Mähroboter Wartung und Pflege

Mähroboter Wartung und Pflege: Vermeide teure Folgekosten

Dein Mähroboter erfordert eine regelmäßige Pflege und Wartung. Die Instandhaltung deines Geräts ist wichtig, damit der Mähroboter möglichst lange lebt und gut funktioniert. Immerhin handelt es sich um ein recht teures Gerät, daher solltest du es nicht zu sehr vernachlässigen. Mähroboter erfordern vergleichsweise wenig Wartungsaufwand, daher lohnt es sich umso mehr, das bisschen notwendige Arbeit reinzustecken.

Ich zeige dir wie die Wartung und Pflege deines Mähroboter funktioniert mit nützlichen Tipps. Am Ende gehe ich noch auf einige häufig gestellte Fragen ein.

Was muss bei einem Mähroboter gewartet werden? Mähroboter sollten regelmäßig gereinigt werden. Dies betrifft vor allen Dingen das Gehäuse sowie die Räder. Je nach Modell müssen die Klingen unterschiedlich häufig ausgetauscht werden, entweder alle paar Monate oder im jährlichen Turnus. Sensoren und Akku sollten ebenfalls jährlich einmal überprüft werden.

Warum ist es wichtig, den Mähroboter zu warten?

Mähroboter sind so gebaut, dass sie mit relativ wenig Wartungsaufwand auskommen. Das bisschen Wartung, das sie erfordern, ist jedoch sehr wichtig. Immerhin handelt es sich um ein sehr teures Gerät, dass du sicherlich möglichst lange verwenden möchtest. Gleichzeitig möchtest du auch, dass das Gerät seine Arbeit auch wirklich optimal ausführen kann. Aber keine Angst, die reguläre Wartung und Pflege sind super einfach.

Schlecht gewartete Mähroboter arbeiten ineffizient

Wenn du deinen Mähroboter nicht richtig wartest, macht er seine Arbeit auch nicht richtig. Dann hast du teures Geld in ein Gerät gesteckt, das letztendlich keinen Nutzen hat. Daher musst du immer dafür sorgen, dass der Mähroboter uneingeschränkt arbeiten kann.

Dinge die die Arbeit eines Mähroboters behindern können sind:

  • Stumpfe Messer: Damit schneidet er den Rasen nicht, sondern rupft ihn und fügt im deutlichen Schaden zu. Anstatt die Rasenqualität zu verbessern, verschlechtert sie sich. Zudem arbeitet das Gerät lauter, verbraucht mehr Energie, und nutzt den Akku so auch schneller ab.
  • Verdreckte Räder: Erde, Grasreste und Laub können sich über die Zeit an den Rädern ansammeln. Dadurch verschlechtert sich die Bodenhaftung des Geräts. Die Gefahr, dass sich das Gerät festfährt, oder an Steigungen abrutscht, steigt dadurch.
  • Verschmutztes Fahrwerk: Gerät der Schmutz auch zwischen Räder und Karosserie, oder an die Achse, kann das den Mähroboter ausbremsen. Hierdurch verringert sich seine Flächenleistung und er verbraucht mehr Energie.
  • Verdrecktes Mähwerk: Ein verdrecktes Mähwerk führt zudem zu einem erhöhten Energieverbrauch und erzeugt lautere Arbeitsgeräusche.
  • Verschmutzte Sensoren: Bei einem sehr stark verdreckten Mähroboter kann zum Beispiel Schmutz zwischen die Karosserie und den Stoßsensor geraten. Dann kann es entweder passieren, dass der Stoßsensor auslöst, obwohl der Mähroboter nirgendwo gegen gestoßen ist, oder er löst überhaupt nicht aus. Auch ein verschmutzter Regensensor kann nicht richtig funktionieren.
  • Verschmutzte Ladekontakte: Verschmutzte Ladekontakte stellen deshalb ein Problem dar, da der Mähroboter sich so langsamer auflädt. Das bedeutet zwischen den Mähzyklen verbringt er mehr Zeit damit, seinen Akku wieder aufzuladen. Auch hierdurch verringert sich seine Flächenleistung. Er schafft es dann womöglich nicht mehr, den gesamten Rasen ordnungsgemäß zu mähen.

Bei schlechter Wartung sind langfristige Schäden vorprogrammiert

Wenn du deinen Mährobotern nicht richtig wartest und pflegst, sorgt das nicht nur für eine ineffiziente Arbeitsweise, sondern kann auch langfristig zu Schäden führen, die dann teurere Reparaturkosten nach sich ziehen. Die richtige Instandhaltung ist also wichtig.

So können beispielsweise korrodierte Ladekontakte langfristig auch Schaden nehmen. Bei sehr starker Korrosion werden die Ladekontakte nämlich brüchig. Wenn du den Rasenroboter lange Zeit nicht reinigst, können auch Fahrwerk oder Mähwerk langfristig Schaden nehmen.

Zudem solltest du immer auch ein bisschen im Blick haben, was mit deinen Mähroboter so los ist. Wenn du deinen Mähroboter regelmäßig wartest, hast du auch einen besseren Blick dafür, ob bei deinem Mähroboter zum Beispiel Dinge ins Mähwerk geraten sind, die er eigentlich nicht mähen sollte.

Wer regelmäßig seinen Mähroboter wartet, dem fällt schnell auf, ob die Klingen ungewöhnlich schnell abstumpfen, oder irgendwelche Schäden genommen haben. Ist vielleicht ein größerer Ast ins Mähwerk geraten? Hat dein Mähroboter mit viel Fallobst zu kämpfen? Findest du Reste von Kieselsteinen? Oder gar Zapfen? Letztere verkeilen sich auch gerne im Mähwerk.

