Die besten Mähroboter: Test-Vergleich 2022

Die besten Mähroboter: Test-Vergleich 2022

Wenn du beim Suchen nach den derzeit besten Mährobotern von der Flut an Auswahl nur so erschlagen wirst, greift das Sprichwort: “Zu viel Info ist keine Info”. Falls dir also der Blick ins Grüne die Sicht auf das Wesentliche versperrt, zeige ich dir im Folgenden drei Rasenflitzer auf, um das Angebots-Dickicht doch noch auf eine annehmbare Höhe zu stutzen.

Als Mähroboter für große Gärten ist der Husqvarna Automower 440 das derzeitige Spitzenmodell mit bis zu 290 min Mähdauer. Für mittelgroße Gärten der Worx L800 PLUS durch das selbstnivellierende Mähwerk und für kleinere Grünflächen der Bosch Indego S+ 500, der mit dem Parallelbahnen-Navigationssystem aufwartet.

Doch damit noch lange nicht genug, denn im weiteren Verlauf bringe ich dir zusätzliche nicht zu verachtende Informationen nahe, damit auch tatsächlich alle aufkommenden Fragen gänzlich ausgeräumt werden. Bleib dran!

Jeder Rasen hat seinen eigenen Anspruch…

Folglich ist es unmöglich zu sagen, welcher der derzeitige Rasenkönig ist – es kommt eben immer auf deine persönlichen Umstände an.

Deshalb habe ich dir diese drei Mähroboter zusammengestellt, welche dir einen kurzen, doch umfassenden Überblick über die derzeitigen Top Modelle, bezüglich der Rasenfläche von groß nach klein sowie deren Funktionen, verschaffen sollen. Los geht’s!

Husqvarna Automower 440  – Leistung auf höchstem Niveau 

Vor- und Nachteile auf einen Blick

  • Flächenkapazität bis 4000 m²  
  • Steigfähigkeit bis 45 %
  • Zufall-Navigationssystem
  • Wettertimer
  • Bis zu 290 min Mähdauer
  • Pin Code mit Alarm
  • Optionale App Steuerung möglich
  • Hochpreisig
  • Keine Scheinwerfer
  • Keine Ultraschallsensoren

Welche Funktionen bringt der Automower 440 mit?

Dieser Mähroboter scheint das Ergebnis eines imaginären Dialogs zwischen einem Kunden und Husqvarna gewesen zu sein, welcher ungefähr so ablief –

Husqvarna: “Was ist Ihnen bei einem Mähroboter am wichtigsten?”

Kunde: “Ja.”

Denn genau dies spiegelt ein Blick auf die Leistungsspektren des Husqvarna Automowers 440 wider: Er hat einfach immer eine Lösung parat.

Im Komplettpaket hast du die derzeit wichtigsten Gadgets enthalten sowie ein paar zusätzliche Pluspunkte, welche ich dir im Folgenden aufzeigen möchte.

Angefangen mit einer beachtlichen Flächenkapazität von satten 4000 m², bietet der Automower 440 selbst für überdurchschnittlich große Rasenflächen eine vollautomatische Lösung an.

Starke Leistung und Ausdauer – Große Gärten sind ein Kinderspiel

Die Li-Ion Akkus laden sich beim Automower 440 in flotten 60 min (!) wieder vollständig auf, sodass dieser nach gerade einmal einer Stunde wieder frisch ans Werk gehen kann.

In Kombination mit einer maximalen Mähdauer von 290 min am Stück, bei nicht mehr als 

24° Steigung, ermöglicht dies dem Automower 440 große Rasenflächen ohne viel Erholungszeit zu bearbeiten. 

Die Flächenleistung pro Stunde beträgt durchschnittlich 167 m². Um die ihm maximal mögliche Fläche zu bearbeiten, bräuchte der Automower 440 demnach genau 24 Stunden reine Mähzeit.

Die feinste Sensorik garantiert dir eine sichere und effiziente Arbeitsweise

Beim Befahren des Rasens bleibt der Automower 440 ebenfalls immer zügig genug, damit auf deinem Rasen längerfristig keine Reifenspuren zu finden sind. Auch bleiben sonst typische Mähstreifen aus, da der Automower 440 über ein Zufall-Navigationssystem verfügt, welches eben jenen unschönen Überbleibseln effektiv entgegenwirkt.

