Welcher Mähroboter für welche Rasengröße

Welcher Mähroboter für welche Rasengröße? So findest du es heraus

Egal ob du nur einen sehr kleinen Garten in der Stadt hast, oder du auf dem Land wohnst und über ein riesig großes Areal verfügst: Für jede Gartengröße gibt es den passenden Mähroboter. Denn Mähroboter sind nicht gleich groß und haben vor allen Dingen nicht die gleiche Leistung. Manche Mähroboter kommen nur mit sehr kleinen Flächen zurecht, währen andere dafür geschaffen sind, riesige Flächen zu bearbeiten. Woher weißt du aber, was für einen Mähroboter du für deine Flächengröße brauchst?

Welcher Mähroboter ist für welche Flächengröße geeignet? Um den geeigneten Mähroboter für eine bestimmte Flächengröße zu finden, sollte auf die maximale Flächenleistung des Mähroboters geachtet werden, die stets sehr deutlich beim Mähroboter angegeben wird. Allerdings sollte die tatsächliche Größe der zu bearbeitenden Fläche kleiner sein, als die maximale Flächenleistung, da diese nur unter idealen, fiktiven Bedingungen gilt.

Jetzt hast du sicher viele weitere Fragen. Wie findest du überhaupt die Flächengröße deines Gartens am einfachsten raus? Was genau bedeutet diese maximale Flächenleistung beim Mähroboter? Wodurch wird sie beeinflusst? Was gibt es für Mähroboter für die verschiedenen Flächengrößen? Das alles erkläre ich dir in den nächsten Abschnitten.

So bestimmst du die Flächengröße deines Gartens

Bevor du den richtigen Mähroboter für deinen Rasen aussuchen kannst, musst du natürlich erst mal wissen, wie groß die Rasenfläche überhaupt ist. Wenn du die Flächengröße nicht kennst, solltest du sie erst bestimmen. Dazu hast du verschiedene Möglichkeiten.

  • Grundstücksplan deines Hauses/Gartens
  • Vermessen mit Google Maps
  • Vermessen per Hand
  • Vermessung per App

Ich habe diese Möglichkeiten in einem anderen Artikel schon genauer erläutert und will deshalb hier nicht zu sehr drauf eingehen.

Wenn du einen Grundstücksplan deines Hauses hast, kannst du dort natürlich die Fläche des Gartens ablesen. Entweder steht sie dort direkt, oder du kannst sie über die Seitenlängen ausrechnen, wenn dein Garten nicht all zu komplex ist.

Ansonsten würde ich dir die zweite Methode empfehlen, nämlich die Flächenbestimmung des Gartens mit Google Maps. Wie genau das geht, habe ich hier beschrieben.

Das vermessen des Gartens per Hand mit „herkömmllichen“ Geräten, also mit entsprechenden Entfernungsmessern, geht natürlich auch, kann aber sehr kompliziert werden, wenn dein Garten eher komplex ist.

Wenn du beim bestimmen der Flächengröße in deinem Garten rumspazieren möchtest, würde ich dir eher empfehlen, eine App zu verwenden. Hier habe ich erklärt, wie du das machst.

Für welche Flächengrößen gibt es überhaupt Mähroboter?

Mähroboter sind nicht alle gleich groß und sie sind für unterschiedlich große Flächen gebaut, das viel hatte ich ja schon erklärt. Doch was gibt es da eigentlich alles für Mähroboter? Was sind denn die kleinsten und größten Flächen, die Mähroboter mähen können?

Nun, nach unten hin gibt es im Prinzip keine Grenze, weil natürlich auch ein größerer Mähroboter kleinere Flächen mähen kann, auch wenn er für größere Flächen ausgelegt ist. Allerdings werden Mähroboter mit größerer Flächenleistung auch teurer, daher ist das nicht unbedingt sinnvoll (auch wenn es manchmal durchaus sinnvoll ist, ein etwas größeres Modell zu kaufen, wie du weiter unten sehen wirst).

Die kleinsten Mähroboter haben eine maximale Flächenleistung von 250 qm und sind in der Praxis für Flächen bis ca. 150 qm geeignet. Die größten Mähroboter schaffen auf der anderen Seite Flächen bis 30.000 qm. Letztere sind für die meisten Privatleute eher uninteressant, wenn sie nicht gerade in einem Schloss wohnen. Diese Riesen-Mähroboter sind eher für Golfplätze und Parkanlagen gedacht.

