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Nebenkosten bei Hausvermietung: Mähroboter statt Gärtner einsetzen?

Bei der Vermietung eines Mehrparteienhauses entstehen auch Nebenkosten für die Gartenpflege. Diese werden in der Regel von den Mietern getragen. Wer als Vermieter schon einmal von Mährobotern gehört hat, der stellt sich sicher die Frage: Kann ich statt einem Gärtner auch einen Mähroboter einsetzen und die Kosten auf die Mieter umlegen? Und ist der Einsatz eines Mähroboters bei einer vermieteten Immobilie sinnvoll?

Ist für Vermieter der Einsatz eines Mähroboter anstatt eines Gärtners sinnvoll? Der Einsatz eines Mähroboters anstatt eines Gärtners kann für Vermieter kostengünstiger sein. Die jährlichen Betriebskosten eines Mähroboters belaufen sich im Schnitt auf ca. 60 Euro. Allerdings kommt ein Mähroboter nicht komplett ohne menschliches Zutun aus, da er gewartet und gepflegt werden muss. Die Betriebskosten können auf die Mieter umgelegt werden, die Anschaffungskosten müssen meist selbst getragen werden.

Ist es denn für dich sinnvoll, einen Mähroboter zu verwenden, anstatt einen Gärtner einzustellen? Mit welchen Hürden hast du eventuell zu kämpfen?

Welche Gartenpflege ist in bei einem Mietobjekt notwendig?

Die Frage, ob es sinnvoller ist, einen Mähroboter einzusetzen, als einen Gärtner, lässt sich gar nicht so einfach beantworten, da dies von vielen Faktoren abhängig ist. Dies hängt nämlich auch von den Ansprüchen an die Rasenfläche ab, sowie von der Beschaffenheit selbiger Fläche. Um zu klären, ob ein Mähroboter überhaupt sinnvoll ist, müssen wir diese Dinge erst mal klären.

Ich bin selbst kein Vermieter, sondern kenne mich einfach nur mit Mährobotern sehr gut aus. Bei meiner Recherche habe ich festgestellt, dass manche Vermieter es in Ordnung finden, wenn der Rasen einmal im Monat gemäht wird. Wenn du als Vermieter selbst den Rasen nicht nutzt und du die Betriebskosten möglichst gering halten möchtest, mag das sinnvoll sein.

Auf der anderen Seite musst du die Kosten ja nicht selbst tragen, sondern kannst sie auf die Mieter umlegen. Es ist also mehr die Frage, welche Art Rasen sich deine Mieter wünschen, bzw. welche Qualität von Rasen du in deinem Mietobjekt zur Verfügung stellen möchtest.

Ein schöner Rasen wertet auch das Mietobjekt auf und kann nicht nur höhere Nebenkosten rechtfertigen, sondern die Bereitschaft etwas höheren Mieten zu zahlen steigern. Es hängt sehr stark davon ab, wer in dem Gebäude wohnt, ob es den Mietern egal ist, ob der Rasen gut gepflegt ist, oder es sich um Personen handelt, die sich ihre Mietwohnung auch danach aussuchen, wie gepflegt die äußere Umgebung des Gebäudes ist.

Daher kann folgende Behauptung gelten: Je gehobener oder luxuriöser das Mietobjekt ist, desto gepflegter sollte der Rasen sein.

Und hier noch ein wichtiger Fakt: Ein Rasen der nur einmal im Monat gemäht wird, ist mit ziemlicher Sicherheit in einem sehr schlechten Zustand und hat keine besonders gute oder ansprechende Optik. Er hat wahrscheinlich ein schlechtes Schnittbild und ist übersät mit Wildgräsern und Unkraut.

Für manche Mietobjekte reicht so ein Rasen durchaus aus, weil er eh kaum verwendet wird oder auch von den Mietern nicht pfleglich behandelt wird. In solch einem Fall kann ich dir auch direkt sagen, dass ein Mähroboter wahrscheinlich nicht das richtige ist.

Stell dir also die Fragen:

  • Wie gepflegt soll der Rasen sein?
  • Was sind die Ansprüche deiner Mieter?
  • Welches Bild soll der Garten von deinem Mietobjekt vermitteln?
  • Soll es eher möglichst günstig sein, oder eher möglichst ansprechend oder gar luxuriös?
  • Behandeln deine Mieter den Garten pfleglich?

