Mähroboter in Mini-Garten

Mähroboter im Mini-Garten: Lohnt sich das überhaupt?

Wenn du über einen nur sehr kleinen Garten verfügst, der z. B. nur 30 QM groß ist, oder gar 20 QM, stellst du dir verständlicherweise die Frage, ob sich ein Mähroboter auf so einer kleinen Fläche überhaupt lohnt. Mit den richtigen Überlegungen ist es gar nicht so schwer, eine Entscheidung zu treffen. In diesem Artikel will ich dir dabei helfen, heraus zu finden, ob ein Mähroboter das richtige für einen Mini-Garten ist.

Lohnt sich ein Mähroboter für einen Mini-Garten? Wenn der einzige Entscheidungsfaktor Zeitersparnis bzw. Geld ist, lohnt sich ein Mähroboter auf sehr kleinen Flächen meist nicht. Werden jedoch weitere Entscheidungsfaktoren herangezogen, wie etwa Rasenqualität oder Komfort, kann sich die Anschaffung durchaus lohnen. Zudem ist es sehr stark von der Beschaffenheit des Gartens abhängig, ob sich ein Gerät lohnt.

Inhalt dieses Artikels:

  • Wie lässt es sich eigentlich definieren, ob sich ein Mähroboter lohnt?
  • Welche Faktoren spielen noch in die Frage ein, ob sich ein Mähroboter lohnt?
  • Wie kannst du herausfinden, ob sich ein Mähroboter für einen sehr kleinen Garten lohnt?
  • Hilfsmittel zur Entscheidungsfindung

Möchtest du direkt zum Test, mit dem du herausfinden kannst, ob sich für deinen kleinen Garten ein Mähroboter eignet? Dann klicke hier.

Was bedeutet das eigentlich: „Ein Mähroboter lohnt sich“?

Wenn du einen sehr kleinen Garten hast und du dich fragst, ob sich ein Mähroboter überhaupt für diesen Garten lohnt, musst du dir erst mal klar machen, was das für dich bedeutet: „Es lohnt sich“.

Oder anders ausgedrückt: Ich kann diese Frage unterschiedlich für dich beantworten, kenne aber nicht deine Präferenzen, daher zeige ich dir hier, wie du dir Frage selbst beantworten kannst.

Folgen Faktoren können bei der Entscheidung mit einfließen:

  • Kostenfaktor: Was rechnet sich langfristig besser?
  • Qualitätsfaktor: Womit hast du das bessere Ergebnis?
  • Komfortfaktor: Gibst du gerne Geld für Dinge aus, die das Leben bequemer machen
  • Interesse/Hobby: Interessierst du dich für Technik. Probierst du gerne neues aus. Würde dir so ein Gerät Freude bereiten?

Lohnt sich ein Mähroboter von den Kosten her?

Die Kosten setzen sich aus Anschaffungskosten, Betriebskosten und deiner Arbeitszeit zusammen

Daran hast du wahrscheinlich als erstes Gedacht, als du dir die Frage gestellt hast, ob sich ein Mähroboter bei deinem Garten überhaupt lohnt. An folgendes musst du denken:

  • Anschaffungskosten des Geräts
  • Deine Arbeitszeit (multipliziert mit Stundenlohn eines Gärtners)
  • Betriebskosten

Wir machen es nicht all zu kompliziert und lassen Dinge wie Wertverlust des Gerätes weg.

Ich kann dir ganz Pauschal schon mal sagen, dass für die gleiche Fläche ein passender Mähroboter teurer ist als ein Rasenmäher. Ein einfacher Elektro-Rasenmäher kostet wohl um die 100 Euro.

Sehr günstige Mähroboter kosten um die 400 Euro. Für so eine kleine Fläche brauchst du auch nichts Ausgefallenes. Für etwas mehr Geld bekommst du natürlich auch etwas bessere Qualität, also rechne mal mit 600 Euro.

Deine Arbeitszeit beim Rasenmähen wird wahrscheinlich nicht sehr groß sein.

