Wer braucht Mähroboter

Mähroboter: Wer braucht sowas eigentlich?

Du hast von diesen Mähroboter gehört und fragst dich, für wen sich diese Dinger eigentlich lohnen? Wer braucht eigentlich einen Mähroboter, wenn man doch einfach einen Rasenmäher benutzen kann? Als Betreiber dieses Blogs weiß ich mittlerweile ziemlich genau, wer sich einen Mähroboter anschafft und warum er dies tut.

Für wen lohnt sich ein Mähroboter? Ein Mähroboter lohnt sich für jeden, der Zeit sparen möchte und gleichzeitig Wert auf einen gut gepflegten Rasen legt. Je größer die eigene Rasenfläche, desto größer der Nutzen. Darüber hinaus gibt es bestimmte Personengruppen, die Probleme mit dem Rasenmähen haben, für die sich ein Rasenroboter ebenfalls lohnt, wie z. B. Allergiker und gehbehinderte Menschen.

Du bist hier ja auf einem Mähroboter Blog, weshalb du vielleicht die Vermutung hast, dass ich nicht ganz neutral Berichte oder Mähroboter zu gut darstelle. Doch auch wenn ich sehr begeistert von Mähroboter bin, versuche ich immer möglichst neutral zu informieren 😉

Und ich sage ganz klar, dass Mähroboter nicht unbedingt für jeden was sind. Und auch nicht für jeden Garten. Aber es ist schon eine tolle Technik und es wäre schade, wenn die für die es tatsächlich etwas ist, nicht darüber Bescheid wüssten! Hier folgt also meine objektive Einschätzung, für wen das eigentlich was ist.

Für wen eignet sich ein Mähroboter?

Wer braucht denn jetzt eigentlich so einen Mähroboter? Ein Mähroboter eignet sich für jeden der

  • Zeit sparen möchte
  • Wert legt auf einen gut gepflegten Rasen
  • Keine besondere Freude am Rasenmähen hat
  • Allergiker ist
  • Gehbehindert ist
  • Keine extrem ausgeprägte Geräuschempfindlichkeit hat (oder einen solchen Nachbarn hat)

Lass mich die einzelnen Punkte nun etwas genauer erläutern.

Mähroboter sparen Zeit

Wenn du einen Mähroboter hast, fällt natürlich die Arbeit des Rasenmähens weg. Also sparst du Zeit. Das ist besonders für Leute interessant, die einfach nicht viel Zeit haben, den Rasen zu mähen, weil sie beispielsweise berufstätig sind. Das Rasenmähen geht ganz von alleine.

Allerdings musst du trotzdem ab und zu den Mähroboter warten. Beispielsweise sollte er gelegentlich gereinigt werden und die Klingen müssen ab und zu ausgewechselt werden. Je nach Modell alle paar Monate oder nur einmal pro Saison.

Es ist natürlich klar, dass die Zeitersparnis umso größer wird, je größer die Fläche ist. Wenn du Wert auf einen gut gemähten Rasen legst (siehe nächster Abschnitt) und du eine Fläche von 3000 qm hast, bist du sicher jedes Wochenende 3 Stunden mit mähen beschäftigt. Für so jemanden lohnt sich ein Mähroboter insbesondere. Doch auch auf kleinen Flächen kann er sinnvoll sein.

Mähroboter verbessern das Rasenbild. Doch willst du das?

Allerdings wird das Ganze nur relevant, wenn es einem überhaupt wichtig ist, dass der Rasen gut gepflegt ist und immer schön kurz gemäht ist. Da ein Mähroboter jeden Tag mäht, oder wenigstens jeden zweiten Tag, ist der Rasen ständig kurz gemäht und sieht so immer tip top aus.

Das Rasenbild verbessert sich aber nicht nur, weil der Rasen stehst kurz gemäht ist. Durch den Einsatz eines Mähroboter verbessert sich das Rasenbild auch noch aus diversen anderen Gründen. Z. B. mulcht der Mähroboter den Rasen.

