich zufriedenstellendes Ergebnis liefert. 

Thomas G

Thomas ist seit 3 Jahren im Content Marketing tätig und beschäftigt sich dabei insbesondere mit digitalen und technischen Entwicklungen. Wert legt er auf wertvollen, relevanten Content sowie einen kreativen Schreibstil.

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