Was können Mähroboter

Was können diese Mähroboter eigentlich?

Bei einem deiner Nachbarn fährt so ein Ding im Garten rum, das sich Mähroboter nennt und du fragst dich, was diese Dinger eigentlich können? Da bist du hier richtig, denn ich habe mich mit Mährobotern schon ausgiebig auseinandergesetzt. Hier gebe ich dir einen kurzen Überblick, was Mähroboter eigentlich können und auch was sie nicht können.

Was kann ein Mähroboter? Ein Mähroboter ist ein automatischer Rasenmäher, der eine Rasenfläche nach eigenem Zeitplan und völlig selbstständig mäht. Dabei ist er täglich oder mindestens jeden zweiten Tag im Einsatz. Mähroboter erfüllen eine weitaus breitere Funktion als nur das Rasenmähen. Durch das Mulchen und die ständige Rasenpflege verbessern sie das Rasenbild deutlich.

Ich will dir hier einen richtigen Eindruck vermitteln, was diese Mähroboter eigentlich genau können und wofür sie da sind. Vielleicht liest du ja hier, weil du dir überlegst, ob das was für dich ist. Oder vielleicht auch nur aus reinem Interesse. Am Ende dieses Artikels bist du auf jeden Fall schlauer. Und auch wenn wir hier ein Mähroboter Blog sind, werde ich dir einen möglichst neutralen Einblick geben.

Der Einfachheit halber gehe ich hier auf Mähroboter mit Begrenzungskabel ein, die gefühlt 95 % aller Mähroboter ausmachen und den „klassischen“ Mähroboter darstellen. Wenn du etwas über Mähroboter ohne Begrenzungskabel erfahren möchtest, dann lies hier weiter.

Was kann eigentlich ein Mähroboter?

Mähroboter sind technisch sehr ausgefeilte Geräte, die deutlich mehr können, als nur wirr in der Gegend rumzufahren und Rasen zu mähen. Eine Sache wird von vielen nämlich oft falsch verstanden: Es ist nicht nur einfach ein automatischer Rasenmäher. Die Bezeichnung Rasenpflegeroboter wäre wahrscheinlich besser angebracht, denn darum geht es eigentlich beim Einsatz eines Mähroboters.

Aber fangen wir mal klein an. Die wichtigsten Vorteile eines Mähroboters sind:

  • Zeitersparnis
  • Arbeitsersparnis
  • Optimale Rasenpflege durch ständigen Schnitt
  • Kontinuierliche Düngung durch Mulchsystem
  • Energiesparsamkeit
  • Keine lokalen Emissionen (im Gegensatz zu Benzinmähern)

Dadurch dass du den Rasen nicht mehr selbst mähen musst, sondern das der Mähroboter für dich macht, sparst du natürlich Zeit ein, die du anderweitig verwenden kannst. Und die mühsame Arbeit musst du auch nicht mehr machen. Insbesondere wenn du eine recht große Rasenfläche hast, kann da ein Mähroboter schon eine Menge Zeit und Arbeit einsparen. Insbesondere wenn du deinen Rasen ein oder zwei Mal die Woche mähst.

Eine gute Rasenpflege bedeutet, neben regelmäßigem Düngen und Rasensprengen während Trockenperioden, vor allen Dingen den Rasen regelmäßig zu schneiden. Das verbessert seinen Wuchs und Robustheit und lässt ihn allgemein gesünder wirken. Andere Pflanzen hingegen, z. B. diverse Unkräuter und Ungräser mögen das nicht unbedingt. Diese werden dadurch mit der Zeit weniger. Das betrifft allerdings nicht alle Arten sondern nur einige.

Mähroboter mulchen den Rasen, das bedeutet, der Rasenschnitt bleibt auf dem Rasen liegen und verwittert dort, um in Nährstoffe umgewandelt zu werden, die dem Rasen wieder zugutekommen. Da zu langer Rasenschnitt nicht gut verwittert und zu Rasenfilz führen würde, muss der Rasenschnitt möglichst kurz sein. Das erreicht der Mähroboter, indem er den Rasen sehr oft mäht und immer nur die obere Spitze abschneidet. Diese landet dann in der Grasnarbe und verwirrter dort relativ schnell.