Dies sind Probleme im Garten, die langfristig behoben werden sollten, da sie sich negativ auf die Langlebigkeit des Mähwerks auswirken können. Auch der Akku nutzt sich schneller ab, wenn der Mähroboter beim Mähen mit anderen Dingen zu kämpfen hat, als das was er gewohnt ist. Dies gilt insbesondere für Mähroboter mit Messerteller.

Falls du bisher noch nicht überzeugt warst, warum die regelmäßige Wartung deines Mähroboters wichtig ist, bist du‘s hoffentlich jetzt. Die regelmäßige Wartung erfordert wirklich nicht viel Aufwand und ist sehr einfach, im Gegensatz zu anderen Geräten wie zum Beispiel Benzinmähern. Es lohnt sich also!

Daher folgt jetzt eine komplette Anleitung von mir, wie du die Wartung und Pflege deines Mähroboters vornehmen kannst.

Überblick: Was musst du beim Mähroboter alles warten?

Bevor wir uns jetzt komplett ins Thema rein stürzen, gebe ich dir besser erst mal einen Überblick, worauf es alles bei der Wartung eines Mähroboters ankommt. Manche Teile müssen sehr regelmäßig gewartet und gepflegt werden, während andere Teile nur einmal pro Jahr eine Wartung brauchen.

Die jährliche Wartung geht dann meist mit der Einwinterung einher, oder dem Ausmotten des Mähroboters im Frühjahr. Hier bietet es sich nämlich häufig an, eine gründliche Reinigung und verschiedene Wartungsarbeiten durchzuführen, die nicht so häufig notwendig sind.

Im ersten Teil gehe ich auf die regelmäßige Wartung ein. Danach folgt die jährliche Wartung.

Regelmäßige Wartung und Pflege: Schritt für Schritt Anleitung

Die Messer, das Gehäuse, die Räder und die Ladestation solltest du regelmäßig warten und pflegen. Hier zeige ich dir wie du bei der regelmäßigen Instandhaltung vorgehen kannst.

Folgende Dinge sollten regelmäßig gewartet werden:

  1. Die Messer
  2. Das Gehäuse
  3. Die Räder
  4. Die Ladestation

1. Die Klingen sollten regelmäßig ausgetauscht werden

Es gibt unterschiedliche Klingen-Systeme bei Mährobotern, über die wir auf unserem Blog schon ausführlich berichtet haben. Am häufigsten vertreten sind sogenannte Messerteller (GARDENA, HUSQVARNA, WORX, BOSCH, YARD FORCE, MCCULLOCH, HONDA) und Sternmesser (ROBOMOW, WOLF-GARTEN, STIGA, AMBROGIO, WIPER, JOHN DEERE).

Ganz gleich welches Klingen- System dein Mähroboter verwendet, die Klingen müssen regelmäßig ausgetauscht werden. Stumpfe Klingen sorgen für einen unsauberen Schnitt, schneiden den Rasen nicht sondern rupfen ihn, verschlechtern die Rasengesundheit und entladen den Akku wesentlich schneller.

Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Klingen-Typen, Messerteller und Sternmesser, ist ihre Robustheit. Zwar haben Sternmesser einige Nachteile in punkto Sicherheit und Geräuschproduktion gegenüber Messertellern, allerdings sind sie wesentlich robuster und nutzen nicht so schnell ab. Die Systeme sind auch unterschiedlich aufgebaut, deshalb hier nun die Vorgehensweise für jedes einzelne System.

Mähwerke mit Messerteller

Wenn du einen Mähroboter hast, an dessen Unterseite sich eine rotierende Scheibe, ähnlich einem Teller, befindet, an dem wiederum drei oder vier Klingen befestigt werden, hat der Mähroboter einen Messerteller.

Die Klingen bei einem Messerteller sollten nach ein bis spätestens drei Monaten ausgetauscht werden. Wie schnell sich die Klingen abnutzen ist von sehr vielen Faktoren abhängig, weshalb eine genaue Angabe schwierig ist. Hier musst du einfach Erfahrungen sammeln, wie lange es bei deinem Mähroboter und deinem Garten dauert, bis die Klingen stumpf sind. Du kannst es an deinem Rasen erkennen: Wenn die Spitzen zerzaust aussehen, mit einem leicht gräulich bräunlichen Farbton, sind die Klingen stumpf.

Ein neues Set Klingen (30er Pack) kostet je nach Hersteller zwischen 15 und 25 Euro. Verwendet dein Mähroboter 3 Klingen, kannst du diese mit so einem Paket also dreimal austauschen. Es gibt Klingen mit spezieller Titanbeschichtung von Drittanbietern die länger halten. Auch manche Markenhersteller haben sich auf die Anforderungen der Verbraucher eingestellt und produzieren mittlerweile Klingen mit größerer Haltbarkeit, wie zum Beispiel das „Long Life Safety Blade“ von HUSQVARNA.

Wie erfolgt der Austausch der Klingen? Der Austausch der Klingen ist sehr einfach. Dafür brauchst du einen Schraubenzieher, die Wechselklingen und die Schrauben. Am besten auch ein paar Schutzhandschuhe, denn die Klingen sind scharf!

