Pro und Contra Mähroboter kaufen

Solltest du dir einen Mähroboter kaufen? Pro und Contra

Du überlegst dir einen Mähroboter zuzulegen, bist dir aber noch nicht sicher? In diesem Artikel erkläre ich dir, was die Vor- und Nachteile eines Mähroboters sind und wie du zu einer Entscheidung kommen kannst.

Die Vor- und Nachteile eines Mähroboters im Überblick

Vorteile

  • Zeitersparnis da Mähroboter selbstständig mäht
  • Deutlich geringere Betriebskosten im vergleich zu normalen Rasenmähern
  • Leiseres Arbeiten gegenüber herkömmlichen Rasenmähern
  • Langfristig Kosteneffizient unter Einberechnung von Zeitersparnis
  • Keine Gartenabfälle durch Rasenschnitt dank Mulchsystem
  • Sauberes Schnittbild
  • Gesünderer Rasen durch Mulchen und regelmäßiges sowie häufiges Mähen
  • Keine lokalen Emissionen im Gegensatz zu Benzinmähern
  • Sehr praktisch für Graspollen-Allergiker
  • Gut für gehbehinderte Menschen
  • Auch während des Urlaubs bleibt der Rasen gemäht

Nachteile

  • Hoher Anschaffungspreis
  • Höherer Wartungsaufwand
  • Aufwändige Installation (wenn mit Begrenzungskabel)
  • Problem mancher Mähroboter bei sehr starken Steigungen
  • Für komplexe Gärten sind extra teure Geräte notwendig
  • Anfänglich etwas Zeitaufwand beim Erlernen der Bedienung
  • Nachschneiden der Rasenkante bei vielen Modellen
  • Erhöhtes Gefahrenpotential für Mensch und Tier
  • Diebstahlrisiko
  • Mähroboter können keine getrennten Flächen mähen
  • Spielzeug und Gartenwerkzeug müssen immer rechtzeitig vom Rasen entfernt werden

Zunächst werde ich dir die einzelnen Vor- und Nachteile etwas genauer erklären, um dir damit die Entscheidung noch etwas zu erleichtern, da ich denke, dass nicht alle diese Punkte direkt auf der Hand liegen. Dann werde ich dir ein paar Tipps an die Hand geben, wie du entscheiden kannst, ob sich für dich ein Mähroboter lohnt oder nicht. Zum Abschluss habe ich einen kleinen Test vorbereitet, der dir noch mal bei der Entscheidungsfindung helfen soll. Hier klicken um direkt zum Test zu springen.

  1. Mähroboter bringen Zeitersparnis (Pro)
  2. Der Anschaffungspreis von Mährobotern ist hoch (Contra)
  3. Mähroboter haben niedrigere Betriebskosten (Pro)
  4. Mähroboter arbeiten leiser als normale Rasenmäher (Pro)
  5. Die Installation eines Mähroboters ist aufwändig (Contra)
  6. Rasenroboter sind langfristig kosteneffizienter (Pro)
  7. Manche Mähroboter haben mit sehr starken Steigungen Probleme (Contra)
  8. Dank des Mulchsystems hast du weniger Gartenabfälle (Pro)
  9. Komplexe Gärten erfordern besonders teure Mähroboter Modelle (Contra)
  10. Mähroboter produzieren ein saubereres Schnittbild (Pro)
  11. Zu Beginn erfordert der Einsatz eines Mähroboters etwas Einarbeitungszeit (Contra)
  12. Durch das Mulchen und regelmäßige, häufige Mähen ist der Rasen gesünder (Pro)
  13. Im Gegensatz zu Benzinmähern erzeugen Mähroboter keine lokalen Emissionen (Pro)
  14. Mähroboter bieten ein erhöhtes Gefahrenpotential für Mensch und Tier (Contra)
  15. Für Menschen mit Graspollenallergie eignen sich Mähroboter besonders (Pro)
  16. Rasenroboter können gestohlen werden (Contra)
  17. Gehbehinderte Menschen müssen sich nicht mehr mit Rasenmähen abmühen (Pro)
  18. Mähroboter können getrennte Flächen nicht alleine mähen (Contra)
  19. Auch im Urlaub bleibt dein Rasen stets gemäht (Pro)
  20. Wie entscheidest du, ob du dir einen Mähroboter zulegen solltest?
  21. TEST - Ist ein Mähroboter das Richtige für dich?

