Mähroboter Vorteile und Nachteile
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Mähroboter: Vorteile und Nachteile im Überblick

Welche Vorteile und Nachteile haben Mähroboter eigentlich? Wenn du mit dem Gedanken spielst, dir einen Mähroboter zuzulegen, bin ich mir ziemlich sicher, dass das eine deiner wichtigsten Fragen zu dem Thema ist. Zum Glück kenne ich mich so gut mit dem Thema aus, dass ich dir hier eine vollständige Liste aller Vorteile und Nachteile von Mährobotern präsentieren kann!

Mähroboter werden immer populärer, aus diesem Grund gibt es auch eine immer größer werdende Zahl an unterschiedlichen Modellen, Funktionen und verwendeten Technologien. Das macht es nicht immer einfach, die Vorteile und Nachteile von Mährobotern zu verallgemeinern. Ich gebe aber mein Bestes, auf diverse Unterschiede hinzuweisen.

Vorteile und Nachteile von Mährobotern im Schnellüberblick

Vorteile

  • Mähroboter sparen Zeit
  • Mähroboter verbessern das Rasenbild
  • Der Mähroboter mulcht den Rasen
  • Du kannst den Rasen auch nachts mähen
  • Mähroboter haben weniger Wartungsarbeit
  • Regen stellt für viele Mähroboter kein Problem dar
  • Mähroboter können sich am Wetter orientieren
  • Im Kampf gegen Unkraut sind Mähroboter eine große Hilfe
  • Rasenroboter sind super für Allergiker
  • Mähroboter sind energiesparsam
  • Keine lokalen Emissionen mehr
  • Du kannst deinen Rasen in Abwesenheit mähen lassen
  • Mehr Lagerraum im Schuppen
  • Keine anstrengende Arbeit mehr
  • Die Betriebskosten eines Mähroboters sind niedrig

Nachteile

  • Hohe Anschaffungskosten von Mährobotern
  • Die Installation eines Mähroboters ist vergleichsweise aufwendig
  • Ohne die passenden Rasenkantensteine lassen Mähroboter ein Rand stehen
  • Mähroboter können Probleme mit unebenem Untergrund bekommen
  • Steigung können problematisch für Rasenroboter sein
  • Insekten und andere Kleintiere werden durch den kontinuierlichen Einsatz von Mährobotern gefährdet
  • Mähroboter können bei hohem Gras nicht eingesetzt werden
  • Igel und andere kleine Gartenbewohner wird durch den Mähroboter gefährdet
  • Sicherheitsdefizite bei Rasenroboter
  • Mähroboter übersehen leicht kleinere Gegenstände
  • Ein Defekt kann meist nicht selbst behoben werden
  • Mähroboter eignen sich nicht für alle Grundstücke
  • Mähroboter können dir Probleme mit deinem Nachbarn bescheren

Für Schnellleser die nur einen kurzen Überblick haben wollen, gebe ich im ersten Teil dieses Artikels einen kurzen Überblick über alle Punkte. Jeder Punkt verlinkt zu einer detaillierten Erklärung, wenn du mehr über den Punkt wissen willst.

Vorteile von Mährobotern

Mähroboter sparen Zeit: Der wichtigste Vorteil, den jeder vermutlich sofort sieht ist, dass Mähroboter einfach Zeit sparen. Kein lästiges Rasenmähen mehr, alles wird automatisch vom Mähroboter gemäht.

Verbessertes Rasenbild: Mähroboter können das Rasenbild deutlich verbessern. Durch das Zufallsmähprinzip wird das Gras aus unterschiedlichen Richtungen geschnitten. Auch das Mähwerk und das Mulchsystem tragen zu einem besseren Rasenbild bei.

Der Mähroboter mulcht den Rasen: Der Mähroboter mäht jeden Tag und erzeugt nur sehr kurzen Rasenschnitt. Dieser kann einfach liegen bleiben, verwittern und als Nährstoffquelle für den Rasen dienen. Doch nicht nur das: Da der Rasenschnitt nun nicht mehr in die Bio-Tonne wandert, bleibt dort mehr Platz für Anderes.

Du kannst den Rasen auch nachts mähen: Einige Mähroboter sind wirklich super leise. Manche kommen nur auf 55 dB. Prinzipiell und unter den richtigen Bedingungen können diese auch nachts mähen. Allerdings stellt dies auch eine gewisse Gefahr für nachtaktive Gartenbewohner, wie z. B. Igel, dar.

Mähroboter haben weniger Wartungsarbeit, im Vergleich zu Benzinmähern. Sie müssen lediglich ab und an gereinigt werden, die Klingen ausgetauscht werden – was super einfach ist – und nach ein paar Jahren muss der Akku gewechselt werden. Dies setzt allerdings eine optimale Installation des Geräts voraus.

Regen stellt für manche Mähroboter kein Problem dar. Sicherist dir das auch schon passiert, dass du dir Zeit nimmst um an einem bestimmten Tag den Rasen zu mähen und genau dann regnet es. Es gibt jedoch Mähroboter für die Regen kein Problem darstellt und die außerdem in vielen Fällen Rasen auch problemlos bei Nässe mähen können. Es gibt allerdings Ausnahmen.

Mähroboter können sich am Wetter orientieren. Wenn sie doch nicht bei Regen mähen sollen, gibt es Modelle mit Regensensor. Dann können sie so programmiert werden, dass sie bei Regen nicht mähen und warten, bis der Rasen trocken ist. Zudem gibt es Mähroboter mit Wettertimer, die ihre Mähzyklen vom Rasenwachstum abhängig machen.

Im Kampf gegen Unkraut sind Mähroboter eine große Hilfe. Sie unterstützen dich bei der Bekämpfung von Unkraut auf dem Rasen in vielfältiger Weise. Zum einen ist der Rasen konkurrenzfähiger, wenn er durch das Mulchsystem stets mit Nährstoffen versorgt ist. Zum anderen vertragen einige Unkräuter und Wildgräser das häufige Mähen nicht, oder werden in ihren Ausbreitungsmechanismen gehindert.

Rasenroboter sind super für Allergiker, denn Allergiker müssen nicht mehr mit dem frisch gemähten Rasen direkt in Kontakt kommen. Ihre Arbeit kann sich auf die Wartung des Mähroboters beschränken.

Mähroboter sind Energiesparsam. Auf 500 QM verbraucht ein Mähroboter z. B. nur etwa 20 kWh pro Jahr, auf 2000 QM etwas mehr als 104 kWh pro Jahr. Dies hängt allerdings auch von der Beschaffenheit der Fläche ab. Sehr komplexe oder verwinkelte Flächen, oder Flächen mit großer Steigung, erzeugen beim Mähroboter einen höheren Stromverbrauch.

