15 wichtige Tipps zur Rasenpflege mit Mährobotern

Mähroboter können bei richtigem Einsatz das Rasenbild massivst verbessern und für einen gesunden und gepflegten Rasen sorgen. Doch um das volle Potential des Mähroboters zu auszuschöpfen und einen wirklich schönen Rasen zu bekommen, solltest du diese wichtigen Tipps zur Rasenpflege beherzigen.

  1. Achte auf die richtige Tageszeit und Temperatur
  2. Wähle die richtige Häufigkeit des Mähens
  3. Stelle die passende Schnitthöhe ein
  4. Verwende hochwertige Klingen
  5. Entferne Gegenstände vom Rasen
  6. Vermeide Fehler bei Steigungen
  7. Lasse bei Nässe Vorsicht walten
  8. Dünge den Rasen auch wenn du einen Mähroboter einsetzt
  9. Vertikutiere den Rasen
  10. Aerifiziere den Rasen
  11. Vermeide Fehler beim Verlegen des Begrenzungskabels
  12. Lege Inseln an
  13. Optimiere die Mähkanten des Rasens
  14. Betrete den Rasen nicht vor dem Mähen
  15. Wähle eine Rasensorte für Mähroboter
  16. Mähe auf keinen Fall bei Frost

1. Achte auf die richtige Tageszeit und Temperatur

Die richtige Tageszeit und Temperatur beim Mähen ist ganz besonders wichtig bei der Rasenpflege. Die beste Tageszeit ist entweder am frühen Abend, oder wenn man einen Mähroboter verwendet, auch am Morgen oder Vormittag. Du solltest insbesondere im Hochsommer darauf achten, zu diesen Zeiten zu mähen.

Der Grund dafür liegt darin, dass der Rasen an den frischen Schnittstellen besonders anfällig gegen Austrocknung ist. An der Schnittkante verliert der Rasen besonders viel Flüssigkeit, wenn die pralle Sonne dort drauf scheint und es sehr heiß ist. Der Verlust kann nicht schnell genug über die Wurzeln ausgeglichen werden, wodurch die Spitzen vertrocknen oder verbrennen und gelb werden.

Du solltest es daher vermeiden, in extremer Hitze oder bei starker Sonneneinstrahlung zu mähen. Gerade im Sommer sind die Mittagszeit sowie der Nachmittag daher eher ungeeignet, um den Rasen zu mähen.

Morgens kann es sein, dass der Rasen noch nass vom Morgentau ist, was beim Mähen mit einem gewöhnlichen Rasenmäher ein Problem ist, mit einem Mähroboter jedoch nicht zwingend problematisch ist. Doch dazu später mehr.

Es gibt noch weitere Faktoren, die dafür sprechen Vormittags oder am frühen Abend den Rasen zu mähen. Welche das sind, erfährst du in diesem Artikel: Zu welcher Tageszeit sollten Mähroboter mähen? Nachfolgende Grafik gibt einen kurzen Einblick, welche weiteren Faktoren eine Rolle spielen.

Geeignete Tageszeiten zum Mähen mit dem Mähroboter

Programmiere Deinen Mähroboter also am besten so, dass er Vormittags oder am frühen Abend mäht.
  • Hohe Sonneneinstrahlung und Hitze ist beim Mähen zu vermeiden
  • Mittags und Nachmittags sind daher zum Mähen besonders im Sommer problematisch
  • Mulchmäher haben beim Mähen von morgendlichem nassem Rasen weniger Probleme

2. Wähle die richtige Häufigkeit des Mähens

Mindestens genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger, ist die Häufigkeit mit der Du den Rasen mähst. Im Allgemeinen kann man sagen, dass man etwa alle zwei Tage einmal mähen sollte, um einen gesunden, robusten und kräftigen Rasen zu bekommen.