In einem Forum habe ich einmal einen ziemlich zutreffenden Spruch gelesen: Ein Mähroboter ist in erster Linie ein Rasenpflegeroboter und in zweiter ein automatischer Rasenmäher.

Mähroboter sind mit einem gewissen Kostenfaktor verbunden, sorgen aber für einen extrem gut gepflegten Rasen, den du in der Form mit einem gewöhnlichen Rasenmäher wahrscheinlich nicht so einfach hinbekommst, selbst wenn du zwei Mal die Woche mähst. Trotzdem sind sie im Betrieb nicht übermäßig teuer. Im Schnitt 60 Euro im Jahr bei einer Fläche von 500 qm. Vom Kostenfaktor her können sie sich aber natürlich nicht mit einem Gärtner messen, der nur einmal im Monat vorbeikommt und den Rasen mäht, nur damit er irgendwie gemäht ist.

Auf der anderen Seite kann ein Gärtner natürlich wesentlich mehr, als ein Mähroboter, wenn man ihn machen lässt. Ein Mähroboter mäht nur den Rasen, ein Gärtner kann sich auch um anderen Pflanzen in Blumenbeeten etc. kümmern, oder sich um den Verschnitt von Bäumen und Sträuchern kümmern. Je exotischer die Pflanzen, desto teurer ist das Ganze aber auch.

Du kannst natürlich auch einfach hingehen und den Rasen von einem Mähroboter pflegen lassen und alles Restliche von einem Gärtner erledigen. So sparst du Kosten beim Rasen und hast trotzdem eine Rundum-Pflege des Gartens. Gegen einen kleinen Aufpreis kannst du vielleicht sogar den Gärtner mit der Wartung des Mähroboters betrauen (nur eine Idee von mir).

Also Mähroboter ergeben vor allem dann Sinn, wenn:

  • der Rasen einem gewissen optischen Anspruch genügen soll
  • der Rasen bisher wenigsten einmal wöchentlich gemäht wird
  • es beim Mietobjekt nicht darauf ankommt, die Nebenkosten auf einem absoluten Minimum (für die Mieter) zu halten
  • das Mietobjekt durch einen gepflegten Garten aufgewertet werden soll
  • der Rasen pfleglich behandelt wird (d.h. er wird nicht vollgemüllt, darauf gegrillt oder dergleichen)
  • Dein Mietobjekt einen hochwertigen Rasen haben soll

Für das, was ein Mähroboter leistet, würdest du bei gleicher Pflege durch einen Gärtner wesentlich mehr zahlen. Für einen möglichst „billigen“ Rasen mit wenig Pflegeanspruch eignet sich ein Mähroboter nicht. Dann solltest du lieber einmal im Monat einen Gärtner kommen lassen.

Jede Rasenfläche eignet sich unterschiedlich gut für Mähroboter

Haben wir die erste Frage also geklärt. Kommen wir zur nächsten entscheidenden Frage: Eignet sich dein Garten für die Pflege durch einen Mähroboter überhaupt?

Folgende Fragen stellen sich dabei konkret:

  • Welche Schwierigkeiten gibt es auf dem Rasen (Steigungen, Engstellen, etc.)?
  • Welche Risikofaktoren für den einwandfreien Betrieb gibt es (herabfallende Äste, vergessende Gegenstände auf der Fläche wie z. B. Spielzeug)?
  • Sind nachträgliche Korrekturen z. B. an den Rändern notwendig?

Heutzutage kommen Mähroboter mit fast jedem Garten klar, bzw. es gibt für alle Ansprüche mindestens ein spezielles Modell, das genau mit diesen Anforderungen klar kommt.

Je schwieriger allerdings die Bedingungen, desto tiefer musst du in die Tasche greifen. Was ist mit schwierigen Bedingungen gemeint?

  • Große Steigungen im Garten von über 40 %
  • Stark abschüssige Stellen am Rand der Rasenfläche
  • Komplexe Gärten mit mehreren Flächen, die z. B. nur über schmale Korridore verbunden sind
  • Sehr viele Engpassagen, schmale Winkel und Ecken

Hier bei uns auf dem Blog erfährst du, was du für die verschiedensten Bedingungen brauchst. Hat dein Mietobjekt beispielsweise einen sehr komplexen und gleichzeitig Garten, kann ein Mähroboter mit GPS geeignet sein.