Mähroboter bringen Zeitersparnis (Pro)

Um sich wirklich ein gutes Bild zu machen, wie viel Zeitersparnis du tatsächlich hast, vergleiche ich mal die Variante Mähroboter mit der eines gewöhnlichen Rasenmähers. Hierfür greife ich unter anderem auf Informationen aus diesem Artikel zurück, die einmal einen Kostenvergleich von Mährobotern und Elektro- und Benzinmäher getätigt haben.

Zu den Arbeiten die bei einem gewöhnlichen Rasenmäher anfallen gehören das eigentliche Mähen des Rasens inklusive Ausleeren des Fangkorbs. Dafür werden im Schnitt 34 Wochen im Jahr à 1 Stunde angesetzt, also 34 Stunden. Weitere 14 Stunden werden für das Ein- und Ausräumen des Rasenmähers, das Ausrollen und Zusammenlegen des Kabels, der Schnittgutentsorgung, sowie der Reinigung des Geräts veranschlagt. Macht insgesamt 48 Arbeitsstunden im Jahr.

Der Mähroboter muss im ersten Jahr installiert werden. Das heißt, das Begrenzungskabel muss verlegt werden, die Ladestation aufgestellt werden und der Mähroboter richtig eingestellt werden. In den ersten Wochen werden unter Umständen auch noch einige Ausbesserungen anfallen, an Stellen an denen der Mähroboter Probleme beim Mähen hat. Hier kann man 4 bis 6 Arbeitsstunden veranschlagen.

Hinzu kommen Pflege und Wartung. Der Mähroboter muss ab und zu gereinigt werden und die Klingen müssen ausgetauscht werden. Viele Mähroboter verwenden Mittlerweile Drehteller mit kleinen freischwingenden Klingen, die alle 1 bis 3 Monate ausgetauscht werden. Es gibt auch Mähroboter mit sternförmigem Mähkreuz, das nur einmal pro Saison ausgetauscht werden muss. Insgesamt noch mal ca. 4 Arbeitsstunden.

Macht im Ergebnis

  • Rasenmäher: ca. 48 Arbeitsstunden (jedes Jahr)
  • Mähroboter. bis 10 Arbeitsstunden (im ersten Jahr), danach 4 Arbeitsstunden pro Jahr

Die Zeitersparnis ist also deutlich, besonders in den Folgejahren, wenn der Aufwand der Installation wegfällt. Bei größeren Flächen die länger zum Mähen brauchen, potenziert sich das Ganze noch mal.


Die Rechnung ist Teil eines Kostenvergleichs über den ich vor einiger Zeit berichtet habe. In meinem Artikel Was kostet ein Mähroboter kannst du im Bereich Vergleich Anschaffungskosten und laufende Kosten mehr darüber lesen.

Der Anschaffungspreis von Mährobotern ist hoch (Contra)

Die Kosten für einen Mähroboter beginnen im unteren Preissegment bei etwa 400 Euro und können im gehobenen Preissegment sogar 4000 Euro übersteigen. Für die meisten Gärten wird ein geeigneter Mähroboter aber in etwa um die 1000 Euro kosten. Das hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab, zu diesen zählen:

  • Größe des Grundstücks
  • Komplexität des Grundstücks
  • Ausstattung des Mähroboters
  • Qualität des Mähroboters

Die Größe des Grundstücks hat wohl den größten Einfluss auf den Preis. Je größer das Grundstück, desto größer und leistungsstärker muss der Mähroboter sein. Es gibt Mähroboter, die nur sehr kleine Flächen von bis zu 200 qm mähen. Andere sind für deutlich größere Flächen von 2000 qm oder mehr konzipiert. Für gigantische Flächen gibt es sogar Mähroboter die 30.000 qm schaffen.

Die Angaben der Hersteller zur Flächenleistung nehmen dabei meist an, dass der Mähroboter die ganze Woche von montags bis freitags jeden Tag 15 Stunden lang im Dauerbetrieb ist. Es ist wichtig beim Kauf darauf zu achten, dass das in den meisten Fällen unrealistisch ist.

Im Artikel Wie lange braucht ein Mähroboter für deinen Garten kannst du alles über die Flächenleistung lesen. Ganz unten gibt es dort einen Rechner, mit dem du ausrechnen kannst, welche Flächenleistung du brauchst.

Ein Elektrorasenmäher plus Kabel kostet meist so um die 250 Euro, ein Benzinmäher knapp über 300 Euro. Von den Anschaffungskosten her sind diese natürlich deutlich günstiger.

  • Rasenmäher: 250 – 300 Euro
  • Mähroboter: ca. 1000 Euro

Der Punkt in Sachen Anschaffungskosten geht also an den gewöhnlichen Rasenmäher.

