Für wen sich ein Saugroboter lohnt und für wen nicht

Für wen sich ein Saugroboter lohnt und für wen nicht

Saugroboter nehmen in einem Haushalt viel Arbeit ab. Je nach Modell saugen und wischen sie selbständig alle Böden im Haus. Dabei sind manche Wohnungen und Häuser besser für Saugroboter geeignet als andere.  

Ein Saugroboter erzielt seine besten Ergebnisse in Wohnungen mit glatten Böden, hohen Möbeln und wenig herumliegenden Krimskrams. Wohnungen können durch No-Go-Zonen und ein paar Umstrukturierungen saugroboter-freundlich gemacht werden. Probleme kann es unter anderem mit Haustieren, Treppen oder Hochflor-Teppichen geben.

Mittlerweile gibt es auf dem Markt eine große Anzahl an Saugroboter-Modellen mit den unterschiedlichsten Funktionen. Die Entscheidung, ob und welcher Saugroboter den Haushalt erleichtern soll, hängt stark von der Wohnsituation ab. 

Der ideale Haushalt für einen Saugroboter

Saugroboter navigieren sich selbständig durch die Wohnung und befreien jeden Boden von Schmutz und Staub. Für ein bestmögliches Reinigungsergebnis sieht die Wohnung folgendermaßen aus:

  • Glatter Boden
  • Kurzflorteppiche
  • Hohe Möbel und Objekte, die der Saugroboter leicht erkennt und umfahren kann
  • Keine klebrigen Essensreste auf dem Boden
  • Keine ängstlichen Haustiere
  • Keine Kleinteile oder Spielzeug auf dem Boden, die der Roboter versehentlich einsaugen könnte

Ein Saugroboter ist zudem ideal für Menschen, die viel Zeit außer Haus verbringen. Der Saugroboter erledigt seine Arbeit, ohne dass er jemanden im Haus stört und der Bewohner kommt in eine gesaugte Wohnung zurück. 

Für wen lohnt sich ein Saugroboter?

Ein Saugroboter lohnt sich für jeden, der seine Wohnung nicht ständig selbst händisch saugen will. Dazu gehören unter anderem folgende Personengruppen:

Allergiker: Für Allergiker stellt ein Saugroboter eine große Hilfe dar. Der Saugroboter hält die Wohnung in regelmäßigen Abständen frei von Staub und Schmutz. Hinzu kommt, dass beim Saugvorgang eines Saugroboters weniger Staubpartikel in die Luft geschleudert werden. 

Eltern: Gerade frisch gebackene Eltern haben den ganzen Tag die Hände voll zu tun. Da eignet sich ein Saugroboter als Unterstützung im Haushalt besonders gut. Während das Kind wach ist, haben sie meist keine Zeit für den Haushalt und wenn das Kind schläft, will man es nicht durch laute Staubsaugergeräusche wecken. Der Roboter erledigt seine Arbeit während des Spaziergangs mit dem Baby. 

Tierbesitzer: Egal ob Katzen, Hunde oder andere Haustiere mit Fell – Tiere hinterlassen Haare. Gefühlt überall und immer. Da kann ein Saugroboter Abhilfe schaffen. Für leistungsstarke Modelle sind Haare und Schmutz, den die Tiere aus der Natur mitbringen, kein Problem. 

Senioren: Die Hausarbeit kann vor allem für Menschen zur Herausforderung werden, die nicht mehr spielend leicht jede Ecke der Wohnung erreichen. Ein Saugroboter erleichtert den Alltag von Senioren ungemein, indem sie ihnen das Saugen abnehmen. 

Putzmuffel: Manchmal braucht man gar keinen besonderen Grund für einen Saugroboter. Für Menschen, die ungern staubsaugen, lohnt sich ein Saugroboter. Er erledigt die tägliche Hausarbeit und man kann sich in der Zeit mit Anderem beschäftigen. 

Wie wird die Wohnung saugroboter-freundlich? 