Zusätzlich ist der Automower 440 mit nützlicher Sensorik ausgestattet, wie etwa den Hebe- und Neigungssensoren. Diese sorgen dafür, dass die Klingen automatisch angehalten werden, wenn entweder der Mäher beim Arbeiten wenige Zentimeter angehoben wird oder aber eine gewisse Neigung erreicht, beispielsweise beim Umkippen.

Dies kommt allem voran der allgemeinen Sicherheit im Umgang mit dem Mähroboter zugute. 

Aber auch die hauseigene automatische Passagenerkennung möchte ich dir hier nicht unterschlagen. Hierbei erkennt der Automower 440 im Suchmodus automatisch Passagen bei einer minimalen Breite von 60 cm auch als solche an und fährt hindurch anstatt drumherum. Definitiv förderlich bei beispielsweise bestehenden, parallel angelegten Beeten.

Tipp: Aber wie legst du bei Husqvarna Automower-Modellen eigentlich eine Passage an und was gibt es dabei zu beachten? Matthias weiß Bescheid und du bald auch:

Das ausgeklügelte Klingensystem und die Hinderniserkennung sorgen für einen reibungsloses Mäherfolg

Die Klingen spielen bei der Leistungsermittlung definitiv eine übergeordnete Rolle. Hierbei ist der Automower 440 mit drei frei schwingenden Klingen versehen, welche durch die Rotation der Drehscheibe nach außen getrieben werden. Dies hat den Vorteil, dass die Klingen nicht abbrechen, sollten sie beispielsweise auf einen Stein oder ein anderes hartes Objekt treffen, sondern zurück rotieren.

Sollte dies überhaupt der Fall sein. Denn der Automower 440 ist ebenfalls mit einer guten Hinderniserkennung ausgestattet, welche kleinere Objekte erkennt und umfährt.

Ebenfalls dabei ist eine Unwuchterkennung. Hierdurch wird das unnötige Rotieren der Klingen bei fehlendem Widerstand unterbunden, um somit auch dem erhöhten Verschleiß der Drehscheibe einen Riegel vorzuschieben.

Während des Mähens beträgt die maximale Schnitthöhe 60 mm sowie die 

minimale 20 mm, bei einer satten Schnittbreite von 24 cm. Hier scheint sich nach Nutzer-Rezensionen auch der einzige wirkliche Wermutstropfen zu manifestieren. Diesbezüglich hätten sich einige offenbar eine maximale Schnitthöhe von 80 mm gewünscht.

Wie steht es um den Energieverbrauch? Über Intensitätsstufen kannst du den Verbrauch und auch die Lärmbelastung einschränken

Über die Wetter-Timer Funktion kannst du deinem Automower auch einen gewissen Intensitätsmodus zuschalten. Dieser bestimmt anhand der Einstellung nach 3 Stufen, wie oft der Mäher den Rasen befährt und kürzt. Hier kannst du also ganz individuell nach entsprechenden Wachstumsperioden die Nutzzeit regulieren.

Selbstredend ist, gerade im Hinblick auf die derzeitige Energiepreisentwicklung, ein geringer Energieverbrauch ein nicht zu verachtender und allgegenwärtiger Faktor. Doch ich kann dich guten Gewissens beruhigen. Trotz der üppigen Ausstattung trumpft der Automower 440 mit dankbar niedrigen 20 kWh pro Monat auf, ferner die 4000 m² tatsächlich vollständig ausgereizt werden.

Doch wie sieht es mit der Lärmbelästigung, oder wie andere sie hin und wieder nennen – “Zukunftsmusik”, aus? Auch hier begnügt sich der 440 mit einem verhältnismäßig dezenten, durchschnittlichen 58 dB Schallpegel. Zum Vergleich, der gewöhnliche Mähroboter produziert durchschnittlich 65 dB an Lärm.

Mit welchen Zusatzfunktionen kann der Automower 440 sonst noch aufwarten?

Weitere nicht zu verachtende Funktionen sind die Diebstahlsicherung via Pin Code und anschließendem Alarm, sowie die Möglichkeit ein Modul zu verbauen, über welches du mit der Automower Connect App auf den Mähroboter zugreifen kannst.