Berücksichtigst du jedoch die langfristige Kostenentwicklung und zahlst dir selber ein Gehalt für deine Rasenmäh-Bemühungen aus, amortisiert sich ein Mähroboter nach einiger Zeit. Genaueres kannst du im Artikel Was kostet ein Mähroboter nachlesen.

Mähroboter haben niedrigere Betriebskosten (Pro)

Ein Mähroboter spart einiges an Betriebskosten ein im Vergleich zu normalen Rasenmähern. Zum einen ist sein Energiebedarf niedriger, obwohl er deutlich länger auf dem Rasen unterwegs ist. Auch durch günstigeren und einfacheren Klingenaustausch sparst du bares Geld. Zudem kannst du einen guten Teil des Düngers einsparen, der sonst notwendig wäre, damit der Rasen gesund bleibt. Etwa 30 % des Düngers kann eingespart werden, manchmal sogar mehr. Die Betriebskosten können im Vergleich zu normalen Rasenmähern in etwa so aussehen:

  • Elektrorasenmäher: 110 Euro
  • Benzinrasenmäher: 140 Euro
  • Mähroboter: 60 Euro

Genaueres kannst du ebenfalls im Artikel über die Kosten eines Mähroboters lesen, oder auch in diesem Artikel, der die Betriebskosten umfangreich analysiert hat.

Der Wartungsaufwand bei Mährobotern ist größer als bei normalen Rasenmähern (Contra)

Da Mähroboter ständig im Einsatz sind, müssen sie auch etwas häufiger gereinigt werden, als normale Rasenmäher. Bei Rasenrobotern mit Messerteller müssen zudem die Klingen etwa alle 1 bis 3 Monate ausgetauscht werden. Außerdem kann es immer wieder mal passieren, dass irgendwas mit dem Gerät nicht stimmt, dann musst du das Problem erst beheben.

Beispielsweise kann es vorkommen, dass das Begrenzungskabel unterbrochen wird, wenn du es z. B. versehentlich mit einem Spaten durchrennst. Dann musst du erst nach der Stelle suchen und diese dann wieder reparieren. Oder irgendetwas stimmt mit der Elektronik nicht. Auf der anderen Seite muss man sagen, dass viele anfängliche Kinderprobleme sich mit einiger Zeit im Betrieb ausgemerzt haben.

Mähroboter arbeiten leiser als normale Rasenmäher (Pro)

Während herkömmliche Rasenmäher gerne 80 Dezibel oder sogar bis zu 100 Dezibel laut sein können, bewegen sich Mähroboter mit ihrer Geräuschemission zwischen 55 und 75 Dezibel, wobei die Mehrheit der Mähroboter sich bei ca. 65 Dezibel bewegen.

Das ist nicht nur schön für die Nerven und den Nachbarn. Die besonders leisen Mähroboter sind sogar so leise, dass du sie bisweilen auch sonntags oder nachts arbeiten lassen kannst. Wie toll ist das denn, wenn du morgens aufwachst und einen frisch gemähten Rasen vor dir hast?

Willst du mehr zum Thema Lautstärke von Mährobotern erfahren, hat mein Kollege hier einen sehr umfangreichen Artikel darüber verfasst.

Die Installation eines Mähroboters ist aufwändig (Contra)

Die Installation eines Mähroboters ist mit einem gewissen Aufwand verbunden. Es ist leider nicht damit getan, dass du den Stecker rein steckst uns los geht’s. Wobei es hier auch darauf ankommt, ob du einen Mähroboter mit oder ohne Begrenzungskabel hast.

Mähroboter mit Begrenzungskabel

Die meisten Hersteller setzen auf Mähroboter mit Begrenzungskabel. Neben dem Begrenzungskabel gibt es noch eine Ladestation und oft eines oder mehrere Suchkabel, die installiert werden müssen. Die Begrenzungs- und Suchkabel müssen dicht unter der Grasnarbe eingegraben werden, was schon recht aufwendig sein kann. Für die Ladestation muss ein geeigneter Ort gefunden werden. Sie muss mit speziellen Haken oder Schrauben im Boden verankert werden. Dies dauert meist nicht all zu lange.

Nicht zuletzt muss der Mähroboter noch richtig eingestellt werden. Viele Mähroboter haben zu Beginn schon gewisse Standardeinstellungen, mit denen sie den Garten dann mähen. Eventuell möchtest du aber andere Einstellungen haben, weil du beispielsweise den Mähroboter nur vormittags mähen lassen willst. Oder du möchtest aus bestimmten Gründen den Regensensor abstellen. Das musst du dann alles erst noch einstellen.