Außerdem ist es noch einmal ein Sonderfall, wenn der Mähroboter auf einem separaten Mietobjekt eingesetzt werden soll und der Vermieter auf einem anderen Grundstück wohnt.

Zwar arbeiten Mähroboter automatisch, allerdings sind sie dennoch ab und zu auf gewisse Wartungs- und Pflegearbeiten angewiesen. Das lässt sich natürlich noch bewältigen, indem du oder jemand den du damit beauftragst, einmal die Woche vorbeischaut.

Es kann aber auch mal vorkommen, dass der Mähroboter sich irgendwo festfährt oder andere Probleme bekommt. Der Garten muss also so konzipiert sein, dass diese Gefahr möglichst klein ist. Auch sollten keine nacharbeiten notwendig sein, der Mähroboter sollte also jede Stelle des Rasens erwischen (Stichwort: Rasenkantensteine). Herabfallende Äste nach einem Sturm können ebenfalls ein Problem darstellen. Ab und zu muss die Rasenfläche dann darauf kontrolliert werden, ob der Mähroboter einwandfrei betrieben werden kann.

Zum Glück gibt es auch Mähroboter, die dich per SMS oder Smartphone-App informieren, wenn es ein Problem gibt, z. B. wenn sich der Mähroboter irgendwo festfährt. Manche verwenden dafür sogar das Handynetz und brauchen kein WLAN dafür.

Auch sollten die Hausbewohner keine Gegenstände auf dem Rasen liegen lassen, damit der Mähroboter diese nicht kaputt macht, oder selbst Schaden nimmt. Sie müssen also über den Einsatz des Mähroboters natürlich aufgeklärt werden.

Falls das Gebäude schon von Mietern bezogen ist, solltest du am besten auch abklären, ob diese dem Einsatz eines Mähroboters zustimmen. Ich kann dir keine Rechtsberatung geben, ich kann mir nur vorstellen, dass es rechtlich schwierig ist, den Einsatz deines Mähroboters durchzusetzen, wenn dies dem Mieter beim Einzug nicht klar gemacht wurde. Da kommen wir auch direkt zum nächsten Punkt, nämlich der Sicherheit.

Sicherheit der Hausbewohner – Kinder und Haustiere in Gefahr?

Dann ist da noch die Frage, wie es mit Kindern und Haustieren steht, die in dem Gebäude wohnen. Ein Mähroboter ist nicht ganz ungefährlich, da er eben ein automatisch fahrender Rasenmäher ist. In der Regel wird das so gehandhabt, dass er so programmiert wird, dass er immer dann mäht, wenn sich niemand im Garten aufhält, z. B. unter der Woche am Vormittag, wenn die Kinder in der Schule sind.

Mehr über Mähroboter und Sicherheit:

Musst du dir als Vermieter über einen Diebstahl des Mähroboters sorgen machen?

Musst du dir über den Diebstahl deines Mähroboters sorgen machen, wenn du ihn auf einem vermieteten Grundstück einsetzt? Ja und nein! Eben weil Mähroboter so teuer sind, verfügen sie über ein ganzes Arsenal an Anti-Diebstahl Maßnahmen. Manche gehen sogar so weit, dass sie Alarm schlagen, per Akustiksignal und dich gleichzeitig per SMS oder App benachrichtigen, wenn sie sich außerhalb bestimmter Geokoordinaten befinden. Oft sind diese dann sogar vom Handy oder PC aus über GPS trackbar.

Eine komplette Übersicht über alle Anti-Diebstahl-Funktionen, die es bei Mährobotern gibt, findest du in diesem Artikel den ich kürzlich veröffentlicht hab. Zudem ist es natürlich sinnvoll, seinen Mähroboter zu versichern. Normalerweise lassen sich Mähroboter über die Hausratversicherung versichern. Es gibt auch spezielle Mähroboter Versicherungen. Mehr darüber erfährst du hier.

Als Vermieter bist du natürlich in einer besonderen Situation, insbesondere wenn du selbst nicht auf dem Grundstück wohnst. Die Frage wie du den Mähroboter dann versichern kannst, konnte ich noch nicht allgemeinumfassend beantworten.