Dieses Modul schlägt zwar gleich mit ~350 € zu Buche, bietet jedoch eine Vielzahl an Optionen – wie etwa eine Smart Home Integration, Änderung von Zeitplänen oder das Abrufen von Statistiken.

Im Lieferumfang enthalten sind neben der Ladestation, zu der dein Mähroboter selbständig zurückfindet, deren Trafo mit Netzstecker sowie Niederspannungskabel, weitere 9 Ersatzmesser, Kabelmarkierungen sowie Schrauben zum Befestigen der Ladestation im Boden.

Ganz klar – Beim Automower 440 bekommst du ein hochwertiges Komplettpaket, jedoch kommt der Husqvarna Automower 450X, sein großer Bruder, hinsichtlich der Rasenfläche nochmals auf 1000 m² mehr, allerdings zu einem m.M.n. nicht gerechtfertigten Aufpreis von 1250 €. In Prozent würde dies bedeuten, dass du für 20 % mehr Rasenfläche einen Aufpreis von 25 % in Kauf nehmen müsstest. Zumindest nach derzeitigem UVP.

Einziger wirklicher Pluspunkt des großen Bruders ist der integrierte Scheinwerfer sowie das bereits verbaute Connect Modul für die App. Ob diese Zusätze jedoch 1250 € wert sind, bleibt letztlich dir überlassen.

Worx L800 PLUS WR148E – Vielseitig erweiterbar  

Vor- und Nachteile auf einen Blick

  • Flächenkapazität bis 800 m²  
  • Steigfähigkeit bis 35 %
  • AIA™ – Navigationstechnologie
  • Bluetooth und WLAN
  • App Steuerung möglich
  • Modulares Erweiterungssystem
  • Regensensor
  • Selbstnivellierendes Mähwerk
  • Schwierigkeiten bei der Erkennung kleinerer Hindernisse
  • Hersteller-Support ist äußerst suboptimal
  • Standard-Räder besitzen wenig Zugkraft
  • 30 mm minimale Schnitthöhe 
  • Kann nicht bei Regen mähen

Leistungsinhalte des Worx L800

Für mittelgroße Gärten, sprich bis 800 m², hat der Worx L800 die Nase vorn.

Möglich macht dies unter anderem das Baukastensystem, welches Worx seinen Mährobotern spendiert. Dadurch hast du eine Vielzahl an Erweiterungsmöglichkeiten, wie etwa eine bessere (und häufig notwendige) Hinderniserkennung via Ultraschallsensoren, Sprachsteuerung uvm.

Eine Akkuladung reicht laut Hersteller für maximal 2 Stunden Dauerbetrieb, wobei der Worx L800 bei ca. 10 % Restladung zur Ladestation zurückfährt.

Hierbei ist es absolut notwendig, dass der Begrenzungsdraht für den L800 vollständig und frei verfolgbar ist, da der Mähroboter hierbei den kürzesten Weg einschlägt und entsprechenden Hindernissen nicht mehr ausweicht. Demnach könnte, im Falle einer Blockierung, der L800 schlimmstenfalls einfach ausgehen, noch bevor er die Ladestation erreicht.

Dies ist auch vornehmlich dann bedeutsam, sobald Regen einsetzt. Denn dann kann der Worx L800 nicht mehr weiterarbeiten und muss zwingend das Mähen einstellen. 

Während er sich im Einsatz befindet, wird die Navigation maßgeblich durch die AIA – Technologie bestimmt. Diese lässt den Mähroboter am Ende seines im Vorhinein festgelegten Bereichs in einem Winkel “abprallen” und nicht erst vor- und zurückfahren. Jenes spart Zeit und schont letztlich den Rasen.

Tipp: Wenn du dich fragst, welche Navigationssysteme es gibt, wie diese funktionieren und welches davon für deinen Garten das effektivste ist, dann lies doch gerne mal hier drüber: https://www.maehroboter-guru.de/wie-navigieren-eigentlich-maehroboter/

Der Mähroboter mit einem Plan

Auch die Passagenerkennung gehört zum Repertoire und lässt den L800 ganz ohne Zuhilfenahme von Führungsdrähten entsprechend schmale Durchfahrten passieren. Worx gibt die Breite mit “so schmal wie der Mäher selbst” an. In diesem Falle also rund 43 cm. Sehr beachtlich.