Die größte Auswahl an Mähroboter gibt es wohl für Gärten bis etwa 500 qm. Die meisten Hersteller bieten Mähroboter an, die mit solchen Flächen fertig werden. Vor kurzem habe ich übrigens eine Übersicht über eine Vielzahl von Mähroboter Herstellern erstellt, die du hier findest.

Je größer der Garten, desto geringer wird dann die Auswahl. Bis 1000 qm gibt es immer noch eine gewisse Auswahl an Modellen. Darüber bieten dann nur noch wenige Hersteller Mähroboter an, die entsprechende Flächen schaffen. HUSQVARNA bietet beispielsweise Mähroboter mit einer maximalen Flächenleistung von bis 5000 qm an. In der Praxis dürften das dann eher maximal 4000 qm sein.

Ist dein Garten noch größer, bleibt dir nur noch der Hersteller Zucchetti mit seinen „Wiper Yard“ Modellen, die allerdings eine gute Stange Geld kosten (ab 10.000 Euro aufwärts). „Normale“ Mähroboter sind auf jeden Fall günstiger. Falls es dich interessiert, in diesem Artikel erkläre ich, wie viel ein Mähroboter kostet.

Ich habe übrigens für verschiedene Größen von Gärten meine ganz persönlichen Empfehlungen von Mährobotern, die ich regelmäßig aktualisiere. Hier findest du sie:

Was genau bedeutet die Quadratmeterangabe beim Mähroboter?

Bei Mährobotern findest du oft eine Angabe zur maximalen Flächenkapazität oder maximalen Flächenleistung. „Maximal“ bedeutet hier, dass dieser Wert nur unter absolut optimalen Bedingungen und wenn du den Mähroboter bis an seine Leistungsgrenze auslastest, erreicht wird.

Das bedeutet also auch, dass die maximale Flächenleistung nur erreicht wird, wenn der Mähroboter so viele Stunden am Tag fährt, wie er maximal fahren kann. Kleinere Mähroboter haben oft eine softwareseitige Einschränkung, dass sie z. B. „nur“ 12 Stunden am Tag fahren können. Mähroboter mit größerer Flächenleistung können aber meistens 24 Stunden fahren (z. B. bei HUSQVARNA oft der Fall).

Wenn bei einem Mähroboter steht, dass dieser eine „maximale Flächenleistung“ von 2000 qm hat, kann es also sein, dass er diesen Wert nur erreicht, wenn er jeden Tag in der Woche für 24 Stunden im Einsatz ist. Das ist eine eher unrealistische Annahme, behaupte ich mal.

Weitere „Idealvorstellungen“ die dein Mähroboter hat:

  • Der Garten ist absolut eben und hat nicht die geringste Steigung
  • Er ist mit einer Rasensorte bepflanzt, die sich leicht schneiden lässt
  • Es regnet nie (bei Mährobotern mit Regensensor)
  • Es gibt keine Hindernisse im Garten
  • Der Garten ist absolut quadratisch

Solche „paradiesischen“ Bedingungen wird dein Mähroboter in der Praxis aber nicht vorfinden. Behalte das also im Hinterkopf. Im Schnitt kannst du etwa 30 % der maximalen Flächenleistung abziehen, um die tatsächliche Flächenleistung zu haben. Aber das ist auch stark von deinem Garten abhängig.

Im Grund kann man sagen: Je weniger die Faktoren die ich eben aufgelistet habe auf deinen Garten zutreffen, desto mehr Flächenleistung musst du bei deinem Mähroboter drauf rechnen. Hast du z. B. einen sehr komplexen Garten mit vielen Einzelflächen, die über schmale Korridore verbunden sind, musst du schon alleine dafür ca. 30 % mehr Flächenleistung einplanen.

Auf unserer Seite gibt es übrigens einen Flächenleistungsrechner.

Die maximal möglichen Mähstunden des Gerätes fließen in die maximale Flächenleistung ein

Der größte Einflussfaktor ist aber, wie lange du deinen Mähroboter am Tag einsetzen möchtest und wie viel er tatsächlich am Tag mähen könnte. Die maximal mögliche Zahl an Arbeitsstunden eines Mähroboters ist wie ich oben schon erwähnt habe vom Modell abhängig und wird softwareseitig manchmal eingeschränkt.

Der GARDENA R40Li muss z. B. am Tag 11 Stunden „Zwangspause“ einlegen und das ist in der maximalen Flächenleistung die der Hersteller angibt berücksichtigt. Der HUSQVARNA Automower 420 kann hingegen so lange mähen wie du willst, auch 24 Stunden am Tag.