Keine lokalen Emissionen mehr im Gegensatz zu Benzinmähern. Das ist gut für die Luftqualität, Klima und Umwelt. Die Emissionen bleiben beim Stromkraftwerk, das deutlich effizienter und mit guten Filtern ausgestattet ist. Der Akku ist natürlich ein gewisses Umweltproblem, doch es wird an immer umweltfreundlicheren Lithium-Ionen-Akkus gearbeitet.

Du kannst deinen Rasen in Abwesenheit mähen lassen. Richtig programmiert mäht dein Mähroboter immer dann, wenn niemand zu Hause ist. Z. B. Werktags am Vormittag, wenn du auf der Arbeit bist und die Kinder in der Kita oder Schule sind. Willst du den Mähroboter nur zeitlich begrenzt einsetzen, brauchst du allerdings eine hohe Flächenleistung.

Mehr Lagerraum im Schuppen. Bis auf den Winter ist der Mähroboter samt Ladestation immer draußen. Den Raum an dem sonst der Rasenmäher oder Aufsitzmäher stehen würde, kannst du nun für andere Dinge nutzen. Im Winter kannst du den Mähroboter auch zum Winter-Checkup geben, dann brauchst du ihn auch nicht unbedingt lagern.

Keine anstrengende Arbeit mehr. Je nach Garten und Rasenmäher kann das Rasenmähen auch ganz schön anstrengend sein. Einen großen 40 Kg Benzinmäher den Hang hochzuschieben ist nicht unbedingt jedermanns Sache, insbesondere wenn du das Ganze nächste Woche noch mal machen kannst. Sisyphos lässt grüßen. Insbesondere für ältere oder gehbehinderte Menschen kann ein Mähroboter eine sehr große Hilfe sein.

Die Betriebskosten eines Mähroboters sind niedrig. Oben habe ich dir ja schon gezeigt, wie wenig Energie ein Mähroboter verbraucht. Gerade im Vergleich zu einem Benzinmäher kann der Unterschied recht groß sein. Doch auch die Wartung ist deutlich günstiger. Außerdem sparst du etwas Geld für den Dünger. Zwar solltest du nicht komplett auf Dünger verzichten, kannst das Düngen aber um bis zu 40 % reduzieren.

Nachteile von Mährobotern

Die hohen Anschaffungskosten von Mährobotern gehören wohl zu den offensichtlichsten Nachteilen. Mittlerweile gibt es zwar Einsteigermodelle schon ab 350 Euro, doch diese kommen nur mit sehr einfachen Gärten klar. Für einen Mähroboter mit durchschnittlichem Funktionsumfang musst du mit mindestens 600 Euro Anschaffungskosten rechnen.

Die Installation eines Mähroboters ist vergleichsweise aufwendig. Es ist nicht einfach damit getan, die Ladestation anzuschließen. Es müssen Begrenzungskabel und in manchen Fällen auch Suchkabel verlegt werden. Viele Mähroboter kommen mit einer Standardprogrammierung, oftmals willst du diese aber noch auf deine spezifischen Bedürfnisse anpassen. Insgesamt musst du mit einigen Stunden oder gar einem ganzen Tag Arbeit rechnen.

Ohne die passenden Rasenkantensteine lassen Mähroboter einen Rand stehen. Kein Mähroboter, selbst jene mit Kantenmodus, kann bis komplett zum Rand mähen. Dafür müssen noch ebenerdige Rasenkantensteine verlegt werden. Also musst du dich entscheiden, entweder an den Rändern regelmäßig nachzuarbeiten, oder eben noch Rasenkantensteine zu verlegen.

Mähroboter können Probleme mit unebenem Untergrund bekommen. Je nachdem in welche Richtung die Unebenheit ausgeprägt ist, kann der Mähroboter entweder die Grasnarbe verletzen, oder er sieht die Unebenheit als Hindernis und wechselt dort stets die Richtung, was schlecht für die Flächenleistung ist. Im schlechtesten Fall bleibt er sogar stecken.

Steigungen können problematisch für Rasenroboter sein. Die meisten Mähroboter kommen mit Steigungen bis 25 % klar, sehr viele schaffen mittlerweile auch 35 %. Es gibt auch Geräte die größeren Steigungen schaffen, hierfür musst du dann aber schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Im Randbereich darf die Steigung meist aber nur 15 % betragen und bei Nässe und viel Laub sind Steigungen für beinahe jeden Mähroboter problematisch.

Insekten und andere Kleintiere werden durch den kontinuierlichen Einsatz von Mährobotern gefährdet. Zum einen können sie durch das Gerät selbst verletzt oder getötet werden, wenn sie überfahren werden. Vor allen Dingen bietet dauerhaft heruntergetrimmter Rasen aber weder Nahrungsquellen noch Unterschlupf für Insekten. Es gibt aber auch Gründe, weshalb ein Mähroboter besser für Insekten sein kann. Inselblumen können dem Problem außerdem entgegenwirken.

Mähroboter können bei hohem Gras nicht eingesetzt werden. Ab 10 cm ist spätestens Schluss. Ist der Rasen nach dem Urlaub mal zu lang gewachsen, oder aktivierst du den Mähroboter im Frühling zu spät, musst du erst mal wieder mit einem herkömmlichen Rasenmäher anrücken.

Igel und andere kleinere Gartenbewohner werden durch den Mähroboter gefährdet. Nicht nur Insekten werden durch den Mähroboter gefährdet. Auch andere kleinere Gartenbewohner, wie beispielsweise Igel werden durch den Einsatz des Mähroboters bedroht. Dies gilt insbesondere, wenn der Mähroboter am späten Abend oder nachts betrieben wird. Denn viele dieser Gartenbewohner sind nachtaktive Tiere. Durch gutes Timing der Mähzeiten kannst du das Problem etwas verringern.

Sicherheitsdefizite bei Rasenrobotern: Verschiedene Tests, insbesondere der Stiftung Warentest, stellen immer wieder Sicherheitsprobleme bei Mährobotern fest. Insbesondere können sie schwere Verletzungen bei kleinen Kindern verursachen, weshalb diese nie ohne Aufsicht sein dürfen, wenn der Mähroboter mäht. Noch besser ist es, wenn Kinder und Mähroboter gar nicht erst gemeinsam auf dem Rasen unterwegs sind. Genau so steht es allerdings auch in jeder Bedienungsanleitung jedes Mähroboters.

Mähroboter übersehen leicht kleinere Gegenstände. Zwar verfügen sie über einen Stoßsensor, dieser erkennt allerdings zu kleine Gegenstände nicht. Liegengelassenes Spielzeug kann so schnell zum Opfer der Mähroboter-Klingen werden. Auch Dinge wie Zapfen, Walnüsse oder Fallobst können ins Mähwerk geraten und schaden den Klingen und manchmal auch dem Mähwerk.

Ein Defekt kann meist nicht selbst behoben werden. Mähroboter sind sehr komplexe Geräte, viele Defekte können nicht selbst repariert werden, sondern müssen in der Werkstatt vom Spezialisten behoben werden.

