Wie funktioniert ein Mähroboter?

Als ich mich das erste Mal mit der Funktionsweise von Mährobotern befasst habe, fand ich es sehr mühselig, sich die ganzen Informationen überall zusammen zu suchen. Mittlerweile habe ich sicherlich hunderte von Stunden in Recherchearbeit gesteckt, um wirklich alles über die verschiedenen Funktionen von Mährobotern heraus zu finden. Daher dachte ich, ist es an der Zeit, dass ich mal eine komplette Übersicht über die Funktionsweise von Mährobotern gebe. Doch wie funktionieren Mähroboter vom Grundprinzip her?

Die Aufgabe von Mährobotern ist es, ohne das Zutun einer menschlichen Person, den Rasen ganz automatisch zu mähen. Der Mähroboter beginnt dabei selbstständig nach einem programmierten Zeitplan mit der Arbeit. Er findet seinen Weg auf dem Rasen automatisch – meist indem er sich per Zufall im Zickzack bewegt und erkennt Hindernisse mithilfe von Sensoren. Im Gegensatz zum Rasenmäher ist ein Mähroboter jeden Tag für mehrere Stunden im Einsatz.

Doch wie genau funktioniert das alles und welche unterschiedlichen Funktionsweise gibt es? Das alles kläre ich in diesem Artikel.

  1. Was ist das Grundprinzip von Mährobotern?
  2. Was passiert mit dem Schnittgut?
  3. Wie findet der Mähroboter seinen Weg?
  4. Wie findet der Mähroboter zurück zur Ladestation?
  5. Wie wird die Mähfläche begrenzt?
  6. Welche Sensoren hat ein Mähroboter und wozu dienen sie?
  7. Welche weiteren Funktionen können Mähroboter haben?
  8. Wie oft mäht der Mähroboter?
  9. Sind Mähroboter sicher?
  10. Woher bekommt der Mähroboter seine Energie?
  11. Was macht der Mähroboter bei Regen?
  12. Sind Mähroboter laut?
  13. Auf welchen Grundstücken kannst du einen Mähroboter einsetzen?
  14. Kann der Mähroboter leicht gestohlen werden?
  15. Sind Fallobst oder Tannenzapfen im Garten ein Problem?

Was ist das Grundprinzip von Mährobotern?

  • Hast du einen Mähroboter im Garten, wird dieser völlig automatisch dein Grundstück mähen. Wie bei einem Rasenmäher befinden sich an der Unterseite Klingen an einem Rotor, die von einem Elektromotor angetrieben werden.
  • Ein weiterer Elektromotor treibt die Hinterräder des Mähroboters an. Diese kann der Mähroboter separat ansteuern. Sie können sich also in entgegengesetzte Richtungen drehen, damit der Mähroboter auf diese Weise die Richtung ändern kann, in die er sich bewegt.
  • Der Rasenroboter ist zudem mit einem Akku ausgestattet, aus dem er seine Energie bezieht. Diesen lädt er bei Bedarf selbstständig an einer Ladestation auf, die du am äußeren Rand der Mähfläche installierst. Hier gibt es allerdings auch schon die ersten Unterschiede. Mähroboter ohne Begrenzungskabel haben nämlich keine Ladestation und müssen manuell aufgeladen werden. Doch dazu später mehr.
  • Verschiedene Sensoren, wie z. B. Stoßsensoren, oder Sensoren die das induzierte elektromagnetische Feld des Begrenzungskabels oder Suchkabels wahrnehmen können, sorgen dafür, dass der Mähroboter sich orientieren kann. Manche fortgeschrittenen Modelle besitzen sogar GPS.
  • Ausgestattet mit Akku, Elektromotoren für Räder und Rotor, Sensoren, sowie mehreren scharfen Klingen fährt der Mähroboter nun also kreuz und quer über deinen Rasen. In der Regel macht er dies alle zwei Tage, abhängig davon, wie du ihn eingestellt hast – die richtige Einstellung hängt dabei unter anderem von der Größe deines Gartens und der Mähleistung deines Rasenroboters ab.

Was passiert mit dem Schnittgut?

Und was passiert mit dem ganzen Schnittgut? Das bleibt auf dem Rasen liegen! Doch keine Sorge, es fängt nicht an zu faulen. Der Mähroboter mulcht nämlich den Rasen. Mulchen bedeutet, dass das Schnittgut wird nicht eingesammelt wird, sondern auf der Rasenfläche bleibt und wird durch Verwitterung wieder in Nährstoffe umgewandelt wird, die dem Rasen zugeführt werden.

Der Rasen wird also mit dem Schnittgut gedüngt. Dadurch kannst Du bis zu 40 % des sonst notwendigen Düngers einsparen. Dadurch dass der Mähroboter so oft mäht, wird immer nur eine kleine Spitze der Grashalme abgeschnitten. Diese landet dann zwischen den Grashalmen und kompostiert.

Und ganz nebenbei ergibt sich für dich der Vorteil, dass weniger Abfall für die Biotonne entsteht, da das Schnittgut ja auf dem Rasen bleibt. So hast du am Ende mehr Platz für andere Gartenabfälle in der Tonne.

„Mähroboter mulchen den Rasen. Es wird immer eine kleine Spitze der Grashalme abgeschnitten, die als Schnittgut zwischen den Grashalmen landet, oder verkompostiert und dem Rasen neue Nährstoffe zufügt.“

Wie findet der Mähroboter seinen Weg?

Aber wie genau findet der Mähroboter denn jetzt eigentlich seinen Weg? Es können hier eigentlich zwei Grundprinzipien unterschieden werden, die bei bestimmten Mähroboter-Modellen noch durch einige weitere Raffinessen ergänzt werden.

  • Mähen per Zufall
  • Mähen per System
  • Multizonen-System
  • GPS-gestütze Navigation

Mähen per Zufallsprinzip

Beim Mähen per Zufallsprinzip bewegt sich der Mähroboter ganz einfach willkürlich in eine Richtung, so lange bis er entweder an das Begrenzungskabel, oder aber an ein Hindernis stößt, das er mit seinem Stoßsensor wahrnimmt. Dann setzt er kurz zurück, dreht sich um einen zufälligen Winkel und fährt weiter, bis er wieder irgendwo anstößt.