Mähroboter ohne Begrenzungskabel

Diese haben so gut wie keinen Installationsaufwand. Einen solchen Mähroboter setzt du in der Regel einfach auf deiner Rasenfläche aus, schaltest ihn an und los geht’s. Sie erkennen die Grenzen des Rasens mit einem Grassensor. Sie bringen einige Vorteile und Nachteile gegenüber Mährobotern mit Begrenzungskabel mit sich. Der größte Vorteil ist aber wohl, dass sie keinen oder fast keinen Installationsaufwand haben.

Es kann lediglich sein, dass du in deinem Garten einige Kleinigkeiten noch anpassen musst, damit der Mähroboter gefahrlos fahren kann. Hast du z. B. einen Pool oder Teich im Garten, solltest du beim Einsatz eines Mähroboters ohne Begrenzungskabel die Wasserfläche auf jeden Fall mit einer Barriere umschließen, damit der Mähroboter nicht versehentlich dort reinfährt (der Grassensor ist nicht so zuverlässig wie ein Begrenzungskabel). Eventuell gibt es auch noch andere Stellen in deinem Garten, an denen du zur Sicherheit eine Barriere installieren willst, damit der Rasenroboter beispielsweise nicht übers Blumenbeet fährt.

Rasenroboter sind langfristig kosteneffizienter (Pro)

Rasenroboter haben zwar deutlich Anschaffungskosten, sind dafür aber kosteneffizienter. Dies gilt allerdings nur unter Einberechnung der Arbeitszeit. Oben habe ich dir schon gezeigt, dass die Betriebskosten deutlich kleiner sind als bei normalen Rasenmähern. Hier noch mal der Vergleich:

  • Elektrorasenmäher: 110 Euro
  • Benzinrasenmäher: 140 Euro
  • Mähroboter: 60 Euro

Gleichzeitig kosten Mähroboter um die 1000 Euro und herkömmliche Rasenmäher zwischen 250 und 300 Euro, wie ich in dem Abschnitt davor gezeigt habe. Wenn der Mähroboter 700 Euro teurer ist und 80 Euro weniger kosten im Jahr verursacht, würde es also fast 9 Jahre dauern, bis sich die Investition gelohnt hat. Zugegebener Maßen doch eine recht lange Zeit.

Doch wenn du dir selbst einen Arbeitslohn von 10 Euro auszahlen würdest, für Rasenmähen und Wartung des Rasenmähers oder Roboters, sieht die Sache schon ganz anders aus. Folgende Grafik vergleicht die Kostenentwicklung verschiedener Preisklassen von Mährobotern mit herkömmlichen Rasenmähern. Die gesamte Rechnung kannst du im Artikel Was kostet ein Mähroboter nachlesen, auf den ich hier schon mehrfach verwiesen habe.

Manche Mähroboter haben mit sehr starken Steigungen Probleme (Contra)

Extreme Steigungen machen Mähroboter zu schaffen. Für sehr steile Hänge sind sie einfach nicht gemacht. Sie schaffen es nicht, hoch zu fahren, rutschen dabei ab, oder ihre Räder drehen durch, was die Grasnarbe beschädigt. Insbesondere wenn es Nass ist, das Gras rutschig, wenn der Boden aufgeweicht ist, oder viele Blätter im Garten liegen, kann es zu Problemen kommen.

Die meisten Mähroboter kommen allerdings mit Steigungen bis zu 25 % klar. Mittlerweile gibt es auch schon eine sehr große Zahl an Mährobotern, die 35 % locker bewältigen. Darüber hinaus wird das Angebot schon etwas Dünner. Doch der Hersteller Husqvarna liefert hier noch eine sehr große Palette an Mährobotern, die bis zu 45 % schaffen.

Ein Zubehörteil, das sogenannte Offroad-Kit, kann dabei für noch mehr Halt sorgen, so dass der Mähroboter nicht so leicht abrutscht und noch größere Steigungen schafft. Husqvarna Mähroboter sind tendenziell aber auch deutlich teurer als die Geräte anderer Hersteller.

Eine weitere Möglichkeit, wie du dem Mähroboter an steilen Stellen mehr Halt geben kannst und den Rasen vor Beschädigungen durch durchdrehende Räder bewahren kannst, sind sogenannte Rasenschutzgitter.

Es gibt auch noch einige wenige Modelle anderer Hersteller, die über 50 % schaffen, diese sind aber schwer zu finden.

Mähroboter können durchaus mit gewissen Steigungen zurechtkommen, wenn sie nicht zu krass sind. Ab einer gewissen Steigung macht sich das aber auch im Preis der Geräte bemerkbar. Alles was über 35 % schafft, kostet auch entsprechend mehr.