Mähroboter eignen sich nicht für alle Grundstücke. Große Unebenheiten, extreme Steigungen, Stufen, besonders viele enge Verwinkelungen: Unter gewissen Umständen ist der Einsatz eines Mähroboters nicht möglich. Dennoch würde ich sagen, dass ein Mähroboter in fast allen Gärten eingesetzt werden kann, wenn der richtige Mähroboter gewählt wird und der Garten für den Mähroboter vorbereitet wird.

Mähroboter können dir Probleme mit deinem Nachbarn bescheren. Das kontinuierliche Mähgeräusch, das so ein Rasenroboter von sich gibt, kann so manchem Nachbarn auf die Nerven gehen. Die Lautstärke von Mährobotern variiert jedoch stark. Zudem spielt auch die Entfernung zum Grundstück des Nachbarn eine große Rolle, wenn es um das Thema Lärmbelästigung geht, als auch die Einsatzzeiten des Geräts. Es lässt sich eigentlich meistens eine gute Lösung finden.

Vorteile von Mährobotern im Detail

Mähroboter sparen Zeit

Einer der Hauptgründe, weshalb viele überhaupt darüber nachdenken sich einen Mähroboter zuzulegen, ist wohl das Mähroboter viel Zeit sparen. Mit der Zeit die du sonst zum Mähen verwendest, kannst du sicher besseres anfangen.

Wie viel Zeit sparen Mähroboter denn? Wie viel Zeit Mähroboter letztendlich sparen, ist natürlich von den jeweiligen Gegebenheiten abhängig. Generell ist es klar, dass ein Mähroboter mehr Zeit spart, je größer die Rasenfläche ist. Daher lohnen sich Mähroboter auf großen Rasenflächen auch umso mehr.

Mit einem Mähroboter musst du nur noch Zeit für die regelmäßige Reinigung und das gelegentliche Klingenwechseln aufbringen. Bei Mährobotern mit Messerteller müssen die Klingen in der Regel spätestens nach 3 Monaten gewechselt werden, bei Mährobotern mit Sternmesser ein Mal pro Saison. Das Wechseln der Klingen ist bei vielen Mährobotern sehr einfach und schnell gemacht.

Der zeitsparende Nutzen eines Mähroboters wird allerdings geschmälert, wenn der Rasen über keine Rasenkantensteine verfügt. Diese braucht der Mähroboter nämlich, um auch den Rand mit mähen zu können. Sonst musst du diesen regelmäßig selbst nachschneiden. Wenn du viele Bäume im Garten hast, kann es außerdem sein, dass du regelmäßig die Fläche ablaufen musst und Laub, Äste, Fallobst usw. entfernen musst.

Verbessertes Rasenbild

Der zweite wichtige Vorteil bei Mährobotern ist, dass sie das Rasenschnittbild verbessern. Der Unterschied ist in vielen Fällen deutlich. Zumindest wenn du bisher deinen Rasen nicht wie einen englischen Rasen gepflegt hast und mehrmals die Woche mit einem Spindelmäher bearbeitet hast.

Denn der große Vorteil von Mährobotern ist, dass sie den Rasen täglich mähen können, da eben kein Mensch dafür anwesend sein muss. Der Rasen der in unseren Gärten wächst, ist so gezüchtet, dass er das häufige Mähen gut aushält und unter diesen Bedingungen sogar besonders gut wächst.

Bei sehr häufigem Mähen beginnt das Gras in die Breite zu wachsen, wodurch du einen teppichartigen Rasen bekommst. Auch das Wurzelwachstum wird stärker angeregt, was dem Rasen eine größere Scherfestigkeit verleiht. Das ist z. B. wichtig, wenn auf dem Rasen beispielsweise viel gespielt wird, oder auch wenn es sich um einen Sportrasen handelt.

Zudem mähen viele Mähroboter nach dem Zufallsprinzip. Dadurch wird dasselbe Stück Rasen immer aus unterschiedlichen Richtungen gemäht. Beim Mähen mit einem Rasenmäher neigt man oft dazu, den Rasen immer nach demselben Muster abzufahren. So neigt sich der Rasen an derselben Stelle nach einiger Zeit immer in eine bestimmte Richtung, was zur Streifenbildung auf dem Rasen führt.

Selbst Mähroboter die nach einem Muster fahren, variieren dieses Muster, um den Rasen immer aus unterschiedlichen Richtungen zu mähen. Ein weiteres Feature, das viele Mähroboter besitzen ist, dass sie die Rotationsrichtung des Mähwerks ändern. Dies soll nicht nur die beidseitig beschichteten Klingen gleichmäßig abnutzen, sondern sorgt zusätzlich für ein gleichmäßigeres Schnittbild.

Zu guter Letzt sorgt das Mulchsystem von Rasenrobotern dafür, dass der Rasen immer gut gedüngt ist. Ein Rasen der häufig geschnitten und gleichzeitig gut gedüngt wird, kann sich besser gegen eindringende fremde Pflanzen, also z. B. Unkraut durchsetzen.

Der Mähroboter mulcht den Rasen

Beim Mulchsystem des Mähroboters schneidet er mit seinen scharfen Klingen immer nur eine kleine Spitze der Grashalme ab. Dieser sehr kurze Rasenschnitt kann im Gegensatz zum Rasenschnitt, der beim herkömmlichen Mähen entsteht, durch seine geringe Länge sehr schnell verwittern. So entsteht auch kein Rasenfilz auf dem Rasen,

Durch das Verwittern des Rasenschnitts werden dem Rasen kontinuierlich neue Nährstoffe zugeführt, was für ein besseres Wachstum des Rasens sorgt und ihn gesünder und grüner aussehen lässt.

Ein guter und gepflegter Rasen sollte ohnehin regelmäßig gedüngt werden. Und darauf solltest du auch bei einem Mähroboter nicht verzichten. Allerdings kannst du den Düngereinsatz um bis zu 40 % reduzieren. Es gibt zudem spezielle Mähroboter-Dünger, die genau die Nährstofflücken ausgleichen, die der Rasenmulch nicht ausfüllen kann.

Und nicht nur das: Du sparst dir den Rasenschnitt für die Bio-Tonne und kannst diese dann mit anderen Gartenabfällen befüllen.

Du kannst den Rasen auch nachts mähen

Manche Mähroboter arbeiten wirklich extrem leise. Es gibt Modelle die nur auf 55 dB kommen. Das ermöglicht es dir prinzipiell, den Mähroboter auch nachts zu betreiben. Zumindest wenn das Grundstück deines Nachbarn einen gewissen Abstand hat.

Ich würde das nicht unbedingt im sehr dichtbesiedelten Stadtgebiet probieren, aber wenn dein Mähroboter etwas mehr Auslauf hat und auch das Haus des Nachbarn nicht direkt an deinen Garten grenzt, geht das durchaus mit manchen Modellen.