  • Rasenmäher rausholen
  • Unter Umständen Fläche vorbereiten (falls notwendig, Spielzeug einsammeln, Laub rechen etc.)
  • Rasenmäher anschließen
  • Mähen
  • eventuell schwer zugängliche Stellen mit einem Trimmer nachbearbeiten
  • Ab und zu den Rasenmäher reinigen

Beim Mähroboter fallen folgende Arbeitszeit-Posten an:

  • Mähroboter installieren (bei Mährobotern mit Begrenzungskabel)
  • Mähroboter reinigen (einmal wöchentlich)
  • Klingen wechseln (Modelle mit Messerteller: nach ein paar Monaten; andere Modelle: Einmal pro Saison)
  • Problemstellen nachbessern, an denen der Mähroboter feststeckt: Sehr abhängig von der Beschaffenheit des Gartens. Wird mit der Zeit weniger, je ausgereifter die gesamte Installation.
  • Unter Umständen Fläche vorbereiten

Ich setze Garten-Arbeitszeit immer mit 30 Euro pro Stunde an, weil das ein ungefährer Stundenlohn einer Gartenhilfe wäre.

Ein Mähroboter kommt nicht komplett ohne deine Arbeitszeit aus

Beim Mähroboter ist es so: Er nimmt dir zwar die Arbeit des Mähens ab, aber ganz ohne Arbeit geht es auch nicht. Er muss regelmäßig gereinigt werden und ab und zu müssen die Klingen gewechselt werden.

Normalerweise werden die Klingen bei Mährobotern mit Messerteller (Typ von Mähwerk) spätestens nach 3 Monaten gewechselt, bei allen anderen nur einmal pro Saison. Da du aber nur eine sehr kleine Fläche hast, kann es sehr gut sein, dass du die Klingen seltener wechseln musst, da der Mähroboter auch weniger im Einsatz ist.

Reinigen solltest du ihn aber dennoch regelmäßig. Auch das ist von vielen Faktoren abhängig, z. B. der aktuellen Witterung. Bei trockenem Wetter kann er einen ganzen Monat oder sogar länger laufen, ohne einmal gesäubert zu werden. Bei Nässe kann es wöchentlich notwendig sein, oder sogar häufiger. Hier erfährst du mehr darüber.

Am Rand kann es sein, dass Rasen stehen bleibt

Mähroboter mähen nicht unbedingt bis zum Rand. Sie haben einen Sicherheitsabstand zwischen Mähwerk und äußerer Karosserie, weshalb sie nicht bis ganz an den Rand herankommen.

Wie groß dieser Abstand ist und wie nahe sie dann tatsächlich an den Rand kommen, ist unterschiedlich. Bis komplett zum Rand mäht aber keiner, sofern er nicht über den Rand hinausfahren kann.

Manche Mähroboter haben einen „Kantenmodus“, womit sie näher an den Rand kommen als andere. 6 cm sind aber auch hier Minimum.

Deshalb gibt es Rasenkantensteine. Das sind ebenerdige Flache steine, die am Rand verlegt werden. Der Mähroboter kann so etwas über den Rand hinausfahren und dann tatsächlich bis zum Rand mähen.

Wie viel Arbeit dir der Mähroboter abnimmt, hängt also auch etwas von der Beschaffenheit deines Gartens ab. Ist er absolut perfekt, das heißt super simpel, mit Rasenkantensteinen und wenig Hindernissen, dann musst du wahrscheinlich wirklich nichts nacharbeiten.

Und die Gefahr, dass der Mähroboter irgendwo hängen bleibt ist bei diesen Gärten auch viel kleiner, als bei einem „wilden“ Garten, bei dem du womöglich zumindest am Anfang noch einige Nachbesserungen der Installation durchführen musst.

Die Betriebskosten von Mährobotern sind gering

Die Betriebskosten von Mährobotern sind gering. Hier hatte ich das einmal ausgerechnet, mit welchen Betriebskosten du auf einer durchschnittlichen Fläche rechnen musst.

Sie setzen sich zusammen aus:

  • Strom
  • Verschleißteilen (Akku und Klingen)
  • Eventuell Versicherung

Der Stromverbrauch unterscheidet sich kaum von dem eines Elektrorasenmähers, obwohl der Mähroboter häufiger unterwegs ist. Der Akku muss je nach Akkutyp nach ein paar Jahren ausgetauscht werden. So ein Akku kostet um die 60 Euro.

