Wie lange brauchen Mähroboter zum mähen?

Wie lange braucht ein Mähroboter für deinen Garten?

Die Frage, wie lange dein Mähroboter für deinen Garten braucht, ist gar nicht so leicht zu beantworten. Ich habe mich einmal ausführlich damit beschäftigt, wie du ungefähr herausfinden kannst, wie lang er für eine bestimmte Fläche braucht. Und ich bin zu dem Ergebnis gekommen, das das Thema sogar höchst komplex werden kann, wenn du versuchst, es sehr genau zu berechnen. Aber versuchen wir es erst mal einfach zu halten, bevor wir in die tiefere Theorie gehen. Wie lange braucht ein Mähroboter denn normalerweise?

Ein Mähroboter muss den Rasen in den häufigsten Fällen etwa jeden Tag oder jeden zweiten Tag mähen, bei einer täglichen Mähdauer zwischen 3 und 6 Stunden. Dabei hängt die Dauer sehr stark von der Größe und Beschaffenheit der Mähfläche ab, sowie von der Flächenleistung des Geräts.

Auch die persönlichen Präferenzen spielen hier eine Rolle. Möchtest du z. B. nicht, dass der Mähroboter am Wochenende fährt, weil die Kinder im Garten spielen, oder soll dein Mähroboter unter der Woche nur jeden zweiten Tag mähen? Dann muss er an den Tagen, an denen er mähen darf, entsprechend mehr schaffen. Entweder indem er länger am Tag mäht, oder er einfach mehr „Mähpower“ hat, sprich eine höhere Flächenleistung.

Ich gehe später in diesem Artikel darauf ein, welche Faktoren die Flächenleistung eines Rasenroboters beeinflussen und welche Beschaffenheiten im Garten Einfluss auf die tatsächliche Flächenleistung ausüben. Danach will ich dir erklären, wie du rausfindest, was für eine Flächenleistung dein Mähroboter haben sollte. Doch zunächst einmal bekommst du einfach ein paar typische Werte für bekannte Mähroboter.

Du kannst auch direkt zum Flächenleistungsrechner springen, den findest du hier.

    1. Wie lange braucht der Mähroboter typischerweise?
      1. Typische Dauer eines Mähzyklus
      2. Muss der Mähroboter jeden Tag mähen?
      3. Was ist mit Sonntag?
      4. Wie lange fährt der Mähroboter am Tag?
      5. Technische Merkmale am Mähroboter
      6. Eigenschaften des Gartens
      7. Wie oft sollte er den Rasen mindestens mähen?
      8. Kann der Rasenroboter den Rasen auch zu häufig mähen?
      9. Flächenleistungs-Rechner
      10. Beispielrechnung
        1. Rechnung
        2. Als Formel
        1. Rechnung
        2. Als Formel
        1. Als Formel

Wie lange braucht der Mähroboter typischerweise?

Hier erhältst du jetzt ein paar typische Werte einiger Mähroboter, wie lange sie für unterschiedlich große Flächen brauchen. Zuvor müssen wir allerdings noch kurz ein paar Begriffe klären:

  • Mähzyklus: Das ist die Zeit, die dein Mähroboter im Durchschnitt braucht, um die gesamte Fläche einmal bearbeitet zu haben. Dies kann schon an einem Tag eintreten, oder erst nach zwei Tagen oder gar einer Woche.
  • Flächenleistung: Damit ist die Fläche gemeint, für die ein Mähroboter ausgelegt ist. Meist wird ein Mähroboter sehr deutlich damit beworben, für welche Fläche er geeignet ist. Bei Amazon steht dies beispielsweise fast immer im Titel des Produkts. Allerdings gehen die Hersteller meist davon aus, dass der Mähroboter etwa 120 Stunden die Woche betrieben wird, was in der Realität eher unrealistisch ist.
  • Tatsächliche Flächenleistung: Die Flächenleistung die die Hersteller angeben, nimmt Bedingungen an, die in der Realität oft nicht gegeben sind. Beispielsweise dass der Mähroboter jeden Tag 12 Stunden mäht, dass der Garten sehr ebenerdig und einfach strukturiert ist und keine Hindernisse vorkommen. Die tatsächliche Flächenleistung musst du für deinen Garten und deine Ansprüche daher selbst herausfinden. Weiter unten erkläre ich dir, wie du das machst.