Das bedeutet, dass immer ein kleines Stück von der Rasenspitze abgeschnitten wird, auf dem Rasen verbleibt, verwittert und dem Rasen als Dünger wieder zugeführt wird. Dadurch ist der Rasen ständig mit Nährstoffen versorgt, was ihn natürlich besser wachsen und gesünder aussehen lässt. Das ersetzt jedoch nicht vollständig das Düngern.

Auch mag es der Rasen, sehr regelmäßig gemäht zu werden. Rasen ist eine Kulturpflanze, die dafür gemacht ist, einen regelmäßigen Schnitt verpasst zu bekommen. Das regt das Wachstum an und verbessert die Gesundheit des Rasens. Gleichzeitig vertragen diverse Unkräuter und Wildgräser die sich gerne im Rasen ansiedeln, diesen regelmäßigen Schnitt nicht und werden langfristig vom Rasen verdrängt. Wobei dazu gesagt sei, dass dies nicht als einzige Anti-Unkrautmaßnahme ausreicht.

Es gibt aber eben auch jene, denen es gar nicht wichtig ist, dass der Rasen perfekt aussieht. Sie haben es gerne, wenn der Rasen etwas verwildert ist, oder mehr wie eine Wiese ist, als ein perfekter Rasen. Es soll hier und da auch mal eine Blume wachsen können und der Rasen muss nicht immer kurz geschoren sein.

Wer so einen Rasen hat, der braucht seinen Rasen sowieso nicht oft mähen und braucht somit auch keinen Mähroboter, weil die Zeitersparnis erstens nicht sehr groß ist, zweitens der Mähroboter quasi keinen verwilderten Rasen zulässt und drittens ein Mähroboter einen „wilden Rasen“ technischen gesehen gar nicht mähen kann und dafür nicht gemacht ist. Er muss den Rasen regelmäßig und ständig mähen, sonst funktioniert das ganze System nicht.

Ich kenne selbst Beispiele von Leuten, die ihren Garten lieber „etwas wilder“ haben, denen ich so einen Mähroboter gar nicht empfehlen würde, weil er dieses Bild eines wilden Rasens oder einer Blumenwiese kaputt machen würde und eher für eine Art teppichmäßigen Rasen sorgt.

Mähroboter sind toll für jeden, der am Rasenmähen keinen Spaß hat

Hast du wenig Zeit und legst du gleichzeitig Wert auf einen gut gepflegten Rasen, kannst du dir noch die Frage stellen, ob dir das Rasenmähen grundsätzlich Spaß macht oder nicht. Vielleicht hast du zwar wenig Zeit, doch das wöchentliche Rasenmähen ist für dich eine nette Abwechslung und du machst das mit einer gewissen Freude. Warum dann auf einen Mähroboter umsteigen?

Ist für dich das Rasenmähen hingegen eher eine lästige Tätigkeit und willst du aber einen schön gemähten Rasen haben, dann kann so ein Teil tatsächlich das richtige für dich sein. Außerdem kannst du die „Rasenmähzeit“ dann ja für andere Gartenarbeiten nutzen, die dir vielleicht mehr Spaß machen.

Allergiker und gehbehinderte Menschen profitieren besonders von Mährobotern

Bist du allergisch gegen Graspollen und hast deshalb immer Probleme mit dem Rasenmähen, dann ist die Anschaffung eines Mähroboters auch eine Überlegung wert. Du kannst den Mähroboter nämlich z. B. so programmieren, dass er den Rasen mäht, während du gar nicht im Garten bist.

Beispielsweise kannst du den Mähroboter vormittags von 8 bis 13 Uhr mähen lassen, während du auf der Arbeit bist. Wenn du dann nach Hause kommst, ist alles schön gemäht und der „Pollensturm“ hat sich bis dahin wieder gelegt.

Auch gehbehinderte Menschen, die das Rasenmähen nicht mehr so richtig hinkriegen, könnten über einen Mähroboter nachdenken. Natürlich kann man auch immer hilfsbereite Verwandte Fragen, oder den Nachbarsjungen für 10 Euro darum beten, die Rasen zu mähen. Wenn es diese Option nicht gibt, dann lohnt sich ein Mähroboter auf jeden Fall.