So kannst du dann tagsüber einen frisch gemähten Rasen genießen. Allerdings ist es problematisch für Igel und andere nachtaktive Tiere, wenn du deinen Mähroboter nachts mähen lässt. Diese können leicht vom Mähroboter überrollt werden, da sie ihn zu spät als Gefahr wahrnehmen und dann oft nicht weglaufen, sondern sich einfach zusammenrollen. Und das schützt natürlich nicht gegen rotierende Klingen aus gehärtetem Stahl.

Wenn du in deinem Garten einen Igel vermutest, kannst du hier nachlesen, wie du diesen vor deinem Mähroboter schützen kannst.

Mähroboter haben weniger Wartungsarbeit

Mähroboter sind nicht besonders wartungsintensiv. Zwar sollten sie regelmäßig gereinigt werden, das ist aber in weniger als 10 Minuten gemacht und wird schnell zur Routine. Auch das Auswechseln der Klingen ist nicht besonders schwierig und geht mit etwas Übung schnell von der Hand.

Nach ein paar Jahren musst du den Akku wechseln, was ebenfalls meist nicht sehr aufwendig ist. Ein Benzinmäher produziert da wesentlich mehr Arbeit. Neben der regelmäßigen Reinigung fallen hier noch Arbeiten an, wie das Wechseln der Zündkerzen, des Motor-Öls oder dem Austausch der Luftfilter.

Das machst du vielleicht auch gar nicht selbst, sondern bezahlst dafür einen Service, was sich natürlich wieder auf die Betriebskosten schlägt. Also punktet der Mähroboter hier eindeutig im Vergleich zum Benzinmäher. Elektromäher sind hier natürlich etwas Wartungsärmer.

Regen stellt für viele Mähroboter kein Problem dar

Ein weiterer Vorteil, der vielen nicht unbedingt bewusst ist, ist dass Mähroboter auch bei Regen mähen können. Es schadet weder dem Rasen noch dem Mähroboter, zumindest in den meisten Fällen.

Mähroboter sind nämlich Wetterfest und können bei normalen Wetterbedingungen trotzdem weiterarbeiten. Bei sehr extremen Wetterlagen z. B. starkem Sturm, sintflutartigen Regenfällen oder starkem Gewitter solltest du den Mähroboter allerdings nicht unbedingt einsetzen.

Außerdem gibt es auch Mähroboter bei denen es doch nicht so gut ist, wenn sie bei Nässe mähen. Dies gilt vor allen Dingen für besonders schwere Mähroboter. Durch das hohe Gewicht wird der Rasen beim Mähen plattgedrückt und richtet sich nicht so schnell wieder auf. Bei langanhaltendem Regen kann der Mähroboter Spurrillen im aufgeweichten Boden hinterlassen. Solche Mähroboter sind häufig mit einem Regensensor ausgestattet.

Ein weiteres Problem können größere Steigungen im Garten darstellen. Bei Nässe können die Räder des Mähroboters durchdrehen oder das Gerät rutscht komplett ab. Das hinterlässt oft deutliche Schäden in der Grasnarbe.

Mähroboter können sich am Wetter orientieren

Im Vorherigen Punkt habe ich dir schon erklärt, dass manche Mähroboter einen Regensensor besitzen. Dieser ist nicht dafür da, das Gerät selbst vor Regen zu schützen, sondern deinen Rasen vor Schäden zu bewahren, da eben in bestimmten Situationen auch das Mähen mit einem Mähroboter bei Nässe nicht gut ist. Große Steigungen und besonders schwere Mähroboter sind hier das Problem.

Mit einem Regensensor kann der Mähroboter so programmiert werden, dass er bei Regen nicht mäht und diesen erst mal abwartet. Er kann darüber hinaus dann meist auch so eingestellt werden, dass er auch nach dem Regen nicht sofort mäht, sondern eine festgelegte Anzahl von Stunden wartet, bis der Rasen wieder trocken sein sollte.

Manche Mähroboter verfügen darüber hinaus über einen sogenannten „Wettertimer“. Es wird oft missverstanden, was diese Funktion eigentlich macht. Hierbei handelt es sich nämlich nicht um einen Regensensor. Viel mehr stellt der Mähroboter fest, wie schnell der Rasen wächst.

Das macht er mit einem speziellen Widerstandsmessgerät im Mähwerk. Er misst sozusagen, wie „schwierig“ es aktuell ist, den Rasen zu mähen. Daraus kann er ableiten, wie lang der Rasen ist. Wenn er dies mit anderen Messzeitpunkten vergleicht, kann er dann die Wachstumsgeschwindigkeit ableiten.

Kennt der Mähroboter die Wachstumsgeschwindigkeit, kann er dann seine Mähintervalle dynamisch an die Wachstumsgeschwindigkeit anpassen. Das ist z. B. im Sommer nützlich, wenn es auch mal längere Trockenperioden gibt. Dann wächst der Rasen nämlich langsamer und folglich muss der Mähroboter seltener ausrücken. Manche Mähroboter nutzen dies in Kombination mit GPS und wissen dann z. B.  dass der Rasen an manchen Stellen schneller wächst als an anderen, beispielsweise weil ein bestimmter Bereich mehr oder weniger Sonne abbekommt.

Im Kampf gegen Unkraut sind Mähroboter eine große Hilfe

Mähroboter können dich im Kampf gegen Unkraut sehr gut unterstützen. Während das häufige Mähen dem Rasen sehr gut tut, da dieser perfekt an diese Bedingungen angepasst ist, gefällt das vielen Unkräutern ganz und gar nicht.

Insbesondere sind viele einwandernde Pflanzen in ihrer Ausbreitung stark gehindert. Nicht wenige Unkräuter bilden einen langen Stängel aus, an welchem sich Knospe oder Samen befinden.

Denke z. B. an den Löwenzahn. Seine fliegenden Schirme hängen an einem langen Stängel, damit sie vom Wind weggetragen werden können. Wenn jedoch dein Mähroboter täglich vorbei kommt und alles niedersäbelt, kann sich dieser gar nicht ausbilden.

Zusätzlich bewirkt auch das Mulchsystem des Mähroboters, dass sich Unkraut schlechter ausbreiten kann. Ein gut gedüngter Rasen wächst nämlich so stark, dass es schwieriger für Unkraut wird, Lücken zu finden und sich auf dem Rasen auszubreiten.

Rasenroboter sind super für Allergiker

Den großen Vorteil, den Allergiker bei einem Mähroboter haben: Sie kommen nicht mehr mit dem frisch gemähten Rasen in Kontakt. Gerade beim Rasenmähen werden besonders viele Graspollen in die Luft geschleudert. Darauf können Allergiker mit einem Mähroboter verzichten.

Die Reinigung und Wartung des Mähroboters ist für Allergiker weitaus weniger problematisch. Daher können Rasenroboter auch für Allergiker einfach eine super Bereicherung sein.