Typische Dauer eines Mähzyklus

Jetzt kommen wir zu dem Teil, auf den du wahrscheinlich gewartet hast, nämlich ein paar konkrete Zahlen. Sei dir allerdings bewusst, dass dies nur sehr grobe Richtwerte sind. Verschiedene Faktoren können dazu führen, dass dein Mähroboter tatsächlich sehr viel weniger schafft, wie beispielsweise ein stark verwinkelter und komplexer Garten, oder viele Steigungen, die den Akku stärker beanspruchen.

Es ist daher wichtig, dass du die tatsächliche Flächenleistung in deinem Garten wenigstens ungefähr abschätzt. Dazu erfährst du weiter unten mehr. Die folgenden Werte berechnen sich aus der durchschnittlichen Mähgeschwindigkeit, d.h. den gemähten Quadratmetern pro Stunde, inklusive Ladezeit.

Fläche Gardena R40Li Gardena SILENO City Gardena SILENO Automower 308 Word Landroid SO500i
50 01:40 01:06 00:50 01:00 00:44
100 03:20 02:13 01:40 02:00 01:29
200 06:40 04:26 03:20 04:00 02:59
400 13:20 08:53 06:40 08:00 05:58
600 20:00 13:20 10:00 12:00 08:57
800 26:40 17:46 13:20 16:00 11:56
1000 33:20 22:13 16:40 20:00 14:55
1200 40:00 26:40 20:00 24:00 17:54
1400 46:40 31:06 23:20 28:00 20:53
1600 53:20 35:33 26:40 32:00 23:52
1800 60:00 40:00 30:00 36:00 26:51
2000 66:40 44:26 33:20 40:00 29:51
2200 73:20 48:53 36:40 44:00 32:50
2400 80:00 53:20 40:00 48:00 35:49
2600 86:40 57:46 43:20 52:00 38:48
2800 93:20 62:13 46:40 56:00 41:47
3000 100:00 66:40 50:00 60:00 44:46

In der Tabelle oben siehst du nun, wie lange dein Mähroboter in etwa für einen Mähzyklus braucht, das heißt um die gesamte Fläche einmal zu mähen. Ein Gardena R40 Li braucht also beispielsweise für eine Fläche von 1200 qm im Schnitt 40 Stunden, bis er jeden Fleck einmal gemäht hat. Aber was bringt dir diese Information jetzt?

Muss der Mähroboter jeden Tag mähen?

Der Mähroboter muss nicht jeden Tag mähen, es reicht auch, wenn er jeden zweiten Tag mäht. Noch seltener sollte er allerdings nicht mähen, da das Gras in der Zwischenzeit zu lang wird, um als Mulch dienen zu können und dann verfiltzt oder fault.

Dabei musst du beachten, dass der Mähroboter an den Tagen, an denen er mäht, natürlich das nachholen muss, was er an den anderen Tagen versäumt hat und dann dementsprechend länger mähen muss. Möchtest du also deinen Mähroboter z. B. nur jeden zweiten Tag einsetzen, oder am Wochenende nicht mähen, damit deine Kinder unbeaufsichtigt im Garten spielen können, empfiehlt es sich daher generell zu einem etwas leistungsstärkeren Modell zu greifen.

Was ist mit Sonntag?

Diese Frage ist nicht leicht zu klären. Rasenmäher dürfen sonntags nicht betrieben werden. Allerdings sind Mähroboter laut EU nicht als Mäher klassifiziert. Dort heißt es, „ein Mäher ist ein von handgeführtes oder anders sitzend geführtes Gerät”. Es gibt also kein generelles Verbot für das Mähen mit Rasenrobotern am Sonntag.

Des Weiteren gilt allerdings die Sonntagsruhe. Am Sonntag musst du auf lärmverursachende Aktivitäten verzichten. Nachbarn sollen aufeinander Rücksicht nehmen, so ist es gesetzlich geregelt. Allerdings gibt es hier keine genauen Angaben, wo hier die Grenze liegt. Es werden an Sonntagen auch deutlich lautere Geräusche toleriert, wie beispielsweise spielende Kinder, Autos usw.