Bei der Automower Protect Versicherung für HUSQVARNA Mähroboter ist es so: Der Mähroboter muss auf dem ständig bewohntem Grundstück des Versicherungsnehmers installiert sein. Wenn du selbst nicht auf dem Grundstück wohnst, das du vermietest, müsste ein Mieter aus dem Haus der Versicherungsnehmer sein. Du selbst kannst dann trotzdem der Beitragszahler sein (Quelle: HanseMerkur Support).

Eine weitere Möglichkeit, deinen Mähroboter noch vor möglichem Diebstahl zu schützen ist eine Mähroboter Garage. Die meisten Mähroboter Garagen bieten zumindest etwas Sichtschutz. Es gibt aber auch Diebstahlsichere Mähroboter Garagen.

Wenn dich Mähroboter Garagen interessieren, schau doch mal in diesen Artikel von mir, der alles über Mähroboter Garagen erklärt. Oder wenn du schon weißt, dass du dir eine zulegen möchtest, dann ist dieser Artikel für dich interessant: Die passende Mähroboter Garage finden: So geht’s.

Ansonsten kann ich dir nur empfehlen dir auch mal die besten Mähroboter Garagen 2019 anzuschauen. Darin stelle ich verschiedene Garagen vor, die meiner Meinung nach für verschiedene Anforderungen am geeignetsten sind.

Ist es günstiger einen Mähroboter als einen Gärtner einzusetzen?

In einem anderen Artikel habe ich mir schon einmal angeschaut, wie hoch die durchschnittlichen Betriebskosten eines Mähroboters in etwa sind. Hier kannst du dir das Ganze noch mal durchlesen.

Für einen etwas größeren Garten von 500 qm, mit keinen besonderen Anforderungen, d.h. mit mäßiger Steigung von höchstens 25 % und wenig Komplexität, kannst du mir jährlichen Betriebskosten Kosten von etwa 60 Euro rechnen, Arbeitsstunden für Wartung- und Pflege allerdings nicht mit einberechnet.

Die Arbeitsstunden beim Mähroboter:

Die Arbeitsstunden beim Mähroboter setzen sich aus der anfänglichen Installation und Einrichtung des Geräts zusammen (dafür gibt es auch Installations-Services) und der regelmäßigen Wartung und Pflege. Hierzu zählen der regelmäßige Austausch der Klingen, sowie die Reinigung des Mähroboters. Im Oktober musst der Mähroboter eingewintert werden und Ende März wieder Einsatzbereit gemacht werden. Auch dafür gibt es sogenannte Winter-Services.

Wenn alles perfekt läuft, brauchst du für das alles wohl nicht mehr als 8 Stunden im Jahr. Alles andere macht der Mähroboter von selbst. Es kann aber natürlich auch immer mal wieder vorkommen, dass der Mähroboter Probleme macht. Rechnen wir für solche Fälle also noch mal großzügige 4 Stunden drauf. Dann kommst du auf 12 Arbeitsstunden im Jahr für einen perfekt gemähten Rasen auf 500 qm Fläche.

Als Stundenlohn nehmen wir einmal das an, was ein professioneller Gärtner für das Rasenmähen nehmen würde, nämlich etwa 40 Euro pro Stunde.

Also sind die anfallenden Betriebskosten eines Mähroboters die 60 Euro im Jahr für Strom, Klingen und Akku-Austausch plus 12 x 40 € = 480 € für Arbeitsstunden durch Wartung und Pflege im Jahr. Macht 540 Euro pro Saison.

Die Arbeitsstunden eines Gärtners

Ein Gärtner müsste einen Rasen damit er so gut aussieht wie bei einem Mähroboter wohl zwei Mal die Woche mähen. In der Hauptwachstumsphase von Mai bis Juli ist das die übliche Frequenz, wenn du einen gut gemähten Rasen haben möchtest. In den Wachtumsrandphasen, also von Ende März bis Ende April und Anfang August bis Ende Oktober reicht es meist, den Rasen nur einmal pro Woche zu mähen oder wenn es sehr kalt ist, sogar noch seltener.