Mähroboter sind Energiesparsam

Mähroboter sind sehr Energiesparsam, insbesondere wenn du sie mit einem Benzinmäher vergleichst. Mit nur 43 kWh pro Jahr auf 500 QM kann noch nicht mal ein Elektrorasenmäher mithalten. Bei 28c/kWh würdest du damit gerade mal auf 5,60 € pro Jahr kommen.

Ein Benzinmäher würde für 500 QM ungefähr 0,75 L pro Mähvorgang/Woche verbrauchen. Damit würdest du im Jahr auf etwa 30 Euro an Spritkosten kommen, wenn du 32 Wochen im Jahr den Rasen mähst.

Diese Werte sind natürlich auch stark von der Beschaffenheit des Gartens abhängig. In einem Garten mit vielen Steigungen verbraucht ein Mähroboter um einiges mehr an Energie. Auch sehr komplexe und verwinkelte Gärten sorgen bei gleicher Fläche für einen höheren Energieverbrauch bei Mährobotern.

Bei einem Benzinmäher ist es davon abhängig, ob du ihn selbst schiebst oder es sich um einen Aufsitzmäher handelt. Bei letzterem wirst du bei Steigungen auch einen höheren Spritverbrauch haben.

Auch hier vergleiche ich wieder die beiden extreme, also Mähroboter vs. Benzinmäher. Elektromäher befinden sich meist irgendwo dazwischen, was die Energieeffizienz angeht.

Keine lokalen Emissionen mehr

Mähroboter und Elektromäher haben eines gemeinsam: Sie erzeugen keine lokalen Emissionen. Keine stinkenden Abgase und kein Benzingeruch mehr. Das ist auch gut für Umwelt, Luftqualität und Klima, denn der Strom kommt aus dem Kraftwerk. Dieses arbeitet viel effizienter und verfügt über bessere Filter als ein Benzinmäher.

Lediglich der Akku ist ein Problem. Die bisherige Herstellung von Akkus ist nicht gerade umweltfreundlich. Und dieser muss beim Mähroboter irgendwann ausgetauscht werden, da er nicht ewig hält.

Wie lange es dauert, bis du den Akku austauschen musst, ist von vielen Faktoren abhängig. Der wichtigste Faktor ist natürlich die Häufigkeit, mit der er benutzt wird. Jeder Akku hat eine maximale Anzahl an vollständigen Ladezyklen – bei Lithium-Ionen-Akkus kannst du ihn auch problemlos nur teilweise laden, das zählt dann nicht als ganzer Ladezyklus.

Die Abgase eines Benzinmähers bist du mit einem Mähroboter aber auf jeden Fall los!

Du kannst deinen Rasen in Abwesenheit mähen lassen

Es hat wirklich einen enormen Vorteil, dass du nicht anwesend sein musst, während dein Rasen gemäht wird. Richtig programmiert mäht dein Mähroboter immer dann, wenn niemand zu Hause ist.

Beispielsweise kannst du ihn einfach immer vormittags mähen lassen, während du auf der Arbeit bist und die Kinder in der Kita oder Schule sind. Vielleicht sind auch die Nachbarn nicht zu Hause und so kann sich niemand durch den Mähroboter gestört fühlen, während dein automatischer Gartenhelfer in vormittags Ruhe seine Arbeit machen kann.

Genauso ist es möglich, den Mähroboter auch am späten Abend oder nachts zu betreiben, vorausgesetzt allerdings, das Gerät ist leise genug und er kann wirklich niemanden in der Nachbarschaft stören.

Es gibt sogar Mähroboter denen du von deinem Smartphone aus Befehle erteilen kannst. So kannst du beispielsweise während du auf der Arbeit bist dem Mähroboter sagen, dass er jetzt schon mit dem Mähen beginnen soll, weil heute vielleicht der Rasen früher gebraucht wird.

Oder du kannst ihm auch eine Nachricht schicken, dass er sofort in die Ladestation zurückkehren soll, beispielsweise weil ein Unwetter im Anmarsch ist.

Mehr Lagerraum im Schuppen

Dein Mähroboter befindet sich die ganze Zeit draußen. Entweder mäht er gerade, oder er steht in der Ladestation, die ebenfalls auf dem Rasen steht. Da jetzt kein Rasenmäher oder gar ein Aufsitzmäher den Stauraum in deinem Schuppen verbraucht, hast du dort jetzt Platz für andere Dinge.

Lediglich im Winter braucht dein Mähroboter neuen Stauraum. Dann kannst du ihn aber zum Winter-Checkup bringen. Dabei wird dein Mähroboter gereinigt und kontrolliert, ob alles noch ok ist. Meistens kannst du hier eine Einlagerung für den Winter hinzu buchen.

Im Frühling bekommst du dann deinen Mähroboter wieder, perfekt gereinigt, gewartet und einsatzbereit.

Auf eine Sache will ich dich aber hinweisen: Dein Mähroboter kann zu hohes Gras nicht mähen. Wenn dein Rasen 10 cm oder mehr erreicht hat, musst du ihn womöglich erst mal mit einem herkömmlichen Rasenmäher wieder mähen, bevor du deinen Mähroboter wieder einsetzen kannst.

Wenn du deinen Mähroboter also während deines Urlaubs nicht weiter mähen lässt, sondern ihn zur Sicherheit einlagerst, oder wenn du im Frühjahr zu spät daran denkst, den Mähroboter wieder ans Laufen zu bringen, dann brauchst du einen normalen Rasenmäher, der das hohe Gras einmal runtermäht. Bedenke hier die Ein-Drittel-Regel.

Wenn du keinen Rasenmäher mehr hast, um eben den Platz zu sparen, könntest du dir dann aber sicher irgendwo einen ausleihen.

Keine anstrengende Arbeit mehr

Der Mähroboter erledigt die ganze Arbeit für dich. Gerade in großen Gärten mit Steigungen, in denen sonst ein etwas leistungsstärkerer Benzinmäher anrücken müsste, kann das eine besonders große Entlastung sein.

Denn einen 40 Kg Benzinmäher einen Hang hochzuschieben ist nicht unbedingt eine spaßige Angelegenheit. Wenn du also einen solchen Rasen hast, kann ein Mähroboter besonders vorteilhaft für dich sein. Es sei denn du magst das Training.

Da Mähroboter abgesehen von der Reinigung und Wartung keine manuelle Arbeit erfordern, sind sie daher auch besonders geeignet für ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, oder allgemein gehbehinderte Menschen.

Die Betriebskosten eines Mähroboters sind niedrig

Die hohen Anschaffungskosten eines Mähroboters stehen den niedrigen Betriebskosten gegenüber. Rechnest du die ersparte Arbeitszeit/Arbeitskosten mit ein, amortisiert sich ein Mähroboter sogar relativ schnell.