Ist das Mähen eines Rasenroboters also als eine lärmverursachende Aktivität zu werten? Im Zweifel entscheidet das ein Gericht, allerdings wäre es für den Nachbarschaftsfrieden deutlich besser, wenn es dazu gar nicht erst kommen muss. Es ist eben eine Frage, was dein Nachbar als Lärm wahrnimmt. Generell ist zu empfehlen, keinen Konflikt herauf zu beschwören und eine Mähpause am Sonntag direkt mit einzuplanen.

„Es gibt kein Gesetz, das generell das Mähen mit dem Mähroboter am Sonntag verbietet, wie es bei normalen Rasenmähern der Fall ist. Allerdings können auch sie als Lärm wahrgenommen werden und so die Sonntagsruhe stören. Kalkuliere eine Mähpause am Sonntag ein, oder besprich dich mit deinem Nachbarn, ob er das Mähen als Lärm empfindet.“

Wie lange fährt der Mähroboter am Tag?

Wahrscheinlich möchtest du eher wissen, wie lange der Mähroboter jeden Tag draußen rumfahren muss, bis er fertig ist. Nun, auch das lässt sich wieder nicht ganz so einfach beantworten. Denn zum einen hat jeder eine andere Vorstellung davon, was ein „gepflegter Rasen“ ist. Zum anderen kommt es, wie weiter oben bereits erwähnt, darauf an, ob du den Rasenroboter jeden Tag fahren lassen willst, oder nur jeden zweiten. Oder nur an Werktagen.

Einen groben Richtwert gibt es allerdings: Die selbe Stelle sollte unter normalen Bedingungen spätestens am dritten Tag wieder vom Mähroboter gemäht werden, denn sonst wird das Schnittgut sehr lang. Und da der Mähroboter ja mulcht und das Schnittgut deshalb liegen lässt, könnte zu langes Schnittgut dann anfangen zu verfiltzen und zu faulen.

Wenn wir unser obiges Beispiel wählen mit dem Gardena R40Li auf einer Fläche von 1200 qm, fällt uns also schon mal folgendes auf: Wenn der Mähroboter jeden Tag 8 Stunden mähen würde, würde er im Schnitt trotzdem 5 Tage brauchen, um dieselbe Stelle wieder zu erreichen.

Und die Hersteller-Angaben geben uns dabei recht, denn der Gardena R40Li ist nur für Flächen bis 400 qm ausgelegt. Für diese Fläche braucht der Mähroboter 13:20 Stunden für einen kompletten Mähzyklus. Er müsste also im Schnitt am Tag 6:40 Stunden fahren, um jede Stelle auf dem Rasen häufig genug zu erreichen. Oder jeden zweiten Tag 13:20 Stunden.

Besitzt du eine Fläche von 400 qm und möchtest den Mähroboter nur jeden zweiten Tag für 6:40 Stunden einsetzen, müsstest du demzufolge einen Mähroboter wählen, der die selbe Fläche in deutlich kürzerer Zeit mäht, wie beispielsweise der Gardena SILENO.

„Es ist generell so, dass die Hersteller bei der Angabe der Flächenleistung davon ausgehen, dass der Mähroboter 120 Stunden in der Woche betrieben wird, was nüchtern betrachtet eher unrealistisch ist. Bei ihrer Rechnung wird der Rasen allerdings jeden Tag einmal komplett gemäht.“

Du siehst also, mit der Wahl des Mähroboters kannst du die Zeit, die der Mähroboter auf deinem Rasen verbringt, deutlich beeinflussen. Modelle mit höherer Flächenleistung werden einfach schneller fertig. Im nächsten Abschnitt möchte ich dir etwas mehr darüber erklären, welche Faktoren alles die Flächenleistung.

Welche Faktoren beeinflussen die Flächenleistung eines Mähroboters?

Technische Merkmale am Mähroboter

Folgende Merkmale am Mähroboter beeinflussen seine Flächenleistung.