Trotzdem muss der Rasen in einer Saison im Schnitt etwa 32 Mal vom Gärtner gemäht werden. Für das Mähen von 100 qm nimmt ein Gärtner zwischen 25 und 30 Euro, 27,50 Euro also im Schnitt. Für 500 qm wären das dann 5 x 27,50 € = 137,5 € pro Woche. 137,5 € x 32 Wochen = 4400 € pro Saison.

Kostenvergleich Mähroboter vs. Gärtner

Das Ergebnis ist ziemlich eindeutig. Die laufenden Kosten des Mähroboters sind mit 540 Euro pro Saison deutlich niedriger als die des Gärtners mit 4400 Euro.

Allerdings hast du beim Mähroboter noch die Anschaffungskosten, die du beim Gärtner natürlich nicht hast. Wie teuer ein Mähroboter ist, hängt natürlich sehr stark vom Modell ab. Es gibt Mähroboter für 400 Euro und es gibt Mähroboter für 20.000 Euro. Für eine Fläche von 500 qm wird für dich aber ein Modell in Frage kommen, das zwischen 1000 und 1500 Euro kostet.

Ich denke ich muss es dir nicht vorrechnen, dass trotz der Anschaffungskosten du nach einer Saison mit einem Mähroboter schon günstiger kommst, als mit einem Gärtner. Ich will hier aber noch mal erwähnen, dass der Mähroboter nicht vollständig unabhängig arbeiten kann, was der Gärtner schon kann. Beim Gärtner zahlst du sozusagen für den Luxus mit, dass du dich wirklich um gar nichts kümmern musst. Es gibt aber noch eine dritte Alternative.

Oftmals ist es sinnvoller einen Mähroboter zu mieten

Mähroboter kannst du auch mieten. Ja richtig gehört! Und das ist dann tatsächlich so, als würdest du einen Gärtner mit dem Mähen des Rasens beauftragen, nur dass es günstiger ist. Es gibt noch nicht so viele Angebote, doch einige habe ich schon im Netz gefunden. Und das schöne ist, dass das immer rundum-sorglos Pakete sind. Das heißt die Firma kommt zu deinem Grundstück, berät dich ob und welchen Mähroboter du einsetzen kannst und installiert diesen für dich.

Sie kümmert sich um die komplette Wartung und Pflege, tauscht den Mähroboter sofort aus sollte er einmal defekt sein, kümmert sich im Winter um die Einwinterung und bringt ihn im Frühling, wenn der Rasen wieder anfängt zu wachsen, wieder an den Start. Das kann insbesondere für jene interessant sein, die nicht die Zeit haben, sich regelmäßig um den Mähroboter zu kümmern. Die Kosten sind oft gar nicht viel höher, als würdest du dir einen Mähroboter kaufen, bei noch weniger Arbeit (nämlich absolut gar keiner Arbeit).

Die Vermietung wird meist regional von einzelnen Händlern oder Unternehmen angeboten. Hier habe ich z. B. etwas der Stadtwerke Gießen gefunden.

  • Monatlicher Mietpreis: 39,90 EUR
  • Einmalige Einrichtungsgebühr: 199,00 EUR
  • Rasengröße: bis 1.500 qm

Inkl. Umsatzsteuer, Vertragslaufzeit 12 Monate

Außerdem sind im Angebot folgende Vorteile enthalten:

  • Optimale Wartung des Mähroboter zu Saisonbeginn
  • Sofortiger Austausch des Geräts durch ein neues bei Defekt
  • Vor-Ort-Beratungstermin
  • Installation des Mähroboter
  • Einwinterung inklusive Abholung und Lieferung
  • Wartung

Das Angebot versteht sich so, dass du dich wirklich um absolut nichts mehr kümmern musst. Die komplette Wartung und Pflege des Mähroboter, also auch die Reinigung und der regelmäßige Austausch der Klingen, wird komplett übernommen.

Hiermit ist außerdem eine dreimal größere Fläche abgedeckt. Du hast keine Anschaffungskosten und eben auch bei einem Defekt um nichts kümmern. Meiner Ansicht nach ist das ein super Angebot, gerade wenn du eine größere Rasenfläche hast, die einen möglichst optimalen Rasenschnitt haben und einen guten Eindruck machen soll.