Ähnlich wie ein Pinball in einem Flipperautomaten titscht er also gegen die Grenzen deiner Rasenfläche. Und wie es der Zufall will, kommt der Mähroboter auf lange Sicht gesehen an jedem Grashalm einmal vorbei und schneidet alles weg, was zu viel ist.

Mähroboter findet weg per Zufall

Mähen per Zufall

Zugegeben ein recht simples Prinzip, das auch nicht bei jedem Garten so gut funktioniert, sondern nur beim typischen, einfachen, rechteckigen Garten. In komplexen und verwinkelten Gärten kann es so schon mal vorkommen, dass schwer zu erreichende Ecken, oder gar separate Flächen, die nur über eine schmale Verbindung erreicht werden, vom Mähroboter nicht gefunden werden, weil die Zufallschance einfach zu klein ist, dass er sich jemals dorthin verirrt. Dafür haben sich die Mähroboter-Hersteller gleich eine ganze Reihe von ausgeklügelten Techniken ausgedacht, die ich hier im Einzelnen erklären möchte.

Mähen per System

Der Hersteller Bosch hat sich überlegt: Warum den Mähroboter per Zufall durch die Gegend irren lassen, wenn er auch so programmiert werden kann, dass er die Fläche kennt und nach einem bestimmten Muster einfach abfährt? Dadurch kann zum einen sichergestellt werden, dass er wirklich jede Stelle erreicht und zum anderen wird Zeit sowie auch Geld gespart, denn der Mähroboter wird schneller mit seiner Arbeit fertig und verbraucht daher weniger Energie. Auch der Verschleiß ist dadurch natürlich etwas kleiner.

Mähroboter findet Weg per LogiCut

Mähen per LogiCut

Bei diesem System, dass der Hersteller LogiCut nennt, fährt der Mähroboter den Rasen Reihenweise ab. Vor Beginn seines regulären Einsatzes fährt der Rasenroboter die gesamte Mähfläche erst mal außen am Begrenzungskabel ab, einschließlich angelegter Inseln. Mit den so gesammelten Informationen erstellt er dann eine Karte und berechnet die optimale Route, nach der er den Rasen in Linienform bearbeiten kann.

Im Betrieb berechnet der Mähroboter die ersten zwei Einsatztage über seine Strecke noch einmal nach und korrigiert mögliche Fehler. Gerade aufgrund der Energie und Zeitersparnis ein lohnenswertes System, das den klitzekleinen Nachteil hat, dass durch das systematische Abfahren des Rasens auf Dauer leichte Fahrspuren zu erkennen sind.

Multizonen System

Manche Mähroboter – z. B. einige Modelle von Worx – besitzen eine sogenannte Multizonen Funktion. Das ist besonders für Gärten nützlich, die über mehrere, miteinander verbundene Flächen verfügen. Diese Mähroboter fahren zwar auch per Zufallsprinzip, kennen aber verschiedene „Zonen“, die du ihnen zuweisen kannst und die sie dann gezielt anfahren können.

Das Ganze funktioniert so: Du legst mehrere Flächen fest – meist kann man bis zu 4 Flächen festlegen – die dein Mähroboter mähen soll. Bei manchen Modellen läuft es dann so ab, dass der Mähroboter außen herumfährt und die in einer zum Mähroboter gehörenden App immer dann einen Knopf drückst, wenn eine neue Zone beginnt. Man kann die Zonen aber auch direkt am Mähroboter einstellen.

„Multizonen-Systeme eignen sich für Gärten, die über mehrere, über schmale Wege miteinander verbundene Flächen verfügen.“

Hat der Mähroboter gelernt, wo sich die einzelnen Zonen befinden, kannst du ihm dann noch sagen, wie oft er die jeweiligen Flächen mähen soll. Das macht man mit Prozent angaben. Du kannst z. B. Fläche A 30% geben und Fläche B 70%. Die gesamte wöchentliche Mähzeit wird dann nach diesem Verhältnis auf die beiden Flächen aufgeteilt. Mäht er in der Woche also z. B. 20 Stunden, würde er 6 Stunden Fläche A mähen und 14 Stunden Fläche B.

Um die einzelnen Flächen zu erreichen, fährt er dann wieder außen am Begrenzungskabel entlang, so lange bis er den jeweiligen von dir festgelegten Punkt erreicht. Dort beginnt er dann zu mähen.

GPS gestütztes System

Das wohl fortschrittlichste System ist das Mähen mit GPS gestützter Navigation. Vom Grundprinzip her ähnelt es etwas dem Multizonen System. Auch diese Mähroboter fahren per Zufall. Bei einigen Modellen kann man auch hier verschiedene Zonen festlegen.

Bei den Modellen von Husqvarna ist es z. B. so, dass ein Suchkabel quer durch den gesamten Garten verläuft. Dieses dient nicht nur der Erleichterung des Rückwegs, sondern hier kannst du auch verschiedene Wegpunkte festlegen, die der Rasenroboter als Ausgangspunkt zum Mähen nutzen soll – also quasi die Startpunkte zum Mähen in den jeweiligen Zonen.

Anders als beim Multizonen-Mähen musst du hier allerdings keine Prozentwerte festlegen, wie oft der Mähroboter wo mähen soll. Er findet das automatisch heraus. Und so funktioniert‘s: Zu Beginn fährt der Mähroboter erst mal ganz nach Zufall im Garten herum. Während der mäht, erstellt er aber gleichzeitig mithilfe von GPS eine digitale Karte deines Gartens.

„GPS gestützte Systeme eignen sich für sehr komplexe Gärten, mit verwinkelten Ecken und einzelnen verbundenen Flächen. Diese Rasenroboter finden zuverlässig ihren Weg und sparen Zeit und Energie durch optimierte Routen.“

Nach ein paar Tagen ist die digitale Karte fertig. Auf dieser Karte merkt sich der Mähroboter nun, wann er wo das letzte Mal gewesen ist. Mithilfe dieser Informationen kann der Mähroboter nun seine Mähroute optimieren. Wenn er beispielsweise anhand seiner digitalen Karte feststellt, dass er eine bestimmte Zone im Garten schon seit längerer Zeit nicht mehr aufgesucht hat, fährt er über das Suchkabel zum entsprechenden Wegpunkt und fängt dann von dort aus zu mähen.