  1. Mähgeschwindigkeit: Einer der wichtigsten Faktoren ist natürlich, die Mähgeschwindigkeit. Mit wie viel km/h bewegt sich der Mäher über den Rasen? Ältere und kleinere Modelle sind meist langsamer, größere und neuere sind schneller. Auch muss sich das Messer schnell genug drehen, wenn der Rasenroboter über den Garten „rast“.
  2. Akku-Größe und Mähzeit pro Durchgang: Ein größerer Akku kann mehr Energie speichern. Somit kann der Mähroboter längt mähen, bevor er wieder zurückkehren muss, um sich wieder aufzuladen. Jedes Mal, wenn er zur Ladestation zurückkehrt, muss er den Weg zur Ladestation hin und wieder zurückfahren, was natürlich auch etwas Zeit frisst.
  3. Schnittbreite: Wenn das Mähwerk breiter ist, schafft der Mähroboter einen breiteren Streifen auf dem Rasen und wird somit schneller fertig, logisch. Größere Modelle haben manchmal sogar mehrere Rotoren mit Klingen, für eine möglichst große Schnittbreite.
  4. Routenfindung und Navigation: Je intelligenter sich der Mähroboter auf dem Rasen fortbewegt, desto weniger Zeit braucht er, um den kompletten Rasen zu mähen. Einfache Mähroboter fahren einfach nur chaotisch durch die Gegend. Dabei ist es gerade bei der in der Mitte liegenden Fläche so, dass diese viel häufiger gemäht wird als nötig, während weiter am Rand liegenden Flächen seltener gemäht werde. Die Rasenroboter von Bosch finden mit ihrem LogiCut System wohl die effizienteste Route. Diese werden bis zu 30 % schneller mit der Arbeit fertig. Doch auch die Multizonen-Funktionen vieler Worx Mähroboter oder GPS gestützte Navigation einiger Husqvarna Automower kann die Mähdauer verkürzen.
  5. Software: Auch die Software bestimmt über die Flächenleistung. Teilweise kann es sein, das baugleiche Mähroboter eine unterschiedlich große Flächenleistung aufweisen, da sie durch die Software unterschiedlich gesteuert werden. Sie fahren im Prinzip gleich schnell, machen aber unterschiedlich lange Ladepausen. Dies ist insbesondere bei Gardena Mährobotern der RXXLi Serie der Fall.
  6. Alter: Abgesehen davon, dass ältere Modelle meist etwas langsamer sind, kann das Alter eines Mähroboters zusätzlich zulasten seiner Mähgeschwindigkeit gehen. Ein alter Akku der schon viele Ladezyklen hinter sich hat, kann nicht mehr so viel Energie speichern. Dadurch muss er häufiger zur Ladestation zurückkehren, um sich aufzuladen. Auch kann der Elektromotor mit der Zeit langsamer werden. Auch ein nicht mehr ganz so Rund laufendes Fahrwerk verlangsamt den Mähroboter.

Eigenschaften des Gartens

Auch der Garten kann gewisse Merkmale aufweisen, die zu einem längeren Mähzyklus führen und oder sich negativ auf die Flächenleistung auswirken.