Aktuell finde ich solche Angebote noch recht vereinzelt in verschiedenen Städten. Für die Zukunft wäre es natürlich toll, ein flächendeckendes Angebot zu haben, das jedermann nutzen kann. Dann könnte ich hier auf unserem Blog eine Übersicht oder Karte anlegen, wo du dich an wen wenden musst, wenn du einen Mähroboter Mieten möchtest.

Wenn du jemand bist, der Mähroboter vermietet, oder darüber nachdenkt, dies in Zukunft zu tun, dann melde dich gerne bei mir.

In einem Artikel habe ich übrigens vor kurzem einmal die Kosten beim Kauf und beim Mieten eines Mähroboters verglichen: Mähroboter mieten statt kaufen: Eine schlaue Alternative?

Können die Kosten eines Mähroboters auf Mieter umgelegt werden?

Disclaimer: Ich kann keine Rechtsberatung leisten, ich präsentiere hier nur, was meine Recherchen ergeben haben.

Beim Gießen, Schneiden und Pflegen von Pflanzen im Garten handelt es sich um umlagefähige Nebenkosten. Das heißt sie können vom Mieter getragen werden. Es muss sich dabei um regelmäßige, jährliche Kosten handeln. Wichtig ist, dass die Kosten im Mietvertrag durch die Formulierung „Kosten gemäß Betriebskostenverordnung“ gedeckt sind.

Dem Mieter kann es dabei egal sein, ob diese Arbeiten von einem Gärtner oder einem Mähroboter verursacht werden. Du kannst allerdings nur die Betriebskosten umlegen, die Anschaffungskosten sind natürlich keine Betriebskosten und lassen sich demzufolge nicht auf die Nebenkosten umlagern. Diese könntest du höchstens durch ein Anheben der Grundmiete „reinholen“, sofern die Miete nicht durch limitierende Faktoren wie etwa der Mietpreisbremse gedeckelt ist.

Auch wenn du einen Mähroboter mietest, kannst du diese Kosten auf die Nebenkosten umlagern.

Wie ich oben schon erwähnt habe, sollten die Mieter im Haus mit dem Einsatz des Mähroboters einverstanden sein, wenn diese dort schon vor erstmaligem Einsatz des Mähroboters dort wohnhaft sind. Das ist nur mein persönliches Empfinden, wie die rechtliche Situation da aussieht, da musst du dich an eine Rechtsberatung wenden.

Was ist mit den Anschaffungskosten?

Wie ist das denn mit den Anschaffungskosten? Hier ist was ich dazu rausfinden konnte:

Die Anschaffungskosten eines Mähroboters können in aller Regel nicht auf den oder die Mieter übertragen werden, da es sich nicht um Betriebskosten handelt. Denn Anschaffungskosten gelten als Instandhaltungskosten nach § 1 Abs. 2 BetrKV weshalb sie nicht umlagefähig sind.

Nur wenn der Mieter selbst für die Pflege des Gartens aufkommt (weil es so beispielsweise im Mietvertrag vorgesehen ist) und demzufolge auch keine Nebenkosten für die Gartenpflege zahlt, muss er sich auch selbst um die entsprechenden Gartengeräte kümmern. Ansonsten muss der Vermieter für die Anschaffungskosten aufkommen.

Allerdings halten manche Gerichte die Anschaffungskosten für Gartengeräte zur Pflege von Grün- und Außenanlagen durchaus für umlagefähig. Und zwar dann, wenn die personelle Ausführung der entsprechenden Tätigkeit mit wesentlich höheren Lohnkosten verbunden ist und so die Anschaffung des entsprechenden Geräts zu niedrigeren Nebenkosten der Hausmieter führt. Entsprechende Entscheidungen gab es schon für Laubsauger und Schneeräumgeräte.

Ob die Gerichte hier auch entscheiden würden, dass ein Mähroboter die Nebenkosten senkt und daher auf Mieter umlegbar ist, kann man allerdings nicht sagen, da es bisher noch keinen entsprechenden Präzedenzfall gab.

Einige Quellen:

Ist es sinnvoll einen Mähroboter anstatt einen Gärtner einzusetzen?

Stellen wir also mal die Vor- und Nachteile der entscheidenden Frage gegenüber. Macht es für dich Sinn, einen Mähroboter auf einem vermieteten Grundstück einzusetzen?