Dank des Mulchsystems hast du weniger Gartenabfälle (Pro)

Der Mähroboter mulcht den Rasen. Beim Mulchen wird der Rasenschnitt nicht entfernt, sondern bleibt auf dem Rasen liegen und verwittert, so dass dessen Nährstoffe dem Rasen wieder zugeführt werden können.

Rasenschnitt kann jedoch nicht einfach so auf dem Rasen liegen bleiben, das könnte den Rasen verfilzen, die Durchlüftung verschlechtern und der Rasenschnitt könnte sogar anfangen zu faulen. Daher schneiden Mähroboter immer nur eine ganz kleine Spitze des Rasens ab. Das erreichen sie dadurch, dass sie sehr häufig mähen, nämlich mindestens jeden zweiten Tag.

Diese sehr feinen Rasenspitzen können den Rasen nicht verfilzen und verwittern sehr schnell. Das hat zwei Vorteile. Zum einen musst du dich nicht um die Entsorgung des Rasens kümmern und hast dadurch z. B. mehr Platz für andere Abfälle in der Biotonne. Zum anderen wird der Rasen kontinuierlich gedüngt und wird so saftiger und grüner. Nicht zuletzt sparst du ungefähr 30 % des Düngers ein, den du über das Jahr verteilt auf dem Rasen einsetzen solltest.

Komplexe Gärten erfordern besonders teure Mähroboter Modelle (Contra)

Mit einem einfachen, rechteckigen Garten kommt jeder Mähroboter ziemlich gut klar. Doch sobald der Garten sehr verwinkelt wird, mit vielen Flächen die nur über schmale Passagen miteinander verbunden sind, vielen Entstellen, Winkeln und langgezogenen Schläuchen, kann mit einem einfachen Mähroboter nicht mehr garantiert werden, dass jede Stelle gleichermaßen oft gemäht wird. Manche Stellen erreicht er eventuell gar nicht, oder er bleibt an bestimmten Stellen hängen.

Für solche Gärten sind Geräte notwendig, die über fortschrittlichere Navigationssysteme verfügen. Diese sind z. B.

  • Engpassagen-Schaltung
  • Multi-Zonen
  • GPS-Navigation

Geräte mit Multi-Zonen Schaltung gehören hierbei zu den günstigsten Modellen, während Geräte mit Enpassagen-Schaltung schon etwas teurer sind und du für GPS gestützte Mähroboter am tiefsten in die Tasche greifen musst. Manche Geräte kombinieren diese Systeme auch.

Mähroboter produzieren ein saubereres Schnittbild (Pro)

Dadurch, dass Mähroboter sehr häufig und regelmäßig mähen und sie dabei nach dem Chaosprinzip durch die Gegend fahren, entsteht ein sehr gleichmäßiges und sauberes Schnittbild.

Es mag dir auf den ersten Blick vielleicht nicht einleuchten, warum das Chaosprinzip zu einem saubereren Schnittbild führt. Der Grund liegt darin, dass im Gegensatz zum Mähen mit dem normalen Mäher, der Rasen aus allen Richtungen kommend geschnitten wird. Dadurch wird er nicht immer in eine Richtung „gekämmt“ und es entstehen zudem keine Streifen durch das geradlinige Mähen oder Spuren an den Stellen, an denen der Rasenmäher regelmäßig entlanggeführt wird.

Außerdem sorgt der häufige Schnitt dafür, dass der Rasen besser wächst, doch dazu später mehr.

Zu Beginn erfordert der Einsatz eines Mähroboters etwas Einarbeitungszeit (Contra)

Ein Mähroboter ist ein komplexes Gerät und es ist leider nicht damit getan, dass du auf den Knopf drückst und los geht’s. Natürlich musst du dich anfänglich mit der Installation des Geräts (bei Robotern mit Begrenzungskabel) und später auch mit der Bedienung und Konfiguration auseinandersetzen.

Viele Mähroboter kommen mittlerweile sogar mit einer App, mit der der Mäher konfiguriert werden kann. Das macht das Konfigurieren, wie ich finde, leichter, als wenn du ihn an einem kleinen Display am Gerät bedienen müsstest.

Viele Geräte kommen auch schon mit Voreinstellungen, was z. B. die Mähzeiten angeht, die du individuell anpassen kannst, aber nicht musst. Mit ein bisschen Einarbeitungszeit musst du schon zu Beginn rechnen, doch die hält sich in den meisten Fällen eher in Grenze. Es hängt sicherlich auch davon ab, wie komplex beispielsweise das Grundstück ist und du hier viel konfigurieren musst.