Vertreibung von Unkräutern durch häufiges Mähen verbessert das Rasenbild

Durch das häufige Mähen, wird der Rasen besser gepflegt und es werden verschiedene Unkräuter, wie etwa Hirse langfristig vertrieben. Hierbei handelt es sich allerdings um einen langsamen Prozess, man sollte nicht nach einer Woche schon Wunder erwarten. Langfristig kann sich durch häufiges Mähen das Rasenbild allerdings deutlich verbessern. Der Rasen wird dichter und fremde Pflanzen, die dort nichts zu suchen haben, werden vertrieben.

Den Rasen häufig zu mähen erspart auf lange Sicht gesehen deshalb tatsächlich Arbeit, da Du dich nicht mit Unkraut herum schlagen muss und Du nicht dauernd beschädigte Stellen nachsäen muss. Das schöne dabei: Das häufige Mähen wird Dir vom Mähroboter abgenommen.

Der Mähroboter kann auf jedem Rasentyp etwa gleich häufig mähen

Die richtige Häufigkeit hängt dabei teilweise vom Typ des Rasens ab, d. h. ob es sich z. B. um einen Zierrasen oder einen Gebrauchsrasen handelt, da hier auch die Schnitthöhe variiert und jeweils unterschiedliche Grassorten, die ihrerseits wieder unterschiedlich schnell wachsen, zum Einsatz kommen.

Jedoch relativiert der Einsatz eines Mähroboters diese Unterschiede. Da der Mähroboter ja mulcht, ist es ohnehin notwendig, dass er häufig mäht. Die in einem Mähvorgang abgeschnittene Menge an Gras wäre sonst zu groß, um gut zu kompostieren. Sie würde dann eher anfangen zu faulen und die Entwicklung von Rasenfilz begünstigen.

Mähe etwa alle zwei Tage

Unabhängig vom Rasen sollte Dein Mähroboter deshalb alle zwei Tage zum Einsatz kommen. Bei längeren Trockenperioden, kälteren Phasen, oder in der Frühjahrs- oder Herbstzeit kannst Du auch etwas seltener mähen, da der Rasen zu dieser Zeit langsamer wächst.

Darum solltest du häufig mähen
  • Bei Mährobotern ist es in den meisten Fällen sinnvoll jeden zweiten Tag zu mähen
  • Häufiges Mähen reduziert das Unkraut und verbessert das Rasenbild
  • Durch häufiges Mähen wird Dir viel Pflegearbeit erspart
  • Mähroboter sind Mulchmäher und müssen daher ohnehin häufig mähen

3. Stelle die passende Schnitthöhe ein

Auch die richtige Schnitthöhe ist enorm wichtig für einen gesunden Rasen. Der normale, durchschnittliche Gebrauchsrasen sollte dabei in etwa 5 cm hoch sein. Jedoch hängt auch dies wieder von diversen Faktoren ab. Hierbei spielen der Typ des Rasens, die Jahreszeit und Witterungsbedingungen, sowie weitere Faktoren eine Rolle.

Hier eine kurze Übersicht über die geeigneten Schnitthöhen
  • Nutzrasen: 3,5 – 5 cm
  • Zierrasen: 2 – 3 cm
  • Schattenrasen: 5 – 7 cm
  • Nach dem Urlaub: Ein-Drittel-Regel
  • Starke Hitze und Trockenheit: übliche Länge + 1,5 cm
  • Herbstzeit: 5 cm
  • Frisch gesäter Rasen: 5 cm
  • Überwinterung: 2 – 3 cm

Nutzrasen muss etwas länger sein, da er einfach mehr aushalten muss und durch seine länge etwas robuster ist und mehr einstecken kann. Zierrasen kann hingegen kürzer geschnitten werden. 2 bis 3 cm sind hier geeignet. Da Schattenrasen wenig Sonne abbekommt, braucht dieser eine größere Blattfläche, damit er ausreichend Sonnenenergie aufnehmen kann.

Die Ein-Drittel-Regel musst Du meistens nach dem Urlaub beachten. Sie besagt, dass man niemals mehr als 1/3 des Rasens abschneiden sollte. Hat der Mähroboter während des Urlaubs nicht gemäht, ist der Rasen meistens so lang, dass man sich deshalb schrittweise an seine gewünschte länge herantasten und nicht direkt von beispielsweise 7 auf 3 cm runter mähen sollte.