  1. Wichtig: Schalte das Gerät über den Hauptschalter aus
  2. Schraube die alten Klingen ab
  3. Reinige die Fläche darunter, zum Beispiel mit einer harten Bürste
  4. Bringe die neuen Klingen an
  5. Prüfe ob sich die Klingen nach der Montage leicht drehen lassen
  6. Lassen sich die Klingen nicht drehen, hast du sie falsch montiert

Wichtige Sicherheitshinweise:

  • Verwende keinen Akkuschrauber: Es besteht die Gefahr, dass die Klingen durch die Luft wirbelt. Durch die Luft wirbelnde Klingen sind gefährlich!
  • Verwende nach Möglichkeit Schutzhandschuhe, denn die Klingen sind scharf!
  • Verwende nur neue Schrauben: Die alten Schrauben könnten eventuell rostig und brüchig geworden sein. Beim Mähen besteht dann die Gefahr, dass eine Schraube bricht und die Klinge sich löst.

Und fertig! War nicht so kompliziert, oder? Mit etwas Übung geht es wirklich superschnell! Wenn du noch mehr über den Austausch der Klingen wissen möchtest, und verschiedene Möglichkeiten wie du die Haltbarkeit der Klingen verbessern kannst, dann lies diesen Artikel.

Im folgenden Video kannst du ganz gut sehen, wie der Klingen Wechsel beim GARDENA Mähroboter funktioniert.

Mähwerk mit Sternmesser

Bei Mährobotern mit Sternmesser gibt es noch mal zwei unterschiedliche Typen. Den ersten Typ nenne ich einfach „Typ ROBOMOW“. Hierbei handelt es sich um eine dreiecksförmige Klinge, die von ROBOMOW Mährobotern verwendet wird. Auch Mähroboter von WOLF-GARTEN verwenden diese Klingen (WOLF-GARTEN Mähroboter werden in Zusammenarbeit mit ROBOMOW produziert). Sternmesser von ROBOMOW lassen sich mit einer Art Klick-System sehr leicht austauschen.

ROBOMOW Sternmesser
ROBOMOW Sternmesser

Der andere Typ Sternmesser ist ein vierzackiger oder sechszackiger Stern. Er wird zum Beispiel von AMBROGIO, WIPER, JOHN DEERE und STIGA verwendet. Diese Klingen sind über mehrere Schrauben in der Mitte befestigt.

Sternmesser
Foto: Sternmesser
Sternmesser

Da diese Klingen wesentlich robuster sind, muss sie normalerweise nur einmal pro Saison austauschen. Eine neue Klinge kostet zwischen 30 und 100 Euro. Manche Mähroboter mit sehr großer Schnittbreite verwenden mehrere Klingen gleichzeitig, dementsprechend mehr kostet der Klingen Austausch.

Klingen bei ROBOMOW und WOLF-GARTEN

Wie erfolgt der Austausch der Klingen? Der Austausch der Klingen ist bei diesen Geräten sogar noch einfacher, als bei allen anderen Geräten. Du brauchst nicht mal einen Schraubenzieher. Stattdessen brauchst du die mitgelieferte Messerklammer. Außerdem Natürlich die neue Klinge. Auch hier würde ich dir empfehlen mit Schutzhandschuhen zu arbeiten.

  • Wichtig: Schalte das Gerät über den Hauptschalter aus
  • Setze die Messerklammer an den beiden dafür vorgesehenen Löchern an der Klinge an. Innerhalb der Löcher befinden sich zwei Haken. Mit der Messerklammer zunächst leicht versetzt zu den Haken in die Löcher fahren, dann die Messerklammer drehen, dass sich die Haken mit ihr zusammendrücken lassen.
  • Die Messerklammer zusammendrücken und die Klinge herausziehen
  • Bei Bedarf die Fläche darunter mit einer harten Bürste reinigen
  • Die neue Klinge kann jetzt einfach draufgedrückt und eingerastet werden

Für das Ganze sind ein paar geschickte Handgriffe notwendig, doch mit etwas Übung hast du den Dreh bestimmt bald raus. Sicher hilft dir auch dieses Video, den Ablauf beim Klingenwechsel zu verstehen.

Klingen mit Sternzacken-Form (AMBROGIO, WIPER, usw.)

Wie erfolgt der Austausch der Klingen? Bei diesen Klingen brauchst du einen Schraubenzieher, die passenden Schrauben, und natürlich eine neue Klinge.

  1. Wichtig: Schalte das Gerät über den Hauptschalter aus
  2. Die Schrauben befinden sich in der Regel in der Mitte der Klinge. Löse diese Schrauben mit dem Schraubenzieher.
  3. Bei Bedarf die Fläche darunter mit einer harten Bürste reinigen
  4. Die neue Klinge auflegen und mit den Schrauben befestigen. Die Schrauben gut festziehen.

Das folgende Video zeigt den Austausch der Klinge bei einem WIPER Mähroboter.

2. Wartung und Reinigung des Gehäuses

Auch das Gehäuse solltest du regelmäßig Reinigen, sowohl außen als auch an der Innenseite. Hier ist aber wirklich nur eine einfache Grobreinigung notwendig. Zur Reinigung reichen folgende Utensilien:

  • Eine Bürste (normale Bürste oder Mähroboter-Bürste, wahlweise Zahnbürste für enge Stellen)
  • Einen feuchten Lappen
  • Ein sauberes Tuch
  • Optional: Schmirgelpapier
  • Optional: Grasreste kannst du auch mit einem Staubsauger entfernen
  • Optional: Druckluft kann die Arbeit erleichtern

Übrigens gibt es spezielle Mähroboter-Bürsten, mit denen du einfacher in die Ecken und Ritzen des Gehäuses kommst. Schau dir einfach mal meine empfohlenen Pflegeprodukte für die Mähroboter Reinigung an. Alternativ kannst du für kleine zwischen Bereiche auch eine Zahnbürste verwenden.