Ein wirklich ausgeklügeltes System, das sich besonders für sehr komplexe und weitläufige Gärten eignet. Der große Vorteil ist hierbei nicht nur, dass der Mähroboter alle noch so schwer zu erreichenden Winkel deines Gartens gleichmäßig mäht, sondern auch eine gewisse Energie und Zeitersparnis, da er den Garten mit höherer Effizienz abfahren kann und nicht unnötigerweise Stellen mäht, die er erst vor kurzem schon mehrfach gemäht hat.

Wenn du noch mehr über Mähroboter und GPS erfahren möchtest, schau mal in diesen Artikel rein.

Wie findet der Mähroboter zurück zur Ladestation?

Das ist ja alles schön, magst du jetzt sagen, aber wie findet der Mähroboter zur Ladestation zurück? Auch hier gibt es wieder mehrere unterschiedliche Techniken, die ich dir hier alle erklären werde.

Per Begrenzungskabel

Da deine Ladestation am äußeren Rand der Mähfläche aufgebaut sein muss und die beiden Enden des Begrenzungskabels angeschlossen sind, die um deinen Garten laufen, kann dein Rasenroboter das Begrenzungskabel als Hilfe nutzen, um zurück zu deiner Ladestation zu finden.

Wenn er merkt, dass sich sein Akkustand dem Ende zuneigt, fährt er so lange gerade aus, bis er auf das Begrenzungskabel trifft – was meist relativ schnell der Fall ist, wenn du nicht gerade über hektarweise Land verfügst. Dort angekommen fährt er dann einfach das Begrenzungskabel entlang, so lange bis er die Ladestation gefunden hat.

Per Suchkabel

Die meisten Mähroboter haben mittlerweile nicht nur ein Begrenzungskabel, das außen um deinen Garten herum führt, sondern auch ein Suchkabel, das von der Ladestation einmal quer durch den Garten verläuft und am Ende im Begrenzungskabel endet.

Dieses Suchkabel dient als zusätzliche Orientierungshilfe für den Mähroboter. Manche Modelle nutzen es einerseits, um zu bestimmten festgelegten Wegpunkten zu gelangen (siehe GPS gestützte Navigation weiter oben). Vor allen Dingen nutzen Mähroboter dieses Suchkabel aber auch, um zurück zur Ladestation zu finden, wenn ihnen der Saft ausgeht. Wenn er es dann gefunden hat, kann er einfach entlang des Suchkabels zurück zur Ladestation fahren.

Per Andockfunksignal

Viele Ladestationen senden ein Funksignal aus, damit sich dein Mähroboter daran orientieren kann. Dieses reicht meist nur wenige Meter – die Reichweite lässt sich oft individuell einstellen – und ist daher nur als eine Zusatzhilfe gedacht.

Gelangt der Mähroboter mit einer der anderen hier genannten Methoden in die Reichweite des Funksignals, kann er dieses Signal zur zusätzlichen Orientierung nutzen. Sobald er das Signal findet, fährt er dann in Richtung des Funksignals.

Per GPS

Mähroboter mit GPS verfügen über eine digitale Karte deines Gartens, die sie im Laufe der Zeit angelegt haben. Diese Karte können sie zusätzlich zur Navigation nutzen. Sie wissen damit ungefähr wo sich die Ladestation befindet und wo sich die Wegpunkte auf dem Suchkabel befinden und können gezielt dorthin fahren, um bei niedrigem Akkustand zurück zur Ladestation zu fahren.

Mähroboter ohne Begrenzungskabel

Mähroboter ohne Begrenzungskabel besitzen keine Ladestation. Diese Rasenroboter werden etwas anders eingesetzt. Anders als Mähroboter mit Begrenzungskabel können sie nicht komplett autonom agieren, da sie manuell aufgeladen werden müssen. Du setzt sie einfach auf einer Rasenfläche aus, dort fahren sie so lange rum und mähen den Rasen, bis sie keinen Akku mehr haben. Die Grenzen der Rasenfläche erkennen sie dabei mit einem sogenannten Rasensensor. Daher musst du einen Mähroboter ohne Begrenzungskabel bei leerem Akku wieder einsammeln und manuell aufladen.

Und da kommen wir auch schon direkt zum Punkt, Begrenzung der Rasenfläche.

Wie wird die Mähfläche begrenzt?

Generell kann hier nach zwei Arten von Systemen unterschieden werden. Es gibt zum einen Mähroboter mit Begrenzungskabel und Mähroboter ohne Begrenzungskabel. Bei Mährobotern mit Begrenzungskabel wird die Mähfläche mit einem Kabel begrenzt, das einmal rund um den gesamten Rasen geführt wird. Das Kabel beginnt dabei an der Ladestation und endet dort auch wieder.

Mähroboter mit Begrenzungskabel

Das Begrenzungskabel kannst du dabei unter die Erde verlegen. Spezielle Werkzeuge helfen dabei, das Kabel in einer einige Zentimeter tiefen Ritze im Rasen zu verlegen. Aber auch oberirdisch kann das Kabel verlegt werden, was den Vorteil hat, dass du es im Nachhinein leichter korrigieren kannst. Gerade für den Anfang empfiehlt es sich also, das Kabel durchaus erst einmal nur oberirdisch zu verlegen und wenn alles OK ist, das Kabel dann im Boden zu versenken.

„Mähroboter mit Begrenzungskabel nehmen die Grenzen des Gartens mittels Sensoren war, die das induzierte elektromagnetische Feld der Begrenzungskabel registrieren können.“

Durch diesen Begrenzungsdraht läuft ein schwacher Strom, der ein elektromagnetisches Feld induziert. Dieses Feld wird auf zwei Weisen von einem speziellen Sensor im Mähroboter registriert. Zum einen erkennt der Mähroboter anhand des Magnetfeldes, wenn er an das Kabel „stößt“. Der Rasenroboter setzt dann ein kurzes Stück zurück, dreht sich in eine zufällige andere Richtung und fährt dann weiter, bis er erneut an das Kabel stößt.