Zur Herbstzeit gilt dieselbe Regel wie für Schattenrasen. Da weniger Sonnenlicht eintrifft, sollte der Rasen etwas länger sein, um genug abzubekommen. Bei großer Hitze oder Trockenheit kann der Rasen und der darunter befindliche Boden das kostbare Wasser besser speichern, wenn der Rasen etwas länger ist. Dann sollte man deshalb ca. 1,5 cm auf die übliche Länge addieren.

Wenn Du wissen möchtest, wie man die Schnitthöhe beim Mähroboter einstellst und mehr Informationen brauchst, welche Schnitthöhe du am besten wählen solltest, dann lies unseren Artikel Die Schnitthöhe beim Mähroboter richtig einstellen.

4. Verwende hochwertige Klingen

Stumpfe Klingen schneiden den Rasen nicht, sondern rupfen ihn. Das sieht weder schön aus, noch ist das gesund für den Rasen. Die Klingen sollten daher immer scharf sein. Dies erreichst Du zum einen, indem Du immer hochwertige Klingen verwendest und keine Billigprodukte die schnell stumpf werden. Stumpfe klingen erzeugen außerdem mehr Geräusche beim Mähen.

Darum solltest Du stets scharfe Klingen verwenden
  • Stumpfe Klingen rupfen anstatt zu schneiden
  • Gerupfter Rasen sieht optisch nicht schön aus
  • Der Rasen nimmt langfristig Schaden und das Rasenbild verschlechtert sich
  • Der Mäher wird lauter

Als besonders langlebig haben sich Edelstahl-Klingen mit Titanbeschichtung erwiesen. Diese erreichen zwischen 200 und 250 Mähstunden. Wie schnell sich Klingen abnutzen, hängt dabei auch vom Rasentyp ab, der Bodenbeschaffenheit, sowie von Fremdgegenständen, die unter den Mäher geraten.

Generell solltest Du die Klingen regelmäßig austauschen. Wie häufig, das hängt von den oben genannten Faktoren ab. Die meisten Hersteller empfehlen einen Austausch von Klingen an Messertellern alle 1 – 3 Monate. Die sternförmigen Mähkreuze müssen hingegen nur einmal pro Saison ausgetauscht werden.

Folgende Faktoren beeinflussen die Lebensdauer der Klingen
  • Herumliegende Gegenstände wie Fallobst, Tannenzapfen, Steine
  • Dicke Wurzeln von Bäumen
  • Die Rasensorte (Robuste Sorten = schnelleres Abstumpfen)
  • Die Qualität der Klingen
  • Die Bodenbeschaffenheit (z. B. sandiger Boden = schnelleres Abstumpfen)

5. Entferne Gegenstände vom Rasen

Wie im vorherigen Punkt bereits beschrieben, können herumliegende Gegenstände auf dem Rasen sich negativ auf die Klingen des Mähroboters auswirken. Du kannst Dir sicher vorstellen, dass Steine nicht so toll sind für die Klingen.

Bei den modernen Mähwerken mit Messertellern geben die Klingen zwar bei harten Gegenständen nach, dennoch nutzen Sie sich dadurch ab. Andere Mähroboter mit Mähkreuz können sogar kaputt gehen, wenn Sie über größere Steine fahren.

Aber auch “harmlosere” Sachen, wie z. B. Fallobst, Tannenzapfen, oder Wurzeln nutzen die Klingen schneller ab. Zwar gehen die Klingen nicht wirklich kaputt, da es such aber um relativ harte Gegenstände handelt, werden die Messer schnell stumpf. Man verwendet ja auch keine Küchenmesser um Holz zu sägen.

Das ist jedoch noch nicht alles: Auch der Motor des Mähwerks leidet, wenn immer wieder Gegenstände, die nicht ins Mähwerk geraten, den Rotor etwas ins stocken bringen. Nicht zuletzt wird der Akku schneller entladen, wenn der Mähroboter zu viel schwerfällige Arbeit leisten muss. Auch zu viel Laub auf dem Rasen kann dazu zählen.