Das Gehäuse kannst du nun einfach mit dem feuchten Lappen und der Bürste vorsichtig reinigen. Wahlweise kannst du die Grasreste auch mit einem Staubsauger entfernen. Druckluft sorgt für den letzten Schliff damit bekommst du auch Grasreste aus engen Zwischenräumen sehr gut raus.

Pass besonders bei den Klingen auf, dass du dich nicht schneidest. Wenn du die Klingen ohnehin austauschen möchtest, dann montiere sie ab, reinige dann das Gerät, und montiere die neuen Klingen erst am Ende wieder an.

Schau dir die Ladekontakte des Mähroboters an. Wenn du dort Korrosion feststellst, solltest du dieses mit Schmirgelpapier entfernen und danach etwas Einfetten. Korrosion kann das Aufladen des Mähroboters behindern, und langfristig sogar die Ladefläche brüchig werden lassen.

Manche Geräte von GARDENA sind spritzwasserfest und können tatsächlich mit einem Gartenschlauch abgespritzt werden (z. B. GARDENA Sileno City). Schaue aber noch mal genau in die Beschreibung deines Gerätes, ob das auch für deinen Mähroboter gilt. Mähroboter die du mit einem Gartenschlauch abspritzen kannst brauchen die Wasserschutzklasse IPX5.

Die äußere Karosserie des Mähroboters ist vielen Witterungsbedingungen ausgesetzt. Insbesondere sind sie auch kontinuierlicher UV-Strahlung ausgesetzt. Aus dem Kfz-Bereich gibt es spezielle Versiegelungssprays, die einen perfekten Schutz für Mähroboter darstellen.

Am Ende das Ganze mit einem sauberen Tuch noch trocken reiben die letzten Reste entfernen. Poliertücher funktionieren nicht nur bei Autos sondern auch bei Mährobotern.

In meinen empfohlenen Pflegeprodukten für Mähroboter findest du ein super gutes Versiegelungsspray, dass sich für Mähroboter eignet, sowie geeignete Poliertücher.

3. Wartung und Reinigung der Räder und weiterer beweglicher Teile

Was du hierfür brauchst:

  • Eine oder mehrere Bürsten (oder Mähroboter-Bürste, zum Beispiel auch Zahnbürste für enge Stellen)
  • Einen feuchten Lappen
  • Ein sauberes Tuch
  • Feinmechaniköl, Maschinenöl oder WD-40
  • Optional: Grasreste kannst auch mit einem Staubsauger entfernen
  • Optional: Druckluft kann die Arbeit erleichtern

Hier findest du ein paar passende Pflegeutensilien.

An den Rädern sammeln sich gerne schon nach kurzer Zeit viel Schmutz, Grasreste und Blätter an. Sie verschlechtern die Haftung des Mähroboters und können ihn auch bei der Fahrt behindern, wenn sie in die Zwischenräume zwischen Rädern und Gehäuse geraten. Daher solltest du diese möglichst oft reinigen, in trockenen Zeiten reicht es alle zwei Wochen, bei Nässe wäre es besser jede Woche eine Reinigung durchzuführen.

Auch hier kannst du einfach mit der Bürste arbeiten, ergänzend auch mit einem Staubsauger oder Druckluft. Mit einer Zahnbürste, einer speziellen Mähroboter-Bürste, oder eben Druckluft kannst du sehr enge Zwischenräume reinigen.

Auch hier am Ende mit einem sauberen Tuch alles trockenreiben.

Bewegliche Teile solltest du jetzt mit etwas Feinmechaniköl, Maschinenöl oder WD-40 behandeln. Dann laufen die Teile wieder rund!

4. Wartung und Reinigung der Ladestation

Bei der Ladestation musst du nicht allzu viel machen. Es reicht, wenn du alle paar Wochen mal vorbeischaust, ob eine Reinigung notwendig ist. Vor allem solltest du sie von Laub befreien, und schauen, dass mit den Ladekontakten alles in Ordnung ist. Kann der Mähroboter ungehindert in die Ladestation fahren und ist eine problemlose Ladung des Akkus möglich? Dann ist alles in Ordnung!

Haben die Ladekontakte Korrosion? Entferne diese mit Schmirgelpapier und fette sie danach etwas ein. Korrosion behindert das Laden des Mähroboters und kann langfristig die Ladeplatten sogar brüchig werden lassen.

Hier ein paar Hinweise und Pflegetipps für die regelmäßige Wartung der Ladestation:

  • Reinige die Ladestation alle paar Wochen. Befreie sie von Erde, Grasschnitt, Laub und anderen Dingen. Verwende hierfür eine Bürste. Wische mit einem feuchten Tuch nach.
  • Sorge dafür, dass die Ladekontakte der Ladestation frei von jeglichem Schmutz sind. Wische auch diese kurz mit einem Tuch ab und wischen Sie danach trocken.
  • Für einen besonderen Schutz der Ladestation, kannst du dir auch eine Mähroboter-Garage zulegen. Dies sind unsere aktuell empfohlenen Mähroboter-Garagen. Alles zum Thema Mähroboter-Garagen findest du hier.