Klingen müssen wie gesagt regelmäßig ausgetauscht werden, doch diese sind nicht teuer (pro Jahr zwischen 8 und 35 Euro). Neuere Hausratsversicherungs-Verträge übernehmen oft Mähroboter auf Nachfrage kostenlos, älteren eher weniger.

Auf einer größeren Fläche von 200 QM würde ich die laufenden Kosten auf 60 pro Jahr schätzen, mit allem drum und dran. Auf einer sehr kleinen Fläche und mit einem kleineren Mähroboter sind es wahrscheinlich nur 40 Euro oder weniger.

Deine Arbeitszeit habe ich jetzt in die Betriebskosten nicht einberechnet. Weiter unten findest du aber ein paar Beispiele. Vorher muss ich aber noch ein paar weitere Dinge erklären.

Jetzt solltest du schon mal eine bessere Vorstellung von den reinen Kosten haben. Doch es können noch ganz andere Dinge einberechnet werden.

Lohnt sich ein Mähroboter von der Qualität des Mähergebnisses her?

Wenn du den reinen Kostenfaktor von Mährobotern und Rasenmähern vergleichst, vergleichst du leider Äpfel mit Birnen.

Denn das was ein Mähroboter leistet, kannst du mit einem Rasenmäher nur unter überdurchschnittlich hohem Arbeitseinsatz leisen, den die meisten Gartenbesitzer nicht auf sich nehmen.

Da der Mähroboter den Rasen täglich mäht und den Rasen dabei mulcht, erhält der Rasen auf Dauer eine deutlich bessere Qualität, als würdest du ihn nur einmal wöchentlich oder noch seltener per Hand mähen. Hier habe ich noch mal genauer erklärt, warum der Mähroboter jeden Tag mähen sollte und was daran so toll ist.

Um das gleiche Ergebnis zu erreichen, müsstest du deinen Garten mindestens zwei Mal wöchentlich mit einem Spindelmäher mähen. Wenn du einen sehr gut gepflegten Rasen hast, tust du das wahrscheinlich.

Bei der Frage, ob sich ein Mähroboter lohnt, musst du also folgendes Bedenken:

Wenn du einen hohen Qualitätsanspruch an deinen Rasen hast, rechnet sich ein Mähroboter eher. Reicht es dir hingegen, dass der Rasen einfach nur ab und zu kurzgemäht wird, hast du beim manuellen Mähen auf einer sehr kleinen Fläche eh nicht so ein hohes Arbeitsaufkommen, wodurch sich ein Mähroboter weniger schnell rechnet.

Mähroboter sorgen von ihrem Funktionsprinzip her automatisch für einen qualitativ hochwertigen Rasen, deshalb musst du dich beim Vergleich immer Fragen, was du tun müsstest, um mit manueller Arbeit einen vergleichbaren Rasen zu bekommen.

Ein Mähroboter lohnt sich in Punkto Rasenqualität eigentlich fast immer, auch bei sehr kleinen Gärten.

Lohnt sich ein Mähroboter vom Komfortfaktor her?

Im Idealfall hast du mit einem Mähroboter viel weniger Arbeit als vorher. Das hängt jedoch von ein paar Dingen ab:

  • Wie gut ist die Installation des Mähroboters? Läuft er immer problemlos, oder fährt er sich manchmal fest? Hat der Mähroboter manchmal Macken?
  • In jedem Garten ist eine nahezu perfekte Installation möglich, allerdings ist in einem „wilden“ Garten dafür mehr Vorarbeit notwendig.
  • Ganz ohne deine Arbeit kommt ein Mähroboter auch nicht aus, selbst wenn er perfekt läuft, da er manchmal gereinigt werden muss und manchmal die Klingen wechseln musst. Allerdings sind diese Arbeiten schnell erledigt.
  • Wie oben schon erwähnt, kannst du dir Nacharbeit sparen, wenn du Rasenkantensteine verlegst. Gerade bei kleinen Gärten ist dies wichtig, damit sich die Anschaffung vom Arbeitseinsatz/Komfortfaktor her lohnt.