Kostenentwicklung Vergleich Mähroboter
Foto: Eigene Grafik
Die Betriebskosten von Mährobotern sind deutlich geringer. Insbesondere wenn die Arbeitskosten einbezogen werden, steigen die Kosten bei normalen Rasenmähern über die Jahre deutlich.

Doch selbst wenn du die eingesparte Arbeitszeit nicht mit einberechnest, machen sich Mähroboter ziemlich gut, im Vergleich zu Elektromäher und Benzinmäher.

Woraus setzen sich die Betriebskosten zusammen? Die Betriebskosten eines Mähroboters setzen sich aus den Stromkosten, dem Austausch der Klingen und dem gelegentlichen Austausch des Akkus (nach ein paar Jahren) zusammen.

Auch den Dünger solltest du mit einberechnen, auch wenn dieser eher zu den Betriebskosten des Rasens gehört. Doch hier sparst du mit einem Mähroboter, da du durch das Mulchsystem bis zu 40 % weniger Dünger einsetzen kannst.

Optionale Kosten können sein: Versicherung und Mähroboter-Dienste (Winter-Checkup, Einlagerung, Inspektionsservice).

Trotz all dieser Posten belaufen sich die Betriebskosten eines Mähroboters bei einer Fläche von 500 QM im Durchschnitt pro Jahr auf 70 Euro. Bei einem Benzinmäher kann das locker doppelt so viel sein und hier sind wie gesagt die Kosten für die Arbeitszeit nicht einberechnet.

Nachteile von Mährobotern im Detail

Hohe Anschaffungskosten von Mährobotern

Mähroboter sind eine recht kostspielige Anschaffung. Zwar bieten einige Discounter mittlerweile sehr günstige Mähroboter ab 350 Euro an, allerdings handelt es sich hier auch nur um Einsteigermodelle mit sehr einfacher Ausstattung. Diese Mähroboter eignen sich nur für einfache Gärten, sowie wenn du nicht viele Einstellungsmöglichkeiten brauchst.

Viele Mähroboter beginnen aber preislich ab 600 Euro. Nach oben hin gibt es dann eigentlich fast keine Grenze, wobei im Privatbereich die größten Mähroboter eigentlich nicht teurer als 5000 Euro werden. Bei Letzteren handelt sich um Mähroboter mit einer maximalen Flächenleistung von 5000 QM. Für die meisten Gärten reicht ein deutlich kleineres Gerät.

Es gibt noch teurere Modelle mit mehr Flächenleistung, die aber eher für Sportanlagen oder Parks gedacht sind. Und wenn du nicht gerade in einem Schloss wohnst, kommen die wohl eher nicht in Frage.

Wichtige Einflussfaktoren was den Preis eines Mähroboters angeht sind vor allen Dingen seine maximale Flächenleistung, die Komplexität der Rasenfläche, die er bewältigen soll und damit verbundene Funktionsausstattung.

Noch mehr über die Kosten von Mährobotern erfährst du hier.

Die Installation eines Mähroboters ist vergleichsweise aufwendig

Zur Ausstattung der meisten Mähroboter gehört eine Ladestation, sowie ein Begrenzungskabel und manchmal auch ein Suchkabel. Für die Ladestation muss ein geeigneter Platz gefunden werden, an dem sie dann installiert wird.

Die Leitkabel, also das Begrenzungskabel und das eventuelle Suchkabel, müssen verlegt werden und mit speziellen Haken befestigt werden. Später kannst du das Kabel dann noch eingraben. Das Ganze kann mehrere Stunden dauern.

Wenn du den Mähroboter dann nicht bei der Standardkonfiguration lassen willst, sondern an deine Wünsche anpassen willst, musst du ihn noch programmieren. Die Zeiten lassen sich meist recht einfach einstellen. Mit anderen speziellen Funktionen, die manche Geräte mit sich bringen, musst du dich aber erst mal vertraut machen.

Ein großes Problem kann es sein, wenn eines der verlegten Kabel einen Bruch hat. Selbst wenn du sie nicht eingegraben hast, sind sie nach einiger Zeit stark eingewachsen, was es schwierig macht, den Bruch zu lokalisieren.

Ein Kabelbruch kann z. B. entstehen, wenn du das Kabel beim Verlegen beschädigt hast, was sehr leicht passieren kann, wenn du die Haken mit einem gewöhnlichen Hammer eingeschlagen hast. Oder es wurde versehentlich im Nachhinein beschädigt, beispielsweise durch einen Spaten.

Für das einschlagen der Haken kannst du einen sogenannten „Rückschlagfreien Hammer“ oder „Schonhammer“ einsetzen, um die Gefahr von Mikrorissen Begrenzungskabel zu reduzieren.

Das Auffinden und flicken eines Kabelbruchs kann schon recht aufwendig sein. Mit der richtigen Anleitung sparst du dir aber etwas Zeit. Wie du dabei vorgehen kannst, habe ich hier erklärt.

Ohne die passenden Rasenkantensteine lassen Mähroboter einen Rand stehen

Mähroboter haben zwischen ihrem Mähwerk und der äußeren Karosserie einen Sicherheitsabstand, der recht groß ist verglichen mit normalen Rasenmähern. Das ist wichtig, da der Mähroboter ja automatisch durch die Gegend fährt und Hindernisse sowie Personen erst bei Kontakt wahrnimmt (auch wenn es mittlerweile Geräte gibt, die Hindernisse schon aus der Entfernung wahrnehmen können).

Aus diesem Grund können Mähroboter nicht bis ganz an den Rand mähen und lassen so am Rand immer einen schmalen Streifen Rasen stehen. Einige Geräte haben einen Kantenmodus, mit dem sie etwas näher an den Rand kommen und diesen regelmäßig außen abfahren, aber selbst damit kommen sie nicht bis ganz an den Rand. Für ein Gerät, dass sich lobt voll automatisch zu arbeiten und dir die komplette Arbeit abzunehmen, ist das natürlich ein Problem.

Dann musst du nämlich regelmäßig an den Rändern in deinem Garten nacharbeiten. Manch einer nimmt dafür einfach einen Rasentrimmer. Wenn du aber willst, dass deine Mähroboter-Installation wirklich perfekt ist und der Mähroboter wirklich alles mäht, musst du in deinem Garten Rasenkantensteine installieren.

Dafür musst du auch die passende Breite kennen, da diese bei jedem Mähroboter etwas anders sein kann. In diesem Artikel zeige ich dir ein paar Breiten und erkläre dir, wie du sie bei jedem Modell zumindest näherungsweise selbst herausfinden kannst.

Mähroboter können Probleme mit unebenem Untergrund bekommen

Bei großen Unebenheiten auf dem Rasen können Mähroboter sowie Rasen Probleme bekommen. Plötzliche Auswölbungen nach oben können dazu führen, dass der Mähroboter die Grasnarbe beschädigt. Mit einem Rasenmäher würde das natürlich auch passieren, wenn du nicht aufpasst, aber das tust du ja.