Damit der Saugroboter seine Arbeit ohne große Probleme erledigen kann, sollte die Wohnung ideal darauf vorbereitet werden:

  • Spielzeug und herumliegende Kabel wegräumen
  •  Essensreste vom Boden entfernen
  • No-Go Zonen einrichten
  • Teppiche entfernen (Hochflor, Badezimmer-Matten etc.)
  • Sofa erhöhen oder via App aussparen. Ob ein Saugroboter unter dein Sofa passt, erfährst du hier
  •  Zu hohe Türschwellen durch eine Rampe optimieren

Was muss vorab beachtet werden?

Wer sich für einen Saugroboter entscheidet, sollte sich folgende Fragen stellen. Diese zeigen einen guten Weg auf, welches Modell für die eigene Situation geeignet ist. Jedes Modell verfügt über andere Funktionen. 

  • Wie groß ist die zu reinigende Fläche und wie wichtig ist demnach die Akkulaufzeit des Saugroboters? 
  • Welche Böden hat meine Wohnung? Überwiegend Hartböden oder Teppich? 
  • Gibt es Möbel, die tief liegen? Ist demnach die Höhe des Saugroboters wichtig?
  • Wie hoch sind die Türschwellen? Ist die Kletterfunktion wichtig? 
  • Möchte ich eine App-Funktion? Welche Navigation wird bevorzugt? Chaos, Laser, Kamera? 

Die Vorteile eines Saugroboters

Ein Saugroboter ist ein nützlicher Helfer beim Haushalt. Die Vorteile eines Roboters variieren je nach Haushalt und Modell. Von der Navigation über eine Wischfunktion bis hin zur Kletterfunktion – mittlerweile gibt es unzählige Modelle, die perfekt zur eigenen Wohnsituation passen. Es gibt dennoch allgemein gültige Vorteile, die ein Saugroboter mit sich bringt:

Braucht dich nicht: Der womöglich größte Vorteil eines Saugroboters ist, dass er seine Arbeit ohne dich verrichtet. Er saugt die Wohnung und im besten Fall muss dafür niemand zuhause sein. Optimalerweise ist die Wohnung bereits für den Saugroboter vorbereitet und er stößt an keinem Objekt an oder verheddert sich. Wenn noch eine Programmierfunktion vorhanden ist, saugt der Roboter die Wohnung stets, wenn niemand zuhause ist. 

Weniger händisch saugen: Ein Saugroboter ist eine Hilfe, kein Ersatz. Obwohl der Saugroboter noch keine Schränke, Fußleisten oder Lampenschirme saugen kann, so muss der Handstaubsauger nur mehr selten aus dem Schrank geholt werden.

Niedrige Möbel: Sofas und Betten gehören zu den Hassobjekten, wenn es um das Staubsaugen geht. Der Saugroboter erledigt auch diese Stellen ohne Probleme. Vor allem sehr niedrige Saugroboter oder an den Saugroboter angepasste Möbel werden von Schmutz und Staub befreit. Auf das akrobatische Herumrekeln auf dem Boden, um an die hintersten Winkel der Möbel zu kommen, hat so ein Ende. 

Glückliche Bewohner: Der Saugroboter erledigt das unliebsame Saugen, und zwar genau so, wie man ihn programmiert hat. Das sorgt für gute Laune und glückliche Bewohner. 

Für wen eignet sich ein Saugroboter weniger?

Es gibt auch Wohnsituationen, die weniger für einen Saugroboter geeignet sind. 

Kleinkinder: Wie immer kommt es auf die jeweilige Situation an. Kleinkinder können sich perfekt mit einem Saugroboter arrangieren, andere nicht. Wenn Kinder Angst vor dem Saugroboter haben und viel Spielzeug sowie Essensreste in der Wohnung auf dem Boden liegen, die dem Saugroboter mehr Steine in den Weg legen, als dass er nützt, eignet sich eine Anschaffung nicht. 

Haustiere: Wenn die Haustiere Angst vor dem Saugroboter haben, bedeutet das Stress für die Tiere. Vor allem ältere Tiere gewöhnen sich nur sehr schwer an neue technische Geräte und eine Angewöhnung kann langwierig sein. 

