Probleme mit Mährobotern
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10 Probleme mit Mährobotern die vielen Käufern nicht bewusst sind

Bevor du dir einen Mähroboter zulegst, möchtest du dir natürlich sicher sein, dass so ein Gerät überhaupt etwas taugt und nicht mehr Probleme verursacht, als es löst. Sicher hast du dir schon einige Gedanken gemacht, womit es Probleme geben könnte.

Doch manche potentiellen Probleme sind nicht direkt offensichtlich, wenn du nicht schon tief im Thema drinsteckst. Darum möchte ich dir hier ein paar mögliche Probleme mit Mährobotern vorstellen, auf die ein Mähroboter-Neuling vielleicht nicht direkt kommt.

Für viele dieser Probleme gibt es auch Lösungen. Bei manchen ist es entscheidend, dass du dir für deine Situation auch den passenden Mähroboter zulegst.

Dies sind Probleme, die vielen Mähroboter-Neulingen nicht unbedingt sofort klar sind:

  • Mähroboter können bei Nässe und an Steilhängen den Rasen beschädigen
  • Fallobst, Äste, Zapfen, Laub und Nüsse stellen für manche Mähroboter ein Problem dar
  • Auto-Tiefgaragen können die Navigation deines Mähroboters stören
  • Stehenbleibender Randstreifen – Viele Mähroboter mähen nicht bis zum Rand
  • Mähroboter können an problematischen Stellen stecken bleiben
  • Mähroboter haben Navigationsprobleme an engen Passagen
  • Bruch des Begrenzungskabels – kein seltenes Problem
  • Zu langer Rasen lässt sich nicht mit dem Mähroboter mähen
  • Es kann Probleme bei der Einfahrt oder dem Auffinden der Ladestation geben
  • Konflikte zwischen benachbarten Mährobotern
  • Rasenroboter sind eine Gefahr für Igel und Kleintiere

1. Mähroboter können bei Nässe und an Steilhängen den Rasen beschädigen

Unter gewissen Umständen kann es passieren, dass die Räder deines Mähroboters durchdrehen, oder der Mähroboter sogar abrutscht. Dadurch kommt es zu Beschädigungen der Grasnarbe.

Es gibt verschiedene Situationen, bei denen dies auftreten kann:

  1. Du hast einen sehr steilen Hang im Garten, mit dem der Mähroboter nicht richtig klarkommt
  2. Du hast einen steilen Hang im Garten, den der Mähroboter bei Nässe nicht bewältigen kann, da er abrutscht
  3. Dein Mähroboter hat ein großes Gewicht und hinterlässt Fahrrillen im matschigen Boden

Fall A: Zu große Steigung

Jeder Mähroboter ist für eine spezifische maximale Steigung ausgelegt. Diese steht immer in den Spezifikationen. Die meisten Geräte schaffen locker 25 %. Mittlerweile gibt es auch viele, die mit 35 % klarkommen.

Viele Geräte von HUSQVARNA schaffen laut Hersteller gar 45 %. Es gibt von selbigem Hersteller sogar ein Gerät, das 70 % schafft.

Beim Kauf deines Mähroboters solltest du also darauf achten, dass er auch für die maximale Steigung deines Gartens ausgelegt ist. Hier erkläre ich dir, wie du die Steigung in deinem Garten berechnen kannst.

Ein wichtiger Tipp: Bei den meisten Mährobotern gilt die Angabe zur maximalen Steigung nicht für den direkten Randbereich zum Begrenzungskabel, da der Mähroboter dort oft wendet und hier mir Steigungen Probleme macht. Er braucht eine Art Auslaufzone.

Auslaufzone für Mähroboter bei Steigungen
Foto: Eigene Grafik
Bei vielen Mährobotern darf die Auslaufzone maximale 15 % Steigung haben

Lies hier, wie du den richtigen Mähroboter für Hanglagen findest.

Fall B: Steigungen bei Nässe

Es kann sein, dass dein Mähroboter zwar für die Steigungen in deinem Garten ausgelegt ist, bei Nässe jedoch am Hang abrutscht. Dadurch entstehen wirklich unschöne Löcher im Rasen.