Die Geräuschentwicklung eines Mähroboters

Mähroboter sind sehr unterschiedlich laut. Die leisesten kommen gerade mal auf 56 dB, während die lautesten mit 75 dB mähen. Ersteres entspricht ungefähr dem Geräusch, das ein Kühlschrank macht, während letzteres sehr nahe an das Geräusch eines herkömmlichen Rasenmähers kommt. Das ist ein enormer Unterschied.

Die leisesten Mähroboter würdest du also bei geschlossenem Fenster überhaupt nicht hören und selbst bei geöffnetem Fenster müsstest du je nachdem wo sich der Mähroboter gerade auf deinem Grundstück befindet schon sehr genau hinhören, um den Mähroboter zu hören.

Bist du allerdings eine besonders geräuschempfindliche Person, könntest du das andauernde Mähgeräusch dennoch als eine Belastung empfinden, besonders wenn du dich während des Mähens im Garten aufhältst.

Allerdings sollte das nicht unbedingt ein Ausschlusskriterium sein, da du den Mähroboter einfach so einstellen kannst, dass er nur dann mäht, wenn du gar nicht zu Hause bist. Selbiges gilt natürlich für einen geräuschempfindlichen Nachbarn.

Dabei solltest du dann beachten, dass je kleiner das Zeitfenster ist, in dem der Mähroboter mähen darf, die Flächenleistung des Mähroboters umso größer sein muss. Willst du z. B. dass der Mähroboter nur morgens zwischen 8 und 12 Uhr mäht, auf einem Grundstück mit 200 qm, brauchst du wohl eher einen Mähroboter mit einer maximalen Flächenleistung von 1000 qm. Siehe dazu auch hier.

Für welche Gärten eignen sich Mähroboter?

Wenn du bis hier hin gekommen bist, spricht für dich wohl bisher noch nichts gegen einen Mähroboter, oder? Bleibt noch die Frage, ob sich dein Garten überhaupt für einen Mähroboter eignet.

Viele Gartenbesitzer, die sich zum ersten Mal einen Mähroboter zulegen wollen, haben am Anfang große Skepsis, ob ihr Garten eigentlich überhaupt für einen Mähroboter geeignet ist. Sie denken der Garten ist zu verwinkelt, zu komplex, zu steil, hat zu viele schwierige Stellen, zu viele Löcher, Ecken, Kanten, Maulwürfe oder was auch immer.

Dazu kann ich dir sagen, dass Mähroboter mittlerweile so ausgereift sind, dass sich in geschätzt 99 % der Fälle ein Modell finden lässt, dass mit den Bedingungen im Garten klarkommt.

  • Steigungen: Viele Mähroboter schaffen mittlerweile Steigungen bis 35 %. Eine ganze Reihe von Modellen schaffen sogar 45 %. Für extreme Steigungen gibt es mittlerweile sogar ein Modell von Husqvarna das 70 % schafft, jedoch auch ziemlich teuer ist
  • Komplexität: Auch mit sehr verwinkelten und komplexen Flächen kommen bestimmte Mähroboter klar. Selbst wenn sie aus vielen Teilflächen bestehen. Hier kommen Techniken wie Fernstartpunkte und GPS zum Einsatz. Sehr langgezogene schmale Korridore können allerdings ein gewisses Problem darstellen. Doch auch dafür finden sich meist Lösungen.
  • Bäume, Blumenbeete, Spielegeräte auf der Fläche: Es lassen sich mit dem Begrenzungskabel Inseln anlegen, die der Mähroboter nicht mähen soll. Oder er stößt einfach mit seinem Stoßsensor dagegen, setzt zurück und mäht woanders weiter.
  • Unebenheit: Sind die Unebenheiten nicht allzu krass, ist auch das kein Problem. Du solltest allerdings nicht gerade Meteoritenkrater in deinem Garten haben. Siehe dazu auch hier
  • Schwierige Rasenkanten: Du kannstentweder Rasenkantensteine verlegen, oder legst das Begrenzungskabel einfach in einem bestimmten Abstand, so dass der Mähroboter nicht bis zum Rand mäht. Dann musst du allerdings am Rand nacharbeiten.
  • Fallobst, Windwurf, Laub: Es gibt Mähroboter mit kleinen, freischwingenden Klingen auf Messertellern, die damit nicht so gut klar kommen. Andere haben robuste Sternmesser, die auch daraus Kleinholz machen, allerdings dafür etwas lauter sind.
  • Maulwürfe: Durch das ständige Summen des Mähroboter werden Maulwürfe oft vertrieben, jedoch nicht immer (anscheinend gibt es Mähroboter resistente Maulwürfe). Im aller schlimmsten Fall musst du ein Maulwurfnetz verlegen
  • Nagetiere: Nagetiere wie z. B. Wühlmäuse oder Mader könnten sich am Such- oder Begrenzungskabel des Mähroboter zu schaffen machen. Allerdings gibt es extra spezielle Kabel dafür, die von Nagetieren nicht zertrennt werden können.