Das entfernen von Gegenständen auf dem Rasen bringt folgende Vorteile
  • Schützt den Mähroboter vor Schäden
  • Weniger Abnutzung der Klingen
  • Weniger Abnutzung des Mähwerk-Motors
  • Weniger Abnutzung des Akkus (der Mähroboter muss seltener zur Ladestation fahren)

6. Vermeide Fehler bei Steigungen

Steigungen im Garten sind prinzipiell kein Problem, wenn man einige Dinge beachtet. Zunächst einmal sollte der Mähroboter für die entsprechende Steigung ausgelegt sein. Gerade günstigere Modelle kommen oft nur mit Steigungen bis 25% klar. Modelle der Marke Husqvarna schaffen hingegen oft Steigungen bis 45%. In unserem Mähroboter Finder kannst Du die Modelle nach Steigungen filtern.

Der Mähroboter sollte also für die Steigung ausgelegt sein, da seine Motorleistung sonst nicht ausreicht, um den Hügel erklimmen zu können, oder er beim hochfahren umkippen kann.

Aber auch wenn der Mähroboter für die Steigung ausgelegt ist, kann es zu Problemen kommen. Eines besteht darin, dass die Räder durchdrehen. Insbesondere bei Nässe kann dies passieren. Beim Durchdrehen der Räder wird die Grasnarbe beschädigt und man erhält Furchen oder kahle Stellen auf dem Rasen.

Abhilfe kann hier ein sogenanntes Terrain-Kit verschaffen. Die Räder des Terrain-Kits haben ein tieferes Profil und bieten dem Rasenroboter dadurch mehr halt. Damit kannst Du das durchdrehen der Räder ganz gut unterbinden.

Des Weiteren kann es an steilen Abhängen passieren, dass der Mähroboter an einem Begrenzungskabel nicht rechtzeitig stoppt und durch den Schwung beim herunterfahren über das Begrenzungskabel hinaus schießt. Leider kann er seinen Weg dann nicht mehr zurück finden.

Beim verlegen des Kabels solltest Du also wenn möglich darauf achten, an abschüssigen Stellen entweder am Ende eine ebenerdige “Auslauffläche” zu haben, oder wenn es nicht anders geht, mit einem Hindernis den Mähroboter zu stoppen. In diesem Fall bietet sich an, am Mähroboter einen Bumper, also einen Gehäuseschutz, anzubringen.

Diese Fehler solltest Du bei Steigungen vermeiden
  • Dein Mähroboter sollte für die Steigung ausgelegt sein
  • Für große Steigungen bietet sich ein Terrain-Kit an
  • Bei Nässe sollte er am besten nicht fahren
  • Am Ende von steilen Abhängen kann Dein Mähroboter über das Begrenzungskabel hinaus schießen

7. Lasse bei Nässe Vorsicht walten

Sollten Mähroboter bei Nässe mähen oder nicht? Über diese Frage wird gestritten. Beim normalen Rasenmäher wird davon abgeraten, da das Gras sich nicht gut schneiden lässt, verklumpt und bei starkem Regen umkippt und sich dadurch auch nicht gut mähen lässt. Doch gilt das auch bei Mährobotern?

Mähroboter haben keine Probleme mit nassem Rasen, da sie beim Mulchen immer nur eine kleine Spitze oben abschneiden. Sie schneiden nasses Gras sogar besser als trockenes. Allerdings lässt sich dies wohl nicht bei allen Mähroboter beobachten.

Zudem sind die meisten Mähroboter sehr wetterbeständig und können auch im Regen mähen.

Ein Nachteil besteht darin, dass der Mäher schneller verschmutzt, da das Gras stärker im Mähwerk anhaftet. Da man den Mähroboter aber ohnehin ab und zu reinigen sollte, lässt sich das durchaus verkraften.

Wie ich im vorherigen Punkt jedoch schon erwähnt habe, solltest Du auf steilem Gelände eher darauf verzichten, den Mähroboter fahren zu lassen, da dann seine Räder auf dem nassen Rasen durchdrehen und so die Grasnarbe beschädigen können.