Zum anderen merkt der Mähroboter auch, wenn das Kabel an einer Stelle unterbrochen ist. Dann unterbricht nämlich auch das elektromagnetische Feld. Das veranlasst den Mähroboter dann, einfach an Ort und Stelle stehen zu bleiben, damit er nicht versehentlich irgendwo hinfährt, wo er nicht hin soll, weil das Kabel seine Funktion nicht mehr erfüllt.

Mähroboter ohne Begrenzungskabel

Die andere Variante – Mähroboter ohne Begrenzungskabel – funktioniert mit einem sogenannten Grassensor. Der Mähroboter ist mit einem solchen Grassensor ausgestattet, der ganz einfach erkennt, ob der Mähroboter sich noch auf dem Rasen befindet oder nicht. Sobald sich der Untergrund ändert, also zum Beispiel nicht mehr Gras, sondern Asphalt ist, setzt der Mähroboter zurück, dreht sich und fährt weiter.

Diese Mähroboter sind eigentlich weniger für einen komplett unabhängigen Einsatz geeignet. Das Problem ist nämlich, dass sie keine Ladestation haben und sich deshalb nicht selbstständig wieder aufladen können. Stattdessen fahren sie so lange, bis der Akku leer ist. Danach müssen sie wieder eingesammelt werden und manuell neu aufgeladen werden.

Außerdem ergibt sich das Problem, dass dem Mähroboter egal ist, um wessen Rasen es sich handelt. Wenn es keine klare Abgrenzung zum Garten ihres Nachbarn gibt, fährt ein Mähroboter ohne Begrenzungskabel einfach weiter in den Garten ihres Nachbarn.

„Mähroboter ohne Begrenzungskabel verwenden stattdessen einen Grassensor, um die Rasenfläche zu erkennen. Dies erspart die Installation eines Begrenzungskabels, bringt aber andere Nachteile mit sich.“

Umgekehrt kann so ein Mähroboter keine Flächen erreichen, wenn sie durch beispielsweise Steinplatten oder Asphalt von der Hauptfläche getrennt sind. Für Gärten mit mehreren Flächen, die durch Steinplatten, Kiesel, Asphalt oder dergleichen voneinander getrennt sind, eignet sich diese Art Mähroboter also eher weniger.

Der wesentliche Vorteil besteht wohl darin, dass du keine aufwändige Installation hast, da du weder Ladestation noch Begrenzungskabel installieren musst. Du kannst den Mähroboter also flexibel auf jeder x-beliebigen Rasenfläche einsetzen.

Diese Art von Mähroboter ist also eher für den spontanen und unkontinuierlichen Einsatz auf einer Rasenfläche geeignet. Planst du auf derselben Rasenfläche für längere Zeit einen Mähroboter einzusetzen, solltest du eher zu einem Mähroboter mit Begrenzungskabel greifen.

Welche Sensoren hat ein Mähroboter und wozu dienen sie?

Mähroboter verfügen über eine ganze Reihe nützliche Sensoren, die die unterschiedlichsten Funktionen haben. Manche dienen der Navigation, andere dienen der Sicherheit, wieder andere verbessern den Diebstahlschutz und manche informieren den Mähroboter über bestimmte Wetterereignisse.

Stoßsensor

Jeder Mähroboter verfügt über einen Stoßsensor, um Hindernisse zu erkennen. Dieser sensible Sensor an der Frontseite nimmt Stöße war, wenn der Mähroboter gegen einen Gegenstand fährt, wie z. B. einen Baum, Blumentopf, Zaun oder dergleichen. Er bleibt dann sofort stehen, setzt ein Stück zurück, dreht sich in eine andere, willkürliche Richtung, und setzt dann seinen Mährvorgang fort. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Rasenroboter an einem Hindernis stecken bleibt, das nicht mit dem Begrenzungsdraht ausgegrenzt wurde.

Hebe- und Kippsensor

Der Hebe- und Kippsensor ist dafür da, zu erkennen ob der Mähroboter angehoben wurde, oder umgekippt ist und erfüllt damit gleich mehrere Zwecke. Zum einen dient dieser Sensor der Sicherheit. Bei den meisten Mähroboter führt ein Anheben oder Umkippen des Geräts dazu, dass der Rotor stehen bleibt, um das Verletzungsrisiko zu minimieren.

Gleichzeitig können mit dem Hebe- und Kippsensor verschiedene Funktionen zum Diebstahlschutz ausgelöst werden. Die Software mancher Mähroboter sorgt dafür, dass beim Anheben des Mähroboter die sogenannte Pincode-Sperre aktiv wird. Das heißt, bis zur erneuten Eingabe des Pincodes ist der Rasenroboter erst einmal gesperrt.

Zudem können einige Mähroboter so eingestellt werden, dass sie einen Alarmton von sich geben, sollte der Mähroboter angehoben werden, um so einen zusätzlichen Diebstahlschutz zu bieten.

Regensensor

Der Regensensor ist – wie du dir sicher denken kannst – dafür da, zu registrieren ob es regnet. Sobald der Mähroboter Regen registriert, kehrt er dann zurück zur Ladestation. Dies soll zum einen vermeiden, dass der Rasenroboter im aufgeweichtem Boden hängen bleibt bzw. sich festfährt, insbesondere an steilen Stellen, oder er durch durchdrehende Räder die Grasnarbe beschädigt.

Zudem mähen einige Mähroboter nicht gut bei Nässe oder werden dabei lauter. Gerade bei schweren Mähroboter kann es zudem sein, dass die den Rasen einfach nur platt fahren. Außerdem verdrecken sie etwas stärker bei Nässe und müssen häufiger gereinigt werden.

Es sprechen aber auch viele Argumente gegen einen Regensensor. Ein gut konzipierter Mähroboter, wie z. B. jene der Marke Husqvarna, bräuchte gar keinen Regensensor. Husqvarna Mähroboter schneiden den Rasen bei Nässe sogar besser, als wenn er trocken ist.

Gleichzeitig besteht das Problem beim Regensensor, dass der Mähroboter in Zeiten in denen es häufig regnet, lieber in der Ladestation bleibt, anstatt den Rasen zu mähen. Das ist ein Problem, da der Rasen gerade in der Regenzeit und insbesondere dann, wenn es gleichzeitig relativ warm ist, besonders schnell wächst.