Hat dein Garten größere Steigungen, würde ich dir daher empfehlen, dir einen Mähroboter mit Regensensor zuzulegen. Damit kannst du den Mähroboter so einstellen, dass er bei Regen nicht mäht.

Eine weitere Lösung für das Problem stellen sogenannte Rasenschutzgitter dar. Da sind maschenartige Gitter aus Kunststoff, die du auf dem Rasen verlegen kannst. Sie wachsen mit der Zeit ein und sind kaum zu sehen.

Diese Gitter eignen sich super, um Beschädigungen durch Abrutschen des Mähroboters zu vermeiden. Ich habe hier mal ein Beispiel auf Amazon rausgesucht:

Hier kannst du mehr darüber lesen, wann ein Mähroboter einen Regensensor haben sollte.

Fall C: Großes Gewicht des Mähroboters und Fahrrillen

Dies trifft heutzutage eigentlich nur auf Mähroboter für große Flächen zu, den diese sind natürlich etwas schwerer. Es kommt allerdings auch auf den verwendeten Akku an. Manche Mähroboter verwenden noch ältere Akku-Typen, die deutlich schwerer sind, als die modernen Lithium-Ionen-Akkus.

Besonders schwere Mähroboter können bei Regen, insbesondere wenn es schon länger geregnet hat und der Boden dadurch aufgeweicht ist, Fahrrillen im Boden hinterlassen.

Auch Stellen, die er besonders häufig überfährt, wie z. B. der Bereich direkt vor der Ladestation oder an Engpassagen, können dabei besonders stark in Mitleidenschaft gezogen werden.

An diesen Stellen kannst du natürlich auch die besagten Rasenschutzgitter aus Fall B verwenden, oder einfach Betonplatten verlegen.

2. Fallobst, Äste, Zapfen, Laub und Nüsse stellen für manche Mähroboter ein Problem dar

Hast du Obstbäume in deinem Garten stehen? Oder vielleicht Nadelbäume die ihre Zapfen abwerfen? Oder hast du generell viele Bäume in deinem Garten stehen, die öfters mal einen Ast verlieren und viel Laub abwerfen?

Dann solltest du dir genau überlegen, welchen Mähroboter du dir zulegst. Denn der Mähroboter macht vor diesen Dingen in der Regel nicht halt (eine „Apfelschürze“ verschafft manchmal Abhilfe).

Manche Mähroboter kommen ganz gut mit Laub, Äpfeln und Co klar, währen andere Probleme bekommen. Das liegt an den unterschiedlichen Mähwerken.

Generell kann man zwischen zwei Bautypen unterscheiden:

  • Mähwerke mit Messerteller und kleinen schwingenden Klingen
  • Mähwerke mit Mähkreuz

3. Auto-Tiefgaragen können die Navigation deines Mähroboters stören

Ja, richtig gelesen. Wenn du eine Tiefgarage für Autos hast (nicht zu verwechseln mit Tiefgaragen für Mähroboter), kann das zu Problemen mit deinem Mähroboter führen.

Dies gilt für Mähroboter mit Begrenzungskabel, welche die große Mehrheit der auf dem Markt befindlichen Modelle ausmachen. Und dies gilt auch nur, wenn sich die Tiefgarage unterhalb deines Gartens befindet.

Ich erklär dir kurz warum das so ist:

  • Bei Mährobotern mit Begrenzungskabel verläuft jenes Kabel um die Mähfläche herum. Durch das Kabel läuft ein schwacher Strom, der ein elektromagnetisches Feld erzeugt.
  • Dieses Feld wiederum wird vom Mähroboter mit speziellen Sensoren gemessen. Hiermit weiß er, wo die Mähfläche aufhört. Er muss das Feld jedoch stets messen können, selbst wenn er sich in der Mitte deines Rasens befindet.
  • Das ist aus Sicherheitsgründen so, denn nur so weiß dein Mähroboter, dass überhaupt Strom durch das Kabel fließt und nicht etwa der Strom ausgefallen ist. Sobald er das Magnetfeld nicht mehr registrieren kann, bleibt er stehen, mit einer Fehlermeldung (z. B. „außerhalb der Mähfläche“).