Daher ist es auch wichtig, dass der Mähroboter mindestens jeden zweiten Tag den Rasen mäht. Ein Mensch könnte das gar nicht bewerkstelligen, wenn er nicht gerade Zeit und Lust hat, jeden zweiten Tag den Rasen zu mähen.

Die ständige Nährstoffzufuhr durch den Rasenmulch kommt dem Rasen wiederum zugute, da er Nährstoffreichenboden natürlich mag und sich so besser gegen fremde Pflanzen durchsetzen kann, die weniger auf Nährstoffreichenboden angepasst sind. Allerdings sei hier gesagt, dass das Mulchen das normale Düngen nicht ersetzt, sondern lediglich die Menge an benötigtem Dünger reduziert, wie du auch in diesem Artikel von mir nachlesen kannst.

Das Mulchen hat außerdem den Vorteil, dass der Rasenschnitt nicht eingesammelt werden muss und die Biotonne verstopft. Diesen Gartenabfall kannst du dir dann also sparen.

Letztendlich ist der Mähroboter auch Energiesparsamer als ein normaler Rasenmäher. Obwohl der Mähroboter deutlich länger im Einsatz ist – je nach Größe der Fläche und Leistungsfähigkeit des Modells zwischen 4 und 10 Stunden am Tag – verbraucht er trotzdem weniger Energie, als würdest du die gleiche Fläche einmal pro Woche mit einem Rasenmäher mähen.

Die meisten Mähroboter arbeiten extrem energiesparsam, insbesondere jene mit einem Messerteller als Mähwerk.

Schlussendlich bleibt noch der Vorteil, dass du keine Emissionen in deinem Garten hast. Das ist natürlich nur ein Vorteil gegenüber Benzinrasenmähern.

Das war jetzt eine kurze Zusammenfassung der Vorteile. Es gibt noch viele weitere Vorteile, auf die ich jetzt nicht komplett eingehen möchte, da ich darüber schon an dieser Stelle berichtet habe. Dort erfährst du vor allen Dingen auch etwas über die Nachteile.

Mit was für Flächen kommen Mähroboter klar?

Mittlerweile gibt es Mähroboter für fast alle Anforderungen. Die Größe der Fläche ist mittlerweile kein großes Problem mehr. Es gibt Mähroboter für alle Flächen, vom kleinen Garten in der Stadt mit 50 qm bis zu gigantischen Rasenflächen von Goldplätzen mit 30.000 qm. Je größer die zu mähende Fläche, desto tiefer musst du dabei in die Tasche greifen und desto kleiner wird dabei in der Regel die Auswahl an Modellen.

Auch die Komplexität des Gartens stellt in den wenigsten Fällen ein Problem dar. Auch wenn du viele einzelne, miteinander verbundene Flächen hast, oder lange schlauchartige, oder gar labyrinthartige Gebilde in deinem Garten, gibt es Mähroboter die damit klarkommen. Mähroboter, die sehr komplexe Gärten bewältigen, arbeiten mit GPS. Aber auch Techniken wie der Verwendung eines Suchkabels oder die Multizonenfunktion ermöglichen die Mährobotern die Navigation in komplexen Gärten.

Und was ist mit sehr steilen Gärten? Die meisten Mähroboter schaffen heutzutage Steigungen bis 35 %. Es gibt auch nicht wenige Modelle, die sogar 45 % schaffen. Darüber hinaus wird es etwas dünner mit der Auswahl. HUSQVARNA hat jedoch z. B. erst kürzlich seine neuen Mähroboter vorgestellt, die bis zu 70 % schaffen und sogar am Hang wenden können (Automower 435x AWD und Automower 535 AWD).

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du heraus findest, welche Flächenleistung dein Mähroboter haben sollte, dann kann ich dir nur diesen Artikel von mir empfehlen.

