Mähroboter bei Regen und Sturm. Was hält er aus?

Die Anschaffung eines Mähroboters ist in den meisten Fällen eine sinnvolle aber auch teure Investition. Deshalb ist es sehr verständlich, dass der Rasenroboter seinen Dienst möglichst lange ausüben soll. Regelmäßige Pflege und Wartung sollte dabei helfen, den Verschleiß des Roboters zu minimieren. Aber wie verhält es sich denn bei äußeren Einflüssen wie Gewitter oder Hagel? Im folgenden Beitrag gehen wir auf viele Fragen ein, die Sie sich eventuell bereits gestellt haben.

Wie kann ich den Mähroboter vor Gewitter schützen?

Von allen Umwelteinflüssen ist ein Gewitter das wohl gefährlichste Wetter für den Mähroboter. Denn selbst wenn der Blitz nicht ins eigene Haus, sondern in eines der Gebäude in der Nachbarschaft trifft, gelangt die Überspannung durch das Stromnetz an elektronische Geräte wie zum Beispiel den Rasenroboter und kann diesen dann zerstören. Die meisten Hersteller empfehlen daher, bei Gewittergefahr alle Verbindungen zur Ladestation (Stromversorgung, Begrenzungskabel und Suchkabel) zu trennen. Um ganz sicher zu gehen, dass sowohl Ladeeinheit als auch Mähroboter vor Gewitter geschützt sind, können Sie auch beides während eines Gewitters ins Trockene bringen.

Was ist, wenn man nicht zu Hause ist?

Leider passiert es aber häufiger, dass man bei Unwettern nicht zu Hause ist und daher nicht die Verbindungen zur Ladestation trennen kann. In diesem Fall empfehlen wir zum Kauf einer Steckdose mit integrierten Überspannungsschutz. Zwar bietet diese keinen 100 prozentigen Schutz aber es erhöht die Überlebenschancen des Mähroboters drastisch bei einer Überspannung. Zur Sicherheit sollten Sie sich bei Ihrer Versicherung erkundigen, ob der Mähroboter unter solchen Bedingungen auch versichert ist.

Sollte ich den Mähroboter im Hochsommer in der Mittagshitze mähen lassen?

Mähroboter sind dafür konzipiert, um bei nahezu jeder Wetterlage den Rasen zu mähen. Dennoch raten wir Ihnen zum Schutz Ihres Rasens und Ihrem Roboter davon ab, ihn täglich in praller Sonne stundenlang mähen zu lassen. Ändern Sie die Mähzeiten auf den späten Nachmittag / frühen Abend, wenn die Temperaturen etwas gemäßigter sind. Dies schont nicht nur den Rasen, sondern verhindert auch, dass der Lithium-Ionen Akku der in den meisten fällen verbaut ist, durch die hohen Temperaturen schneller altert und kaputtgeht.

Kann der Rasenmähroboter auch bei Regen und Hagel seine Arbeit verrichten?

Leichter bis normal starker Regen ist für Mähroboter kein Problem und daher kann er problemlos seine Arbeit verrichten. Dennoch sollten Sie aufgrund seiner Mulchtechnik regelmäßig die Unterseite des Mähroboters überprüfen. Denn bei regelmäßigem Einsatz bei Regen kann sich an der Unterseite Gras absetzen und dort antrocknen. Hier reicht es aber vollkommen aus, die Unterseite kurz mit einem Schlauch abzusprühen.

Bei Hagel sieht die Sache jedoch anders aus. Wenn der Mähroboter über die Hagelkörner fährt und diese dann mit den Klingen versucht zu zerschneiden, kann dies sowohl den Klingen als auch dem Motor schaden. Je nachdem wie groß die Hagelkörner sind, können sie aber auch das Cover des Mähroboters beschädigen. Sobald sich an der Oberseite kleine Fugen bilden, kann Feuchtigkeit in den Mähroboter gelangen und dort die Elektronik zerstören.