  1. Größe des Gartens: Natürlich bedeutet eine größere Fläche, dass der Mähroboter länger braucht, um den Rasen zu mähen, bzw. der Mähzyklus sich verlängert. Immerhin muss er viel größere Strecken zurücklegen, um von A nach B zu kommen und das verlängert den einzelnen Mähzyklus enorm.
  2. Form des Gartens: Nicht nur die Größe, sondern auch die Form des Gartens bestimmt darüber, wie lange der Mähroboter für einen Mähdurchgang braucht. Zur Verdeutlichung kann man sich einen enorm lang gezogenen Garten vorstellen, im Vergleich zu einem quadratischen Garten. Bei dem sehr lang gezogenen Garten wird der Mähroboter viel häufiger an das Begrenzungskabel stoßen. Dort hält er jedes Mal kurz inne und dreht sich dann in eine Willkürliche Richtung. Nicht nur kostet das Zeit, sondern die Wahrscheinlichkeit, dass er es einmal bis ans Ende des Gartens geschafft hat, ist auch nicht sehr groß. Noch problematischer sind natürlich stark verwinkelte und komplexe Gärten. Solche Gärten verringern im gewissen Sinne die tatsächliche Flächenleistung, weil der Rasenroboter viel länger mähen muss, um dieselbe Fläche zu mähen.
  3. Ebenheit des Gartens: Dieser Punkt ist schnell erklärt. Wenn der Garten viele Schrägen hat oder insgesamt eine gewisse Steigung hat, ist es für den Mähroboter „anstrengender“ bzw. energieraubender, diese Hänge hoch und runter zu fahren. Der Akku entleert sich schneller und der Rasenroboter muss schneller wieder zurück zur Ladestation fahren, um sich dort aufzuladen.
  4. Hindernisse: Hier spielen ähnliche Faktoren eine Rolle wie bei der Form des Gartens. Wenn dein Rasenroboter sich durch unzählig viele Hindernisse einen Weg bahnen muss, dauert es einfach länger. Sobald er gegen ein Hindernis stößt, bleibt er stehen, setzt kurz zurück und dreht sich in eine andere Richtung. Das kostet Zeit und bestimmte Stellen in deinem Garten erreicht er dadurch wahrscheinlich schlechter bzw. braucht länger, um dorthin zu gelangen.
  5. Engpassagen: Auch Engpassagen können die Dauer, die ein Mähroboter für die Fläche braucht verlängern, aus denselben Gründen wie bei Hindernissen und der generellen Form des Gartens. Sind mehrere Flächen über Engpassagen miteinander verbunden, kann es sich lohnen, sich einen Mähroboter mit einer sogenannten Passagenfunktion zu kaufen.
  6. Beschaffenheit des Rasens: Nicht zuletzt entscheidet auch die Beschaffenheit des Rasens darüber, wie schnell dein Mähroboter den Rasen mäht. Hast du einen Zierrasen mit einer speziellen Rasensorte die nur sehr dünne Grashalme hat, kommt der Mähroboter damit einfacher klar, als wenn es sich um eine sehr robuste Sorte handelt. Je robuster die Sorte, desto schneller leert sich der Akku und desto früher muss der Mähroboter wieder zur Ladestation zurückkehren.

Du siehst also, es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die die Flächenleistung des Mähroboters beeinflussen. Die Angaben der Hersteller zur Flächenleistung sind eher theoretischer Natur und können in deinem speziellen Fall ganz anders aussehen.

Zum einen möchtest du den Mähroboter vielleicht nicht jeden Tag rund um die Uhr fahren lassen. Zum anderen ist die tatsächliche Flächenleistung auf deinem Rasen eventuell viel kleiner, so dass du einen leistungsstärkeren Mähroboter brauchst. Oft kann es daher notwendig sein, dass du deinen Mähroboter eine Nummer größer wählst.

Wie oft sollte der Mähroboter den Rasen mähen?

Wie oft sollte er den Rasen mindestens mähen?

Hierzu kann ich dir eine ganz klare Antwort geben: Der Mähroboter sollte so eingestellt sein, dass jede einzelne Stelle nicht seltener als alle zwei Tage gemäht wird, das heißt, dass nach zwei Tagen ein Mähzyklus abgeschlossen ist. Dabei kann er den Rasen auch durchaus häufiger mähen, aber er sollte ihn nicht seltener mähen.

Der Grund hierfür ist folgender: Liegt zwischen zwei Mähzyklen zu viel Zeit, ist der Rasen in der Zwischenzeit recht lang geworden. Der Rasenroboter schneidet dann bei jedem Mährvorgang relativ viel auf einmal ab. Wie du mittlerweile sicherlich schon weißt, mulcht der Mähroboter den Rasen. Das heißt, das Schnittgut bleibt auf dem Rasen liegen, damit es verwittern kann und die Nährstoffe dem Rasen wieder zugeführt werden können.

Ist dieses Schnittgut zu lang, weil zu selten gemäht wird, eignet es sich nicht so gut zum mulchen. Es kann dann sogar ein ziemliches Problem darstellen, da es verfiltzen kann oder gar anfangen kann zu faulen. Die abgeschnittenen Grasspitzen müssen möglichst kurz sein, damit der Verwitterungsprozess des Schnittguts schnell voranschreiten kann und es keine Probleme verursacht.