Und wenn du dir gleich ein paar von mir empfohlene Mähroboter für verschiedene Flächengrößen anschauen möchtest, dann schau dir diese Artikel einmal an:

Der Mähroboter als Rasenpflegeroboter

Jetzt weißt du, dass der Mähroboter mehr ist als nur ein automatischer Rasenmäher. Er nimmt dir nicht nur Zeit und Arbeit ab, sondern verbessert zusätzlich das Rasenbild. Für einen gesunden Rasen muss dieser einfach sehr häufig gemäht werden und genau das kann der Mähroboter. Das Mulchen verbessert das Rasenbild zusätzlich.

Der Mähroboter ist daher vor allen Dingen für Leute etwas, die Zeit und Arbeit sparen wollen, aber gleichzeitig Wert auf einen gesunden Rasen legen, der dabei wie ein Teppich wirkt.

Ein Mähroboter ist in erster Linie eher etwas wie ein Rasenpflegeroboter. Er hegt und pflegt den Rasen, so dass ein schönes Rasenbild entsteht. Das erreicht er jedoch nur, durch seinen täglichen Einsatz. In zweiter Linie ist er ein automatischer Rasenmäher.

Ist dir ein wilder Rasen lieber, der etwas naturnäher ist und der nicht nur aus reinem Rasen besteht, sondern mehr wie eine Wiese auch viele andere verschiedenen Pflanzen, vor allem Wildblumen und dergleichen, aufweist, dann ist ein Mähroboter gar nicht das richtige für dich.

Erst vor kurzem habe ich einen ausführlichen Artikel darüber geschrieben, für wen ein Mähroboter eigentlich etwas ist und für wen nicht.

Doch du wolltest ja wissen, was ein Mähroboter alles kann. Also fahren wir mal mit der technischen Seite fort.

Was können Mähroboter von technischer Seite aus?

Bei der Frage, was Mähroboter eigentlich können, ist ja auch sehr interessant, was für eine Technik eigentlich dahintersteckt. Mit was für technischen Raffinessen sind Mähroboter ausgestattet, damit sie ihre Aufgabe erfüllen können?

Das ist natürlich von Mähroboter zu Mähroboter unterschiedlich. Es gibt unzählige Modelle und Hersteller. In diesem Artikel habe ich schon alleine 14 verschiedene Hersteller von Mährobotern vorgestellt. Darüber hinaus gibt es noch einige weitere weniger bekannte.

Daher liste ich jetzt erst mal einige Techniken auf, die jeder Mähroboter nutzt. Danach folgen dann einige speziellere Techniken.