Das gilt es bei Nässe zu beachten
  • Manche Rasenroboter mähen bei Nässe sogar besser, jedoch nicht alle
  • Fast alle Mähroboter können problemlos im Regen mähen
  • Der Mäher verschmutzt etwas stärker
  • Bei steilem Gelände drehen die Räder durch und beschädigen die Grasnarbe

8. Düngen auch mit Mährobotern

Wer seinen Rasen mulcht, braucht Ihn nicht mehr zu düngen? Stimmt leider nicht. Die Nährstoffe die aus dem zersetzten Schnittgut freigesetzt werden, reichen leider nicht aus, um den kompletten Nährstoffbedarf des Rasens zu decken. Insbesondere an Stickstoff mangelt es.

Dennoch kannst Du ca. 30 – 40 % der Menge an Dünger, die üblicherweise verwendet werden würde, durch das Mulchmähen einsparen. Um gezielt die Nährstofflücken auszugleichen, die sich auftun, gibt es spezielle Dünger für Mähroboter. Diese sind besonders reich an Stickstoff, da genau das dem Rasen fehlt.

Setzt du zum ersten Mal einen Mähroboter ein, solltest du im ersten Jahr zweimal düngen, nämlich im Frühjahr und im Hochsommer. In den folgenden Jahren reicht es dann aus, im Frühsommer einmal zu düngen. Am besten düngt man nach dem Vertikutieren.

Deshalb solltest Du auch düngen, wenn Du einen Mähroboter einsetzt
  • Das zersetzende Schnittgut das beim Mulchmähen entsteht, liefert lediglich 30 – 40 % der benötigten Nährstoffe
  • Spezielle Mähroboter-Dünger schließen diese Lücke
  • Man bekommt einen noch dichteren und gesünderen Rasen

9. Vertikutiere den Rasen

Nachdem der Rasen im Frühjahr das erste Mal gemäht wurde, sollte er vertikutiet werden. Aber was ist das, vertikutieren? Der Begriff kommt ursprünglich aus dem Englischen – kein Wunder, den die Engländer sind ja bekanntlich die Rasen-Experten – und setzt sich aus den Wörtern vertical (vertikal) und cut (schneiden) zusammen.

Es wird also etwas vertikal geschnitten. Und genau das macht ein Vertikutierter. Dieses Gerät sieht einem Rasenmäher ähnlich und schneidet die Grasnarbe senkrecht von oben an. Dadurch werden Moos und Rasenfilz beseitigt. Die Graswurzeln bekommen so mehr Sauerstoff und der Rasen wird robuster und dichter.

Es gibt elektrische Vertikutierer oder manuelle Handvertikutierer. Meistens ist es ausreichend, einen Handvertikutierer zu verwenden. Diese erzeugen teilweise sogar ein besseres Ergebnis.

Das Vertikutieren sollte im Frühjahr einmal durchgeführt werden
Bessere Belüftung des Rasens
Der Rasen wird robuster und dichter

10. Aerifiziere den Rasen

Wenn Du Deinem Rasen wirklich etwas gutes tun willst, kannst du ihn aerifizieren. Hierdurch werden die Rasenwurzeln auch in den tieferen Bodenschichten besser belüftet und das Wasser dringt leichter zu den tieferen Wurzeln vor.

Beim Aerifizieren werden im Prinzip etwa 1 bis 2 cm dicke Löcher in den Boden gestochen, durch die die Luft an die Wurzeln dringen kann. Für den langfristigen Effekt können die Löcher dann mit Sand aufgefüllt werden, damit Sie nicht wieder zugeschüttet werden. Durch den Sand kann Luft und Wasser besser in die Tiefe dringen.

Für den heimischen Garten kann man hierfür z. B. Grabegabeln verwenden, oder man kauft sich eine spezielle Aerifiziergabel. Diese hat in ihren Zinken spezielle zylinderförmige Aussparungen, mit der ein Teil der Erde einfach ausgehoben wird. Die Löcher entstehen dann also nicht durch Verdrängung der Erde, was sie wieder zusätzlich verdichten würde. Dadurch wird der Boden noch besser aufgelockert.