Durch die Cut-to-Edge Funktion wird beim Befahren der Fläche bis zur Rasenkante geschnitten, wodurch manuelles Trimmen wegfällt. Doch der Worx L800 kehrt auch vor der eigenen Tür und trimmt den Bereich um seine Ladestation selbständig auf die vorher eingestellte Höhe.

Zusätzlich kann auch ein Mähplan eingerichtet werden, wonach der Worx L800 autark arbeitet. Ebenso ist das Einordnen des Rasens in Zonen möglich.

Das Mähwerk ist beim L800 selbstnivellierend. Dies bedeutet, dass es sich dem Boden anpasst und selbstständig ausgleicht, damit keine unschönen Einschnitte im Rasen entstehen. 

Simple Reinigung und schonend für die Umwelt

Das anschließende Reinigen der 3 Klingen gestaltet sich denkbar einfach. Hier kannst du entweder konventionell händig reinigen, oder aber durch Abspülen mittels Zuhilfenahme eines Wasserschlauchs. Die Schnitthöhe beginnt bei 30 mm, was einigen Nutzern scheinbar zu gering ist, und endet bei 60 mm. Die maximale Schnittbreite liegt bei 20 cm.

Wie gewohnt schalten sich die Klingen automatisch ab, sobald der Mäher eine zu große Neigung erreicht oder angehoben wird. Weiterhin unterbindet der “Igel-Schutz-Modus” die Nutzung des Mähers nach der Abenddämmerung. Ein feiner Zug von Worx  und indirekter Appell an das Präservieren der Natur. 

Die übliche Beschallung liegt bei 63 dB und befindet sich im Mittelwert vieler Mähroboter. Daher sollte sie für sich im Garten befindliche Menschen und ebenso für die hiesige Fauna kein allzu großer Störfaktor sein.

Tipp: Aber wie laut ist eigentlich laut und zu welchen Zeiten darf denn gemäht werden? 

Kimy hat darauf ein paar knackige Antworten für dich parat – riskier mal einen Blick:

Ein modulares System – Leider nicht immer sinnvoll

Wie eingangs erwähnt, kannst du den L800 um multiple Funktionen erweitern. Nebst Sprachsteuerung und einer verbesserten Hinderniserkennung via Ultraschall ist es auch möglich, durch einen Magnetstreifen und das entsprechende Modul bestimmte Bereiche für den Mähroboter zu sperren.

Auch das PIN-System mit anschließendem Alarm kann um eine optionale Diebstahlsicherung via GPS erweitert werden. Abschließend ist es dir mittels einer Komponente ebenfalls möglich, die Wifi-Verbindung zu verbessern. 

Der Lieferumfang beläuft sich auf 6 Ersatzklingen mit Schrauben, 1 Inbusschlüssel, 1 Ladestation sowie 70 Heringe und 8 Schrauben zum Befestigen selbiger, 1 Netzteil, 50 m Begrenzungskabel und 2 Anschlussstecker zum Verbinden sowie den beiliegenden 20V Akku.

Böse Zungen würden behaupten, dass das Worx Baukastensystem Geldschneiderei ist, da hier einige Optionen, welche bei Konkurrenten zur Grundausstattung gehören, nur zusätzlich beigefügt werden können.

Auf der anderen Seite zahlst du hier jedoch tatsächlich nur für die Funktionen, die du auch brauchst. Andererseits sind einige der Zusatzmodule auch wieder so essentiell, dass ein Weglassen selbiger von vornherein wenig Sinn ergibt.  

Bosch Indego S+ 500 – Klein und Fein 

Vor- und Nachteile auf einen Blick

  • Flächenkapazität bis 500 m²  
  • Steigfähigkeit bis 27 %
  • Parallelbahnen-Navigation
  • Diebstahlschutz
  • SpotMow Funktion
  • App & Sprachsteuerung
  • Keine Ersatzklingen im Lieferumfang
  • Hoher Reinigungsaufwand
  • Kein Regensensor
  • Hochpreisig

Alle Eigenschaften in der Übersicht

Der Bosch Indego S+ 500 kann hervorragend für kleinere Gärten bis 500 m² genutzt werden. Ideal eignet er sich auch für Reihenhäuser mit einem grünen Anbau.