Im ungünstigsten Fall kann ein Mähroboter so eine Unebenheit nicht registrieren, fährt drüber und sägt mit seinen Klingen in die Grasnarbe rein.

Unebenheiten in die andere Richtung, also Löcher oder Mulden im Boden, können ebenso zum Problem werden. Hier kann der Mähroboter nämlich stecken bleiben. Generell können Löcher mit einer Tiefe ab 6 cm als problematisch angesehen werden, auch wenn das von Modell zu Modell etwas unterschiedlich ist.

Selbst wenn der Mähroboter die Unebenheiten in deinem Garten erkennt und umfährt, kann das trotzdem schlecht sein, zumindest wenn du einige davon im Garten hast. Durch das viele Kursändern während des Mähens verschwendet er nämlich viel Zeit, was sich negativ auf seine Flächenleistung auswirkt.

Steigungen können problematisch für Rasenroboter sein

Wenn du einen Garten mit großen Steigungen hast, brauchst du auf jeden Fall einen speziellen Mähroboter. Sie sind nämlich immer nur für eine bestimmte maximale Steigung ausgelegt. Bei sehr extremen Steigungen kann es auch sein, dass es gar nicht funktioniert. Auch wenn ich sagen würde, dass es mittlerweile für die meisten Fälle ein passendes Gerät gibt.

Es wird nur eben teurer, je größer die Steigfähigkeit deines Geräts sein muss. Mittlerweile gibt es Rasenroboter die 70 % (oder 35 °) Steigung schaffen, was schon wirklich enorm ist. Diese Geräte sind aber leider auch enorm teuer und gehen Richtung 5000 Euro.

Beinahe jeder Mähroboter schafft Steigungen bis 25 % und sehr viele schaffen mittlerweile auch 35 %. Bei 45 % wird die Auswahl schon etwas kleiner und du musst etwas tiefer in die Tasche greifen, aber auch hier gibt es immer noch genügend passende Geräte.

Ein wichtiger Hinweis ist allerdings, dass jeder Mähroboter im Randbereich, also direkt vor dem Begrenzungskabel einen Auslaufbereich braucht. Dieser darf nicht steiler als 15 % sein.

Auslaufzone für Mähroboter bei Steigungen
Foto: Eigene Grafik
Direkt vor dem Begrenzungskabel darf die Steigung bei den meisten Mährobotern nicht mehr als 15 % betragen.

Bei Nässe können Steigungen außerdem selbst für Mähroboter, die eigentlich für diese Steigung ausgelegt sind, problematisch sein. Durchdrehende Räder oder gar ein Abrutschen des Rasenroboters können die Grasnarbe beschädigen und der Mähroboter schafft es unter Umständen nicht mehr, zur Ladestation zurückzukehren.

Insekten und andere Kleintiere werden durch den kontinuierlichen Einsatz von Mährobotern gefährdet

Der dauerhafte Einsatz von Mährobotern im Garten kann für Insekten und andere Kleintiere zum Problem werden. Auf einer komplett kurzgemähten Rasenfläche finden Insekten weder Nahrung noch Unterschlupf.

Es gibt allerdings auch Argumente, die für einen Mähroboter sprechen. Ein normaler Rasenmäher saugt nämlich den Rasen und alle darauf befindlichen Insekten an und zerhäckselt diese mit seinem Mähwerk.

Ein Mähroboter hat so eine Saugvorrichtung nicht. Zudem schneidet er auch immer nur die oberste Spitze der Grashalme ab, wodurch die Insekten genug Möglichkeit haben, sich vor den scharfen Klingen des Mähwerks zu retten.

Wenn du einen Mähroboter betreibst und du trotzdem einen natur- und insektenfreundlichen Garten haben willst, bietet sich eine gute Möglichkeit, indem du an verschiedenen Stellen in deinem Garten Rückzugsgebiete und Nahrungsquellen für Insekten anlegst, wie z. B. Wildblumeninseln oder Beete.

Dies ist insbesondere aufgrund des aktuell dramatisch zunehmenden Insektensterbens wichtig. Wie du dabei vorgehen kannst, erfährst du hier.

Mähroboter können bei hohem Gras nicht eingesetzt werden

Die Schnitthöhe kann bei vielen Rasenrobotern nur zwischen 2 und 6 cm eingestellt werden. Bei manchen Geräten kannst du die Höhe auch bis zu 8 einstellen, danach ist aber Schluss.

Das Problem bei zu langem Rasen ist nicht nur, dass der Mähroboter ihn unter Umständen nicht mehr mähen kann, da das Mähwerk sich dafür nicht eignet. Aufgrund des Mulchsystems willst du auch nicht, dass der Rasen zu lang ist.

Der Rasenschnitt landet ja als Mulch wieder auf dem Rasen. Zu langer Rasenschnitt verwittert aber deutlich langsamer und kann dadurch zu Rasenfilz führen. Wenn du besonders viel Pech hast, können sich darüber sogar Krankheiten und Pilze ausbreiten.

Wenn du deinen Mähroboter während deines Urlaubs nicht einsetzen möchtest, oder du im Frühjahr den Mähroboter zu spät an den Start gebracht hast, bleibt dir daher nichts anderes übrig, als den Rasen wieder auf die altmodische Art zu mähen, nämlich mit dem Rasenmäher.

Igel und andere kleinere Gartenbewohner werden durch den Mähroboter gefährdet

Vielen ist nicht bewusst, dass der Mähroboter eine Gefahr für Igel und andere kleinere Gartenbewohner darstellt. Gerade weil Mähroboter auch gerne zu Uhrzeiten betrieben werden, an denen Igel & Co im Garten unterwegs sind.

Viele dieser Gartenbewohner sind nämlich nacht- oder dämmerungsaktiv. Nicht selten wird der Mähroboter z. B. am späten Abend betrieben, wenn sich keine Personen mehr im Garten aufhalten, oder morgens. Sogar nachts können manche Mähroboter betrieben werden.

Igel auf Rasen
Foto: Bill Fairs von Unsplash
Igel geraten leicht unter einen Mähroboter

Für Igel ist das sehr problematisch, denn um diese Zeit gehen sie auf Nahrungssuche. Und sie erkennen Mähroboter leider nicht als Gefahr. Selbst wenn sie Gefahr wittern, ist ihre Reaktion bekanntermaßen, dass sie sich einrollen, in der Hoffnung, dass ihre Stacheln sie beschützen.

Leider funktioniert diese Taktik nicht gegen die Stahlklingen eines Mähroboters. Und immer mehr Igel bekommen das zu spüren, wie der LBV und andere Naturschutzverbände berichten.

Es gibt jedoch auch eine ganze Reihe Möglichkeiten, wie du einen Igel in deinem Garten vor deinem Mähroboter schützen kannst.

