Saugroboter Bereich sperren: Diese Möglichkeiten gibt es

Saugroboter Bereich sperren: Diese Möglichkeiten gibt es

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, um bestimmte Zonen für einen Saugroboter zu sperren. Diese werde ich dir im Artikel detailliert vorstellen, damit du exakt festlegen kannst, wo sich dein Gerät aufhalten soll.

Sperrzonen für einen Saugroboter können entweder per App in einer virtuellen Karte eingezeichnet, per Virtual Wall mit Infrarotschranke realisiert oder durch ein Magnetband eingerichtet werden. Für die erste Variante muss der Roboterstaubsauger jedoch die Umgebung selber vermessen können. Die anderen Varianten funktioniert bei jedem Modell, dabei wird das Band auf den Boden geklebt.

Wie die Sperrzonen genau eingerichtet werden, erfährst du im Folgenden. Am Ende des Textes kannst du entweder eine virtuelle Begrenzung oder aber ein entsprechendes Magnetband einrichten und genau festlegen, wo der Saugroboter reinigt. 

Warum eine Sperrzone sinnvoll ist

Es gibt viele Gründe, um den Saugroboter aus bestimmten Zonen auszugrenzen. So kannst du dadurch beispielsweise den Robotorstaubsauger und das Haustier trennen oder aber gefährliche Stellen ausklammern, damit sich das Gerät nicht in Gefahr begibt. 

Aber auch Bereiche, wie beispielsweise das Spielzimmer eines Kindes sind nicht unbedingt für einen Saugroboter geeignet, da dort viele Kleinteile herumliegen, die den Sauger beschädigen könnten. Um bestimmte Bereiche für einen Saugroboter zu sperren, gibt es zwei verschiedene Methoden: Virtuelle Begrenzungen oder Magnetbänder. 

Welche Typen von Sperrzonen gibt es?

Es lassen sich eine Reihe unterschiedlicher technischer Umsetzung für Sperrzonen unterscheiden, die ich dir hier kurz auflisten möchte:

  • Virtuelle Begrenzungen (Virtual Walls/Keep-Out Zones) per App
  • Virtuelle Begrenzungen (Virtual Walls) per Infrarotsignal
    • Einfache Virtual Walls
    • Dual Mode Virtual Walls
    • Virtual Lighthouse
  • Magnetbänder

So viel erstmal zu den verschiedenen Varianten. Jetzt willst du sicherlich wissen, wie diese funktionieren und sich im Einzelnen unterscheiden. Keine Sorge, dazu kommen wir jetzt. 

1. Möglichkeit: Virtuelle Begrenzungen (Virtual Wall/Keep-Out Zones) per App

Viele hochwertige Modelle bieten mittlerweile virtuelle Möglichkeiten, um die eigenen Räumlichkeiten zu begrenzen. Mit den sogenannten Virtual Walls können unsichtbare Barrieren eingerichtet werden, durch die der Saugroboter an bestimmten Stellen nicht mehr weiterfährt, sondern stoppt und sich dreht.

Das funktioniert durch die App des Herstellers, über die du auf den Grundriss deiner Wohnung zugreifen und diese Sperren einzeichnen kannst. Dein Saugroboter muss dafür jedoch entsprechend ausgestattet sein und die Wohnung auch wirklich vermessen können. 

Diese smarten Saugroboter vermessen mithilfe von Kameras, Laser oder Infrarot die Wohnung und erstellen so eine eigene Karte. Im Grunde machen die Geräte das, um deine Wohnung planvoller reinigen zu können. Ganz nebenbei kannst damit aber auch bestimmte Zonen ausschließen.

Entweder erstellt der Sauger eine solche Karte einmal zu Beginn seines Einsatzes in der neuen Wohnung, durch eine Entdeckungsfahrt oder sogar nach jedem Reinigungsvorgang, sodass auch aktuelle Hindernisse zusehen sind. Physische Sperren werden dann nicht gebraucht, ein einfacher Fingertipp innerhalb der App reicht aus, um bestimmte Bereiche auszuschließen. Aufgrund der integrierten und smarten Technik sind solche Geräte natürlich hochwertiger und somit auch teurer. 

Diese Investition lohnt sich insbesondere für dich, wenn du ständig neue Bereiche ausgrenzen möchtest, oder sehr viele Bereiche ausgrenzen möchtest. Dies können zum Beispiel der Futternapf deines Hundes über deine Katze, eine Spielecke deiner Kinder, oder herumliegende Kabel sein.

Das Ziel ist dabei immer, dass der Roboterstaubsauger möglichst autonom arbeiten kann und nicht ständig überwacht oder neugestartet werden muss. Wenn du dich auf die Eigenständigkeit verlassen möchtest, dann solltest du unbedingt schauen, dass Bereiche über virtuelle Karten gesperrt werden können.