Jährliche Wartung: Das gilt es zu tun

Manche Dinge an deinem Mähroboter müssen nicht ganz so oft gewartet werden. Hier reicht es, wenn du dich einmal im Jahr darum kümmerst. Dafür bieten sich generell zwei Zeitpunkte im Jahr an: das Einmotten des Mähroboters im Winter, oder das Ausmotten des Mähroboters im Frühjahr.

Bei der jährlichen Wartung kümmern wir uns um folgende Dinge:

  1. Akku
  2. Ladestation
  3. Sensoren
  4. Updates

Akku-Pflege: Teste die verbliebene Kapazität des Akkus

Der Akku versorgt den Mähroboter mit Energie. Wie du sicherlich weißt, haben auch Akkus eine begrenzte Lebenszeit. Mit der Zeit verringert sich ihre Kapazität. Je nach Akku-Typ gibt es große Unterschiede bezüglich der Lebenszeit, der korrekten Handhabe, der Empfindlichkeit der Akkus gegenüber falscher Handhabe usw.

In diesem Artikel habe ich die verschiedenen Akkutypen die bei Mährobotern verwendet werden vorgestellt, und bin auch etwas auf ihre Lebensdauer eingegangen. Glücklicherweise werden mittlerweile fast nur noch Lithium-Ionen-Akkus verwendet, diese sind nämlich in ihrer Handhabung recht einfach.

Bei anderen Akkutypen wie zum Beispiel Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH) gab es noch Dinge wie den sogenannten Memoryeffekt. Darüber brauchst du dir allerdings bei einem Lithium-Ionen-Akku (Li-Ion) oder einem Lithium-Eisenphosphat-Akku (Li-Fe, ein spezieller Lithium-Ionen-Akku), wie sie mittlerweile fast ausschließlich bei Mährobotern eingesetzt werden, keine Gedanken machen. Daher behandele ich jetzt hier ausschließlich das Thema Lithium-Ionen-Akkus bei Mährobotern. Bei anderen Akkutypen ist eine etwas abweichende Pflege notwendig.

Batterie Test

Fällt die maximale Ladekapazität unter einen Wert von 75 %, solltest du den Akku austauschen. Dies kann nach einigen Jahren der Fall sein. Da die Lebensdauer des Akkus von vielen Faktoren beeinflusst wird, ist es schwierig eine genaue Zahl zu nennen. Du kannst aber mit einer Lebensdauer von ungefähr 2 bis 6 Jahren rechnen.

Bei vielen Mährobotern kannst du den Ladestand des Akkus über das Display oder bei smarten Mähroboter Modellen, auch über die Smartphone App auslesen. Dort findest du eine Prozentangabe. Die bringt dir allerdings nichts, denn erreicht der Akku nicht mehr seine maximale Ladekapazität, ist dieser Wert falsch.

Was du suchst ist eine absolute Angabe in Milliamperestunden (mAh). Zum Beispiel könnte der Akku maximal 1700 mAh fassen. Wenn dein Mähroboter bei voller Ladung nur auf 1200 mAh kommt, teilst du 1200 durch 1700 und kommst auf 70 %.

Der Mähroboter/Akku weiß leider nie genau, wie hoch seine exakte Ladung ist (auch wenn die Prozentangabe das manchmal suggeriert). Wenn du ein altes Smartphone hast, ist dir vielleicht schon mal aufgefallen, dass dein Smartphone noch 20 % Akku anzeigt, und im nächsten Moment schaltet es sich aus, weil der Akku leer ist. Das Smartphone kann weiterhin bis auf „100 % Ladestand“ kommen, aber in Wirklichkeit erreicht der Akku diese Kapazität gar nicht mehr. Genauso ist es bei Mähroboter-Akkus auch.

Damit der Mähroboter seine genaue Ladung kennt, musst du ihn einmal komplett leer machen. Dann kann er sozusagen von Null hochzählen und kennt seine genaue Ladung. Dafür musst du folgenden Test durchführen:

  1. Lasse deinen Mähroboter eine Fläche mähen, von der er nicht zur Ladestation zurückkehren kann
  2. Dies kann eine separate Rasenfläche sein
  3. Alternativ kannst du auch den Zugang zur Ladestation blockieren
  4. Als weitere Option kannst du die Ladekontakte Ladestation abkleben
  5. Lasse den Mähroboter so lange mähen, bis der Akku leer ist
  6. Jetzt den Mähroboter voll aufladen
  7. Den Akkustand des Mähroboters überprüfen (in mAh)

Da es mittlerweile Dutzende von Mähroboter Herstellern gibt mit geschätzten hunderten von Modellen, kann ich an dieser Stelle nicht genau erklären, wo du diesen mAh-Wert bei jedem Gerät findest. Bei einem sehr populären Gerät, dem GARDENA smart Sileno city funktioniert es so: die MENÜ-Taste lange gedrückt halten, dann den Akku auswählen. Dort findest du alle Infos.

Diesen Wert begleichst du jetzt also mit der maximal möglichen Kapazität deines verwendeten Akkus. So weißt du jetzt wie sehr dein Akku abgenutzt ist, bzw. wie viel Prozent er nur noch erreicht.