Außerdem kann das Ganze durchaus auch Spaß machen, wenn du dich für das Gerät interessierst. Ob das als starker (wenn überhaupt) Minuspunkt gewertet werden kann, hängt wohl von der individuellen Person ab.

Durch das Mulchen und regelmäßige, häufige Mähen ist der Rasen gesünder (Pro)

Weiter oben habe ich schon erwähnt, dass durch das Mulchen der Rasen kontinuierlich über neuen Dünger verfügt und dadurch besser wächst und gesünder wird. Durch das bessere Wachstum haben fremde Unkräuter und Ungräser, die eher auf kargere Böden angepasst sind, es auch schwerer sich auszubreiten.

Nutzrasensorten sind zudem an einen häufigen Schnitt angepasst und wachsen bei häufigem Schnitt in die Breite, um den häufigen Schnitt zu kompensieren. Dadurch wird der Rasen kräftiger und kann sich ebenfalls gegen fremde Pflanzen besser durchsetzen.

Nicht zuletzt bekommt das häufige Mähen anderen Pflanzen umso weniger. Insbesondere einige Unkräuter können sich schlechter verbreiten, da sie ihre Blüten nicht ausbilden können. Diese werden immer schon weggeschnitten, bevor sie aufblühen können. Freilich nicht bei allen, aber bei einigen Unkrautsorten. Gras hingegen muss nicht sehr hoch wachsen, um sich ausbreiten zu können.

Der Effekt des abnehmenden Unkrauts ist allerdings ein sehr langsamer, der manchmal erst nach einigen Saisons wirklich sichtbar wird und durch andere Anti-Unkraut Maßnahmen unterstützt werden sollte.

Bei vielen Rasenroboter Modellen muss die Rasenkante nachgeschnitten werden (Contra)

Ein Problem das viele Mähroboter mit sich bringen ist, dass sie nicht bis zum Rand schneiden. Zwischen Karosserie und Mähwerk besteht ein gewisser Abstand, der aus Sicherheitsgründen recht groß gewählt ist, so dass z. B. wenn ein Fuß unter den Mäher gerät, hier wenigstens noch ein bisschen Spielraum ist, bevor er ins Messer kommt.

Aufgrund dieses Spielraumes muss der Mäher vom Prinzip her an den Rändern immer ein Stück über den Rand des Rasens hinausfahren, um diesen komplett zu mähen. Das ist natürlich nicht überall möglich, wenn ein Hindernis, z. B. eine Hauswand, Blumenbeet oder Hecke dort im Weg steht. Der Mähroboter stößt dann dort an oder du hast das Begrenzungskabel gleich so gelegt, dass er dort zwar nicht anstößt, aber auch nicht den Rasen bis zum Rand mähen kann.

Es gibt jedoch Mähroboter, die eine sogenannte Kantenmäh-Funktion haben. Im Kantenmähmodus fahren diese außen am Begrenzungskabel lang und mähen die Kante. Dadurch dass ihr Mähwerk etwas versetzt ist, können sie damit auch sehr dicht am Rand mähen.

Eine andere Möglichkeit ist, den Rasen außen mit ebenerdigen Rasenkantensteinen zu begrenzen, auf die der Mähroboter ein Stück auffahren kann. Dadurch kann er dann auch bis zum Rand mähen, selbst wenn er über keine Kantenmähfunktion verfügt.

Im Gegensatz zu Benzinmähern erzeugen Mähroboter keine lokalen Emissionen (Pro)

Ein Vorteil, den sich Mähroboter mit Elektrorasenmähern teilen ist, dass sie keine Abgase erzeugen (zumindest nicht bei dir im Garten, natürlich muss der Strom auch irgendwie erzeugt werden, wodurch wieder Emissionen entstehen). Das ist natürlich ein Pluspunkt gegenüber Benzinmähern, da kein lästiger Gestank entsteht und für eine sauberere Luft sogt. Das dankt einem die Natur sowie die eigene Gesundheit.

Mähroboter bieten ein erhöhtes Gefahrenpotential für Mensch und Tier (Contra)

Genau wie normale Rasenmäher arbeiten Mähroboter mit scharfen Klingen unter die am besten weder Mensch noch Tier gerät. Mähroboter versuchen mit sehr vielen Sicherheitssystemen das Gefahrenpotential möglichst gering zu halten, trotzdem stellt es ein gewisses Unfallrisiko dar, dass eine rotierende Messerscheibe quasi unkontrolliert in der Gegend rumfährt.