Der Rasen wird dann zu selten geschnitten und das Schnittbild leidet darunter. Außerdem sind die abgeschnittenen Grashalme bei zu langen Pausen zwischen den Mähvorgängen dann zu lang, um den Rasen effektiv zu mulchen. Längeres Schnittgut kann nicht so gut verkompostieren und neigt stärker dazu, zu verfiltzen und zu faulen.

Im Allgemeinen ist es also besser, auf einen Regensensor zu verzichten oder diesen wenn möglich abzuschalten. Einige Modelle sind aber eventuell auf einen Regensensor angewiesen, da sie mir Regen und nassem Gras nicht so gut umgehen können.

Weitere Informationen darüber, was Mähroboter alles an Wetter und Unwetter abkönnen, findest du hier.

Welche weiteren Funktionen können Mähroboter haben?

Timer-Funktion

Die Timer-Funktion ist ganz einfach dafür da, einstellen zu können, wann dein Mähroboter den Garten mähen soll. So gut wie jeder Mähroboter mit Begrenzungskabel besitzt eine solche Funktion. Hiermit lässt sich bei den meisten Modellen z. B. einstellen, an welchen Tagen der Mähroboter mähen soll und zu welchen Uhrzeiten.

Wetter-Timer

Diese Funktion besitzen nur einige wenige Mähroboter. Der Wetter-Timer wird gerne einmal mit dem Regensensor verwechselt. Hier handelt es sich allerdings nicht um eine Funktion, die direkt das Wetter misst und dann etwa den Mähroboter nach Hause schickt, wenn es ungemütlich wird. Vielmehr stellt der Mähroboter fest, wie schnell der Rasen momentan wächst und kann so seine Mähintervalle selbstständig anpassen, so dass er nur so oft mäht, wie es die momentane Wachstumsgeschwindigkeit aktuell erfordert.

Hierbei spielt das Wetter natürlich, neben gewissen anderen Faktoren, eine wesentliche Rolle. Allerdings verwendet der Mähroboter einen Wiederstandssensor am Rotor, um das Wachstum zu messen. Ist der Rasen seit dem letzten Mähen schneller gewachsen, stellt der Mähroboter fest, dass der Wiederstand etwas größer ist als sonst und kann so registrieren, dass das Gras schneller wächst.

Diese Funktion funktioniert nur auf Rasen gut, die relativ gleichmäßig wachsen. Bei ungleichen Wachstumsverhältnissen im Garten durch besonders sonnige oder schattige Bereiche kann der Mähroboter die Wachstumsgeschwindigkeit unter Umständen nicht richtig ermitteln.

Kalender-Funktion

Die Kalender-Funktion ist eine Funktion mit der vor allen Dingen Mähroboter von Bosch ausgestattet sind. Diese Funktion erspart einem im Prinzip das Programmieren des Mähroboters per Hand. Er erkennt stattdessen unter Berücksichtigung der Rasengröße, der gemähten Fläche pro Akku-Laufzeit, sowie der notwendigen Ladezeiten automatisch den besten Mäh-Zyklus.

GPS-Navigation

Die GPS-Navigation ist eine Funktion, die du eher unter den teureren Modellen vorfinden wirst. Dabei wird die Navigation des Mähroboter durch GPS unterstützt. Er benötigt dann also weiterhin ein Begrenzungskabel (oder einen Grassensor). Der Vorteil von GPS gestützter Navigation ist, dass der Mähroboter effizientere Routen fährt, da er mithilfe einer digitalen Karte immer genau weiß, wann er wo das letzte Mal gemäht hat.

So vermeidet er unnötige Mähvorgänge an Stellen, die er z. B. am selben Tag schon gemäht hat. Das Mähen geht so schneller und effizienter, wodurch ebenso weniger Energie verbraucht wird und der Verschleiß von Akku und Klingen geringer ist.

Außerdem kann diese Technik in komplexen Gärten mit vielen verteilten Flächen und schwer zugänglichen Winkeln von großem Nutzen sein, da sie dem Mähroboter dabei hilft, diese Stellen zu finden.

Geofencing

Geofencing funktioniert ebenfalls mit GPS und dient dem Diebstahlschutz. Viele Mähroboter mit GPS-Navigation sind daher ebenfalls mit der Geofencing-Funktion ausgestattet. Beim Geofencing erstellst du quasi eine Art „virtuellen“ Zaun mithilfe von Geo-Koordinaten. Das Prinzip ist einfach: Du legst einen Punkt in der Mitte deines Gartens fest und definierst einen Abstand, mit dem sich der Mähroboter maximal von diesem Punkt entfernen darf. Per GPS checkt dein Mähroboter dabei ständig seine Position.

Entfernt er sich zu weit vom festgelegten Punkt, schlägt er Alarm. Ein lautes Signal ertönt, während du gleichzeitig per SMS oder Smartphone-App benachrichtigt wirst, dass sich dein Mähroboter gerade außerhalb deines Geofences befindet. Zudem wird der Mähroboter gesperrt und kann erst wieder unter Eingabe des richtigen Pincodes benutzt werden. Ist das nicht genial?!

GPS-Tracking

Manche Mähroboter mit GPS verfügen nicht nur über GPS gestützte Navigation, oder die Möglichkeit einen „Geofence“ einzurichten, sondern lassen sich auch per GPS tracken. Das heißt, du kannst auf deinem Smartphone oder am PC auf einer digitalen Karte immer live sehen, wo sich dein Mähroboter gerade befindet. Diese Funktion kann auch der Polizei helfen, bei einem Diebstahl das Gerät schnell ausfindig zu machen. Meistens sind sie gerade dann besonders hilfreich und es dauert nur wenige Stunden, bis das Gerät gefunden ist.

Passagen-Funktion

Die Passagen-Funktion ist dafür da, dass dein Rasenroboter durch sehr schmale Passagen von bis zu 80 Zentimetern fahren kann. Dies ist besonders dann nützlich, wenn du mehrere Rasen-Flächen hast, die über einen sehr schmalen Weg miteinander verbunden sind.