Batterietest am Beispiel HUSQVARNA Automower

Bei jedem Mähroboter kann das testen des Akkus ein bisschen anders ablaufen. Hier zeige ich dir nur mal den Ablauf bei HUSQVARNA Automowern der G3 Generation:

  1. Den Mähroboter in die Ladestation stellen und das Display öffnen.
  2. Den Mähroboter auf „Nebenflächenmodus“ stellen und Display schließen.
  3. Der Akku wird jetzt vollständig aufgeladen. Bei vollständiger Ladung fährt der Mähroboter aus der Ladestation und bleibt vor ihr stehen.
  4. Display wieder öffnen und Mähroboter in Richtung Rasenfläche drehen, dabei die Schnitthöhe etwas höher einstellen. Dadurch hat der Mähroboter beim Batterietest einen leichten Mähwiderstand.
  5. Mähroboter auf Nebenflächenmodus belassen, START drücken und Display schließen.
  6. Jetzt beginnt der Mähroboter zu mähen, bis der Akku vollständig entladen ist und bleibt dann auf der Rasenfläche stehen. Die Ladekapazität des Akkus ist jetzt im Mähroboter gespeichert.
  7. Den Mähroboter wieder auf die Ladestation stellen, das Display öffnen, den Modus wieder auf Hauptfläche stellen
  8. Im Menü die Tasten 7 und 9 gleichzeitig drücken
  9. Es öffnet sich der Menüpunkt Werkzeuge: Menü > Werkzeuge (Experte) > Info > Batterie

Lagerung des Akkus im Winter

Bei der Einwinterung des Mähroboters sollte dem Akku besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, denn diesen musst du richtige lagern, um eine möglichst lange Lebensdauer des Akkus zu ermöglichen.

Bevor du den Mähroboter einmottest und die Ladestation abbaust, solltest du den Akku noch einmal aufladen.

Viele machen hier allerdings den Fehler, den Akku auf 100 % aufzuladen. Lade den Akku stattdessen nur auf knapp über 70 % auf. Lagere ihn dann an einem trockenen und frostfreien Ort!

Warum sollte der Akku vor dem Lagern nicht auf 100 % geladen werden? Lithium-Ionen-Akkus altern nicht nur durch wiederholte Ladezyklen, sondern auch während sie nicht gebraucht werden. Je nach Ladestatus altern sie dabei unterschiedlich schnell. Die Alterung schreitet bei einem Ladestand unterhalb von 30 % aber auch oberhalb von 70 % deutlich schneller voran. Dauerhaft hohe Ladestände sind generell schädlich für Lithium-Ionen-Akkus. Deshalb ist es für die Lagerung von Lithium-Ionen-Akkus ratsam, den Ladestand zwischen 30 % und 70 % zu halten.

Außerdem entladen sich Akkus über die Zeit. Je höher dabei der Ladestand ist, desto schneller entladen sie sich jedoch. Daher bringt es auch gar nicht so viel, wenn du den Akku bis auf 100 % lädst, denn er verliert seinen maximalen Ladestand recht schnell.

Mehr zum Thema wie du Lithium-Ionen-Akkus richtig lagerst, findest du hier auf der Seite von STIHL (die übrigens auch sehr gute Mähroboter herstellen).

Wenn du dich fragst, wie du dein Mähroboter einwinterst, hier hast du eine komplette Anleitung. Außerdem findest du hier nützliche Utensilien für die Einwinterung deines Mähroboters.

Ladestation: Pflege und Instandhaltung

Einmal im Jahr solltest du dich auch um eine gründliche Wartung der Ladestation kümmern. Hierzu hinzu einfach eine Reinigung durchführen, wie auch bei der regulären Wartung beschrieben, unter Verwendung von Bürste und einem feuchten Lappen. Dabei kannst du etwas gründlicher vorgehen. Wenn du deine Ladestation im Winter abdeckst oder sogar reinholst, ist ein guter Zeitpunkt dafür bei der Einwinterung.

Zusätzlich solltest du dich um die Ladekontakte kümmern:

  • Befreie die Ladekontakte von jeglichem Schmutz mit einem feuchten Lappen
  • Wische sie danach trocken
  • Überprüfe die Ladekontakte nach Korrosion. Korrodiert Ladekontakte weisen einen grünlichen Schimmer auf.
  • Die Korrosion kannst du mit Schmirgelpapier abschmirgeln

Die Ladestation im Winter

Du kannst die Ladestation für die Einwinterung abbauen, es ist jedoch nicht zwingend notwendig, da die Ladestation die Witterungsbedingungen die bei uns (in Mitteleuropa) im Winter herrschen, durchaus verkraften kann.

Dabei solltest du allerdings darauf achten, dass sie nicht vollständig einschneit. Wenn bei dir sehr viel Schnee fällt, könnte es bei sehr großen Schneelasten problematisch werden.

Wenn du die Ladestation doch abbaust, solltest du zwingend die Enden der Begrenzungskabel und falls vorhanden des Suchkabels mit Isolierband isolieren. Ein geeignetes Isolierband findest du in unserer empfohlenen Winterausrüstung.

Tipp: Du kannst deine Ladestation im Winter auch mit einer Schutzplane bedecken. Auch diese findest du in unserer empfohlenen Winterausrüstung.

Muss die Ladestation am Stromnetz angeschlossen bleiben? Dazu gibt es keine eindeutige Aussage. Manche Hersteller schreiben in die Bedienungsanleitung ihres Mähroboters explizit, dass die Ladestation am Stromnetz bleiben soll, andere wiederum schreiben das exakte Gegenteil, dass die Ladestation auf jeden Fall vom Strom getrennt werden soll. Schaue in die Bedienungsanleitung deines spezifischen Geräts.

