Mähroboter Ultraschall

Mähroboter Ultraschall: Was ist das und welche Geräte haben es?

Sehr wahrscheinlich hast du in jüngster Zeit vermehrt von Mährobotern mit Ultraschalltechnologie gehört. Und womöglich hast du dich dann gefragt, was genau das ist und in welcher Weise sie bei Mährobotern vorteilhaft ist. In diesem Artikel beantworte ich deine Fragen.

Ultraschall sind Schallwellen, die bei Mährobotern dazu eingesetzt werden, die Entfernung zu Hindernissen einzuschätzen und diese dementsprechend zu umfahren oder vorher abzubremsen. Ultraschallsensoren am Gerät ermöglichen dies. Mähroboter von Husqvarna, WORX und Yard Force haben solche Sensoren.

Gehen wir ins Detail und entpacken genauer, was Ultraschall ist und warum es bei Mährobotern so nützlich ist.

Wofür brauchen Mähroboter Ultraschall?

Vielleicht geht es dir wie mir: Ultraschall kannte ich bisher vor allem von ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen. Dabei ist das Prinzip des Ultraschalls so vielseitig! Es kommt zum Beispiel bei Einparkhilfen bei Autos zum Tragen oder eben bei Mährobotern, um Hindernisse zu orten und entsprechend darauf zu reagieren. 

Mit Ultraschallsensoren ausgestattete Mähroboter erkennen mögliche Wegsperren schon aus der Entfernung. Mähroboter, die “nur” über Stoßsensoren oder Kollisionssensoren verfügen, müssen dagegen immer erst gegen ein Hindernis stoßen, um ihm auszuweichen. Die meisten Mähroboter bleiben bei der Kollision stehen, setzen dann ein Stück zurück und drehen in eine andere Richtung. Das kostet Zeit, kann auf lange Dauer schlecht für die Karosserie sein und erzeugt ein nerviges Geräusch. Wenn dein Mähroboter auch nachts oder sonntags mähen soll, können solche Geräusche zum Problem werden. Tägliche Zusammenstöße können ferner auch deine Pflanzen und Gartenmöbel beschädigen.

Bei Rasenrobotern mit Ultraschallsensorik hast du die beschriebenen Schwierigkeiten nicht. Sie sind in der Lage, schon vorher auszuweichen oder vor Objekten abzubremsen, so dass sie nur ganz leicht anstoßen. Die Ultraschalltechnologie ist insofern Wegbereiter bei der Stoßvermeidung beziehungsweise Stoßabdämpfung bei Mährobotern.

Wie funktionieren Ultraschallsensoren?

Die Bezeichnung Ultraschall stammt eigentlich aus der Physik. Gemeint sind damit Schallwellen, die das menschliche Gehör nicht hören kann, da seine Frequenzen oberhalb des Hörbereichs liegen.

Interessant ist dabei, dass Ultraschall je nach Material eines Hindernisses an diesem reflektiert wird. Und so funktionieren demzufolge Ultraschallsensoren:
Der Sensor strahlt regelmäßig einen kurzen Schallimpuls aus. Dieser pflanzt sich mit Schallgeschwindigkeit in der Luft fort. Wenn der Ultraschallimpuls auf einen Gegenstand trifft, wird er reflektiert. Das so entstehende Echo wird vom Sensor wieder aufgenommen. Aus der Zeitspanne zwischen dem Senden und dem Empfangen des Schallimpulses, wird der Abstand zum Objekt berechnet. Auf diese Weise können die Sensoren Objekte berührungslos erkennen. 

Ultraschallsensoren bei Mährobotern messen also, wie weit der Roboter von einem Hindernis entfernt ist. Als Reaktion weicht der Rasenroboter entweder aus oder bremst ab. Wie sensibel der Mähroboter auf ein lauerndes Hindernis reagieren soll, kann bei einigen Yard Force-Modellen sogar eingestellt werden. Denn er soll natürlich nicht jeden Grashalm als Hindernis erkennen, einen Baumstumpf aber schon.

Ultraschallsensoren sind wenig anfällig gegenüber Witterungseinflüssen und daher ideal für die Anwendung im Outdoor-Bereich.

Ultraschall bei WORX und Yard Force Mährobotern

Wie erwähnt, lösen die Sensoren bei verschiedenen Mährobotern zwei unterschiedliche Reaktionen aus: Entweder sie weichen aus oder sie bremsen ab.