Für größere Flächen gibt es Maschinen, z. B. sogenannte Aeratoren. Für den heimischen Hausgebrauch sind diese allerdings eher eine Nummer zu groß und deutlich teurer, als beispielsweise Aerifiziergabel.

Die beste Zeit zum Aerifizieren liegt zwischen April und September.

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  • Die Graswurzeln werden noch besser belüftet als beim Vertikutieren
  • Luft und Wasser dringt besser an die tieferliegenden Wurzeln
  • Die Bodenorganismen werden aktiver und liefern so mehr Nährstoffe für den Rasen

11. Vermeide Fehler beim Verlegen des Begrenzungskabels

Beim Verlegen des Begrenzungskabels solltest du auch auf einige Dinge achten, damit der Mähroboter den Rasen gut mähen kann. Zum einen ist es wichtig, dass man die Winkel mit dem Begrenzungskabel nicht zu spitz wählt. Sonst kommt der Mähroboter nicht so gut in die Ecken. Lieber darauf achten, dass die Ecken etwas abgerundet sind und wenn möglich den Winkel nicht kleiner als 90° wählen.

Des Weiteren solltest Du schauen, dass das Begrenzungskabel nicht zu nahe an einem Stromkabel verläuft. Das Stromkabel erzeugt nämlich genau wie das Begrenzungskabel ein elektromagnetisches Feld. Das kann den Mähroboter allerdings irritieren. Eventuell erreicht er dann bestimmte Stellen des Rasens nicht, weil er vorher z. B. schon umkehrt.

Hat man aus welchen Gründen auch immer sehr viele Stromkabel, die durch den Garten, bzw. unter der Oberfläche verlaufen, die den Mähroboter potentiell stören könnten – beispielsweise auf einer Dachterrasse – bietet sich auch an, einen Mähroboter ohne Begrenzungskabel einzusetzen.

Beachte diese Dinge beim Verlegen des Begrenzungskabels
  • Keine spitzen Winkel unter 90°
  • Ecken etwas abrunden
  • Kabel nicht zu dich an Stromkabeln verlegen
  • Bei vielen Stromkabeln im Garten Einsatz eines Mähroboter ohne Begrenzungskabel in Erwägung ziehen

12. Lege Inseln an

Du kannst mit dem Begrenzungsdraht auch Inseln anlegen, z. B. um Beete herum, größere Blumenkübel, Teiche, oder Rasenflächen, die du nicht mähen möchtest, weil Sie beispielsweise für deine Kaninchen reserviert sind (Achtung, freilaufende Kaninchen und Mähroboter auf gar keinen Fall gleichzeitig auf eine Rasenfläche lassen).

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  1. Zweige einen Draht vom Hauptdraht mit einer Kabelklemme ab
  2. Lege den Draht vom Rand bis zum Hindernis
  3. Führe den Draht um das Hindernis herum
  4. Führe den Draht parallel zum hinführenden Draht wieder zurück
  5. Dabei dürfen sich die Kabel nicht überkreuzen!

Gerade bei Hindernissen bietet das den Vorteil, dass der Mähroboter nicht jedes Mal gegen das Hindernis stößt, sondern vorher schon den Kurs ändert. Auf Dauer würde er sonst vorne Schrammen bekommen.

13. Optimiere die Mähkanten des Rasens

Rasenkanten sind ein gewisses Problem mit Mährobotern. Oft bleibt am Rand etwas Gras stehen, das man dann selbst von Hand mähen muss, wenn man es dort nicht stehen haben möchte. Es gibt zwar Mähroboter mit Kantenmähfunktion, allerdings ist die Grenze zwischen Rasen und Beet ja nicht immer so scharf, wie man es gerne hätte.

Dann wachsen Gräser mal ein bisschen ins Beet rein und bleiben vom Mähroboter unberührt, da das Beet natürlich auf der anderen Seite des Begrenzungsdrahts liegt. Das manuelle Trimmen der Rasenkanten mit einem Akkutrimmer geht bei kleinen und einfach gestalteten Gärten recht schnell. Bei komplexeren und größeren Gärten kann dies jedoch gerne mal zur Sisyphusarbeit werden.