Meine Empfehlung: Kaufe dir eine robuste geschlossene Mähroboter-Garage, die im Winter draußen stehen kann (manche Kunststoffe vertragen niedrige Temperaturen nicht). Diese schützt die Ladestation auch im Winter ausreichend und du musst sie nicht extra abbauen. Der Abbau und Aufbau der Ladestation ist vergleichsweise aufwendig, zusätzlich müssen Begrenzungskabel und Suchkabel extra abisoliert werden, bei Reaktivierung des Mähroboters auf Korrosion überprüft werden und dieses im Bedarfsfall entfernt werden.

Hier findest du von uns empfohlene robuste Mähroboter-Garagen aus Holz oder Metall.

Überprüfen der Sensoren

Die Sensoren gehören zu den wichtigsten Bauelementen des Mähroboters. Sie sorgen nicht nur dafür, dass er in deinem Garten navigieren kann, sondern ermöglichen auch einen sicheren Betrieb. Einige Mähroboter-Sensoren kannst und solltest du selbst überprüfen. Der beste Zeitpunkt ist hierfür, wenn du den Mähroboter im Frühjahr wieder rausholst.

Folgende Sensoren solltest du bei der Inbetriebnahme im Frühjahr überprüfen:

  • Stoßsensoren
  • Hebesensor
  • Kipp-/Neigungssensor
  • Regensensor
  • Alarm
  • Ultraschallsensoren
  • Widerstandssensor

Stoßsensoren

Der Mähroboter hat an verschiedenen Seiten Stoßsensoren. Diese kannst du ganz leicht überprüfen. Lasse den Mähroboter gegen ein Hindernis fahren. Er sollte dann zurücksetzen und in einer anderen Richtung weiterfahren.

Viele Mähroboter haben auch hinten Stoßsensoren. Lasse den Mähroboter beim zurücksetzen ebenfalls gegen ein Hindernis fahren, um es zu testen.

Löst der Sensor nicht aus? In diesem Fall könnten sich Schmutz oder Grasreste zwischen äußerer Karosserie und dem Innenleben des Mähroboters befinden. Wenn du die äußere Haube des Mähroboters abnehmen kannst, nehme diese ab und schaue noch mal ob alles gründlich gereinigt wurde.

Hebesensor

Hebe den Mähroboter während des Betriebs vom Boden hoch. Der Mähroboter sollte sich dann abschalten, insbesondere muss das Mähwerk stehen bleiben! Das ist eine wichtige Sicherheitsfunktion. Bei vielen Mährobotern dient der Hebesensor auch zum Auslösen des Alarms. Wenn der Sensor nicht auslöst, solltest du den Mähroboter in Reparatur geben.

Kipp-/Neigungssensor

Hebe das Gerät während des Mähens von einer Seite her an, sodass das Gerät schräg steht. Ab einer bestimmten Neigung sollte sich den Mähroboter inklusive Mähwerk abschalten. Passiert das nicht, stimmt etwas nicht mit dem Sensor. Auch dann muss dein Gerät in die Reparatur.

Regensensor

Manche Mähroboter verfügen über einen Regensensor. Diesen kannst du ganz leicht testen: Einfach den Mähroboter mit einer Gießkanne oder Ähnlichem beregnen. Dann sollte er in die Ladestation zurückkehren.

Hinweis: Bei einem GARDENA oder HUSQVARNA Mähroboter wirst du einen Regensensor vergeblich suchen. Diese haben keinen und brauchen auch keinen.

Alarm

Fast jeder Mähroboter verfügt über einen Alarm. Dieser kann auf unterschiedliche Art und Weise ausgelöst werden. Eine Möglichkeit ist, den Mähroboter während des Betriebs anzuheben. Der Alarm lässt sich mit einem PIN-Code wieder ausschalten. Beim Testen des Hebesensors oder des Kipp-/Neigungssensors hätte dieser schon auslösen sollen.

Hat er nicht ausgelöst, teste es jetzt noch mal. Wenn er wieder nicht auslöst, aber die anderen erwarteten Reaktionen des Mähroboters eintreten (er schaltet sich aus, das Mähwerk wird deaktiviert) stimmt irgendetwas mit dem Alarm nicht

Ultraschallsensoren

Manche Mähroboter sind mit Ultraschallsensoren ausgestattet. Das sind Sensoren, mit denen Mähroboter schon aus der Entfernung Objekte als Hindernisse erkennen können und ihnen ausweichen (z. B. WORX), oder abbremsen (z. B. HUSQVARNA). Dies kannst du ganz einfach testen, indem du ein Hindernis in Fahrtrichtung des Mähroboters stellst.

Widerstandssensor

Manche Mähroboter verfügen über einen speziellen Widerstandssensor, der an der Welle des Mähwerks angebracht ist. Damit stellt er fest, wie „schwierig“ es ist den Rasen zu mähen, was ungefähr damit gleichzusetzen ist, wie lang der Rasen an dieser Stelle ist. Mähroboter mit diesem Sensor verfügen über eine Funktion die sich „Spiralmähen“ nennt.

Um die Funktionsfähigkeit des Sensors zu testen, vergewissere dich zunächst, dass die Option „Spiralmähen“ aktiv ist. Stelle die Schnitthöhe des Mähroboters möglichst klein ein, Stelle den Mähroboter dann im aufgeladenen Zustand auf einem hohen Stück Rasen ab und starte ihn manuell mit der START-Taste. Jetzt sollte der Mähroboter anfangen die Stelle im Kreis zu mähen, da der Widerstandssensor ausgelöst hat. Falls nicht, stimmt etwas nicht mit dem Sensor.