Die Vorteile eines Mähroboters bei Mietobjekten

  • Durch den Mähroboter hat der Rasen ein sehr sauberes Schnittbild
  • Die Qualität des Rasens verbessert sich auf lange Sicht merklich
  • Eine vergleichbare Pflege durch einen Gärtner wäre deutlich teurer
  • Für hochwertige Rasenanlagen spart man mit einem Mähroboter somit Betriebskosten ein
  • Ein hochwertiger Rasen wertet die Mietsache als Ganzes auf. Je nach Mieter-Zielgruppe ist das ein Vorteil
  • Mähroboter können gemietet werden, bei nur etwas höheren Kosten. So muss sich nicht um den Mähroboter gekümmert werden

Die Nachteile eines Mähroboters bei Mietobjekten

  • Wer einen Rasen hat, auf dem nur das absolut nötigste gemacht werden soll, für den ist ein Gärtner oder der Hausmeister die günstigere Alternative
  • In manchen Gärten bekommt der Mähroboter mehr Probleme bei der Arbeit (große Steigungen, schwierige Rasenkante, stark verwinkeltes Gelände). Eventuell ist dann ein teureres Modell notwendig, und/oder es müssen Anpassungen am Garten vorgenommen werden, und/oder der Mähroboter braucht mehr Betreuung, da er sich häufiger festfährt
  • Die Versicherung eines Mähroboters auf einem Grundstück das du nicht selbst bewohnst, ist etwas komplizierter, aber nicht unmöglich
  • Mähroboter kümmern sich nur um den Rasen, alle anderen Arbeiten kann er nicht erledigen

Werden jetzt alle Gärtner arbeitslos?

Ich selbst befasse mich ja auch sehr gerne mit dem Thema KI und Automatisierung in der Arbeitswelt und was dadurch so auf uns zu kommt. Auch bei Mährobotern stellt sich dann natürlich die Frage, ob der zunehmende Einsatz von Mährobotern für Gärtner nachteilig ist.

Genau wie bei vielen anderen Automatisierungs-Prozessen in der Arbeitswelt werden viele Berufe nicht abgeschafft, sondern verändern sich nur. Gärtner können sich in Zukunft auf andere, interessantere Aufgaben konzentrieren, die nicht so leicht von Robotern gemacht werden können, wie etwa das Beschneiden von Bäumen oder die Pflege bestimmter Pflanzen. Gleichzeitig könnten sie in Zukunft vermehrt als Service anbieten, Mähroboter zu Warten, zu Pflegen und richtig zu programmieren.

Wenn du trotz Mähroboter einen Gärtner für deinen Garten brauchst, weil sich z. B. viele andere Pflanzen im Garten deines Miethauses befinden, die spezielle Betreuung brauchen, frag ihn doch, ob er gegen etwas extra Geld sich regelmäßig um die Betreuung des Mähroboters kümmert. Das macht ihm sicherlich auch mehr Spaß, als stundenlang den Rasen zu mähen.

Verwandte Fragen

Was kostet ein Mähroboter? Mähroboter decken preislich ein breites Spektrum ab. Während es sehr günstige Modelle schon für unter 400 Euro gibt, bewegen sich die meisten Mähroboter preislich zwischen 700 und 1500 Euro. Nach oben hin gibt es fast keine Grenze. Der Preis hängt zu einem Großteil von der Flächenleistung ab, sowie der Anzahl und dem Umfang der Funktionen.

Auch interessant: Was kostet ein Mähroboter?

Wie viel Strom verbraucht ein Mähroboter im Jahr? Diejährlichen Stromkosten eines Mähroboters bewegen sich grob zwischen 8 und 35 Euro. Die Flächenleistung sowie die Häufigkeit des Einsatzes des Gerätes spielen beim Verbrauch eine entscheidende Rolle.

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Über den Autor
Matthias

Matthias

Matthias Müller ist einer der Gründer dieses Blogs. Er beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit allen Themen rund um Automatisierung, Robotik und Zukunftstechnologien. Gleichzeitig ist er ein großer Naturliebhaber und daher fasziniert von dem ungewöhnlichen Zusammenspiel aus Robotern und Natur.

Mai 13, 2019

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