Es ist äußerst selten, dass sich für einen Garten gar keine Lösung finden lässt. Je nach Beschaffenheit musst du aber etwas tiefer in die Tasche greifen, wenn der Mähroboter besonderen Bedingungen gerecht werden muss.

Wie groß sollte der Mähroboter sein?

Damit ist die maximale Flächenleistung gemeint. Also welche Fläche muss der Mähroboter schaffen können? Mähroboter haben immer eine Angabe zur maximalen Flächenleistung, oder auch maximale Flächenkapazität. Diese gibt einen groben Anhaltspunkt, was für eine Fläche ein Mähroboter bewältigen kann. Allerdings solltest du dich von diesem Wert auch nicht in die Irre führen lassen.

Denn die maximale Flächenleistung entspricht nicht der tatsächlichen Flächenleistung des Mähroboters. Ich habe einen Artikel darüber verfasst, wie du diese Angabe zur maximalen Flächenleistung eigentlich lesen musst, den du hier findest.

Wenn du wissen willst, wie du herausfindest, welche Flächenleistung dein Mähroboter eigentlich braucht, dann wird dieser Artikel sehr hilfreich für dich sein. Übrigens habe ich für verschiedene Flächengrößen einmal ein paar Mähroboter herausgesucht, die ich empfehlen würde. Hier findest du sie:

Verwandte Fragen

Ist ein Mähroboter für eine extrem kleine Fläche sinnvoll? Auch für sehr kleine Flächen kann sich ein Mähroboter lohnen. Der Vorteil eines Mähroboter besteht nicht nur in der Zeitersparnis, sondern auch der deutlich besseren Rasenqualität. Durch den Betrieb eines Mähroboters verbessert sich das Schnittbild und die Gesundheit des Rasens. Kleine Flächen haben zudem den Vorteil, dass der Mähroboter schnell mit der Arbeit fertig wird.

Was kostet ein Mähroboter? Die Kosten eines Mähroboters variieren stark und bewegen sich meistens zwischen 700 und 1500 Euro. Es gibt jedoch auch günstigere und deutlich teurere Modelle, die bis zu 4000 Euro kosten. Für extrem große Flächen (Parkanlagen, Goldplätze) gibt es Mähroboter im 5-stelligen Bereich. Die laufenden Kosten eines durchschnittlichen Mähroboters belaufen sich auf ca. 50 Euro pro Jahr.

Auch interessant: Was kostet ein Mähroboter?

Über den Autor
Matthias

Matthias

Matthias Müller ist einer der Gründer dieses Blogs. Er beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit allen Themen rund um Automatisierung, Robotik und Zukunftstechnologien. Gleichzeitig ist er ein großer Naturliebhaber und daher fasziniert von dem ungewöhnlichen Zusammenspiel aus Robotern und Natur.

April 9, 2019

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