Aufspielen von Updates

Dein Mähroboter ist mit einer Software ausgestattet, der Firmware (oder auch Betriebssystem). Das ist quasi das Gehirn deines Mähroboters, ohne diese könnte er nicht arbeiten. Die Hersteller der verschiedenen Marken entwickeln diese kontinuierlich weiter und erstellen so neue Versionen dieser Firmware.

Oftmals ist die erste Version noch nicht wirklich ausgereift. Es gibt noch viele Verbesserungsmöglichkeiten, hier und da den einen oder anderen Fehler, oder neue Ideen, wie die Funktionen des Mähroboters noch verbessert oder erweitert werden können. Auch werden sehr oft Dinge an der Navigation des Mähroboters verbessert.

Hier mal ein Beispiel was mit einem Update alles hinzukommen kann:

Der GARDENA Sileno city hat mit einem reinen Software Update folgende Funktionen dazu bekommen:

  • Spot Cutting (spiralförmiges mähen an Stellen die selten gemäht werden)
  • SensorControl (Anpassung der Mäherfrequenz an Rasenwachstum)
  • CorridorCut (mähen enge Korridore ab 60 cm)
  • Frost Sensor (unterhalb bestimmter Bodentemperatur setzt der Mähroboter das Mähen aus)
  • Steigung-Upgrade: Statt 25 % kenne Mähroboter jetzt 35 % mähen

Ganz schön beeindruckend was so ein Software Update alles Neues hinzufügen kann oder? Aber sei nicht enttäuscht, wenn nicht jedes Software-Update gleich so eine Feature-Explosion mit sich bringt. Die meisten Updates beheben eher kleinere Fehler im Betriebssystem oder der Navigation.

Daher lohnt es sich oft, Firmware-Updates auf deinen Mähroboter aufzuspielen. Diese sind natürlich kostenfrei. Bei manchen Mährobotern funktioniert das sogar automatisch. Wenn du über ein smartes Gerät verfügst, das per WiFi mit dem Internet verbunden ist, lädt es die Firmware-Updates meist von selbst herunter.

Doch es gibt auch viele Geräte bei denen du das Firmware-Update manuell durchführen musst. Das funktioniert dann meist über eine USB-Schnittstelle. Der Mähroboter hat einen USB-Anschluss, an welchen du einen USB-Stick mit dem Firmware Update anschließen kannst. Bei manchen Mährobotern musst du deinen PC per USB-Kabel direkt mit dem Mähroboter verbinden. Die Firmware bekommst du auf der Herstellerseite deines Mähroboters. Dort sollte auch beschrieben sein wie das Firmware-Update durchgeführt wird.

Bei manchen Mährobotern kannst du das Firmware-Update nicht selbst aufspielen, stattdessen muss es vom Händler oder einer autorisierten Werkstatt durchgeführt werden. Dies ist zum Beispiel bei HUSQVARNA der Fall.

Wartungs-Services

Willst du die Arbeit lieber vom Profi machen lassen? Für die jährliche Wartung gibt es auch Services, die du in Anspruch nehmen kannst, wenn du die Wartung nicht selbst durchführen möchtest. Viele Dienstleister bieten auch einen speziellen Winter-Service an, wahlweise inklusive Winter-Einlagerung. So musst du dein Mähroboter dann nicht selbst lagern. Hier eine Auflistung verschiedener Dienstleister:

Häufige Fragen

Darf der Mähroboter mit einem Gartenschlauch abgespritzt werden?

Die meisten Mähroboter dürfen nicht mit einem Gartenschlauch abgespritzt werden. Das Wasser kann in enge Ritzen dringen und so an die Elektronik gelangen, was zu einem Defekt des Geräts führt. Es gibt einige Ausnahmen. Beispielsweise dürfen die GARDENA Sileno city Modelle durchaus mit einem Gartenschlauch abgespritzt werden. Ein weiteres Beispiel ist der HONDA Miimo HRM 3000. Sollte es bei deinem Gerät möglich sein, das Gerät mit einem Gartenschlauch abzuspritzen, wird dies explizit in der Bedienungsanleitung angegeben. Das Gerät muss dafür die Anforderungen der Wasserschutzklasse IPX5 erfüllen.

Darf der Mähroboter mit einem Hochdruckreiniger gereinigt werden?

Mähroboter dürfen auf keinen Fall mit einem Hochdruckreiniger gereinigt werden! Wie der Name schon sagt verspritzen Hochdruckreiniger Wasser mit sehr hohem Druck. Das Wasser gerät in die engen Ritzen des Mähroboters und führt zu Defekten in der Elektronik. Durch den hohen Druck könnten auch äußere Beschädigungen entstehen. Bisher gibt es keine Mähroboter mit einer ausreichenden Wasserschutzklasse gegen Hochdruckreinigung.

Darf der Mähroboter mit Druckluft gereinigt werden?

Mähroboter können auch mit Druckluft gereinigt werden. Hierfür kann beispielsweise ein handelsüblicher Druckluftkompressor genutzt werden. Auch typische Druckluftreiniger aus der Dose bzw. Druckluftsprays dürfen genutzt werden. Mit ihrer Hilfe können Verunreinigungen aus engen Ritzen des Mähroboters entfernt werden.

Matthias

Matthias Müller ist einer der Gründer dieses Blogs. Er beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit allen Themen rund um Automatisierung, Robotik und Zukunftstechnologien. Gleichzeitig ist er ein großer Naturliebhaber und daher fasziniert von dem ungewöhnlichen Zusammenspiel aus Robotern und Natur.

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Juli 31, 2020

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