Daher empfehlen wir Ihnen nicht nur, dass Sie den Mähroboter bei Hagel nicht mähen lassen, sondern ihn bei Hagel an einen sicheren Ort zu bringen. Alternativ empfehlen wir Ihnen als dauerhafte Lösung, den Bau oder Kauf einer Mähroboter-Garage. Denn diese schützt nicht nur den Mähroboter vor Regen und Hagel, sondern verhindert gleichzeitig, dass der Mähroboter in der Mittagssonne überhitzt und Schaden abbekommt. Außerdem sorgt die Mähroboter Garage zusätzlich dafür, dass auch die Ladestation vor Wind und Wetter geschützt ist.

Zu diesem Zweck bieten viele der namhaften Hersteller bereits eigene Mähroboter Garagen an. Diese unterscheiden sich nicht nur in Material und Größe, sondern sind häufig auch bereits auf die jeweiligen Bedürfnisse der Mährobotermodelle zurechtgeschnitten. Falls Sie eine vollständige Übersicht über alle Arten von Mähroboter Garagen suchen finden Sie in unserem Artikel über Mähroboter Garagen alle notwendigen Informationen.

Was ist ein Wettertimer und schützt er den Mähroboter vor Regen und Hagel?

Leider ist der Begriff Wettertimer etwas unglücklich gewählt. Eine wesentlich bessere Beschreibung für dieses Feature wäre hier der Begriff Wachstumstimer. Denn mithilfe der Programmierung des Wettertimers entscheidet der Mähroboter selbständig, ob zu den gewählten Mähzeiten das Gras gemäht oder ob die aktuelle Mähzeit übersprungen werden soll.

Dies ist im Sommer / Herbst von Vorteil, wenn es wenig Regnet und daher der Rasen kaum wächst. Dazu greift der Mähroboter auf Messwerte des Messermotors zurück und erkennt, wie hoch der Widerstand beim Mähen ist. Sollte der Widerstand nicht ausreichen, erkennt der Roboter, dass kein Schnitt notwendig ist und kehrt dann bis zur nächsten Mähzeit automatisch zurück zur Ladestation. Dieses Feature kommt gerade kleinen Flächen zugute, da ein Dauermähbetrieb ansonsten u.a. zu Spurenbildung und Gelbfärbung führen kann.

Daher ist der Wettertimer ungeeignet den Mähroboter vor Regen und Hagel zu schützen.

Möglichkeiten der Steuerung nach Wettervorhersage

Seit etwa einem Jahr bietet Bosch allderdings eine neue Funktion in seiner Smart Gardening-App an. Sollten Sie die Funktion aktivieren, wird automatisch der beste Zeitpunkt für den nächsten Schnitt ermittelt und der Mähvorgang entsprechend gesteuert. Zu diesem Zweck werden Informationen über Umweltbedingungen wie Temperatur oder Niederschlag ausgewertet. Dadurch kann man dem Mähroboter befehlen, dass er bei schlechtem Wetter seine Arbeit nicht verrichten oder bei heranziehendem Sturm zurück zur Ladestation fahren soll.

Wer sich jedoch keinen Bosch Mähroboter zulegen möchte, sollte sich etwas gedulden, bis andere Hersteller nachziehen und ebenfalls Wettervorhersagen mit in die Programmierung des Mähzyklus einbinden. Mit etwas technisches Verständnis und Bastelgeschick können Sie jedoch Wetterdaten mithilfe eines Regensensors von Loxone zwischenschalten und somit verhindern, dass der Mähroboter bei schlechtem Wetter zu mähen beginnt.

Falls Sie an dieser Möglichkeit interessiert sind, finden Sie alle wichtigen Informationen auf dieser Seite.

Kann ein Regensensor bei Unwetter helfen?

Einige Mährobotermodelle besitzen einen eingebauten Regensensor, welcher dem Mähroboter bei Regen ein Signal übermittelt. Dieser hört dann auf zu mähen und fährt daraufhin zurück zur Ladestation. Befindet sich der Mähroboter bereits in der Ladestation, wenn es anfängt zu regnen, bleibt er dort, bis der Regensensor Entwarnung gibt. Dies dient dem Zweck, sowohl die Klingen des Mähroboters vor Verschleiss als auch den Rasen vor Spurrillen zu schützen. Letzteres entsteht häufiger, wenn bei längeren Regenphasen der Mähroboter Steigung im Garten bewältigen muss.