Generell lohnt sich ein Mähroboter vom Komfortfaktor her auf jeden Fall! Das heißt wenn du jemand bist, der gerne mal ein bisschen was ausgibt, um ein bisschen mehr Komfort zu haben, ist ein Mähroboter das richtige.

Allerdings solltest du die Punkte oben beachten. Ganz ohne Arbeit kommt ein Mähroboter auch nicht aus. Im aller besten Fall musst du den Mähroboter nur einmal pro Monat reinigen und bei einem sehr kleinen Garten die Klingen vielleicht zwei Mal im Jahr wechseln.

Es kann aber auch mehr Arbeit entstehen. Z. B. bei sehr regnerischem Wetter, wenn der Mähroboter schneller verdreckt. Wenn du viele Bäume im Garten hast, solltest du regelmäßig das Laub entfernen.

Fallobst ist auch nicht schön für den Mähroboter, da sich die Klingen schneller abnutzen. Allerdings kannst du das Problem mit einer Apfelschürze lösen. Hier siehst du, wie sowas aussehen kann.

Warum kann sich ein Mähroboter sonst noch auf kleinen Flächen lohnen?

Frag dich ganz ehrlich, warum du dich für die Anschaffung interessierst. Ist es nur um Zeit zu sparen, oder interessierst du dich auch einfach für Technik und probierst gerne neue Sachen aus?

Für viele ist der Mähroboter auch einfach ein Hobby. Es macht ihnen Spaß, dem Mähroboter beim Mähen zuzugucken, die Installation weiter zu optimieren, oder Mähroboter, Ladestation und Mähroboter-Garage optisch aufzupeppen.

Bist du also jemand, der auch einfach Spaß an solchen Gadgets hat? Klar ist es keine günstige Anschaffung, aber das Gerät hat ja einen Nutzen, den man nicht von der Hand weisen kann und macht obendrein noch Spaß (manchen zumindest). Eventuell sollte das also auch in deine Überlegung mit einfließen.

Weitere Faktoren die in die Frage einspielen, ob sich ein Mähroboter auf kleinen Flächen lohnt

Gerade hast du erfahren, dass du bei der Frage, ob sich ein Mähroboter auf einer sehr kleinen Fläche lohnt, den Mähroboter nach verschiedenen Faktoren bewerten kannst, die über den reinen Kostenfaktor hinaus gehen.

Und zwar geht es da vor allem um die Rasenfläche. Je nach Rasenfläche ist der Mähroboter nämlich unterschiedlich Effektiv. Je „mähroboterfreundlicher“ der Rasen ist, desto mehr Arbeit kann er dir ersparen.

Genau geht es da um folgende Dinge bei deiner Rasenfläche:

  • Rasenkante: Gibt es Rasenkantensteine? Hast du vor, welche anzulegen? Wie oben schon erwähnt, kann der Mähroboter nur mit Rasenkantensteinen bis zum Rand mähen.
  • Form und Komplexität des Gartens. Bei sehr komplex geformten Gärten ist die Installation etwas aufwendiger, bzw. es gibt mehr Möglichkeiten, für den Mähroboter irgendwo festzuhängen. Es kann dann am Anfang zumindest noch ein paar Wochen dauern, in denen du nachjustieren musst und Dinge an der Installation ausbessern musst, bis der Mähroboter wirklich reibungslos läuft.
  • Hindernisse: Befinden sich auf der Fläche Hindernisse, z. B. Bäume, Spielgeräte etc.? Entweder werden diese dann auch mit Rasenkantensteinen ausgegrenzt, oder du musst hier mit dem Rasentrimmer nacharbeiten.
  • Laub und Fallobst: Machen unter Umständen regelmäßiges „vorbereiten“ der Fläche notwendig. Ein bisschen Laub ist meist kein Problem, aber größere Mengen sind weder gut für die Klingen des Mähroboters noch für den Rasen. Das bedeutet dann, dass du regelmäßig das Laub wegrechen musst. Vor dem Mähen mit einem normalen Rasenmäher müsstest du das aber auch.