Abhilfe können da sogenannte Rasenkantensteine liefern. Diese Steine liegen ebenerdig mit dem Rasen und begrenzen diesen außen. Sie bilden so eine scharfe Grenze zwischen Rasen und Beeten, Sträuchern oder Teichen. Der Mähroboter kann dann beim mähen an den Rändern ein Stück über den Rasen hinaus auf die Begrenzungssteine fahren und kann so wirklich bis zum Rand mähen.

Folgende Vorteile bieten sich durch Rasenkantensteine
  • Rasenkantensteine sorgen dafür, dass es eine scharfe Grenze zwischen Rasen und Beeten gibt
  • Sie ermöglichen dem Mähroboter wirklich bis zum Rand zu mähen
  • Man erspart sich Arbeit, wenn man die Ränder nicht per Hand trimmen möchte

14. Betrete den Rasen nicht vor dem Mähen

Sicher kennst du das vom Mähen mit dem gewöhnlichen Rasenmäher. Auch wenn der Mähroboter fährt, ist es besser den Rasen vorher nicht zu betreten, da er sonst platt getreten wird und nicht richtig gemäht wird. Die Grashalme brauchen erst eine Weile, bis sie sich wieder richtig aufgestellt haben.

Am besten programmierst du den Mähroboter so, dass sich zu den Zeiten an denen er mäht, niemand auf dem Rasen aufhält. Das ist auch sicherer, als wenn z. B. Kinder auf dem Rasen spielen, während der Mähroboter mäht.

15. Wähle eine Rasensorte für Mähroboter

Mähroboter können prinzipiell auf jedem Rasen problemlos eingesetzt werden. Es gibt jedoch spezielle Rasenmischungen, die gerade kurze Mähintervalle optimiert sind und diese besser verkraften. Außerdem können diese Sorten Nährstoffe aus Rasenmulch effizienter aufnehmen, als gewöhnliche Rasensorten.

Mit der richtigen Rasenmischung hat man einen Rasen, der perfekt auf den Einsatz des Mähroboters angepasst ist und besonders gut gedeiht. Das Ergebnis ist ein wirklich gut gepflegter, grüner, gesunder Rasen.

Wenn Du deinen Rasen neu anlegen möchtest, ist es auf jeden Fall sinnvoll, eine spezielle Rasensorte für die Pflege mit Mährobotern auszuwählen. Das ist in gewisser Hinsicht das Sahnehäubchen bei der Rasenpflege. Wenn Du die anderen Tipps in diesem Artikel beherzigst und zusätzlich eine Mähroboter-Rasensorte wählst, wirst du dich wohl bald über den grünsten, gepflegtesten und gesündesten Rasen freuen können, den Du Dir nur vorstellen kannst.

Die Vorteile von speziellen Rasensorten für Mähroboter
  • Bessere Verträglichkeit mit kurzen Mähintervallen
  • Effizientere Nährstoffaufnahme aus Rasenmulch
  • Perfekte Symbiose aus Mähroboter und Rasen

16. Mähe auf keinen Fall bei Frost

Mein letzter Tipp betrifft die Pflege des Rasens bei Frost. Hier sollte man lediglich darauf achten, dass man den Rasen ab dem ersten Frost nicht mehr mäht. Die Grashalme werden sonst beim Mähen zu stark beschädigt.

Am besten hast du vor der kalten Jahreszeit beim letzten Mähvorgang den Rasen auf ca. 2 bis 3 cm runter gemäht. So kommt der Rasen am besten durch den Winter.

Es ist auch ratsam, den Rasen bei Frost nicht zu betreten. Es sei denn es liegt eine Schneedecke oben auf. Dann kann dem Rasen nicht viel passieren.

Diese Punkte solltest Du beim ersten Frost beachten
  • Ab dem ersten Frost solltest du nicht mehr mähen
  • Vor der kalten Jahreszeit solltest Du den Rasen auf 2 bis 3 cm herunter mähen
  • Bei Frost sollte der Rasen nach Möglichkeit nicht betreten werden