Das kann jeder Mähroboter

  • Ladestation: Auf der Ladestation lädt der Mähroboter sich auf und parkt dort auch während Ruhezeiten. Von der Ladestation gehen zudem Begrenzungskabel und Suchkabel aus. Sie zeigt mittels LED Lampen den Zustand der gesamten Mähroboter Installation an (z. B. ob ein Kabel beschädigt ist).
  • Begrenzungskabel: Alle Mähroboter (außer eben die ohne Begrenzungskabel). Das ist ein Kabel, das von der Ladestation ausgehend, um die gesamte Arbeitsfläche verläuft und diese begrenzt. Durch dieses Kabel verläuft ein schwacher Strom, das ein magnetisches Feld erzeugt, welches der Mähroboter mit seinen Sensoren registrieren kann. Er überfährt dieses Kabel nur maximal um einige Zentimeter und dreht dann in eine andere Richtung ab.
  • Eigenständiges Aufladen: Jeder Mähroboter (mit Begrenzungskabel) ist in der Lage, selbstständig zurück zur Ladestation zu finden, um sich dort wieder aufzuladen und weiter zu mähen.
  • Programmierung von Zeiten: Mit ganz wenigen Ausnahmen können alle Mähroboter entsprechend den eigenen Präferenzen programmiert werden, so dass sie an bestimmten Tagen und bestimmten Uhrzeiten mähen
  • Software zur Navigation: Jeder Mähroboter verfügt über eine Software zur Navigation im Garten. Wie ausgereift diese ist und welche Techniken dazu genutzt werden, hängt vom Modell ab. Manche Mähroboter nutzen sogar GPS (siehe Liste unten)
  • Stoßsensoren: Jeder Mähroboter verfügt über Stoßsensoren. Die äußere Karosserie ist meistens beweglich auf dem Mähroboter gelagert. Auf der Innenseite befinden sich dann die Stoßsensoren, die eine Kollision des Mähroboters mit einem Objekt registrieren. Der Mähroboter bleibt dann stehen, setzt zurück und dreht in eine andere Richtung ab.
  • Hebe- und Kippsensoren: Spezielle Sensoren im Mähroboter registrieren, wenn der Mähroboter angehoben wird, damit er softwareseitig darauf reagieren kann. Beispielsweise wird bei den meisten Mähroboter bei einem Anheben des Geräts das Mähwerk ausgeschaltet. Auch Diebstahlsicherungen arbeiten unter anderem mit den Hebesensoren.
  • PIN-Code Sicherung: Ich bin mir nicht sicher, ob jeder Mähroboter das hat, allerdings bin ich der Meinung, dass jeder Mähroboter das haben sollte. Eine PIN-Code Sicherung, so dass der Mähroboter nur bedient und eingesetzt werden kann, wenn man über den PIN verfügt.

Kommen wir nun zu weiteren Techniken, die nicht jeder Mähroboter besitzt und die teilweise spezifisch für Mähroboter bestimmter Hersteller sind, oder gar nur einzelne Modelle besitzen.

Weitere Techniken mancher Mähroboter

  1. Regensensor
  2. Wachstumssensor/Wettertimer
  3. Suchkabel
  4. Fernstartpunkte
  5. Neigungssensor
  6. Intelligente Geschwindigkeitsanpassung
  7. Akustisches Alarmsignal
  8. Sperrfunktion, Zeitschloss-Funktion, Installationssperre
  9. Steuerung per App
  10. WLAN/Bluetooth
  11. GSM-Modul
  12. GPRS-Fähigkeit
  13. GPS-Modul
  14. Geofencing
  15. GPS-Tracking
  16. GPS-Navigation
  17. Multizonenprogramm
  18. Kantenmähfunktion/Kantenmodus/Randmähen
  19. Spiralschnitt/Spot Cutting
  20. Automatische Passagenerkennung/Easy Passage
  21. Logicut-System
  22. Auto-Kalender Funktion
  23. SensorCut
  24. Double-Cut-System (DCS)
  25. Ultraschallsensoren
  26. AIA (Artificial Intelligence Algorithm)
  27. Differential Global Positioning System (DGPS)
  28. Nachtbetrieb
  29. Geordneter Modus

Regensensor

Mit einem Regensensor erkennt der Mähroboter, ob der Rasen gerade nass ist oder nicht, um zu vermeiden, nassen Rasen zu mähen. Es ist nicht so, dass es grundsätzlich schlecht ist, bei Regen zu mähen. Das hängt zum einen vom Mähroboter Modell ab, da z. B. schwere Mähroboter bei Nässe den Boden zu stark aufwühlen, als auch von der Beschaffenheit des Gartens, da ein Mähroboter an großen Steigungen gerade bei Nässe Probleme haben können. Es kann je nach Modell auch Probleme mit dem Mähen von nassem Gras geben. Ob ein Mähroboter einen Regensensor haben sollte und wozu, kannst du hier nachlesen. Es gibt auch kapazitive Regensensoren bei wenigen Modellen, die dem Mähroboter anzeigen, wenn es tatsächlich regnet (anstatt dass sie Nässe des Rasens mähen)

Wachstumssensor/Wettertimer

Der Wachstumssensor oder auch (irreführenderweise) Wettertimer genannt, ist ein Sensor des Mähroboters, der am Mähwerk den Widerstand beim Mähen misst und so Rückschlüsse auf die Wachstumsgeschwindigkeit des Rasens ziehen kann. Damit kann der Mähroboter seinen Mähplan dynamisch anpassen.