Fast jeder Garten lässt sich irgendwie an die Bedürfnisse eines Mähroboters anpassen. Doch ist es eben je nach Beschaffenheit deines Gartens mit mehr oder weniger Arbeit verbunden.

Ich würde es auch nicht unbedingt für jeden Garten empfehlen. Wenn du wirklich einen total ungeeigneten Garten hast, ist es vielleicht nicht unbedingt sinnvoll, deinen gesamten Garten umzugraben, auf einer Fläche, die du selbst auch in 10 Minuten gemäht hast.

Kostenrechnung für Mähroboter auf Mini-Gartenflächen

Um dir noch mal vor Augen zu führen, warum auch dein Qualitätsanspruch an den Rasen etwas mit dem Kostenfaktor zu tun hat, habe ich hier mal verschiedene Beispielrechnungen gegenübergestellt.

Da sich die Betriebskosten zwischen den verschiedenen Mähroboter- oder Rasenmähermodellen stärker unterscheiden, als zwischen den beiden Gerätetypen selbst, habe ich diese weggelassen.

Ich gehe von 30 Euro pro Arbeitsstunde aus, was ungefähr dem Stundenlohn eines Gartenarbeiters entsprechen dürfte.

Variante A – Rasenmäher: Durchschnittsrasen

Ein Rasen ohne besondere Pflege. Der Rasen sieht nicht besonders überragend aus, aber ist auch nicht total verwahrlost. Er wird einmal pro Woche gemäht.

Kosten pro Stunde eigene Arbeitszeit: 30
Anschaffungskosten Elektrorasenmäher: 100
Durchgänge pro Woche: 1
Arbeitszeit pro Durchgang: 0,25
Arbeitswochen pro Jahr: 34
Arbeitszeit pro Jahr: 8,5
Arbeitszeit Reinigung pro Jahr: 3,485
Kosten Anschaffungs-Jahr insgesamt: 459,55
Kosten Folgejahre: 359,55

Variante B – Rasenmäher: Sehr gut gepflegter Rasen

Für einen gut gepflegten Rasen, der ansatzweise an das Ergebnis eines Mähroboters herankommt, musst du den Rasen deutlich häufiger mit einem Rasenmäher mähen. Minimum zwei Mal die Woche. Die wenigsten machen das verständlicherweise.

Kosten pro Stunde eigene Arbeitszeit: 30
Anschaffungskosten Elektrorasenmäher: 100
Durchgänge pro Woche: 2
Arbeitszeit pro Durchgang: 0,25
Arbeitswochen pro Jahr: 34
Arbeitszeit pro Jahr: 17
Arbeitszeit Reinigung pro Jahr: 6,97
Kosten Anschaffungs-Jahr insgesamt: 819,1
Kosten Folgejahre: 719,1

Variante C – Rasenmäher: Schlecht gepflegter Rasen

Ein Rasen der eher eine „Wiese“ ist und nicht so häufig gemäht wird, erfordert auch weniger Arbeit. Demzufolge sind die (impliziten) Kosten durch deine aufgewandte Arbeitszeit geringer. Denke daran, dass ein Mähroboter so selten nicht mähen kann, da der Rasen dann zu lang wird und der für häufiges Mähen konzipiert ist.

Kosten pro Stunde eigene Arbeitszeit: 30
Anschaffungskosten Elektrorasenmäher: 100
Durchgänge pro Woche: 0,5
Arbeitszeit pro Durchgang: 0,25
Arbeitswochen pro Jahr: 34
Arbeitszeit pro Jahr: 4,25
Arbeitszeit Reinigung pro Jahr: 1,74
Kosten Anschaffungs-Jahr insgesamt: 279,78
Kosten Folgejahre: 179,78

Variante D – Mähroboter – Keine Rasenkantensteine, einige Hindernisse, perfekter Rasen

Hast du einen Mähroboter, aber keine Rasenkantensteine, musst du immer noch nacharbeiten, da der Mähroboter nicht bis zum Rand mäht. Mit einem Rasentrimmer geht das zwar relativ schnell, doch bei sehr kleinen Flächen relativiert sich dieser Umstand, da die Fläche selbst mit einem Rasenmäher auch sehr schnell gemäht wäre.