„Die geniale Idee von Mährobotern ist, dass sie den Rasen sehr häufig mähen können, da du ja nicht selber die Arbeit machen musst und sich durch das häufige Mähen das Schnittgut wunderbar als Mulch verwerten lässt. So fällt die Problematik des Einsammelns des Schnittguts weg und du hast gleichzeitig mehr Platz in deiner Biotonne für andere Dinge. Lässt du deinen Rasenroboter nur einmal pro Woche auf den Rasen, funktioniert dieses Prinzip leider nicht.“

Davon abgesehen hängt die optimale Häufigkeit, wie oft der Rasen gemäht werden soll auch von deinen persönlichen Präferenzen ab. Jeder hat eine eigene Vorstellung davon, wie ein gepflegter Rasen aussieht. Je häufiger der Mähroboter den Rasen mäht, desto gepflegter sieht er aus. Da musst du einfach selbst herumexperimentieren, wie dir der Rasen gefällt.

Ein regelmäßiger Schnitt des Rasens gehört neben der optimalen Wasserversorgung und Düngung zu den grundlegenden Rasenpflegemaßnahmen, die große Auswirkungen auf die Gesundheit und das optische Erscheinungsbild des Rasens haben können. Einige wenige Einstellungen am Mähroboter können also weitreichende Folgen haben, im Positiven wie im Negativen.

Kann der Rasenroboter den Rasen auch zu häufig mähen?

Bei dieser Frage scheiden sich tatsächlich die Geister. Auf der einen Seite steht die Behauptung, dass auch ein zu häufiges Rasenmähen dem Rasen schadet, während auf der anderen Seite behauptet wird, dass es kein zu häufiges Rasenmähen gibt.

Beispielsweise hat die Deutsche Rasengesellschaft e. V. in einem Test mit Mährobotern herausgefunden, dass die beste Rasenqualität bei täglichem Mähen (d.h. ein Mähzyklus pro Tag) erreicht wird, dicht gefolgt vom Mähen alle zwei Tage. Bei noch seltenerem Mähen sinkt die Rasenqualität dann rasch ab.

Allerdings war dies keine großangelegte, wissenschaftliche Studie, sondern nur ein einfacher Test und die Ergebnisse wurden nicht quantifiziert.

„Ob tägliches Mähen oder Mähen alle zwei Tage die besten Ergebnisse liefert, ist nicht abschließend geklärt. Das tägliche Mähen mit Mährobotern ist jedoch am weitesten verbreitet und es scheint ihm nicht zu schaden.“

Du brauchst dir also im Prinzip keine Gedanken über zu häufiges Mähen machen. Wichtiger ist, dass der Rasen nicht zu selten gemäht wird, um ein optimales Ergebnis zu erlangen. Die limitierenden Faktoren bei der Häufigkeit des Mähens sollten hier eher deine persönlichen Anforderungen sein.

Wenn du an bestimmten Tagen nicht möchtest, dass der Mähroboter in deinem Garten unterwegs ist, z. B. am Wochenende, dann kannst du ihn ganz einfach so einstellen, dass er dann nicht mäht. Wenn du ihn das ganze Wochenende zu Hause lässt, ist es dann aber eine gute Idee, ihn spätestens Sonntagabend wieder fahren zu lassen

Wie finde ich heraus, welche Flächenleistung mein Mähroboter haben sollte?

Jetzt weißt du was ein Mähzyklus, die (theoretische) Flächenleistung und die tatsächliche Flächenleistung ist und welche Faktoren diese bestimmen. Außerdem haben wir geklärt, wie oft dein Rasen eigentlich gemäht werden sollte, was das Minimum hierbei sein sollte und ob du den Rasen auch zu oft mähen kannst.

Bleibt also nur noch die Frage, wie du jetzt herausfindest, welche Flächenleistung dein Mähroboter haben sollte. Einige Faktoren sind leider nicht einfach einzukalkulieren, wie beispielsweise die Komplexität deines Gartens, oder das Gefälle, da es nicht so einfach ist, beispielsweise die „Komplexität“ zu quantifizieren.