Teppiche: Wenn die Wohnung vorwiegend aus hochflorigen Teppichen besteht, ist das ein Problem für manche Saugroboter. Sie schaffen es nicht über die Kante oder verheddern sich an den Maschen. Es gibt mittlerweile Modelle im hochpreisigen Segment, die mit hoher Saugkraft, speziellen Bürsten und Reinigungsmodi Teppiche absaugen. Mehr Infos zu den häufigsten Problemen zwischen Teppichen und Saugrobotern und deren Lösungen findest du hier

Stufen: Eine Wohnung, die über mehrere Etagen verfügt, kann zu einem Problem für Saugroboter werden. Obwohl die Technologie in diesem Bereich schon weit gekommen ist, schafft es ein Saugroboter (noch) nicht, Stufen zu überwinden. Kleine Maisonett-Wohnungen beispielsweise eigenen sich nicht für einen Saugroboter, außer man trägt den Saugroboter ständig von einer Etage in die nächste. 

Türschwellen: Wenn es in der Wohnung viele Türen mit hohen Schwellen gibt, kann es passieren, dass es der Saugroboter nicht in den nächsten Raum schafft. Hier können die Türschwellen saugroboterfreundlich gemacht werden oder man kauft einen Saugroboter, der über die nötige Kletterfunktion verfügt. 

Ersetzt ein Saugroboter den Staubsauger? 

Die Antwort: Noch nicht. Obwohl ein Saugroboter viel Arbeit bei der anfallenden Hausarbeit abnimmt, so ersetzt er noch nicht das händische Saugen. Ein Saugroboter verfügt nicht über die Saugleistung eines Handstaubsaugers, aber er macht das händische Saugen seltener nötig. Beim Grundputz sollte der Saugroboter noch durch den Haushaltsstaubsauger ersetzt werden.

Lohnt sich ein Saugroboter mit Wischfunktion? 

Ein Saugroboter mit Wischfunktion bringt viele Vorteile mit sich: 

  •  Er saugt und wischt in einem Durchgang
  • Die Böden werden sauberer als beim bloßen Saugen
  • Je nach Modell können verschiedene Reinigungsmodi gewählt werden
  • Verschiedene Bürsten sind für unterschiedliche Böden geeignet

Die Nachteile bei einem Kombigerät:

  • Sie können keine Türschwellen überwinden
  • Der Energieverbrauch höher ist
  • Sie können keine Teppiche befahren
  • Geringe Wendigkeit
  • Bleiben öfter stecken
  • Je nach Modell muss der Wassertank händisch entfernt werden, da der Roboter ansonsten weiterhin den Boden befeuchtet. 

Darauf solltest du beim Kauf eines Saugroboters mit Wischfunktion achten

Bodentyp: Bei einem Saug-Wisch-Roboter sollte darauf geachtet werden, welches Modell für welchen Boden geeignet ist. Wischt das Gerät nass, ist es nicht für Holzböden geeignet, da diese nur feucht gewischt werden. Bei manchen Modellen lässt sich die Wasserabgabe individuell einstellen. 

Hohe Leistung: Je höher die Leistung, desto besser. Verfügt der Saug-Wisch-Roboter nicht über die nötige Energie, kann er Schmutzpartikel nicht gut aufnehmen und das kann zu Kratzern im Boden führen. 

Die Ausstattung: Parkett ist besonders empfindlich, wenn es ums Wischen geht. Wichtig dabei ist, dass der Wisch-Roboter nicht mit einem Mikrofasertuch ausgestattet ist, da dieses Kratzer auf dem Boden hinterlassen kann. Auch eine ständige Wasserabgabe kann zu Wasserflecken auf dem Boden führen. 

Fazit

Ein Saugroboter eignet sich für jeden, der Unterstützung beim Haushalt sucht. Bestenfalls ist die Wohnung bereits saugroboter-freundlich oder wurde dafür vorbereitet. Bei einem Kombigerät mit Saug- und Wischfunktion kommt es auf den Boden an, ob sich ein Roboter lohnt. Weniger geeignet sind Saugroboter für Wohnungen, in denen der Boden selten frei von Spielzeug, Kabeln, Socken oder anderem Krimskrams ist. 

Barbara Hofer

Barbara arbeitet als freiberufliche Texterin und Übersetzerin. Sie ist sehr technikaffin und kann hier beide Leidenschaften kombinieren: schreiben über Technik. Für sie eine absolute Win-win-Situation.

Juli 28, 2021

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