Hierbei ist jedoch sehr wichtig, auf die entsprechenden Unebenheiten im Rasen zu achten, denn mit seinen 27 % Steigungsbewältigung, vermag der S+ 500 einige Passagen nicht zu überbrücken. Im Normalfall ist dies jedoch kein Problem, da kleinere Rasen auch tendenziell weniger in die Vertikale abdriften.

Und da du bei weniger großem Rasen tendenziell auch nicht sonderlich lange Mähen musst, kommt der S+ 500 mit einem Akku, welcher mit 60 min Dauerbetrieb auskommt. Dieser braucht im Anschluss jedoch auch wieder genauso lange, um vollständig geladen zu werden. Summa summarum zwar nicht großartig, aber ausreichend. 

Eine Funktion für jedes Hindernis

Auf dem Rasen prangt der S+ 500 mit einer Vielzahl an Gadgets, wie etwa dem Logicut Navigationssystem. Dieses berechnet den effizientesten Weg den Rasen zu mähen und ändert immer wieder die Richtung, damit keine unschönen Spuren an einstiges Mähen gemahnen. Selbst durch Passagen bis zu 75 cm kann sich der S+ 500, durch Zuhilfenahme von Führungsdrähten, bewegen.

Unterstützt vom SmartMowing, welches sich automatisch neuesten Wettervorhersagen bedient, macht sich der kleine Flitzer nur bei optimalen Bedingungen ans Werk und erstellt sogar selbstständig eigene Mähpläne für beste Ergebnisse. 

Sind Regen und nasses Gras eine Hürde?

Zwar macht die Näse dem Bosch S+ 500 nichts aus, dennoch sollte er bei Regen nicht mähen. Dies kommt gerade der Reinigung zugute, da nasses Schnittgut den Mähroboter zusätzlich und schneller verschmutzen lässt. Und gerade diese Reinigung fällt beim S+ 500 relativ umständlich aus.

Zumal verhilft es deinem Mähroboter und auch dir zu mehr Sicherheit, wenn das Mähen bei Regen ausbleibt, da geschnittenes nasses Gras zu einer Rutschpartie für Mensch und Maschine werden kann. So mag es schon mal vorkommen, dass der Mähroboter einfach vom Weg abdriftet und stecken bleibt.

Letztlich wirkt das Mähen bei Regen auch der Mulchfunktion des Bosch S+ 500 entgegen. Diese sieht vor, dass ein Teil der Überbleibsel des Mähens aufgefangen und auch wieder gleichmäßig an den Rasen abgegeben wird, um diesen zu düngen.

Schade nur, dass der Regen hier häufig zum Verklumpen selbiger Überreste sowie zu unschönen und unregelmäßig verteilten Rasenhaufen führt.

Mit smarter Mähstrategie zum Erfolg

Auch eine Hinderniserkennung darf jedoch keinesfalls fehlen. Die ist zwar dabei, hat im Einsatz aber häufig zur Folge, dass der Mäher erst das entsprechende Hindernis kurz antippen muss, damit er es auch als solches erkennt. Hier zeigt sich wohl der größte Vorteil von Ultraschallsensoren, denn bei diesen ist ein solcher Stupser nicht mehr notwendig.

Gemäht wird, wie bei den anderen Produkten in unserer Liste, ebenfalls bis zum Rand. Denn ein sauberer Kantenschnitt sieht nicht nur gut aus, sondern erspart dir auch unsägliches Nachjustieren per Hand. Zusätzlich bist du mit der Memory-Funktion, die sich bis zu drei einzelne Rasenflächen a´ 500 m² merkt, also bestens gerüstet für mannigfaltige Flächen.

Abgerundet wird die ohnehin schon opulente Ausstattung durch die SpotMow-Funktion, mit welcher du designierte Flächen bis zu 9 m² bemähen lassen kannst. Gerade dann vorteilhaft, wenn Gartenmöbel längere Zeit auf einem Teil des Rasens verweilen und das darunter liegende Gras bereits anfängt zu wuchern. 

