Wie lange halten Mähroboter?

Wenn Sie auch jemand sind, der sich lieber ein hochwertiges gut verarbeitetes Gerät kauft, dass dann eine Weile hält, anstatt das Gerät alle zwei Jahre ersetzen zu müssen, dann interessiert Sie sicher auch die Frage, wie lange ein Mähroboter hält. Ist er nach den üblichen zwei Jahren schon kaputt, oder hat man länger seine Freude daran?

Die Frage wie lange ein Mähroboter hält, lässt sich nicht pauschal beantworten. Dies hängt von der Pflege ab sowie vom Hersteller. Insbesondere Mähroboter von namhaften Herstellern wie beispielsweise Husqvarna können bei guter Pflege aber sehr lange halten. Einige Geräte der ersten Generation von vor 20 Jahren laufen heute immer noch. Bei günstigeren Geräten kann die Lebensdauer variieren.

Faktoren die die Lebensdauer beeinflussen

Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die darüber bestimmen, wie lange ein Mähroboter hält. Hierzu zählen z. B. die richtige Pflege und Wartung. Rasenroboter sind im Gegensatz zu normalen Rasenmähern – insbesondere Benzinrasenmähern – zwar recht Wartungsarm, einige Wartungsarbeiten fallen jedoch trotzdem an.

Eine unsachgemäße Handhabung kann hierbei die Lebensdauer auch verkürzen, beispielsweise wenn man den Mähroboter mit einem Schlauch reinigt. Dies kann im schlimmsten Fall zum Defekt führen, da so Wasser in den Mähroboter eindringen kann, das die Elektronik zerstört.

Ein weiterer Faktor sind die Witterungsbedingungen, denen ein Mähroboter ausgesetzt ist. Viele Hersteller werben zwar damit, dass ihrem Mähroboter beispielsweise Regen nichts ausmacht, doch kann eine Mähroboter Garage die Lebensdauer deutlich verlängern. Sie schützt den Mähroboter wenn er an seiner Ladestation ist vor Wind und Wetter. Auch die Ladestation profitiert hiervon.

Auch nicht zu unterschätzen ist die sachgemäße Überwinterung des Mähroboters. Wird der Mähroboter zu kalten Temperaturen ausgesetzt, kann dies seine Lebensdauer ebenfalls verkürzen oder zum kompletten Defekt führen. Man sollte ihn deshalb nicht all zu spät einwintern.

Nicht zuletzt können auch Gefahrgegenstände auf dem Rasen dazu führen, dass der Mähroboter schneller kaputt geht. Wenn man Steine, Fallobst, Spielzeug und andere Gegenstände nicht vom Rasen entfernt, kann dies den Mähroboter beschädigen, fährt er darüber hinweg.

Folgende Artikel können Ihnen helfen die Lebensdauer des Mähroboters zu verlängern:
Mähroboter bei Regen und Sturm. Was hält er aus?
So schickt man seinen Mähroboter in die Winterpause – Komplettanleitung
Mähroboter Garagen – Eine vollständige Übersicht

 

Einige Teile des Mähroboter nutzen sich schneller ab und müssen regelmäßig ausgetauscht werden. Je nachdem mit welchem Mähwerk der Rasenroboter ausgestattet ist, müssen die Klingen beispielsweise alle drei Monate ausgetauscht werden.

Auch was den Akku angeht, gibt es Unterschiede. Es kommen im allgemeinen vier verschiedene Akkus zum Einsatz, die je nach Art und Pflege unterschiedlich lange halten.

Weiterhin sollte man darauf achten, dass man die Klingen nicht all zu selten wechselt. Sind die Klingen stumpf, zerrupfen sie nicht nur den Rasen, sondern erschweren auch die Arbeit für das Mähwerk, zuungunsten des Motors sowie des Akkus.

Folgende Faktoren beeinflussen die Lebensdauer negativ
  • extreme Hitze
  • extreme Kälte
  • keine oder unsachgemäße Reinigung und Pflege
  • falsche Lagerung bei der Überwinterung
  • Gegenstände auf dem Rasen
  • zu seltenes Wechseln der Klingen

Wie lange hält der Akku?

Welche Faktoren beeinflussen die Lebensdauer des Akkus?

Die Lebensdauer des Akkus von Mährobotern wird durch eine Vielzahl von Faktoren positiv oder negativ beeinflusst. Hierzu zählt natürlich, wie häufig der Akku benutzt wird, das heißt wie oft er aufgeladen und entladen wird. Dies nennt man auch Ladezyklus.