Suchkabel

Das Suchkabel funktioniert sehr ähnlich zum Begrenzungskabel, verläuft allerdings mittig durch den Garten. Es dient dem Mähroboter dazu, schneller zurück zur Ladestation zu finden, oder bestimmte Zielpunkte (Fernstartpunkte) auf dem Kabel gezielt anzusteuern, um beispielsweise auf Nebenflächen zu gelangen. GARDENA und HUSQVARNA Mähroboter besitzen alle ein Suchkabel.

Fernstartpunkte

Fernstartpunkte sind Punkte, die auf dem Begrenzungskabel oder dem Suchkabel gesetzt werden können, damit der Mähroboter diese Punkte ansteuern kann. Bei vielen Modellen ist es dann beispielsweise so, dass sie beim Starten von der Ladestation aus mit einer einstellbaren Wahrscheinlichkeit einen bestimmten Fernstartpunkt ansteuern.

Neigungssensor

Damit kann der Mähroboter die Steigung bzw. das Gefälle im Garten messen und darauf softwareseitig reagieren (siehe nächster Punkt).

Intelligente Geschwindigkeitsanpassung

Je nach Beschaffenheit des Untergrunds passt der Mähroboter seine Geschwindigkeit an, für eine bessere Bodenhaftung. Fährt der Mähroboter beispielsweise bergab, bremst er automatisch ab, um nicht zu schnell zu werden.

Akustisches Alarmsignal

Dasist eine Funktion zum Diebstahlschutz, die durch verschiedene Ereignisse ausgelöst werden kann. Beispielsweise kann der Alarm ertönen, wenn der Hebesensor ausgelöst wird, weil das Gerät angehoben wird. Bei Mähroboter mit GPS kann der Alarm auch ausgelöst werden, wenn der Mähroboter ein bestimmtes, per Geokoordinaten festgelegtes Gebiet verlässt (Geofencing).

Sperrfunktion, Zeitschloss-Funktion, Installationssperre

Dies sind weitere Schutzfunktionen gegen Diebstahl, mit denen ein Mähroboter ausgestattet sein kann. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, kannst du hier einen umfangreichen Artikel von mir lesen, den ich über das Thema Diebstahlschutz für Mähroboter geschrieben habe.

Steuerung per App

Viele Mähroboter verfügen mittlerweile über eine Smartphone App, über die du den Mähroboter konfigurieren, programmieren und/oder auch steuern kannst.

WLAN/Bluetooth

Manche Mähroboter verfügen über ein WLAN und/oder Bluetooth Modul, über das mit dem Mähroboter per App oder auch vom PC aus kommuniziert werden kann.

GSM-Modul

Mit einem GSM-Modul kann der Mähroboter über das Handynetz SMS versenden und empfangen. Er kann so z. B. Statusmeldungen an seinen Besitzer senden, oder auch Befehle per SMS entgegennehmen, wie z. B. dass er mit dem Mähen beginnen soll. Bei GPRS-Fähigkeit kann er auch über das Internet gesteuert werden.

GPRS-Fähigkeit

Der General Packet Radio Service (GPRS) ist ein Dienst zur Datenübertragung in GSM-Netze. Der Mähroboter kann hiermit auch Daten aus dem Internet über das GSM-Modul empfangen. Dadurch ist es möglich, mit dem Mähroboter von überall aus z. B. dem Smartphone zu kommunizieren.

GPS-Modul

Das Global Positioning System (GPS) wird von vielen Geräten genutzt, um über ein globales Navigationssatellitensystem seine Position zu bestimmen. Auch manche Mähroboter sind damit ausgestattet. Die Technik wird dann für verschiedene Funktionen genutzt (vor allem einige HUSQVARNA, AMBROGIO und WIPER Mähroboter).