Zum einen stellt es eine Gefahr für Kinder dar, zum anderen können Haustiere, oder auch andere Bewohner des Gartens, wie z. B. Igel vom Mähroboter verletzt werden. Durch das Einstellen geeigneter Mähzeiten lässt sich dieses Risiko allerdings minimieren. So kannst du den Mähroboter z. B. vormittags mähen lassen, während die Kinder nicht im Haus sind oder dein Hund und deine Katze sich drinnen aufhalten. Auch Igel & Co sind um diese Uhrzeit meist nicht im Garten unterwegs.

Näheres darüber, wie gefährlich Mähroboter für Kinder sind, was die Hersteller tun, um die Geräte sicherer zu machen und was du selbst tun kannst, um das Unfallrisiko zu minimieren, erfährst du hier: Sind Mähroboter gefährlich für Kinder?

Auch über die Gefahr von Mährobotern für Tiere habe ich einen Artikel geschrieben, den du hier lesen kannst: Sind Mähroboter gefährlich für Haustiere?

Für Menschen mit Graspollenallergie eignen sich Mähroboter besonders (Pro)

Wer gegen Graspollen allergisch ist, für den eignen Mähroboter besonders. Beim Mähen mit einem herkömmlichen Rasenmäher werden sehr viele Graspollen aufgewirbelt, während du dich natürlich auf dem Rasen befindest, um den Rasenmäher zu steuern.

Ein Mähroboter wirbelt erstens Graspollen nicht so stark auf und zweitens kannst du dich beim Mähen des Rasens fernhalten. Ein großer Pluspunkt also Allergiker, die sich beim Rasenmähen aufgrund der ganzen Graspollen abquälen.

Rasenroboter können gestohlen werden (Contra)

Rasenroboter sind teure Geräte, viel teurer als ein normaler Mähroboter und befinden sich Tag und Nacht draußen im Garten, frei zugänglich für jedermann, der sich zutritt zum Garten verschaffen kann. Das birgt natürlich auch ein gewisses Diebstahlrisiko. Mähroboter sind zwar mit einer ganzen Reihe von Anti-Diebstahl Funktionen ausgestattet, die von einem einfachen Alarm-Signal beim Anheben des Mähroboter durch unbefugte, bis hin zu Tracking des Gerätes mittels GPS reichen, doch 100 % sicher vor Diebstahl bist du damit auch nicht.

Es gibt jedoch noch viele weitere Maßnahmen, mit denen du deinen Mähroboter vor Diebstahl schützen kannst, wie z. B. diebstahlsichere Rolltorgaragen oder Tiefgaragen.

Hier erfährst du mehr darüber, wie du deinen Mähroboter gegen Diebstahl schützen kannst.

Zudem kannst du den Mähroboter auch gegen Diebstahl und andere Dinge versichern. Zum Thema Mähroboter und Versicherungen habe ich hier ebenfalls einen umfangreichen Artikel, den du dir unbedingt anschauen solltest.

Gehbehinderte Menschen müssen sich nicht mehr mit Rasenmähen abmühen (Pro)

Mähroboter können gehbehinderten Menschen das Leben erleichtern, indem sie ihnen die Arbeit des Rasenmähens abnehmen. Für alle diejenigen, die nicht mehr so gut laufen können, sei es altersbedingt oder aufgrund einer körperlichen Behinderung, ist das auf jeden Fall ein großer Vorteil.

Ganz von alleine läuft der Mähroboter jedoch nicht, ab und zu muss er schon gereinigt werden und die Klingen müssen ausgewechselt werden. Wenn der Besitzer auch dazu nicht mehr in der Lage ist, sollte das von einer anderen Person in regelmäßigen Abständen übernommen werden.

Mähroboter können getrennte Flächen nicht alleine mähen (Contra)

Zwei getrennte Rasenflächen sind mit einem normalen Rasenmäher kein Problem. Einfach wenn du fertig bist, Stecker raus ziehen, Gerät auf die andere Fläche bringen, Stecker rein, und weiter geht’s!

Mit einem Mähroboter hast du hier ein kleines Problem. Denn ohne Verbindung kann der Mähroboter freilich nicht auf die andere Fläche fahren, um dort zu mähen. Bei Mährobotern ohne Begrenzungskabel kannst du ihn einfach rüber tragen (diese brauchen sowieso etwas Betreuung).