Das Ganze läuft so ab, dass du in den Einstellungen des Mähroboters mehrere Mähzonen einstellen kannst (meist über die sogenannte Multizonen-Funktion, die weiter oben erklärt wird). Hat der Mähroboter dann beispielsweise die erste Zone fertig gemäht und möchte mit einer der nächsten Zonen fortfahren, kann er dann in den Passagen-Modus wechseln und fährt entlang des Suchkabels in Richtung der nächsten Zone.

Ohne den Passagen-Modus wäre der Mähroboter nicht in der Lage, durch schmale Passagen hindurch zu fahren, da er schnell an das sehr eng beieinanderliegende Begrenzungskabel stoßen würde und er so umdrehen würde.

Fernbedienung

Einige Mähroboter sind mit einer Fernbedienung ausgestattet, mit der der Mähroboter einfach aus der Ferne, manuell gesteuert werden kann.

Smartphone App

Immer mehr Mähroboter sind mit einer Smartphone App ausgestattet. Dabei reicht das Repertoire von sehr einfachen Apps, mit denen du lediglich einige Status-Informationen abrufen kannst, bis hin zu sehr ausgefeilten Apps, die dir erlaubten, den Mähroboter genau zu programmieren, oder mit denen du ihm Befehle erteilen kannst, wie etwa dass er nach Hause zurück kehren soll – z. B. wenn du im Büro sitzt und siehst, dass es draußen beginnt zu hageln.

Pincode-Sicherung

Mit der Pincode-Sicherung kannst du deinen Mähroboter vor unbefugtem Zugriff schützen. Ähnlich wie du beispielsweise bei deinem Smartphone oder PC ein Passwort festlegen kannst, gibt es das auch bei Mährobotern einen Pincode. Allerdings ist dieser meinst vorgegeben und lässt sich nicht ändern.

Der Pincode muss in verschiedenen Situationen eingegeben werden, damit du deinen Mähroboter verwenden kannst. Zum einen bei der erstmaligen Installation an einer Ladestation. Zum anderen, wenn du die Einstellungen am Mähroboter ändern möchtest. Oft lässt sich auch einstellen, dass der Pincode beispielsweise eingegeben werden muss, wenn der Mähroboter angehoben wurde, um ihn weiter fahren zu lassen.

Bei speziellen Systemen, wie z. B. Geofencing (siehe oben) kommt der Pincode ebenfalls zum Einsatz. Wenn der Mähroboter den virtuellen „Geofence“ überschreitet, das heißt sich zu weit vom heimischen Rasen entfernt, wird er ebenfalls automatisch gesperrt und kann erst wieder durch Eingabe des Pincodes genutzt werden.

Alarm-System

Um das Gerät vor Diebstahl zu schützen, sind viele Mähroboter mit einem Alarm-System ausgestattet, das die Aufgabe hat, den Besitzer zu warnen, sollte ein Fremder den Versuch unternehmen, das Gerät zu klauen. Verschiedene Mechanismen erkennen, ob der Mähroboter in Gefahr ist.

Der oben erwähnte Hebesensor erkennt, wenn der Mähroboter angehoben wird und löst ein akustisches Alarmsignal aus. Erst die Eingabe des Pincodes stoppt den Alarm wieder. Auch wenn dein Mähroboter die vorgegeben Geofence Zone verlässt, macht er lautstark auf sich aufmerksam und kann erst mit dem Pincode wieder zum Schweigen gebracht werden.

Einige Mähroboter setzen dann noch einen drauf und informieren dich per SMS oder Smartphone App, wenn der Mähroboter angehoben wird oder das Grundstück verlässt.

Installations-Sperre

Die Installations-Sperre verhindert, dass das Gerät ohne Pincode an einer neuen Ladestation installiert werden kann. Nur durch Eingabe des Pincodes kann der Mähroboter dann an einer neuen Ladestation verwendet werden. Das macht es noch unattraktiver, den Mähroboter zu klauen. Zumindest wenn ein potentieller Dieb über diesen Sachverhalt Bescheid weiß – was zugegebener Maßen nicht zwingend der Fall sein muss.

Kindersicherung

Manchmal ist von einer sogenannten Kindersicherung die Rede. Diese soll verhindern, dass ein Kind den Mähroboter manuell starten kann. Dabei handelt es sich ganz einfach um den Pincode, der auch verhindert, dass jede andere Person ohne diesen Code etwas mit dem Mähroboter anfangen kann.

Andere Sicherheitsmechanismen sind der oben erwähnte Hebe- und Kippsensor, der den Mähroboter automatisch stoppt, sobald er angehoben wird oder umkippt.

Wie oft mäht der Mähroboter?

Im Allgemeinen sollte der Mähroboter etwa alle zwei Tage den Rasen mähen. Der Rasen sollte auf keinen Fall zu selten vom Mähroboter gemäht werden, denn er mulcht den Rasen und dafür darf das Gras nicht zu lang gewachsen sein.

Davon abgesehen gibt es diverse Faktoren, die darüber bestimmen, wie oft der Mähroboter den Rasen mähen sollte. Zum einen spielt da das Verhältnis aus Größe des Geräts und Größe der Mähfläche mit ein. Ein verhältnismäßig kleiner Mähroboter muss eine sehr große Rasenfläche unter Umständen häufiger mähen, da er sonst einfach nicht den gesamten Rasen schafft. Daher sollte man den Mähroboter auch nicht zu klein wählen.

Ich muss dir eher davon abraten, den Mähroboter jeden Tag einzusetzen, denn das ist etwas zu viel für den Rasen. Ein Tag Ruhe sollte dem Rasen schon gewährt werden.

„In der Regel mähen Mähroboter alle zwei Tage. Dies hängt jedoch von einer Reihe von Faktoren ab, wie beispielsweise Größe der Rasenfläche, Größe des Geräts oder Witterungsbedingungen.“

Andere Faktoren sind die Witterungsbedingungen: Viel Regen führt zu schnellerem Wachstum. Bei Trockenheit verlangsamt sich das Wachstum. Bei sehr kalten Temperaturen wächst der Rasen ebenfalls langsamer, bis das Wachstum gänzlich zum Stillstand kommt. Man kann das Mähintervall also auch an die Witterungsbedingungen anpassen. Der oben erwähnte Wettertimer erledigt dies sogar automatisch für einen.