Wenn du der Meinung bist, dass dein Garten gemäß den weiter oben erwähnten Kriterien sich eher negativ auf die Flächenleistung auswirkt, weil er sehr komplex ist, enge Passagen aufweist, viele Steigungen hat oder dergleichen, solltest du auf jeden Fall etwas Puffer drauf rechnen.

Eine ganz wichtige Sache solltest du auch noch wissen: Die

Um heraus zu finden, welche Flächenleistung du für deinen Rasen brauchst, solltest du dir über folgende Dinge Gedanken machen:

  • Wie groß ist die Fläche, die gemäht werden soll? Vielleicht kennst du schon die Quadratmeterzahl deines Rasens. Falls nicht, erkläre ich dir weiter unten, wie man diese berechnet.
  • Wann soll ein Mähzyklus abgeschlossen sein? Soll jede Stelle jeden Tag einmal gemäht worden sein, für das bestmögliche Ergebnis, oder reicht es dir, wenn sie nur jeden zweiten, oder gar dritten Tag gemäht wurde?
  • Wie viele Stunden in der Woche soll der Mähroboter mähen? Ist es ok für dich, wenn der Mähroboter beispielsweise an 7 Tagen in der Woche morgens von 6 bis 12 Uhr den Rasen mäht, oder sollen es nur jeder zweite Tag sein und dann auch nur für 4 Stunden. Überlege dir eine Art Wochenkalender und rechne die Stunden zusammen.
  • Wie komplex ist der Garten und gibt es viele Hindernisse? Ist dein Garten eher quadratisch oder eher rechteckig? Gibt es mehrere Flächen, die über Engpassagen miteinander verbunden sind? Ist er sehr komplex, mit vielen verwinkelten Stellen? Gibt es viele Hindernisse?

Flächenleistungs-Rechner

Nun, da du dir diese Dinge alle überlegt hast, kannst du mit folgendem Rechner ausrechnen, welche Flächenleistung dein Mähroboter in etwa haben sollte. Bedenke jedoch, dass auch dies nur ein ungefährer Wert ist.

Beispielrechnung

Deine Gartenfläche ist 200 qm groß. Du möchtest deinen Mähroboter nur 40 Stunden die Woche betreiben (anstatt der theoretischen 120 Stunden) und für dich ist es in Ordnung, wenn ein kompletter Mähzyklus alle zwei Tage vollzogen ist. Allerdings ist dein Garten relativ Komplex und hat viele Hindernisse, an die der Mähroboter stößt.

Rechnung

Dein Mähroboter soll nicht die „Standardstunden“ von 120 Stunden fahren, sondern nur 40 Stunden. Also braucht dein Mähroboter um den Faktor 120 Stunden durch 40 Stunden gleich 3X länger. Dies wird mit der Fläche von 200 qm multipliziert, also 200 mal 3 gleich 600 qm. Da der Mähroboter nur alle zwei Tage einen Mähzyklus vollziehen soll, kann 600 qm durch 2 geteilt werden, macht 300 qm. Dies multipliziert um einen „Pufferfaktor“ für etwas komplexe Gärten (10%) und viele Hindernisse (15%) ergibt 360 qm.

Als Formel

120 Stunden : 40 Stunden x 200 qm : 2 (Tage pro Mähzyklus) x (1 + 0,1 + 0,15) (Komplexität & Hindernisse) = 375 qm.

Für eine relativ komplexe Fläche von 200 qm mit vielen Hindernissen, einem Mähzyklus pro 2 Tage und 40 Mähstunden pro Woche brauchst du also einen Mähroboter mit einer Flächenleistung von 375 qm. Hier solltest du dann eher auf- als abrunden, also 400 qm.

Über den Autor
Matthias

Matthias

Matthias Müller ist einer der Gründer dieses Blogs. Er beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit allen Themen rund um Automatisierung, Robotik und Zukunftstechnologien. Gleichzeitig ist er ein großer Naturliebhaber und daher fasziniert von dem ungewöhnlichen Zusammenspiel aus Robotern und Natur.

Dezember 25, 2018

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