Und sollte es doch mal Unstimmigkeiten im System oder mit dem Mähen an sich geben, bekommst du fluchs eine Benachrichtigung auf dein gekoppeltes Smartphone. Optional ist es dir auch möglich, den S+ 500 via Sprachsteuerung zu bedienen, ferner du ein entsprechendes Google- oder Amazon-Gerät dein eigen nennst.

Top Schnittbild – Mangelndes Zubehör

Geschnitten wird mit 3 sich im Kreis drehenden Sichelklingen, von welchen jedoch keine einzige Ersatzware den Standard-Lieferumfang ziert. Stattdessen musst du diese bei zu viel Schärfeverlust oder gar beim Wegbrechen direkt nachbestellen. Zum guten Ton gehört dies wohl eher nicht. Ganz im Gegenteil zum auch hier integrierten Igel-Schutz-Modus, den die kleinen Gartenbewohner sicherlich sehr begrüßen. 

Tipp: Wenn du hinsichtlich des Mähwerks noch Wissenslücken zu füllen hast, dann schau doch gerne mal hier rein – da bekommst du alles Nötige vermittelt:

Die Schnitthöhe beträgt minimal 30 und maximal 50 mm, wobei diese anhand von
3 Stufen eingestellt werden kann. Sprich immer im Rhythmus von 10 mm. Die Schnittbreite beläuft sich auf 19 cm und ist dahingehend vollkommen ausreichend für einen Garten von maximal 500 m². Doch vollkommen irrelevant, wie groß der Garten ist, ein Hebeschutz ist nie verkehrt und glücklicherweise auch spendiert worden. 

63 dB, so viel oder wenig Lautstärke produziert der S+ 500 beim Bearbeiten des Rasens. Hingegen mehr Lärm, und das darf auch bitte so sein, verursacht der Alarm, welcher zum Diebstahlschutz gehört. Jener kann sich jedoch nach entsprechender PIN-Eingabe wieder ausschalten lassen. 

Obwohl der Blick auf den Lieferumfang hinsichtlich der Klingen eher zu Stirnrunzeln animiert, sorgen 150 m Begrenzungsdraht schon eher für nach oben gerichtete Mundwinkel. Natürlich darf die Ladestation nicht fehlen, ebenso wenig wie die Nägel und Haken, welche zum im Boden befestigen selbiger gebraucht werden. 

Auch wenn der Bosch S+ 500 ein hochpreisiger Mähroboter bezüglich der maximalen Gartengröße ist, trumpft er mit einer beachtlichen Funktionsbreite auf, die zu keinem Zeitpunkt fehl am Platz wirkt.

Gerade die Verknüpfung mit smarten Endgeräten ermöglicht eine bequeme Steuerung und auch die SpotMow Funktion wirkt Wunder, wenn nicht jedes Mal der Mähroboter den gesamten Rasen abfahren muss, nur um mal eben nachzuschneiden. 

Die richtige Bereifung – Ein entscheidender Faktor

Was passiert eigentlich, wenn die Unebenheit doch mal zu steil ausfällt und könntest du da möglicherweise sogar nachhelfen? Die Antwort liegt allem voran in, oder besser, auf den Rädern. 

Denn zum guten Vorankommen, auf tendenziell weichem Untergrund, bedarf es einer guten Traktion. Ist diese nicht vorhanden, kann der Mähroboter umfallen oder durch Wegrutschen schlimmstenfalls sogar unschöne Einschnitte im Rasen hinterlassen. 

Nur bieten eben einige Reifen jene notwendige Traktion nicht von Haus aus. Sobald dieser Mangel besteht, kann mit herstellereigenen Reifen nachgebessert werden. Diese haben häufig kleine Spikes auf der Oberfläche verbaut, welche jedoch nie zu spitz sind, um dem Rasen nachhaltige Schäden beizufügen.

Somit bist du also selbst bei zu viel Vertikalität gut gerüstet und kannst dem Mäher falls notwendig unter die Räder greifen, um ihn seinem Handwerk nachgehen zu lassen.

Tipp: Und wenn du schon immer wissen wolltest, worin beim Steigungswinkel der Unterschied zwischen Prozent und Grad besteht und wie du diese berechnen kannst, dann habe ich hier gleich den richtigen Artikel für dich parat: https://www.maehroboter-guru.de/wie-du-steigung-gefaelle-im-garten-berechnest/

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