Auch die Beschaffenheit des Rasens – die verschiedenen Sorten sind beispielsweise unterschiedlich Robust – die Schärfe der Klingen und das Alter des Akkus bestimmen über die Dauer, die der Mähroboter baucht, um eine bestimmte Fläche zu mähen und damit auch über die Anzahl von Einsätzen, die der Mähroboter wöchentlich fahren muss.

Sind Mähroboter sicher?

Ja und nein. Die Hersteller achten mittlerweile so gut es geht auf maximale Sicherheit. Hebe- und Kippsensoren sorgen dafür, dass der Mähroboter stoppt, wenn er angehoben wird oder umkippt. Durch den Stoßsensor dreht der Mähroboter um, wenn er gegen eine Person oder ein Tier fährt. Und durch das Pincode-System kann der Mähroboter nicht manuell gestartet werden, z. B. von neugierigen Kindern.

Dennoch weisen alle Hersteller ausdrücklich darauf hin, dass der Mähroboter nicht unbeaufsichtigt betrieben werden darf, wenn Kinder im Garten spielen. Diesen Hinweis solltest du nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es gab schon schwere Verletzungen bei Kindern und auch Haustieren, die von einem Mähroboter angefahren wurden.

Ein genereller Tipp hierbei ist daher, den Mähroboter so zu programmieren, dass er zu Tageszeiten fährt, an denen sich niemand im Garten aufhält, z. B. am frühen Vormittag, wenn die Kinder in der Schule sind, oder am späten Abend. In diesem Artikel erklären wir, zu welcher Tageszeit der Mähroboter am besten fahren sollte.

Woher bekommt der Mähroboter seine Energie?

Der Mähroboter ist mit einem Leistungsstarken Akku ausgestattet, oft ein Lithium-Ionen Akku oder Lithium-Eisenphosphat-Akku, seltener ein Metallhydrid- oder Bleigel-Akku.

Mähroboter mit Begrenzungskabel verfügen zudem über eine Ladestation. Wenn der Mähroboter im Einsatz ist und merkt, dass sein Ladestand eine gewisse Grenze unterschritten hat, kehrt er automatisch zur Ladestation zurück und dockt dort an. Über Ladekontakte wird der Akku des Mähroboters dann aufgeladen.

Mähroboter mit Ladestation

Mähroboter laden sich an einer Ladestation auf

Bei Mährobotern ohne Begrenzungskabel verläuft dies anders. Diese mähen den Rasen einfach so lange, bis der Akku leer ist. Dann muss du ihn einsammeln und an ein Ladekabel anschließen, mit dem der Mähroboter wieder aufgeladen wird. Dies Art von Mähroboter eignet sich eher weniger für den längerfristigen Einsatz in einem Garten, zumindest, wenn du deinen Mähroboter nicht ständig selbst aufladen möchtest.

Was macht der Mähroboter bei Regen?

Generell sind die allermeisten Mähroboter ziemlich wetterfest, das heißt normaler Regen schadet ihnen nicht wirklich. Dennoch sind einige Mähroboter mit einem Regensensor ausgestattet, um ein Mähen bei Regen zu vermeiden. Wenn dieser registriert, dass es anfängt zu regnen, kehr der Mähroboter automatisch zurück zu seiner Ladestation – zum zusätzlichen Schutz vor Regen kannst du hier auch eine Mähroboter Garage installieren.

Allerdings lässt sich bei Mährobotern nicht eindeutig sagen, ob es gut oder schlecht ist, sie bei Regen fahren zu lassen. Anders als bei herkömmlichen Rasenmähern gilt hier nicht das generelle Argument, dass sich nasser Rasen nicht gut mähen lässt. Es gibt einige Mähroboter, die nassen Rasen sogar besser mähen – das kann man wohl mit einer Art Nassrasur vergleichen. Insbesondere die Mähroboter von Husqvarna sollen angeblich nassen Rasen besser mähen als trockenen.

Andererseits trifft das nicht auf alle Mähroboter zu. Manche Mähroboter kommen mit Nassem Gras nicht gut zurecht und rupfen ihn dann eher, ähnlich wie es auch beim normalen Rasenmäher der Fall ist. Zudem werden sie lauter und verdrecken stärker.

„Manche Mähroboter besitzen einen Regensensor und fahren bei Regen zurück zur Ladestation. Die Frage ob das Sinnvoll ist, kann nicht eindeutig beantwortet werden.“

Ein weiteres Argument, das gegen das Mähen bei Nässe besteht, ist das zumindest an stark abschüssigen Stellen die Räder des Mähroboter bei Nässe durchdrehen können und so die Grasnarbe beschädigen. Auch stark aufgeweichter Boden kann dazu führen, dass er sich festfährt und so ebenfalls die Grasnarbe beschädigt. Bei sehr schweren Mähroboter wird der Rasen bei Nässe zudem etwas platt gewälzt, was das Schnittbild negativ beeinflussen kann.

Für das Mähen bei Regen spricht hingegen wiederum, dass es gerade bei feuchteren Witterungsbedingungen wichtig ist, dass der Rasen häufig gemäht wird, da er schneller wächst. Bleibt der Mähroboter immer in seiner Garage, weil er nicht im Regen mähen möchte, wächst der Rasen unaufhörlich weiter. Fängt der Rasenroboter dann wieder an zu mähen, sind die abgeschnittenen Spitzen der Grashalme recht lang. Langes Schnittgut eignet sich nicht gut zum mulchen, da es nicht so gut verkompostiert und stärker dazu neight, zu verfiltzen und zu faulen.

Eine allgemeingültige Aussage, was Mähroboter bei Regen machen und ob es überhaupt sinnvoll ist, bei Regen zur Ladestation zurück zu kehren, lässt sich daher nicht treffen.

Wenn du mehr darüber wissen willst, welchem Wetter Mähroboter gewachsen sind, erfährst du hier mehr.

Sind Mähroboter laut?

Generell kann man sagen, dass Mähroboter leiser sind als herkömmliche Rasenmäher. Mähroboter erreichen zwischen 55 und 75 Dezibel, wobei nur wenige Modelle lauter als 70 Dezibel sind. Zum Vergleich, ein Gespräch bei normaler Lautstärke entspricht 60 Dezibel und ein laufender Wasserhahn 70 Dezibel. Ein durchschnittlicher Rasenmäher kann gerne einmal 80 Dezibel haben, einige Benzinrasenmäher kommen sogar auf 90 Dezibel.