Allgemein kann man sagen, dass die Rasenfläche und die Betriebsdauer am Tag die Lebensdauer des Akkus maßgeblich beeinflussen. Je näher die Größe der eigenen Rasenfläche an der empfohlenen Maximalfläche des Mähroboters liegt, desto schneller nutzt sich der Akku auch ab.

Es ist daher durchaus nicht verkehrt, sich generell einen etwas größeren Mähroboter zuzulegen, als einen der die Rasenfläche gerade so mit Mühe und Not bewältigen kann. Außerdem kann man die Betriebsdauer in den Trockenphasen reduzieren, da in dieser Zeit der Rasen langsamer wächst.

Darüber hinaus gibt es einige weitere Faktoren, die die Lebensdauer beeinflussen. So kann extreme Hitze oder Kälte die Lebensdauer deutlich reduzieren, oder den Akku gar unbrauchbar machen.

Auch Überladung und Tiefentladung kann dem Mähroboter schaden. Wie stark sich diese Faktoren auswirken, hängt auch vom Typ des Akkus ab. Zudem haben die verschiedenen Akku-Typen auch bei guter Behandlung eine unterschiedliche Lebensdauer. Doch dazu später mehr.

Faktoren die die Akku-Lebensdauer negativ beeinflussen können

Die Lebensdauer des Akkus hängt sehr stark von der Handhabung ab, sowie vom Typ des Akkus. Wir gehen erst einmal auf generelle Dinge ein, die Sie beachten sollten und verweisen dann auf die verschiedenen Unterschiede der Akkus.

Es gibt vier Dinge, die ein Akku nicht mag: Extreme Hitze, extreme Kälte, Überladung und Tiefentladung. Die meisten Akkus vertragen Temperaturen zwischen 10° C und 35° C sehr gut. Deshalb sollten sie darauf achten, den Rasenroboter nicht zu extremen Temperaturen auszusetzen.

Extreme Hitze

Um zu starke Hitze zu vermeiden, sollten Sie den Mähroboter so programmieren, dass er im Sommer nicht zur Mittagszeit mäht. Außerdem sollten Sie die Ladestation an einen schattigen Ort stellen, damit der Mähroboter beim Laden und in seinen Ruhezeiten nicht in der prallen Sonne steht.

Sollten Sie keinen geeigneten Ort finden, der vor direkter Sonneneinstrahlung schützt, kann hier auch eine Mähroboter Garage Abhilfe schaffen. Hierbei ist darauf zu achten, dass sie ausreichend belüftet ist und nicht zu klein bemessen ist. Welche Mähroboter Garage sich dafür eignet, in der Sonne zu stehen, erfahren Sie in unserem Artikel über Mähroboter Garagen.

Extreme Kälte

Gleichzeitig sollten Sie auch darauf achten, den Mähroboter nicht zu kalten Temperaturen auszusetzen. Frost kann zum Defekt des Mähroboter führen. Auch der Akku leidet unter Frost. Es kann im Akku zu Korrosionsschäden führen, wodurch er unbrauchbar werden kann.

Im Allgemeinen sollten Sie den Mähroboter deshalb in unseren Breitengraden nur bis maximal Ende Oktober einsetzen. Danach sollten Sie ihn an einem warmen und frostfreien Ort lagern. Wichtig ist hierbei, den Akku waagerecht zu lagern. Eine senkrechte Lagerung kann auch hier die Lebensdauer des Akkus deutlich reduzieren.

Überladung

Zur richtigen Überladung kann es eigentlich nur kommen, wenn der Ladevorgang nicht gestoppt wird, sobald der Akku voll ist. Moderne Geräte verfügen aber heutzutage über einen Ladestopp, der das Laden beendet, sobald der Akku voll ist.

Die Lebensdauer eines Lithium-Ionen Akkus kann aber zusätzlich verlängert werden, wenn er nicht immer bis auf 100% aufgeladen wird. Da die meisten Mähroboter – insbesondere jene mit Begrenzungskabel – sich selbstständig aufladen, ist es natürlich unpraktikabel, hier einzugreifen. Sollten Sie den Mähroboter aber einmal manuell aufladen, beispielsweise vor der Einwinterung, brauchen Sie ihn nur bis maximal 90% aufladen.

Tiefentladung

Ein Akku hat eine Maximalspannung und eine Minimalspannung, je nachdem ob er voll aufgeladen, oder entladen ist. Bei voller Ladung kann er beispielsweise eine Spannung von 4 Volt haben. Entlädt er sich bis zur Minimalspannung, hat er nur noch 3 Volt.

Der Rasenroboter kann nicht die Kapazität des Akkus erkennen, wohl jedoch wie voll oder leer er ist. Dies tut er anhand der aktuell gemessenen Spannung, aus der er den Akkustand berechnen kann.