Der Regensensor ist eine sinnvolle Funktion, um den Roboter vor Feuchtigkeitsschäden zu schützen. Jedoch ist dieses Feature nur bedingt bei Hagel oder Gewitter zu gebrauchen, da der Regensensor diese nicht erkennt.

Was spricht für Regensoren?

  • Der Mähroboter wird weniger Feuchtigkeit ausgesetzt und somit besteht geringere Gefahr auf Schäden an der Elektronik.
  • Mähroboter können bei nassen Rasen an Abhängen abrutschen und den Rasen beschädigen.
  • Bei zu stark aufgeweichtem Boden kann der Roboter stecken bleiben.

Was spricht gegen Regensoren?

  • Für ein sauberes Schnittbild sollte der Mähroboter pro Woche 2-3x mähen, was bei länger anhaltendem Regen nicht möglich ist.
  • Bei längerer Pausephase kann es aufgrund der Rasenlänge zu Verfilzung kommen.
  • Die meisten Hersteller Bewerben ihre Mähroboter als Regenresistent und können daher bei moderatem Regen ihre Arbeit verrichten.

Ist mein Mähroboter vor äußeren Einflüssen versichert?

Ob der Mähroboter vor äußeren Einflüssen geschützt ist, hängt von Ihrer Hausratsversicherung ab. Gerade bei einer solch teuren Anschaffung wie einem Rasenroboter sollte aber dabei darauf geachtet werden, ob in der Versicherung auch ein Schutz vor Überspannungsschäden enthalten ist. Falls dieser nicht enthalten sein sollte, sollten Sie diesen dringend dazu buchen.

Besonders ältere Verträge decken „Einfachen Diebstahl“ d. h. Gegenstände, die leicht zu klauen sind, da sie sich nicht im Haus hinter Schloss und Riegel befinden, nicht ab. Bei aktuelleren Verträgen sind Gartenmöbel und der gleichen zwar oft mitversichert, Mähroboter werden meist jedoch nicht explizit im Vertrag erwähnt. Hier sollten Sie sich schriftlich versichern lassen, dass auch Ihr Mähroboter versichert ist. Ist dies nicht der Fall, kann dies in den Vertrag aufgenommen werden, manchmal sogar ohne die Versicherungssumme erhöhen zu müssen.

Sie sollten dabei eine Hausratsversicherung abschließen, die Schäden bis mindestens 10.000 Euro deckt. Zur Sicherheit sollten Sie sich mit Ihrer Versicherung in Verbindung setzen, ob der Rasenroboter auch tatsächlich in der Versicherung enthalten ist. Wenn Sie genauere Informationen zu diesem Thema haben wollen, schauen Sie sich unseren Artikel zum Thema Versicherungen an.

Fazit

Wie Sie sehen, gibt es keine Patentlösung allen Wettereinflüssen zu begegnen. Für die meisten Problemstellungen wie Sommerhitze, Regen oder Hagel reicht es vollkommen aus, die Ladestation des Mähroboters entweder unter einen Unterstand zu installieren oder falls dies nicht möglich ist, eine Mähroboter Garage zu kaufen oder zu bauen.

Jedoch lässt sich durch diese Lösung, das Problem einer Überspannung durch einen Blitzeinschlag nicht verhindern. Deshalb sollten Sie bei Unwettern am besten alle Kabel von der Ladestation trennen und wennmöglich den Mähroboter an einen sicheren Ort bringen. Als weitere Vorsichtsmaßname sollten Sie zusätzlich überprüfen, ob Ihr Mähroboter von Ihrerer Hausratsversicherung gedeckt ist. Hierzu zählt sowohl der Schutz vor Überspannungsschäden als auch vor Diebstahl.