Hier kannst du mehr darüber erfahren, wie das Begrenzungskabel beim Mähroboter genau funktioniert.

Tiefgaragen verwenden nun meist Stahlbetondecken. Dieser Stahlbeton stört das Magnetfeld extrem. Wenn die Tiefgarage also genau unter deinem Garten verläuft, kann es passieren, dass der Mähroboter das Feld nicht mehr misst und wie oben beschrieben zum Stehen kommt.

Zum Glück gibt es dafür verschiedene Lösungen. Z. B. kannst du zusätzliche Schlaufen mit dem Begrenzungskabel durch deinen Garten verlegen, um solche „Sendelöcher“ zu überbrücken. Es hat bei manchen Nutzern wohl auch funktioniert, das Begrenzungskabel doppelt zu verlegen und so die Feldstärke zu erhöhen.

Auch Mähroboter ohne Begrenzungskabel können eine Lösung darstellen.

Ich habe das alles und viele weitere Lösungsmöglichkeiten genau in diesem Artikel beschrieben.

4. Stehenbleibender Randstreifen – Viele Mähroboter mähen nicht bis zum Rand

Viele träumen bei der Anschaffung eines Mähroboters davon, dass sie sich absolut gar nicht mehr mit dem Rasenmähen beschäftigen müssen. Leider ist das nicht immer der Fall, den viele Mähroboter können nicht bis ganz zum Rand mähen.

Das liegt daran, dass sich zwischen Mähwerk und äußerer Karosserie ein Sicherheitsabstand befindet, der um einiges größer ist, als bei herkömmlichen Rasenmähern.

Das Resultat ist dann, das außen am Rasen immer ein Rand stehen bleibt, den du dann noch nachmähen musst.

Es gibt allerdings verschiedene Lösungen für dieses Problem:

  • Ein Mähroboter mit einer Kantenmähfunktion
  • Sogenannte Rasenkantensteine, damit der Mähroboter über den Rand hinausfahren kann
  • Schnelles wöchentliches Abmähen des Rands mit einem Rasentrimmer

Einige Hersteller werben damit, dass ihre Modelle über eine Kantenmähfunktion verfügen. Andere Namen hierfür sind auch Kantenmodus, Randmähen oder „Cut-to-Edge“.

Hier habe ich eine Übersicht verschiedener Modelle zusammengestellt, die bis zum Rand mähen. Auch hier habe ich mich dem Thema einmal ausführlich gewidmet.

Doch auch diese mähen nicht immer ganz bis zum Rand, sondern kommen bis etwa 5 cm an ein festes Hindernis, wie etwa einer Mauer, heran. Damit Mähroboter immer bis ganz an den Rand herankommen, braucht es sogenannte Rasenkantensteine.

Rasenkantenstein für Mähroboter
Rasenkantensteine ermöglichen Mährobotern etwas über den Rasenrand hinaus zu fahren und so wirklich bis zum Rand zu mähen

Das sind einfach flache Steine, die ebenerdig am Rand verlegt werden, so dass der Mähroboter ein bisschen über den Rand hinausfahren kann. So kommt er dann auch bis ganz an den Rand heran und du musst nicht noch irgendwas nachschneiden.

Ein perfekt auf „Mähroboter-Bedürfnisse“ angepasster Rasen hat solche Steine komplett am Rand verlegt und auch Hindernisse oder Inseln auf der Fläche mit solchen Steinen umrandet.

Wenn das alles keine Option ist, gibt es noch eine Möglichkeit, das Nachmähen des Randes deutlich zu beschleunigen. Und zwar mit einem solchen Rasentrimmer, wie ich ihn oben schon kurz erwähnt habe.

5. Mähroboter können an problematischen Stellen stecken bleiben

Manche potentiellen Mähroboter Käufer vergessen, dass es nicht unbedingt damit getan ist, den Mähroboter auf dem Rasen zu installieren und los geht’s. Die Fläche sollte schon in gewisser Weise auch „Mähroboter-geeignet“ sein.