Geofencing

Beim Geofencing handelt es sich um eine Anti-Diebstahl Funktion. Damit kannst du einen bestimmten Punkt in deinem Garten per Geokoordinaten bestimmen, von dem aus der Mähroboter sich nur bis zu einer von dir festgelegten Distanz entfernen darf. Entfernt er sich zu weit, sperrt es sich, gibt einen akustischen Alarmton von sich und informiert dich per SMS oder App.

GPS-Tracking

Mittels GPS-Tracking kannst du stets die Position deines Mähroboters bestimmen. Das kann auch nützlich sein, wenn dein Mähroboter gestohlen wurde.

GPS-Navigation

Mähroboter können GPS auch zur Navigation nutzen. Zwar sind sie dann weiterhin auf das Begrenzungskabel angewiesen, sie erstellen aber eine digitale Karte deines Gartens, auf der sie vermerken, wo sie wann das letzte Mal gemäht haben und (bei vorhandenem Wachstumssensor), wie schnell dort das Gras wächst. So können sie gezielt an Stellen fahren, an denen dringend wieder gemäht werden muss (vor allem einige HUSQVARNA, AMBROGIO und WIPER Mähroboter).

Multizonenprogramm

Manche Mähroboter verfügen über die ein Multizonenprogramm, mit dem du mehrere Flächen mittels Fernstartpunkten definieren kannst und auch festlegen kannst, wieviel Prozent der gesamten Mähzeit auf diese angewendet werden soll (z. B. manche WORX Modelle)

Kantenmähfunktion/Kantenmodus/Randmähen

Mit dem Kantenmodus fährt der Mähroboter einmal außen am Rand entlang dem Begrenzungskabel entlang. Dabei fährt er besonders nahe an den Rand, damit er möglichst viel des Grases am Rand mit mäht. So bleibt weniger Gras am Rand stehen (manche ROBOMOW, WORX und AL-KO Mähroboter). Mehr über den Kantenmodus erfährst du hier.

Hier findest übrigens eine aktuelle Übersicht aller aktuellen Mähroboter mit Katenmodus, die ich empfehlen würde.

Spiralschnitt/Spot Cutting

Den Spiralschnitt wenden manche Mähroboter automatisch an, wenn sie mit ihren Wachstumssensoren feststellen, dass das Gras an einer bestimmten Stelle sehr lang geworden ist. Dann fahren sie von der Position aus in Form einer Spirale nach außen und mähen so das gesamte Areal um diesen Punkt. Die Funktion kann auch manuell gestartet werden (HUSQVARNA und GARDENA Mähroboter). Hier erfährst du mehr über den Spiralschnitt.

Automatische Passagenerkennung/Easy Passage

Mähroboter die über ein Suchkabel navigieren, fahren auf diesem Suchkabel innerhalb eines Korridors, um nicht immer genau die gleiche Fährte zu fahren und so Spuren zu hinterlassen. An engen Passagen ist diese Funktion hinderlich. Mit der automatischen Passagenerkennung erkennen Mähroboter Engstellen und verkleinern diesen Korridor (HUSQVARNA und GARDENA Mähroboter). Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, lies hier.

Logicut-System

Das ist ein System, mit dem der Mähroboter den Garten nicht „chaotisch“ per Zufall mäht, sondern nach einem bestimmten System mäht. Dabei kartiert der Mähroboter den Garten vor dem ersten Einsatz und erstellt dann einen Plan. Der Garten wird dann linear vom Mähroboter abgefahren (BOSCH Mähroboter). Mehr über die Unterschiede zwischen chaotischem und systematischem Mähen kannst du hier lesen.

Auto-Kalender Funktion

Mit der Auto-Kalender Funktion können Mähroboter selbst einen optimalen Mähplan erstellen, mit dem sie selbst entscheiden, an welchen Tagen sie zu welcher Uhrzeit losfahren und wann sie wieder heimkehren (BOSCH Mähroboter).