Manche Rasenroboter sind so leise, dass sie sogar noch bis 22 Uhr abends in betrieb benommen werden dürfen. Das sind vor allen Dingen die kleineren Modelle. Größere Modelle können etwas lauter werden, aber sind immer noch vergleichsweise leiser. Dabei spielen auch Faktoren wie etwa die schärfe der Klingen eine Rolle.

Näheres zum Thema, wie laut Mähroboter sind, kannst du in unserem Artikel speziell zu diesem Thema lesen.

Auf welchen Grundstücken kannst du einen Mähroboter einsetzen?

Mähroboter kann man generell auf allen Grundstück einsetzen, auf denen auch ein herkömmlicher Rasenmäher betrieben werden kann. Auf einigen Grundstücken sind unter Umständen einige zusätzliche Vorkehrungen zu treffen. Beispielsweise kann es sinnvoll sein, einen ebenerdigen Teich so abzugrenzen, dass der Mähroboter nicht hineinfahren kann.

Zudem eigenen sich unterschiedliche Mähroboter für unterschiedliche Gärten. Gärten können sehr einfach aufgebaut sein, z. B. als einfaches Rechteck, wo selbst die einfachsten Mähroboter kein Problem haben, sich zu orientieren.

Gärten die hingegen komplexer aufgebaut sind, da sie beispielsweise aus mehreren Flächen bestehen, die nur über schmale Wege miteinander verbunden sind, benötigen auch einen Mähroboter der damit zurechtkommt. Achte hierbei auf Funktionen wie Passagen-Funktion, GPS-Navigation oder Multizonen-Funktion. Weiter oben unter „Welche weiteren Funktionen können Mähroboter haben?“ erkläre ich dir, was diese jeweiligen Funktionen bewirken.

Kann der Mähroboter leicht gestohlen werden?

Die Frage lässt sich nicht mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten. Prinzipiell verfügen die meisten Mähroboter über irgendeine Art von Diebstahlschutz. Auch du selbst kannst das Risiko des Diebstahls minimieren. Doch erst einmal erkläre ich dir, was es für Funktionen gegen Diebstahl gibt.

Technische Schutzmaßnamen

Viele Mähroboter sind mit einem Alarmsystem ausgestattet. Wenn der Mähroboter angehoben wird, ertönt ein akustischer Alarm, der nur mit einem Pincode deaktiviert werden kann. Manche Mähroboter benachrichtigen dich zusätzlich per SMS oder Smartphone App, wenn der Mähroboter angehoben wird. Außerdem wird der Mähroboter gesperrt.

Ähnlich verhält es sich mit dem sogenannten Geofencing. Mähroboter mit GPS haben manchmal diese Funktion, mit der du einen Punkt festlegst, von welchem sich dein Mähroboter nur bis zu einer gewissen Distanz entfernen darf. Ist diese überschritten, ertönt der akustische Alarm, das Gerät wird gesperrt und du wirst, je nach Modell, per App oder SMS benachrichtigt. GPS-Tracking kann hier eine zusätzliche Funktion darstellen, mit der du auf einer digitalen Karte live beobachten kannst, wo sich dein Mähroboter gerade befindet.

Eine weitere nützliche Funktion gegen Diebstahl ist die Installations-Sperre, die verhindert, dass der Mähroboter ohne den richtigen Pincode an einer fremden Ladestation installiert werden kann.

Was du tun kannst

Darüber hinaus kannst du dein Gerät meistens auch bei deinem Hersteller registrieren lassen. Service-Mitarbeiter überprüfen immer anhand der Modellnummer die dazugehörigen registrierten Daten. Hast du dein Gerät dann unter Angabe deiner Modellnummer als gestohlen gemeldet, wird das den Service-Mitarbeitern bei einer Reparatur eines Geräts auffallen.

Befürchtest du, dass dein Mähroboter gestohlen werden könnte, solltest du die Ladestation an einer Stelle aufbauen, die nicht so leicht einsehbar ist. Eine Mähroboter Garage kann zusätzlichen Sichtschutz bieten. Es gibt auch diverse technische Raffinessen, wie etwa Mähroboter Tiefgaragen, oder diebstahlsichere Garagen mit Rolltor, die zusätzlichen Schutz vor Diebstahl bieten könnten.

Nicht zuletzt solltest du dich darum kümmern, dass dein Mähroboter versichert ist. Alles zum Thema Versicherung von Mährobotern verfährst du hier. Weitere Details zum Thema Diebstahlschutz von Mährobotern erfährst du hier.

Sind Fallobst oder Tannenzapfen im Garten ein Problem?

Wenn du in deinem Garten einen Obstbaum oder Nadelbaum stehen hast, fragst du dich sicher, ob Fallobst oder Tannenzapfen im Garten ein Problem darstellen. Ich kann dich schon mal beruhigen, dass dein Mähroboter nicht sofort kaputtgehen wird, wenn er solche Dinge unter die Messer bekommt. Allerdings ist es so, dass die Klingen des Mähwerks sich schneller abnutzen, wenn der Rasenroboter sehr oft über Fallobst oder Tannenzapfen fährt.

Auch der Akku der Rotor sowie der Akku werden etwas stärker beansprucht und nutzen sich stärker ab. Ähnlich verhält es sich bei sehr großen Mengen von Laub im Garten. Kleine Mengen sind nicht schlimm, aber wenn dein Mähroboter sich bergeweise durch Laub wühlen muss, ist das nicht so toll für das Mähwerk und führt zu stärkeren Abnutzungserscheinungen.

Eine Gegenmaßnahme die man ergreifen kann ist die Montage einer sogenannten Apfelschürze. Hier kannst du ein Beispiel sehen, wie diese aussehen kann.

Über den Autor
Matthias

Matthias

Matthias Müller ist einer der Gründer dieses Blogs. Er beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit allen Themen rund um Automatisierung, Robotik und Zukunftstechnologien. Gleichzeitig ist er ein großer Naturliebhaber und daher fasziniert von dem ungewöhnlichen Zusammenspiel aus Robotern und Natur.

Dezember 17, 2018