Das bedeutet: Willst du deinen Mähroboter 13 Stunden am Tag mähen lassen (rein hypothetisch), musst du bei der Flächenleistung zumindest für den Faktor „Einsatzzeit“ beim GARDENA R40Li nichts abrechnen, weil der eh nicht mehr am Tag schafft (aufgrund seiner Zwangspause), während die tatsächliche Flächenleistung des HUSQVARNA Automower 420 von der maximalen Flächenleistung abweichen wird, weil er im Prinzip auch 24 Stunden mähen könnte.

Ich hoffe das war jetzt einigermaßen Verständlich und du hast jetzt keine Kopfschmerzen. Es ist nicht leicht dieses Thema mit der Flächenleistung und der Arbeitszeit zu erklären, da es echt ein bisschen vertrackt ist. Merke dir einfach, kleine Mähroboter „dürfen“ am Tag nicht so viel mähen, weil es ihnen ihre Software verbietet, während große Mähroboter im Prinzip rund um die Uhr laufen können und so eine höhere maximale Flächenleistung in den Produkt-Angaben haben. Soll dein Mähroboter nicht 24 Stunden am Tag laufen, musst du bei den großen Mähroboter mehr von der maximalen Flächenleistung abziehen, als bei den kleinen.

Woher weißt du jetzt, welchen Mähroboter du für deine Fläche brauchst?

Alle Mähroboter haben eine Quadratmeter-Angabe, die sich maximale Flächenleistung oder maximale Flächenkapazität nennt. Im vorherigen Kapitel habe ich dir erklärt, was es damit auf sich hat. Die maximale Flächenleistung ist nicht die tatsächliche Flächenleistung, die dein Mähroboter am Ende hat. Du brauchst immer einen Mähroboter, der eine größere Flächenleistung hat, als die Größe deiner Rasenfläche.

Doch wie groß ist dieser Unterschied? Das ist leider nicht ganz so einfach, da das sehr stark von deinem Garten abhängt. Das heißt aber nicht, dass es nicht möglich ist, einen ungefähren Näherungswert zu bekommen, nach dem du dich richten kannst.

Oben habe ich von den „Idealbedingunge“ gesprochen, unter denen der Mähroboter seine maximale Flächenleistung erreicht. Im Umkehrschluss beeinflussen folgende Eigenschaften deines Gartens die Flächenleistung eines Mähroboters negativ:

  • Steigungen/Gefälle im Garten
  • Komplexität des Gartens
  • Sehr lang gezogene Gärten (im Gegensatz zu quadratischen Gärten)
  • Besonders robuste Rasensorten
  • Regen (bei Mährobotern mit Regensensor)
  • Hindernisse im Garten

Warum das so ist, habe ich in diesem Artikel erklärt. All diese Faktoren führen kurz gesagt dazu, dass der Mähroboter für die selbe Fläche länger braucht, weil er z. B. längere Wege zurücklegen muss, oder er langsamer voran kommt, oder er einfach seltener mäht (bei Regensensoren). Übrigens braucht nicht jeder Mähroboter unbedingt einen Regensensor, oder du kannst ihn unter bestimmten Bedingungen ausstellen. Siehe dazu dieser Artikel von mir.

Außerdem ist ein sehr wichtiger Faktor, wie lange dein Mähroboter am Tag mähen darf und ob du ihn überhaupt jeden Tag mähen lässt. Wichtig ist also auch die wöchentliche Gesamtzahl an Arbeitsstunden des Mähroboters.

Je nachdem wie ausgeprägt diese Faktoren in deinem Garten sind, musst du also etwas von der Flächenleistung abrechnen.

Wie sehr reduzieren ungünstige Faktoren die Flächenleistung?

Es wäre schön, wenn das mal jemand genau untersucht hat. Hat leider niemand. Daher kannst du dich nur an ganz groben Richtwerden orientieren.

  • Hohe Komplexität: bis 30 % weniger
  • Große Steigung: bis 20 % weniger
  • Viele Hindernisse: bis 30 % weniger

Lässt du deinen Mähroboter bei Regen nicht mähen und wohnst du in einer sehr regenreichen Gegend, kann auch das die Flächenleistung reduzieren. Die meisten Mähroboter nehmen keinen Schaden durch Regen, allerdings können sie ihrerseits deinen Rasen beschädigen, wenn du große Steigungen hast und es rutschig an den Hängen wird. Hier erfährst du alles dazu.