Kosten pro Stunde eigene Arbeitszeit: 30
Anschaffungskosten Mähroboter: 600
Durchgänge pro Woche: 1
Arbeitszeit pro Durchgang: 0
Arbeitswochen pro Jahr: 34
Arbeitszeit pro Jahr: 0
Arbeitszeit Reinigung pro Jahr: 15,3
Kosten Anschaffungs-Jahr insgesamt: 1059
Kosten Folgejahre: 459

Variante E – Mähroboter – Rasenkantensteine, keine Hindernisse, perfekter Rasen

Der Idealfall: Du hast einen Garten mit Rasenkantensteinen und wenig Hindernissen. Dann kann der Mähroboter problemlos die gesamte Fläche abfahren, bleibt nirgendwo stecken und mäht auch bis zum Rand. Also keine Nacharbeit auf der Fläche. Lediglich gelegentlicher Klingenwechsel und die Reinigung des Geräts fallen an Arbeit an.

Kosten pro Stunde eigene Arbeitszeit: 30
Anschaffungskosten Elektrorasenmäher: 600
Durchgänge pro Woche: 1
Arbeitszeit pro Durchgang: 0
Arbeitswochen pro Jahr : 34
Arbeitszeit pro Jahr: 0
Arbeitszeit Reinigung pro Jahr: 8,5
Kosten Anschaffungs-Jahr insgesamt: 855
Kosten Folgejahre: 255

Verschiedene Varianten im Vergleich

Und hier die verschiedenen Varianten im Vergleich:

  • Variante A – Rasenmäher: Durchschnittsrasen
  • Variante B – Rasenmäher: Sehr gut gepflegter Rasen
  • Variante C – Rasenmäher: Schlecht gepflegter Rasen
  • Variante D – Mähroboter – Keine Rasenkantensteine, einige Hindernisse, perfekter Rasen
  • Variante E – Mähroboter – Rasenkantensteine, keine Hindernisse, perfekter Rasen

Wie du sehen kannst, entstehen für dich die meisten Kosten, wenn du einen qualitativ hochwertigen Rasen haben willst und die Arbeit mit einem herkömmlichen Rasenmäher erledigst (orangene Linie). Es ist einfach viel Arbeit notwendig, um ein wirklich gutes Ergebnis zu erzielen.

Kostenentwicklung Mähroboter in Mini-Gärten
Kostenentwicklungs-Vergleich bei Rasenmäher oder Mähroboter im Mini-Garten unter Einbezug der Arbeitszeit

Das gleiche qualitative Ergebnis kannst du mit einem Mähroboter erzielen. Hast du dabei gleichzeitig einen mähroboterfreundlichen Rasen, sind die Kosten langfristig gesehen sogar sehr niedrig (blaue Linie).

Bei einem Garten, der nicht perfekt an die Anforderungen eines Mähroboters angepasst ist, kann dir hingegen mehr Arbeit entstehen, da der Mähroboter z. B. nicht ganz bis zum Rand mäht, oder entlang von Hindernissen, wie etwa Bäumen Grasbüschel stehen lässt (gelbe Linie).

Am günstigsten ist die Alternative, den Rasen nur ein Mal in zwei Wochen mit einem Rasenmäher zu mähen. Allerdings lässt das Ergebnis zu wünschen übrig. Einen schönen Rasen bekommst du damit nicht. Wenn du mit einer „wilden Wiese“ allerdings zufrieden bist, ist das ja auch ok.

So findest du heraus, ob sich ein Mähroboter für deinen kleinen Garten lohnt

Wie kommst du jetzt also am besten zur Entscheidung, wenn du dich bis jetzt immer noch schwer damit tust, eine Entscheidung zu finden? Eine super gute Möglichkeit, die ich selber gerne Nutze, um bei schwierigen Entscheidungen zu einem Ergebnis zu kommen, ist die sogenannte „Gewichtete Entscheidungsmatrix“.