Bei einem Mähroboter mit Begrenzungskabel kannst du aber keine zwei völlig getrennten Flächen so ohne weiteres mähen. Der Mähroboter muss ja in regelmäßigen Abständen zur Ladestation zurückkehren, um sich wieder aufzuladen. Das heißt du bräuchtest auf der zweiten Fläche dann auch eine Ladestation. Der Mähroboter lässt sich aber nicht an zwei unterschiedlichen Ladestationen gleichzeitig installieren. Das heißt du bräuchtest dann auch gleich einen weiteren Mähroboter für die zweite Fläche. Ergo: Ein Mähroboter mit Begrenzungskabel kann nicht zwei getrennte Flächen mähen.

Getrennt bedeutet hier aber wirklich, dass es absolut keine Verbindung gibt, die der Mähroboter überwinden kann. Gibt es z. B. einen Gehweg oder dergleichen, kannst du eine Engpassagen-Schaltung einrichten, die der Mähroboter dann nutzt, um auf die andere Fläche zu fahren.

Auch im Urlaub bleibt dein Rasen stets gemäht (Pro)

Auch wenn du in den Urlaub fährst, kannst du deinen Mähroboter weiter einsetzen. So ist dein Rasen frisch gemäht, wenn du nach Hause kommst und du hast keinen halben Wald im Garten stehen. Das ist für deinen Rasen auch besser, denn wenn er für mehrere Wochen nicht gemäht wird, kann das schon einen – wenn auch kleinen – negativen Effekt auf die Gesundheit des Rasens haben.

Außerdem sind bei nicht-mähen des Rasens nach dem Urlaub besondere Rasenpflegeregeln einzuhalten, wie z. B. die Ein-Drittel-Regel – die du dann allerdings außer Acht lassen kannst, denn der Rasen wurde ja fleißig gemäht.

Was zu beachten ist, wenn du deinen Mähroboter im Urlaub einsetzen möchtest, kannst du hier nachlesen: Sollten Mähroboter im Urlaub mähen?

Spielzeug und Gartenwerkzeug muss stets rechtzeitig vom Rasen entfernt werden um Schäden zu vermeiden (Contra)

So ein Rasenroboter hat zwar Sensoren, mit denen er gewisse Hindernisse wahrnimmt, doch nicht alles was auf dem Rasen herumliegt, wird als Hindernis erkannt. Gartenwerkzeuge wie Harken oder Schippen können auch gerne mal überfahren werden. Selbiges gilt für Spielzeug im Garten.

Dies kann einerseits die Gegenstände selbst beschädigen, als auch das Mähwerk des Mähroboters. Daher muss ständig darauf geachtet werden, dass nicht irgendwelche Dinge im Garten herumliegen, die vom Mähroboter überfahren werden könnten. Nach einiger Zeit wird es aber bei jedem zum Automatismus darauf zu achten und du wirst dann automatisch immer dran denken, alles weg zu räumen, das unters Messer geraten könnte.

Wie entscheidest du, ob du dir einen Mähroboter zulegen solltest?

Letztendlich geht es bei der Frage darum, was dich überhaupt dazu bewegt, dir einen Mähroboter zu kaufen und was dich eher davon abhält, dir einen zuzulegen. Du kennst jetzt alle Vor- und Nachteile eines Mähroboter und die ungefähren Hintergründe dazu, das sollte dir die Entscheidung schon etwas erleichtern. Insbesondere bei den Nachteilen gibt es einige Punkte, bei denen du gegensteuern kannst, wie ich oben beschrieben habe.

Beispielsweise stellt das Unfallrisiko für Familien mit Kindern meist kein wirkliches Problem dar, wenn du den Mähroboter nur vormittags unter der Woche fahren lässt und ein Gerät wählst, das groß genug ist, um mit der gleichen Fläche auch in kürzerer Zeit fertig zu werden.

Manche haben auch bedenken, ob der Mähroboter in ihrem Garten klarkommt. Freilich braucht ein komplexerer Garten auch ein Gerät, dass sich dort zurechtfindet, sei es durch Multi-Zonen Funktion oder GPS-Navigation, doch in den meisten Gärten kann ein Mähroboter arbeiten. Lediglich in Extremfällen, wie beispielsweise wenn dein Garten extreme Steigungen von über 50 % hat, würde ein Mähroboter wenig Sinn machen.

Ich habe einen Text erstellt, der dir zusätzlich helfen soll, zu entscheiden, ob für dich ein Mähroboter das Richtige ist oder nicht.

TEST – Ist ein Mähroboter das Richtige für dich?

Über den Autor
Matthias

Matthias

Matthias Müller ist einer der Gründer dieses Blogs. Er beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit allen Themen rund um Automatisierung, Robotik und Zukunftstechnologien. Gleichzeitig ist er ein großer Naturliebhaber und daher fasziniert von dem ungewöhnlichen Zusammenspiel aus Robotern und Natur.

Februar 7, 2019