Was die Wochenarbeitszeit des Mähroboters angeht, musst du diese mit der vom Hersteller vorgesehenen maximalen Arbeitszeit gegenüber stellen. Wenn der Hersteller vorsieht, dass der Mähroboter maximal 12 Stunden am Tag mähen kann und du ihn nur 6 Stunden am Tag einsetzen willst, halbiert sich die Flächenleistung also.

Du kannst die tatsächliche Flächenleistung deines Mähroboters auch mit diesem Flächenleistungs-Rechner ausrechnen.

Darf der Mähroboter auch nachts mähen?

Bei deinen Überlegungen, wann, wie lange und wie oft du deinen Mähroboter einsetzen möchtest, um herauszufinden, welche Flächenleistung dein Mähroboter braucht, fragst du dich sicher auch, ob der Mähroboter auch nachts mähen darf.

Und wie du dir vielleicht schon gedacht hast, ist die Antwort auf die Frage gar nicht so einfach. Generell kann folgendes gesagt werden:

Es gibt aktuell kein generelles Verbot für den nächtlichen Betrieb von Mährobotern, wie es z. B. bei normalen Rasenmähern der Fall ist. Grundsätzlich ist es also unter gewissen Umständen möglich, sie auch nachts einzusetzen. Allerdings musst du trotzdem die Nachtruhe waren. Die „Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm“ (TA Lärm) sieht für Wohngebiete einen Grenzwert von 40 dB vor. Das bedeutet, an der Grundstücksgrenze zu deinem Nachbarn darf keine höhere Geräuschbelastung gemessen werden.

Alles Weitere zu dem Thema und Grenzwerte für andere ausgewiesene Flächen (z. B. Urbanes Gebiet, Gewerbegebiet etc.) findest du in diesem Artikel von mir: Dürfen Mähroboter nachts mähen?

In jedem Fall ist es aber ratsam, es sich nicht mit seinem Nachbarn zu verscherzen. Wenn du dich gut mit deinem Nachbarn verstehst, klär es doch einfach mit ihm bei einem kalten Bierchen ab, ob es ihn stört bzw. er den Mähroboter nachts hört. Mähroboter sind übrigens unterschiedlich laut, während die lautesten auf 75 dB kommen, erzeugen manche sehr leise nur 56 dB. Das solltest du dann beim Kauf also auch berücksichtigen.

Und wie ist das mit sonntags?

Sonntags ist es so ähnlich wie nachts. Auch hier gibt es kein generelles Verbot, da die Geräte- und Machinenlärmschutzverordnung, die z. B. den Betrieb eines Rasenmähers am Sonntag verbietet aktuell nicht für Mähroboter greift (Stand Frühjahr 2019). Diese könnte allerdings in Zukunft auch angepasst werden.

Trotzdem musst du die Sonntagsruhe waren. Ab eine Störung deines Nachbarn vorliegt oder nicht, entscheidet im Einzelfall ein Gericht. Soweit lässt du es am besten nicht kommen und klärst vorher ab, was als störend wahrgenommen wird und was nicht.

In diesem Artikel von mir kannst du mehr über das Mähen mit Mährobotern am Sonntag lesen.

Willst du mehr darüber erfahren, welche Mähroboter Modelle es konkret gibt? Ich habe für verschiedene Gartengrößen die meiner Meinung nach besten Modelle rausgesucht:

Hast du Fragen zu einem konkreten Modell? Schreib‘s in die Kommentare!

Verwandte Fragen

Welche Mähroboter mähen in Bahnen? Aktuell mähen nur die Mähroboter von BOSCH in Bahnen. Dabei fahren sie beim erstmaligen Einsatz in einer Kalibrierungsfahrt den Begrenzungsdraht ab, um eine digitale Karte zu erstellen. Die Rasenfläche wird dann in mehrere Dreiecke unterteilt, die der Mähroboter dann nach einem System abfährt.

Auch interessant: DieseMähroboter fahren in Bahnen

Wie groß sind Mähroboter? Die meisten Mähroboter sind ähnlich groß, es gibt aber auch Abweichungen. Ein durchschnittlicher Mähroboter ist zwischen 60 und 70 cm lang, zwischen 50 und 60 cm breit und ca. 30 cm hoch. Mähroboter mit größerer Flächenleistung sind tendenziell etwas größer.

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Matthias

Matthias Müller ist einer der Gründer dieses Blogs. Er beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit allen Themen rund um Automatisierung, Robotik und Zukunftstechnologien. Gleichzeitig ist er ein großer Naturliebhaber und daher fasziniert von dem ungewöhnlichen Zusammenspiel aus Robotern und Natur.

Mai 26, 2019

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