Ich gehe da jetzt nicht zu sehr ins Detail, wie genau das funktioniert, da es hier schon super erklärt wird. Aber um es mal kurz zusammen zu fassen:

  • Du hast eine Matrix, also eine Art Tabelle. In der oberen horizontalen Spalte listest du die möglichen Optionen auf.
  • Links hast du zwei vertikale Spalten, eine welche die Entscheidungskriterien auflistet und eine weitere, die diesen eine Gewichtung zuweist.
  • Unter jeder Option hast du dann eine „Bewertungs“-Spalte und eine „Total“-Spalte.
  • Gewichtung x Bewertung ergibt den Wert der „Total“-Spalte

So könnte so eine Tabelle aussehen. Fülle einfach die Werte in Gewichtung aus und das Ergebnis wird dir unten ausgespuckt.

KriteriumGewichtungMähroboterRasenmäherSpindelmäher
(1 – 10)Bewert.TotalBewert.TotalBewert.Total
Günstiges Gerät1510
Hohe Rasenqualität1047
Hoher Komfort1051
Bist du technikbegeistert?1011
Sind Rasenkantensteine
vorhanden?
1055
Hindernisse auf dem
Rasen (10 = viel)
1105
Total:
Findest du solche Entscheidungs-Matrizen nützlich? Falls ja, lass es mich unbedingt wissen, dann werde ich diese mehr verwenden!

Dein Ergebnis: Mähroboter

Für dich und deinen Garten wäre trotz der geringen Fläche ein Mähroboter das Richtige. Schau dir einfach mal meine Empfehlungen für kleine Gärten bis 200 QM an. Das sind zwar Mähroboter, die auch größere Flächen schaffen können, aber auch für sehr kleine Gärten sind sie nicht zu groß.

Ich habe mir zwar auch mal Mähroboter für wirklich kleine Gärten angeschaut, wie beispielsweise den Robomow RX 12u, jedoch habe ich für sehr kleine Flächen bisher noch keine guten Mähroboter gefunden, die problemlos laufen. Der Robomow schneidet bisher ebenfalls bestenfalls durchschnittlich ab. Daher empfehle ich dir die Mähroboter aus meiner Liste bis 200 QM.

Wenn du einen guten Mähroboter für kleines Geld suchst, dann wäre vielleicht auch der ALDI Mähroboter R800Easy etwas für dich. Dieser ist zwar für deutlich größere Flächen ausgelegt, kommt aber auch mit kleineren Flächen ganz gut klar.

Dein Ergebnis: Rasenmäher

Für dich und deinen Garten wäre ein Rasenmäher das richtige. Da du vielleicht nicht all zu großen Wert auf einen perfekten Rasen legst und nur gelegentlich mähen willst, lohnt sich ein Mähroboter nicht unbedingt.

Vielleicht erfüllt dein Garten auch einfach nicht die erforderlichen Voraussetzungen, damit ein Mähroboter wirklich effektiv arbeiten kann und du den vollen Nutzen aus so einem Gerät ziehen könntest, weil du z. B. keine Rasenkantensteine hast, oder sich sehr viele Hindernisse auf der Rasenfläche befinden.

Der beste Rasenmäher, den ich für kleine Gärten empfehlen würde, ist dieser City Akku-Rasenmäher von Einhell. Damit kannst du auch sehr nahe am Rand mähen. Es gibt ihn mit zwei verschiedengroßen Akkus. Ich würde dir raten trotzdem den großen zu nehmen, der der kleine hält nur 15 min.

Hast du lieber ein Gerät mit Kabel, gibt es von GARDENA diesen Elektrorasenmäher, der sich ebenfalls besonders gut für kleine und enge Flächen eignet. Auch hiermit kannst du sehr nahe am Rand mähen. Beide Rasenmäher verbrauchen zudem sehr wenig Stauraum, da sich der Griff einklappen lässt.

Bei meiner Produktrecherche achte ich immer sehr auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, daher sind die beiden Geräte auch für den schmalen Geldbeutel sehr gut geeignet.