2. Möglichkeit: Virtuelle Begrenzung (Virtual Walls) per Infrarotsignal

Neben der Möglichkeit Begrenzungen per App einzurichten, kannst du auch virtuelle Begrenzung mit speziellen Signalgebern einrichten, die eine Art Infrarotschranke aussenden.

Dabei wird ein kleines Gerät am Rand an der Stelle platziert, an der du eine Schranke einrichten möchtest. Das Gerät sendet einen Infrarotstrahl aus. Mit dieser vom Saugroboter durchfahren, bekommt er die Nachricht, dass er umkehren muss.

Automatische und manuelle Virtual Walls

Es gibt ja noch eine kleine Unterscheidung zwischen automatischen und manuellen Virtual Walls. Die manuellen virtuelle Wolfs musst du selber per Hand einschalten. Sie schalten sich dann automatisch nach 180 Minuten wieder aus.

Automatische Virtual Walls schalten sich an, sobald dein Saugroboter mit der Reinigung deiner Wohnung beginnt. Diese müssen lediglich zu Beginn einmal programmiert werden.

Funktionsweise der Dual Mode Virtual Walls

Neben den einfachen Virtual Walls gibt es auch sogenannte Dual Mode Virtual Walls. Diese können zwischen 2 verschiedenen Modi wechseln. Im ersten Modus, dem sogenannten „Virtual Wall“ Modus, funktionieren sie wie eine ganz normale Lichtschranke und verhindern, dass der Saugroboter eine bestimmte Stelle überfahren kann.

Der zweite Modus ist der sogenannte „Virtual Halo“ Modus. In diesem Modus wird das Gerät von einer kreisförmigen virtuellen Barriere umgeben, die der Saugroboter nicht überschreiten darf. Das ist zum Beispiel nützlich, wenn du beispielsweise den Futternapf deines Haustieres ausgrenzen möchtest.

Funktionsweise von Virtual Lighthouses

Das Virtual Lighthouse (auch Virtual Wall Lighthouse) ist eine Art intelligente Virtual Wall. Das Gerät kann ganz einfach als Virtual Wall verwendet werden und verfügt dann über dieselben Funktion wie oben unter Virtual Wall beschrieben.

Im Lighthouse Modus kann das Gerät so programmiert werden, dass es beispielsweise nach einer bestimmten Zeit die Schranke aufgibt, und dem Saugroboter ermöglicht die Barriere zu überschreiten.

Das ist zum Beispiel nützlich, wenn du möchtest, dass dein Saugroboter erst einen Raum saugt und dann in den nächsten Raum wechselt. So etwas brauste für Saugroboter, die nicht selbstständig von Raum zu Raum navigieren können und keine virtuelle Karte deiner Wohnung erstellen können.

Erst nachdem das Lighthouse die Schranke aufgibt, kann der Saugroboter dann in den anderen Raum gelangen und dort weiter saugen. Nachdem er mit der Arbeit im 2. Raum fertig ist, lotst das Virtual light House den Roboter wieder zu seiner Ladestation.

3. Möglichkeit: Magnetbänder

Die Alternative dazu sind physische Sperren, wie Magnetbänder. Diese Bänder errichten ebenfalls aus Sicht des Saugroboters virtuelle Wände, jedoch werden dazu Streifen auf den Boden, unter den Teppich oder hinter Möbel geklebt. Diese magnetischen Begrenzungen funktionieren sehr effektiv, da fast jeder Saugroboter auf das Magnetfeld reagiert und auf der Stelle wendet. 

Die Geräte besitzen an der Unterseite Sensoren, die ein solches Feld erkennen können. Durch Magnetbänder können die Zonen natürlich noch genauer abgegrenzt werden, als durch die Einrichtung von Sperrzonen via App. 

Beispielsweise kannst du so auch deine Fußleisten schonen, da der Saugroboter nicht erst damit kollidieren muss, um zu registrieren, dass er hier nicht weiterkommt. Wichtig ist jedoch vor allem, dass das Material des Magnetbandes sehr robust und eine gewisse Dicke gewährleistet. 

Ideal ist dabei eine Höhe von ungefähr 0,03 cm und eine Breite von ca. 2,5 cm. Diese Abmessungen sorgen zudem dafür, dass das Band ein gewisses Gewicht hat, sodass es gerade und eben am Boden aufliegt und nicht beim Anstoßen durch den Saugroboter verschoben wird. 