Erstes ist bei WORX und Yard Force-Geräten der Fall. Sie weichen im Fall von Wegsperren elegant aus. Die Ultraschallkomponente von WORX Mährobotern heißt “Anti-Collision System” (ACS). Yard Force nennt die eingesetzte Ultraschalltechnologie “i-Radar”. i-Radar kann Hindernisse in einem Abstand von 20-60 cm erkennen. Wenn du in der Produktbeschreibung also “i-Radar” oder “ACS” liest, weiß du jetzt, dass von Ultraschall die Rede ist.

Ultraschall bei Husqvarna-Mährobotern

Bei Husqvarna werden Ultraschallsensoren vor allem bei leistungsstarken Modellen für sehr große Gärten eingesetzt. Diese Mäher sind sehr schnell unterwegs, und dank der Ultraschallsensoren können sie harte Aufprälle vermeiden und vorher abbremsen.

Welche Mähroboter haben Ultraschall-Sensoren?

Husqvarna

Wenn ein Husqvarna-Mähroboter mit Ultraschallsensoren ausgestattet ist, erkennst du dies an den zwei zusätzlichen, wie kleine schwarze “Augen” aussehenden Elementen auf der Oberfläche des Automowers. So sehen sie aus:

Die folgenden Modelle sind mit Ultraschall-Augen unterwegs:

  • Husqvarna Automower 450x: Für große, komplexe Gärten und kurze Mähzeitfenster, um 4300 Euro
  • Husqvarna Automower 435x: Allrad-Modell, das Rasenflächen bis zu 3.500m² und Hindernisse, unwegsames Gelände und Steigungen von bis zu 70% bewältigt. Um 5000 Euro
  • Husqvarna Automower 550: Mähroboter für den professionellen Einsatz auf Sportplätzen und Golfanlagen, um 4500 Euro
  • Husqvarna Automower 535: Mähroboter für professionellen Einsatz auf Sportplätzen und Golfanlagen mit Allrad-Antrieb, um 4500 Euro

WORX

Bei WORX Mährobotern sind die Ultraschallsensoren nicht bereits eingebaut, sondern als zusätzliche Einbauoption erhältlich. Die Sensoren sehen dabei aus wie zwei “Fühler”, die du mit zwei Schrauben in einem dafür vorgesehenen Slot befestigst. Das sieht so aus:

Modelle ab 2019 können optional und nachträglich mit ACS ausgestattet werden. Wie genau das geht, zeigt dieses Video in 2 Minuten:

Diese WORX-Modelle sind ultraschallfähig:

  • WORX Landroid S300 WR130E: Für kleinere Gärten und vollständig anpassbar, um 750 Euro
  • WORX Landroid M500 WR141E: Für mittelgroße Gärten, schnell und agil, ebenfalls vollständig anpassbar, um 900 Euro
  • WORX Landroid M1000 WR143E: Für mittelgroße Gärten bis 1.000m², wie alle Landroids mit verschiedenen Optionen anpassbar, um 1200 Euro
  • WORX Landroid L1500 WR153E: Für größere Gärten, vollständig anpassbar, um 1500 Euro
  • WORX Landroid L2000 WR155E: Für größere Gärten bis 2.000m², um 1800 Euro

Yard Force

Bei Yard Force sehen die Ultraschallsensoren -wie bei Husqvarna- aus wie zwei zusätzliche, kleine Laseraugen. Und zwar so:

Diese Modelle mähen mit Ultraschall-Laserblick über deine Rasenfläche und umfahren Hindernisse galant:

  • Yard Force Compact 400Ri: Perfekt für Familien mit kleinen Kindern und kleinem Garten, um 480 Euro
  • Yard Force Amiro 350: Für kleine Gärten bis 350m², um 450 Euro
  • Yard Force Amiro 350i: Für etwas kompliziertere, aber kleine Gärten mit mehreren Zonen, um 350 Euro
  • Yard Force Amiro 400: Für kleinere Grundstücke bis 400m², um 450 Euro
  • Yard Force Amiro 400i: Mit App, für kleinere Gärten, um 470 Euro
  • Yard Force LUV 600Ri: Für mittelgroße Gärten bis 600m², App-Steuerung, um 570 Euro
  • Yard Force LUV 1000Ri: Geeignet für größere Gärten, WLAN und App, um 780 Euro
  • Yard Force X100i: Für größere Gärten mit bis zu 40% Steigung und mehreren Zonen, um 600 Euro
  • Yard Force X50i: Für Rasenflächen bis zu 500m², Regensensor, App & WLAN, um 480 Euro

Matthias

Matthias Müller ist einer der Gründer dieses Blogs. Er beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit allen Themen rund um Automatisierung, Robotik und Zukunftstechnologien. Gleichzeitig ist er ein großer Naturliebhaber und daher fasziniert von dem ungewöhnlichen Zusammenspiel aus Robotern und Natur.

Mehr über den Autor

Februar 26, 2021

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