SensorCut

Ein spezielles System, das für besonders streifenfreies Mähen sorgt. Das wird unter anderem dadurch erreicht, dass die Klingen im Mähwerk beidseitig geschliffen sind und bei jedem Mähdurchlauf in eine andere Richtung rotieren (GARDENA Mähroboter).

Double-Cut-System (DCS)

BeimDouble-Cut-System handelt es sich um eine spezielle Mähwerk-Technik von AL-KO, die besonders feinen Rasenmulch beim Mähen erzeugt, der noch besser verwittert (AL-KO Mähroboter)

Ultraschallsensoren

Manche Mähroboter sind mit Ultraschallsensoren ausgestattet, die aus der Entfernung Hindernisse erkennen können (ähnliche Prinzip wie bei Fledermäusen). Das nutzen sie entweder, um dem Hindernis auszuweichen (WORX), oder bei besonders schnellen Mährobotern, um vor einer Kollision abzubremsen (HUSQVARNA).

AIA (Artificial Intelligence Algorithm)

Diese spezielle Technologie von WORX ermöglicht es dem Mähroboter, besonders intelligent im Garten zu navigieren. Besonders an den Kanten sind Mähroboter mit AIA effizienter. Auch das Navigieren durch enge Passagen funktioniert mit AIA deutlich besser.

Differential Global Positioning System (DGPS)

DasDifferential Global Positioning System (DGPS) ist ein spezielles GPS-System das ultragenau ist. Dabei wird zusätzlich ein Referenzpunkt zur Positionsbestimmung verwendet. Einige wenige und sehr teure Mähroboter sind damit ausgestattet. Diese Mähroboter brauchen nur das DGPS zum Navigieren und können auf ein Begrenzungskabel verzichten (einige Highend Modelle von AMBROGIO und WIPER)

Nachtbetrieb

Mähroboter mit Nachtbetrieb können so eingestellt warden, dass sie ihre Leistung etwas runterschrauben und so leiser arbeiten (HONDA Mähroboter)

Geordneter Modus

Der geordnete Modus bestimmt das Mäh-Muster bei HONDA Mährobotern. Der Modus kann für sehr komplexe Gärten aktiviert werden und sorgt dafür, dass der Mähroboter vom Begrenzungskabel in sehr spitzen Winkeln „abprallt“.

Das waren einige, jedoch nicht alle Funktionen, mit denen Mähroboter ausgestattet sein können. Das alles können Mähroboter also! Ganz schön viel oder? Wenn dir jetzt der Kopf raucht kann ich das auf jeden Fall verstehen 😉

Kennst du irgendeine wichtige Mähroboter Funktion, die hier noch Erwähnung finden sollte? Oder hast du Fragen? Schreib‘s in die Kommentare.

Verwandte Fragen

Was können Mähroboter ohne Begrenzungskabel? Mähroboter ohne Begrenzungskabel nutzen anstatt des Begrenzungskabels einen speziellen Grassensor, mit dem sie erkennen, wo der Rasen aufhört und sie nicht mehr mähen sollen. Zudem verwenden sie meist Stoßsensoren, um Hindernissen auszuweichen. Sie sind jedoch nicht in der Lage, sich selbstständig aufzuladen.

Auch interessant: Mähroboter mit oder ohne Begrenzungskabel? Was brauchst du?

Ab wann lohnt sich ein Mähroboter? Wenn es nur um die reine Zeiteinsparung geht, lohnen sich Mähroboter eher für mittelgroße bis große Flächen. Da Mähroboter aber auch das Rasenbild verbessern, lohnen sich Mähroboter für jeden, der neben der Zeit- und Arbeitseinsparung einen besonders gutes Rasenschnittbild haben möchte.

Über den Autor
Matthias

Matthias

Matthias Müller ist einer der Gründer dieses Blogs. Er beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit allen Themen rund um Automatisierung, Robotik und Zukunftstechnologien. Gleichzeitig ist er ein großer Naturliebhaber und daher fasziniert von dem ungewöhnlichen Zusammenspiel aus Robotern und Natur.

April 19, 2019

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