Wie tolerant Mähroboter da sind, hängt auch vom Modell ab. Wenn du aber sehr viele „problematische“ Stellen in deinem Garten hast, kann es zu Schwierigkeiten mit deinem Mähroboter kommen.

Hast du z. B. viele Löcher oder andere größere Unebenheiten im Rasen?  Wie sieht es am Rand aus? Gibt es dort Hindernisse, z. B. herausragende Baumwurzeln, an denen sich der Mähroboter verfangen kann?

Ein sehr „wilder“ Garten kann für einen Mähroboter schwierig werden. Fast alle Gärten lassen sich aber entsprechend anpassen, so dass der Mähroboter den Rasen problemlos abfahren kann.

Bestimmte mögliche Problemstellen, wie z. B. Löcher kannst du schon im Vorhinein ausbessern, indem du sie mit Erde auffüllst. Den Randbereich solltest du, wenn er stark verwildert ist, vielleicht auch mal „kahlschlagen“ und diverse Schlingfallen dort entfernen.

Es funktioniert auch sehr gut, da per trial and error vorzugehen. Du lässt den Mähroboter also laufen und schaust, ob er sich irgendwo verfängt. Ist das der Fall, versuchst du, die entsprechende Stelle auszubessern, so dass er in Zukunft hier keine Probleme mehr hat.

Zu diesem Zweck empfiehlt es sich, in den ersten 2 bis 3 Wochen das Begrenzungskabel noch nicht unterirdisch zu verlegen, damit du nachjustieren kannst. Falls du das Kabel überhaupt unterirdisch verlegen möchtest, denn meist ist das gar nicht notwendig.

Auf jeden Fall solltest du nicht verzweifeln, wenn dein Mähroboter solche Probleme macht. Meist muss die Installation nur etwas nachjustiert werden, oder ein paar Stellen in deinem Garten ausgebessert werden.

6. Mähroboter haben Navigationsprobleme an engen Passagen

Enge Passagen können für Mähroboter zum Problem werden. Stell dir einen Verbindungsweg zwischen zwei Flächen vor. Wenn dieser Weg sehr schmal ist, fährt der Mähroboter rein, aber titscht die ganze Zeit pingpongmäßig zwischen den sehr dicht beieinanderliegenden Rändern links und rechts.

So schafft er es dann oft nicht auf die andere Seite der Passage. Oder er verfängt sich komplett und findet nicht mehr raus aus der Situation.

Zum Glück haben sich viele Hersteller hier verschiedene Dinge einfallen lassen, damit enge Passagen eben doch ganz zufriedenstellend gemäht werden können. Mithilfe von Fernstartpunkten auf dem Begrenzungskabel oder Suchkabel kann der Mähroboter z. B. dem Kabel entlang folgen, eine enge Passage durchqueren und so zu einer anderen Fläche finden.

Um enge Passagen selbst zu mähen, gibt es auch verschiedene Funktionen. WORX wirbt z. B. mit der AIA-Technologie (Artificial Intelligence Algorithm). Eine ähnliche Funktion von GARDENA nennt sich CorridorCut und von HUSQVARNA automatische Engstellenerkennung.

Dieses Video zeigt anschaulich, wie das bei WORX funktioniert.

7. Bruch des Begrenzungskabels – kein seltenes Problem

Zu den typischen Problemen die es mit Mährobotern geben kann zählt ein Bruch im Begrenzungskabel. Hierzu sei gleich zu Beginn einmal angemerkt: Bei korrekter Handhabung lässt sich dieses Problem meist vermeiden:

  • Auf korrekte Installation des Begrenzungskabels achten. Es sollte nicht irgendwo hervorragen, so dass der Mähroboter versehentlich das Kabel durchtrennen kann. Besondere Vorsicht ist dort geboten, wo das Kable sehr exponiert ist, da der Untergrund sich z. B. nach oben wölbt (Beginn eines Abhangs, Kuppe eines kleinen Hügels, etc.)
  • Währen der Installation sollte die Isolierschicht des Kabels nicht beschädigt werden. Dies kann schon passieren, wenn du versehentlich mit einem normalen Hammer beim festmachen der Kabelklemmen auf das Kabel selbst triffst. Es entstehen Mikrorisse, durch die über die Zeit Feuchtigkeit eindringt, welche das Kabel korrodiert. Profis verwenden daher einen Rückschlagfreien Schonhammer, durch den solche Mikrorisse vermieden werden können.
  • Skizzierung des Kabelverlaufs unmittelbar nach der Installation. Nach einer Zeit wächst das Kabel ein und du siehst es nicht mehr. Oder vielleicht verlegst du es sogar unterirdisch. Wenn du den Kabelverlauf nicht mehr genau kennst, kannst du es beim Vertikutieren oder bei Arbeiten mit einem Spaten versehentlich beschädigen.
  • Zu Beginn sollte der Mähroboter auf eine höhere Schnitthöhe eingestellt werden, bis das Kabel sicher eingewachsen ist, um sicher zu gehen, dass er es nicht zerschneidet.

Wenn du das alles richtig machst, hält das Kabel in der Regel sehr lange. Doch selbst bei korrekter Installation gibt es etwas, das deinem Kabel zusetzen kann: Nagetiere!

Wühlmäuse können z. B. das Kabel zerfressen. Sollte das zum Problem werden, kannst du entweder ein Wühlmausgitter verlegen, was mit recht großem Aufwand verbunden ist. Denn dabei muss der komplette Rasen erst mal abgetragen werden.

Eine andere Alternative sind bissfeste Kabel. BOSSCOM bietet ein sogenanntes „eXtreme Safety Cable“ an. Dieses soll sogar vor Spatenstichen sicher sein. Auch Nagtiere haben keine Change das Kabel zu durchbeißen. Solche Kabel sind aber auch nicht ganz billig.

8. Zu langer Rasen lässt sich nicht mit dem Mähroboter mähen

Bei den meisten Mährobotern kannst du die maximale Schnitthöhe nur bis 60 mm einstellen. Manche Modelle lassen sich bis 80 mm einstellen, höher jedoch nicht.

Mähroboter können zwar auch Rasen mähen, der noch etwas höher ist, als diese Einstellung. Viel höher sollte er aber nicht sein. Maximal 1 cm mehr und das ist schon recht viel.

Der Rasenschnitt landet ja als Mulch auf der Mähfläche. Langer Rasenschnitt verwittert nicht so schnell. Üblicherweise sollte der Rasenschnitt beim Mähroboter eigentlich nur etwa 1 mm lang sein, dann so kann er unter optimalen Bedingungen verwittern.

Unverwitterter oder nur langsam verwitternder Rasenschnitt führt zu Rasenfilz, was langfristig ein Problem für die Gesundheit des Rasens darstellt.

Doch wann ist das mit der begrenzten Schnitthöhe ein Problem? Beispielsweise wenn du deinen Mähroboter im Urlaub nicht mähen lässt, sondern nach drinnen holst. Kommst du nach ein paar Wochen zurück, ist der Rasen möglicherweise schon so hoch, dass du ihn nicht mehr vom Mähroboter mähen lassen kannst.

Auch wenn du neuen Rasen eingesät hast, solltest du ihn erst einmal bis auf 10 cm wachsen lassen, bevor du ihn das erste mal mähst. Auch dann kannst du den Mähroboter beim ersten Mal mähen noch nicht einsetzen.

Ein weiterer Fall der mir einfällt: Du setzt deinen Mähroboter im Frühling zu spät ein, so dass der Rasen schon zu hoch geworden ist. Daher solltest du im Frühling auch nicht all zu lange warten, bis du den Mähroboter wieder einsetzt.

Insgesamt solltest du deshalb also deinen alten Rasenmäher noch als Reserve dabehalten, da du ihn unter Umständen einmal brauchen wirst.

9. Es kann Probleme bei der Einfahrt oder dem Auffinden der Ladestation geben

Es kann immer mal wieder dazu kommen, dass der Mähroboter entweder die Ladestation nicht findet, oder aber es nicht schafft, in die Ladestation einzufahren. Das ist natürlich nicht die Norm und sollte behoben werden.