Erreicht der Akku die Minimalspannung, stoppt ein System die weitere Entladung des Akkus, damit der Akku nicht vollständig entladen wird. Nur wenn noch eine Minimalspannung auf dem Akku ist, kann der Mähroboter erkennen, dass ein Akku vorhanden ist.

Wenn man den Mähroboter nun aber eine Weile nicht benutzt, beispielsweise wenn man ihn im Winter einlagert, entlädt sich der Akku von Zeit zu Zeit immer weiter, auch ohne Benutzung. Ist der Akku vollständig entladen, ist er dann tiefentladen und womöglich nicht mehr zu gebrauchen.

Darüber hinaus ist es auch schädlich für den Akku, wenn er sehr häufig bis kurz vor seiner Minimalspannung entladen wird. Hierdurch kann sich seine Kapazität und gleichzeitig seine Lebensdauer ebenfalls verkleinern. Daher sollten Sie den Mähroboter im normalen Betrieb immer an der Ladestation angedockt lassen, sollte er nicht gerade mähen.

Unterschiede der verschiedenen Akku-Typen

Lithium-Ionen-Akku

Bei Mährobotern kommen vier verschiedene Akku-Typen zum Einsatz. Am häufigsten ist der “normale” Lithium-Ionen-Akku anzutreffen, der heutzutage auch in so gut wie allen Smartphones verbaut ist. Dieser recht moderne Akku lädt besonders schnell. Im Allgemeinen erreicht er eine Lebensdauer von 2 bis maximal 5 Jahren.

Er ist anfällig gegenüber extremen Temperaturen und Überladung, sowie Tiefentladung, jedoch weniger stark als Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH). LI-Akkus verfügen in der Regel über einen Tiefentladungsschutz, der das Risiko der Tiefentladung minimiert. Dieser kann aber keinen Schutz bei längerem nicht-verwenden des Akkus gewährleisten.

  • Selbstentladungsrate: 6 – 8 % pro Monat
  • Optimale Temperaturbedingungen: 10 – 35 °C
  • durchschnittliche Lebensdauer: 4 Jahre
  • Ladezyklen: 500 – 800 Ladezyklen

Lithium-Eisenphosphat-Akku

Eine spezielle Variante des LI-Akkus ist der sogenannte Lithium-Eisenphosphat-Akku. Dieser Akku ist Temperaturresistenter als normale LI-Akkus und entlädt sich bei Nichtverwendung weniger schnell. Damit verbunden ist dafür ein etwas höherer Preis.

  • Selbstentladungsrate: 2 – 4 % pro Monat
  • Optimale Temperaturbedingungen: 10 – 40 °C
  • durchschnittliche Lebensdauer: 5 Jahre
  • Ladezyklen: 1000 – 2000 Ladezyklen

Nickel-Metallhydrid-Akkus

Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH) können zwischen 5 und 7 Jahren alt werden. Sie sind deutlich anfälliger gegenüber extremen Temperaturen als LI-Akkus. Auch Überladung sowie Tiefentladung setzen ihnen schwer zu. Darüber hinaus gibt es bei ihnen den sogenannten Memoryeffekt, der dazu führt, dass der Akku nur die Ladezellen benutzt, welche bei erstmaligem Gebrauch und regelmäßiger Verwendung geladen werden. Bei falscher Ladung kann dies die Kapazität reduzieren.

Ein Vorteil dieser Akkus ist jedoch, dass sie über eine große Kapazität verfügen und daher weniger häufig aufgeladen werden müssen und sich so weniger schnell abnutzen. Bei richtiger Verwendung können sie eine lange Lebenszeit haben.

  • Selbstentladungsrate: 5 – 10 % oder 1 – 2 % (NiMH-Variante mit geringer Selbstentladung)
  • Optimale Temperaturbedingungen: 5 – 40 °C
  • durchschnittliche Lebensdauer: 6 Jahre
  • Ladezyklen: 350 – 500 Ladezyklen

Blei-Gel-Akkus

Blei-Gel-Akkus kommen aufgrund ihres hohen Gewichts bei Mährobotern nur noch selten zum Einsatz. Je nach Ausführung können Sie eine Lebensdauer von 4 bis in seltenen Fällen maximal 10 Jahren haben. Auch sie können durch Tiefentladung unbrauchbar werden.

  • Selbstentladungsrate: 4 – 6 %
  • Optimale Temperaturbedingungen: 10 – 40 °C
  • durchschnittliche Lebensdauer: 6 Jahre
  • Ladezyklen: 400 – 600 Vollzyklen

Wie lange halten Mähmesser?

Die Lebensdauer der Mähmesser ist zum größten Teil von der Art des Mähwerks abhängig. Man unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Arten von Mähwerken. Das Mähkreuz sowie die Drehscheibe.