Magnetbänder können in den unterschiedlichsten Größen bestellt werden, dabei kannst du ganz nach deiner individuellen Umgebung vorgehen. Du solltest entweder darauf achten, dass das Band farblich zum Boden passt oder du verlegst es gleich unter einem Teppich oder dem Mobiliar, sodass es nicht weiter auffällt. 

Aber auch einzelne Gegenstände können so sehr gut geschützt werden, wie beispielsweise eine teure Vase. Ist die Sperrzone innerhalb einer App vermerkt, kannst du dir nie sicher sein, ob du jetzt auf den Zentimeter genau einen Bereich gesperrt hast, da der Grundriss schließlich durch den Roboterstaubsauger vermessen wurde und diese Messungen nicht immer zu 100 % exakt sind. 

Wird das Magnetband unter einem Teppich verlegt, solltest du jedoch auch darauf achten, dass dieser nur wenige Zentimeter dick ist, damit sich das Magnetfeld noch voll entfalten kann. Die Bänder selber kannst du dann einfach mit der Schere zurechtschneiden und nach Wunsch verlegen. 

Lohnt sich ein Saugroboter mit App?

Saugroboter sind bereits ohne App sehr autonom, da sie stetig Informationen über ihre Umgebung sammeln und sich so orientieren. Manche Modelle erkennen sogar die Art des Bodens und können anhand dessen die Saugstärke anpassen. 

Doch einige vor allem moderne Modelle haben mittlerweile auch eine App, mit der du Zugriff auf noch mehr Informationen erhältst. Nicht nur Sperrzonen können so eingerichtet werden, auch viele weitere Vorteile werden dadurch möglich. 

So wird insbesondere die Bedienung des Saugroboters vereinfacht. Ohne eine App, muss der Sauger entweder über eine Fernbedienung oder direkt über das Gerät selber eingerichtet und gestartet werden. 

Die Tasten sind oftmals nicht klar deklariert und in der Folge verbringst du sehr viel Zeit mit der Bedienungsanleitung. Innerhalb einer App kannst du direkt alle Funktionen des Roboterstaubsaugers erkennen und diese relativ einfach nutzen. 

Über die App kannst du den Saugroboter dann auch von unterwegs aktivieren oder ganz flexibel Timer einstellen, sodass immer gesaugt wird, wenn du nicht zuhause bist. Viele Apps sind mittlerweile sogar so weit, dass der Saugroboter auch mit einem Sprachassistenten verbunden und dadurch gesteuert werden kann. 

Auch bestimmte Daten wie der Akkustand oder die Kapazität des Staubbehälters werden teilweise innerhalb der App angegeben. Ebenso meldet sich das Gerät, wenn es sich mal festgefahren hat und kann einen Ton geben, um anzuzeigen, wo es steht. 

Die Verbindung zwischen Saugroboter und App auf dem Handy wird über das WLAN hergestellt. Egal wo du dich gerade befindest, du hast immer Zugriff auf deinen Saugroboter. Du solltest jedoch vorher darauf achten, ob dein mobiles Endgerät auch unterstützt wird, die Apps sind nicht immer für alle Betriebssysteme verfügbar. 

Bonus: Sperrzone mit schwarzem Klebeband einrichten

Hier habe ich eine noch etwas ungewöhnliche Methode für dich, wie du Sperrzonen Zuhause einrichten kannst. Viele Saugroboter haben an der Unterseite sogenannte Absturzsensoren. Diese sind dafür da, um den Saugroboter daran zu hindern, die Treppe oder andere Abgründe herunter zu fallen.

Dabei handelt es sich um Lichtsensoren, die auch auf schwarze Oberflächen reagieren. Beispielsweise machen sie oft Probleme mit schwarzen Teppichen, die der Saugroboter dann nicht reinigen möchte.

Wenn dein Saugroboter über solche Absturzsensoren verfügt, kannst du sie ganz einfach zweckentfremden, indem du eine Stelle die du absperren möchtest mit schwarzem Klebeband abklebst.

Die Absturzsensoren sind normalerweise vorne mittig und an den Seiten angebracht. Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Saugroboter über Absturzsensoren verfügt, findest du die Antwort darauf auf jeden Fall in der Bedienungsanleitung.

Fährt dein Saugroboter auf das schwarze Klebeband, denkt er, dass er sich in Richtung eines Abgrundes bewegt und kehrt um. Die Streifen müssen allerdings dick genug sein. Teste es einfach an einer kleinen Stelle aus, ob es funktioniert.

Lasse deinen Saugroboter in Richtung des schwarzen Klebebandes fahren. Wenn er nicht umkehrt, dann ist der Streifen vermutlich zu schmal. Klebe eine weitere Reihe dahinter, um den Streifen zu verbreitern und probiere das Ganze noch mal.

September 9, 2021

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