Die Probleme treten auch immer seltener auf, da die Hersteller ihre Software und die Geräte immer weiter verbessern. Dennoch stellt es eines der vergleichsweise häufigsten Probleme dar.

Auch hier kann es manchmal an der Installation liegen. Es sollte dich jedoch keinesfalls davon abschrecken, dir einen Mähroboter zuzulegen. Meist sind das Probleme die sich mit etwas Nacharbeit beheben lassen. Im schlimmsten Fall stimmt wirklich etwas mit dem Gerät selbst nicht und du musst es zurückschicken. Das ist aber eher selten der Fall.

Insgesamt kann es schon sein, dass du am Anfang noch an diversen kleineren Problemen tüfteln musst. Der langfristige Nutzen überwiegt aber deutlich, wenn erst mal alles perfekt läuft.

10. Konflikte zwischen benachbarten Mährobotern

Es kann manchmal vorkommen, dass sich benachbarte Mähroboter mit Begrenzungskabel gegenseitig stören, wenn die Kabel der beiden Mähroboter sehr dicht beieinander verlaufen.

Das liegt an dem Signal, das durch die Kabel gesendet wird. Bei manchen Modellen wird dieses Signal mit deutlich mehr Ampere durch das Kabel geschickt.

Solche Modelle haben besonders häufig dieses Problem, dass sie direkt angrenzende Mähflächen anderer Mähroboter stören. Bekannt ist dies z. B. bei BOSCH Mährobotern, wie du auch in diesem Artikel nachlesen kannst.

Bonus: Rasenroboter sind eine Gefahr für Igel und Kleintiere

Aus ökologischer Sicht können Mähroboter auch ein Problem darstellen. Für Igel z. B. sind Mähroboter eine sehr große Gefahr. Das liegt vor allem daran, dass die Geräte viel leiser sind, als Rasenmäher und vom Igel zu spät als Gefahr erkannt werden.

Außerdem erkennen die automatisch laufenden Mähroboter natürlich nicht, dass dort ein Igel ist. Ein Mensch der einen Rasenmäher bedient, würde rechtzeitig reagieren können.

Das Risiko für Igel wird dadurch deutlich verstärkt, dass Igel dämmerungs- und nachaktive Tiere sind und Mähroboter häufig so eingestellt werden, dass sie abends mähen, wenn sich niemand mehr im Garten aufhält. Dadurch wird ein Aufeinandertreffen von Igel und Mähroboter deutlich wahrscheinlicher.

Es gibt aber Möglichkeiten, einen Mähroboter zu betreiben und die Gefahr für Igel deutlich zu reduzieren. Sogenannte „Apfelschürzen“ können nämlich genau so gut auch als Igelschutz dienen. Damit gerät der Igel nicht unter die Räder.

Weitere Möglichkeiten findest du in diesem Artikel von mir.

Doch nicht nur Igel sind gefährdet. Auch Bienen und andere Insekten. Dauerhaft kurz gemähte Rasen bieten weder Versteck- noch Nahrungsmöglichkeiten für Insekten. Möchtest du der Natur etwas Gutes tun, empfiehlt es sich daher, z. B. Wildblumen-Inseln anzulegen, wo sich die Insekten aufhalten können.

In diesem Artikel habe ich erklärt, wie du das anstellen kannst.

Offensichtliche Probleme und Herausforderungen

Das war meine Liste der nicht ganz so offensichtlichen Probleme. Auf unserem Blog findest du aber auch Informationen über Probleme, die dir wahrscheinlich schon bewusst sind.

Hast du noch weitere Fragen oder Anmerkungen? Schreib‘s in die Kommentare!

Matthias

Matthias Müller ist einer der Gründer dieses Blogs. Er beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit allen Themen rund um Automatisierung, Robotik und Zukunftstechnologien. Gleichzeitig ist er ein großer Naturliebhaber und daher fasziniert von dem ungewöhnlichen Zusammenspiel aus Robotern und Natur.

März 10, 2020

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