Dein Ergebnis: Spindelmäher

In deiner Situation ist das perfekte Gerät ein Spindelmäher. Was ist das eigentlich? Das besondere ist das Mähwerk, das sich weder mit dem eines Rasenmähers noch mit dem eines Mähroboters vergleichen lässt.

Im Gegensatz zu Sichelmähern (alle herkömmlichen Rasenmäher) hacken Spindelmäher nicht die Spitze der Grashalme einfach ab, sondern schneiden diese, ähnlich einer Schere. Dadurch entsteht ein sehr sauberes Schnittbild, das sich mit dem eines Mähroboters vergleichen lässt.

Genau wie Mähroboter mulchen Spindelmäher normalerweise den Rasen, das heißt der Rasenschnitt bleibt liegen. Deshalb musst du, wenn du ein solches Gerät verwendest, den Rasen mehrmals wöchentlich mähen, damit der Rasen nicht zu lang wird. Es gibt aber auch Modelle mit optionalem Auffangbehälter.

Hinzu kommt, dass einfache Spindelmäher ohne Strom arbeiten und mit reiner Muskelkraft betätigt werden müssen. Durch das Rollen kommt die Spindel in Gang, die den Rasen schneidet.

Aufgrund dieser Tatsachen hat der Spindelmäher sehr wenig „Komfortpunkte“. Er sorgt aber für ein sehr gutes Schnittbild und auch mit dem Spindelmäher kommst du einigermaßen gut an schwierige Ecken und Ränder ran, jedoch nicht so gut wie mit einem Rasenmäher.

Da die Technik recht einfach gehalten ist, bekommst du für wenig Geld sehr hohe Qualität. Allerdings hast du eben sehr viel Arbeit. Deine Entscheidungs-Matrix hat aber ergeben, dass du damit wohl leben kannst. Bewegen hält ja fit 😉

Ein super Gerät ist dieser GARDENA Spindelmäher. Auch er lässt sich sehr kompakt verstauen. Für den Fall, dass du nicht mulchen willst, gibt es außerdem den passenden Auffangbehälter von GARDENA.

Fazit: Lohnt sich ein Mähroboter für deinen Mini-Garten?

Wie du siehst, ist die Beantwortung der Frage, ob sich ein Mähroboter für einen Mini-Garten lohnt, erst mal gar nicht so trivial, da weitaus mehr Faktoren mit einspielen können, als nur der Kostenfaktor.

Es hängt da aber eben sehr stark von deinen Präferenzen ab. Wenn du den Rasen nur einfach irgendwie gemäht haben willst, dir das Ergebnis nicht so wichtig ist und du ohnehin nicht sehr technikinteressiert bist, lohnt sich die Anschaffung eines Mähroboters vermutlich nicht.

Wenn du dir hingegen das Preis-Leistungsverhältnis anschaust, kann sich ein Mähroboter durchaus lohnen. Den das was ein Mähroboter aus deinem Rasen macht, schaffst du nur mit sehr hohem manuellem Aufwand.

Die Arbeitszeit für das Mähen des Rasens lässt sich allerdings durch den Einsatz eines Mähroboters nur in Gärten wesentlich reduzieren, die sich auch für den Einsatz eins Mähroboters anbieten.

Ein sehr verwilderter Garten, mit keiner klaren Rasenbegrenzung, vielen Verwinkelungen und Ecken, gewissen Unebenheiten auf der Fläche wie z. B. Mulden, vielen Hindernisse, Bäumen die Äste und Laub abwerfen… All das erschwert die Arbeit des Mähroboters und er kann sich eventuell sogar irgendwo festfahren.

Mit diesem Artikel solltest du jetzt einen guten Eindruck haben, ob sich ein Mähroboter für deinen Mini-Garten lohnt oder nicht. Falls du noch Fragen hast, schreib es gerne in die Kommentare!

Matthias

Matthias Müller ist einer der Gründer dieses Blogs. Er beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit allen Themen rund um Automatisierung, Robotik und Zukunftstechnologien. Gleichzeitig ist er ein großer Naturliebhaber und daher fasziniert von dem ungewöhnlichen Zusammenspiel aus Robotern und Natur.

März 24, 2020

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