Beim Mähkreuz handelt es sich um ein sternförmiges rotierendes Messer, das dem Mähwerk eines klassischen Rasenmähers sehr stark ähnelt. Mähkreuze können generell recht lange halten, jedoch stumpfen sie mit der Zeit ab. Mähkreuze halten in etwa für eine Saison, danach sollten sie ausgewechselt werden.

Drehscheiben hingegen sind rotierende Scheiben, an dessen Enden sich kleine bewegliche Messer befinden, die durch die Rotationskraft nach außen gedrückt werden. Die Lebensdauer dieser Mähmesser ist abhängig von der Bodenbeschaffenheit, der Grasart, sowie der Größe der Rasenfläche. In der Regel halten sie für ein bis zwei Monate auf einer Fläche von 1000 m².

Hier kommt es allerdings auch auf die eigenen Ansprüche an. Hat man einen “Englischen Rasen”, muss man die Messer häufiger wechseln. Sind die Ansprüche nicht so hoch und hat man eher eine gemischte Wiese, braucht man sie nicht so häufig wechseln.

Rasen in der Stadt ist meist weniger robust und nutzt die Klingen nicht so schnell ab. Auf dem Land ist Rasen meist etwas fester und hartnäckiger, weshalb die Klingen häufiger gewechselt werden sollten.

Tipp: Warten Sie nicht zu lange mit dem Austauschen der Mähmesser. Stumpfe Messer ergeben ein schlechteres Rasenbild, da sie den Rasen mehr rupfen als schneiden. Zudem schonen Sie so den Motor und reduzieren den Energieverbrauch, was wiederum den Akku schont und seine Lebensdauer verlängert.

Wie kann man die Lebensdauer verlängern?

Vermeiden von großer Hitze und Kälte

Wie bereits erwähnt, kann zu große Hitze dem Mähroboter schaden und seine Lebensdauer verkürzen. Zum einen kann die Elektronik von zu hohen Temperaturen Schaden nehmen, zum anderen verkürzt sich auch die Lebensdauer des Akkus deutlich.

Um den Mähroboter vor starker Sonneneinstrahlung zu schützen, sollten sie ihn deshalb im Sommer nicht zur Mittagszeit fahren lassen. Während der Lade- und Ruhezeiten können Sie ihn durch eine gut durchlüftete Mähroboter Garage schützen, oder die Ladestation an einen schattigen Ort stellen.

Um den Mähroboter nicht extremer Kälte auszusetzen, ist es wichtig, den Mähroboter nicht all zu spät einzuwintern. Ende Oktober sollte er spätestens an einen trockenen und frostfreien Ort gebracht werden.

Dabei ist darauf zu achten, dass der Akku waagerecht gelagert wird, da er sonst Schaden nehmen kann.

Die richtige Flächenauslastung

Kleinere Mähroboter haben auch kleinere Akkus. Ist die Mähfläche zu groß, muss der Mähroboter sehr oft wieder zurück zur Ladestation fahren, um sich neu aufzuladen. Dadurch muss der Akku sehr viele Ladezyklen verkraften.

Bei der Wahl des richtigen Mähroboters sollten Sie daher was die Flächengröße angeht ruhig etwas Puffer lassen und ruhig ein etwas größere Modell kaufen. Vergessen Sie nicht, bei der angegeben Fläche handelt es sich immer um die Fläche, die der Mähroboter maximal bewältigen kann.

Mähmesser schärfen

Mähmesser müssen nicht unbedingt neu gekauft werden. Es ergibt durchaus Sinn, sie zu schärfen, dadurch spart man Geld. Das Schleifen von Mähmessern ist allerdings nicht trivial. Beim Schleifen von Messern kommt es generell darauf an, dass man den richtigen Winkel wählt.

Da dieser Winkel von Klinge zu Klinge variieren kann, orientieren Sie sich am besten an dem Winkel, nachdem das Messer zuvor geschliffen war. Zum schleifen eignen sich am besten japanische Nassschleifsteine.

Verwenden Sie zu Beginn eine Körnung von 500, dann 1000, gefolgt von 2000 und achten Sie darauf, immer den exakten Winkel einzuhalten. Dies erreicht man am besten mit einer Einspannvorrichtung.

Fazit

Mit der richtigen Pflege können Mähroboter sehr lange halten. Einige Mähroboter der ersten Generation sind heute noch im Einsatz. Es lohnt sich also, den nötigen Aufwand zu betreiben. Die teureren Modelle von Husqvarna zählen auch zu den hochwertigeren, von denen eine besonders lange Haltbarkeit bekannt ist.