Außerdem gibt es mittlerweile Mähroboter, die mit einer Kamera ausgestattet sind und mittels KI-Erkennungssoftware in der Lage sind, Menschen und Tiere zu erkennen und diesen auszuweichen.

Sicherheitsdefizite bei Rasenrobotern

Mähroboter verfügen zwar über eine ganze Reihe von Sicherheitsfunktionen, trotzdem bekommen sie immer wieder schlechte Noten von Test-Magazinen wie Stiftung Warentest in Punkto Sicherheit.

Bei Stiftung Warentest kam z. B. bisher keiner der Mähroboter über die Note Befriedigend hinaus. Vor allen Dingen wird oft bemängelt, dass die Mähroboter Arme und Beine von Kleinkindern auf dem Rasen meist nicht erkennen. Ein ausgestreckter Arm oder Bein eines Kleinkindes ist so klein, dass der Mähroboter einfach drüberfährt und dann natürlich schwere Verletzungen hinterlässt.

Deshalb sollen Kinder auch immer beaufsichtigt werden, wenn sie auf dem Rasen spielen während der Mähroboter mäht. Noch besser ist es, wenn sie sich gar nicht erst gleichzeitig auf dem Rasen befinden.

Diesen Hinweis geben die Hersteller auch stets in den Handbüchern der Geräte an. Das solltest du auf jeden Fall bedenken. Mit der richtigen Programmierung kannst du es aber leicht organisieren, dass der Mähroboter immer schon fertig mit der Arbeit ist, wenn die Kinder auf dem Rasen spielen.

Mähroboter übersehen leicht kleinere Gegenstände

Die meisten Mähroboter nehmen Gegenstände die sich auf der Mähfläche befinden mit Stoßsensoren war. Zwar gibt es auch manche, die Ultraschallsensoren oder Kameras verwenden, das ist aber die kleine Minderheit.

Das Problem ist, dass die Stoßsensoren natürlich nur dann ausgelöst werden, wenn der Mähroboter gegen etwas fährt, das groß genug ist, so dass es gegen die Karosserie stößt. Wenn es zu klein ist und unter die Abdeckung des Mähroboters passt, wird der Stoßsensor auch nicht ausgelöst.

Dann fährt der Mähroboter einfach drüber, was auch immer sich auf dem Rasen befindet. Vergessenes Spielzeug kann dann leicht mal unters Messer geraten. Doch auch für den Mähroboter kann es problematisch werden, denn die Klingen sind natürlich nur dafür ausgelegt, Rasen zu mähen und keine Spielsachen.

Auch andere Gegenstände kommen hier als Problemverursacher in Frage, allen voran Dinge die vom Baum fallen. Hierzu zählen z. B. Fallobst, Äste, Zapfen und Nüsse. Durch diese können die Klingen schneller abstumpfen. Es gibt allerdings Unterschiede bei den Mähwerken von Rasenrobotern. Manche kommen mit diesen Dingen etwas besser klar als andere.

Wenn du befürchtest, dass doch öfters mal was unter die Räder geraten könnte, dann solltest du eher zu einem Mähroboter mit Sternmesser greifen. Über die Unterschiede zwischen den Mähwerken erfährst du hier mehr.

Ein Defekt kann meist nicht selbst behoben werden

Mähroboter sind mit einer komplexen Technik ausgestattet. Wenn es hier einen Defekt gibt ist es für den Laien meistens unmöglich, das Problem selbst zu beheben. Wenn es sich nicht gerade um ein leicht austauschbares Teil handelt, wie z. B. ein Rad oder dergleichen, ist eine Selbstreparatur nahezu ausgeschlossen.

Daher musst du dann das Gerät in die Werkstatt zu einem Spezialisten geben. Je nachdem wo du das Gerät gekauft hast, läuft das Ganze dann unterschiedlich ab. Wenn du sehr viel Pech hast, ist das Gerät dann allerdings für ein paar Wochen oder länger in Reparatur. Wenn du Glück hast, bekommst du für die Zeit ein Ersatzgerät.

Mähroboter eigenen sich nicht für alle Grundstücke

Es gibt Grundstücke, auf denen würde ein Mähroboter einfach nicht funktionieren. Zwar werden Mähroboter immer ausgeklügelter und kommen selbst mit sehr komplexen, verwinkelten oder recht steilen Gärten klar. Doch selbst der ausgefeilteste Mähroboter kommt in manchen Gärten an seine Grenzen.

Besonders schlecht ist es, wenn du beispielsweise einen Garten mit vielen Stufen oder anderen unüberwindbaren Hindernissen hast. Allerdings würde ich sagen, dass die Zahl der Grundstücke, für die sich ein Mähroboter nicht eignet, mittlerweile bei unter 1 % liegt, da es eben mittlerweile für viele Spezialfälle auch passende Mähroboter gibt.

Mähroboter können dir Probleme mit deinem Nachbarn bescheren

Wenn du dir einen Mähroboter zulegst, solltest du dir auch überlegen, wie deine Nachbarn darauf reagieren könnten. Und damit meine ich, ob sie sich davon gestört fühlen könnten. Jeder hat da eine ganz individuelle Situation, daher kann ich dir hier nur ein paar allgemeine Hinweise geben.

Während die leisesten Mähroboter nur auf etwa 55 Dezibel kommen, was ungefähr der Lautstärke eines laufenden Kühlschranks entspricht, gibt es andere die stolze 75 Dezibel von sich geben, was ungefähr einer Waschmaschine beim Schleudern entspricht.

Wenn es ums Rechtliche geht, gibt dir die „Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm“ die passenden Informationen. In einem „Reinen Wohngebiet“ darf die Lautstärke an der Grundstücksgrenze zwischen 6:00 und 22:00 Uhr 50 Dezibel nicht überschreiten. Nachts (22:00 bis 6:00 Uhr) gilt ein Grenzwert von 35 Dezibel (ich übernehme keine Haftung für die Richtigkeit dieser Werte).

Weitere Werte findest du in der Tabelle in meinem Artikel über das nächtliche Mähen mit einem Mähroboter.

Aber vom rechtlichen abgesehen willst du ja auch keinen Stress mit deinem Nachbarn. Wenn du einen Mähroboter betreibst, vielleicht einfach mal nachfragen, ob sich dein Nachbar gestört fühlt. Ist immer besser, wenn man zuvorkommt 😉

Das war meine Liste aller Vorteile und Nachteile von Mährobotern. Ich hoffe sie war informativ und hat dir gefallen. Wenn dir noch weitere Vor- oder Nachteile einfallen, schreib es gerne in die Kommentare.

Matthias

Matthias Müller ist einer der Gründer dieses Blogs. Er beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit allen Themen rund um Automatisierung, Robotik und Zukunftstechnologien. Gleichzeitig ist er ein großer Naturliebhaber und daher fasziniert von dem ungewöhnlichen Zusammenspiel aus Robotern und Natur.

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Juni 12, 2020

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